Mittwoch, 29. Juli 2015

Wayward Pines (TV)

Ich freue mich über eure Kommentare :)







Die auf der gleichnamigen Büchertrilogie von Blake Crouch basierende Serie, entstand unter Mitwirken des allseits bekannten Filmemachers M. Night Shyamalan. Schon diese Tatsache allein führte bei manch einem zu Zweifeln. Andere wiederum, erwarteten eine spannende Mystery-Serie erster Güte. Nun, nach dem Finale der Serie, kann ich ein Fazit ziehen und Shyamalans Einfluss loben oder verteufeln. Sorgte der Amerikaner doch bereits mit seinen Filmen sowohl für begeisterte Kinobesucher (The Sixth Sense), als auch für Enttäuschung auf ganzer Linie (Die Legende von Aang). Sein Seriendebüt sollte ihn nun aus seiner Krise retten.


Die Geschichte um die Kleinstadt Wayward Pines beginnt mit dem Charakter Ethan Burke. Der Secret-Service Agent wird für einen Auftrag nach Idaho beordert und soll dort das Verschwinden einiger seiner Kollegen untersuchen. Nach einem Autounfall wacht er jedoch im Krankenhaus der besagten Kleinstadt auf. Von Anfang an bleibt Ethan skeptisch gegenüber dessen Einwohner. Allen voran Krankenschwester Pam, macht einen mehr als suspekten Eindruck. Ethan findet die vermissten Agenten, muss aber zu seinem Entsetzen feststellen, dass ein Kollege tot ist. Völlig anders sieht es da bei Nummer zwei aus. Eine Frau und gleichzeitig Ethans ehemalige Geliebte, lebt mitten unter den Einwohnern der Stadt. Zudem scheint Sie um Jahre älter als bei ihrem letzten Treffen vor einigen Wochen. Ethan gerät immer tiefer in die Mysterien der Stadt und stößt bald auf abscheuliche Geheimnisse. Gänsehaut garantiert.


Audiovisuell überzeugt die Serie durch düstere Szenen und glaubwürdige Schauplätze. Der subtile Soundtrack sorgt für Gänsehaut und untermalt den mysteriösen Grundton der Serie. Der hervorragende und immer glaubwürdige Cast tut sein übriges.


Fazit: Wayward Pines erinnert schon zu Beginn stark an Under the Dome. Eine mysteriöse Kleinstadt mit zahlreichen Geheimnisse und niemand scheint so recht zu wissen, was tatsächlich vorgeht. Was die Titel jedoch voneinander unterscheidet ist die straffe Erzählstruktur. Während die, auf Stephen Kings Roman basierende Serie, nach einiger Zeit ihren Biss verliert und sich oftmals in unwichtigen Details verzettelt, überzeugt Wayward Pines durch ständige Plottwists und Unvorhersehbarkeit. Dabei erfindet die Serie das Genre nicht neu, kombiniert aber bekannte Elemente und interessante Ideen auf fantastische Weise. Wayward Pines ist ein durchdachter, zehnteiliger Mystery-Hit, den kein Genre-Fan verpassen sollte. Die vielleicht beste Mystery-Serie der letzten Jahre.


Nach dem Ende: Eins vorweg: Wayward Pines lässt seine Zuschauer mit genügend Fragen zurück um eine Fortsetzung zu rechtfertigen. Eine zweite Staffel würde meiner Meinung nach aber die Homogenität der zehn ersten Folgen stören. Sollten die Macher tatsächlich über eine Weiterführung der Geschichte nachdenken, sollte man aber zumindest ein paar Jahre damit warten.

-euer Genesis
 

Donnerstag, 23. Juli 2015

Dragonball Super - Ein Fazit nach drei Folgen (Anime)

Ich freue mich über eure Kommentare :)




Hach du schöne Kindheit. Was waren das für tolle Tage an denen man nach einem anstrengenden Schultag nach Hause kommen konnte und einfach wusste, dass das Nachmittagsprogramm voller Abenteuer, Action und toller Geschichten steckte? Digimon, Yugioh, One Piece und natürlich Dragonball. Einzigartige Welten und ganz besondere Erlebnisse verbinde ich mit diesen Serien. Sie entführten mich weg vom Alltag und hinein in eine fremde Welt. Mir tut die heutige Jugend leid, die mit Berlin: Tag und Nacht aufwachsen, oder zum hundertsten Mal miterleben dürfen wie Ted die Mutter seiner Kinder kennengelernt hat. Die TV-Landschaft hat tatsächlich abgebaut in den letzten Jahren. Überschwemmt von Scripted Reality und Wiederholungen von eigentlich guten Serien, schalten viele ihren Fernseher garnicht mehr ein und verbringen ihre Zeit lieber auf Facebook und Co. Doch ich schweife ab.


Die Geschichte der Saiyajins stand je her für Action, Kämpfe und einem hohen Badass-Anteil. Doch neben geballtem Testosteron zeichnete sich die Serie auch durch sympathische Figuren und grandiosen deutschen Sprechern aus. Seit Son Goku und Uub in der letzten Folge von Dragonball Z ihren Kampf austrugen sind zahlreiche Jahre ins Land gegangen und andere Geschichten ersetzten den Anime. Nach langer Bildschirmabstinentz kehrte Son Goku nun ins japanische Fernsehen zurück.


Die Geschichte setzt einige Monate nach dem Sieg über Buu an und findet noch vor dem Ende der Z-Saga statt. Das Leben ist inzwischen ruhig geworden und Son Goku versucht sich doch tatsächlich im Berufsleben. Seine Erfolge fallen hier jedoch eher bescheiden aus. Als Rettichbauer langweilt er sich auf deinem Traktor und sehnt sich nach einem fordernden Kampf. Auch die anderen bekannten Charaktere genießen ein friedliches Leben und eher untypisch führen uns die ersten drei Folgen von Dragonball Super gemächlich zurück in die Welt der Saiyajins. Lediglich die kurzen Auftritte des Gottes der Zerstörung "Lord Bills" sorgen für ein wenig Spannung. Dieser ist nämlich am Ende des Universums aus seinem Schlaf erwacht und zerstört launenhaft einen Planeten nach dem anderen.


Fazit: Endlich neues Dragonball-Futter! Kurz gesagt: der Hype ist voll bei mir angekommen. Klar Dragonball stand noch nich für ausgefeilte Storytwists oder besonders tiefsinnige Charaktere. Doch irgendetwas macht Toriyama einfach richtig und bereits nach der ersten Folge merkt man den qualitativen Unterschied zu Dragonball GT. Da stört es mich auch nicht, dass die Geschichte erst langsam an Fahrt aufnimmt. Auch wenn es nun langsam mal etwas Spannung aufbauen könnte. Dennoch: Für alteingesessene Anhänger Son Gokus, also jene Leute die schon damals bei seiner Genkidama ihre Energie durch den TV-Bildschirm geschickt haben, ist die neue Serie wirklich empfehlenswert. Man fühlt sich sofort zurückversetzt in seine Kindheit und es fühlt sich beinahe so an, als ob der Anime nie weg gewesen wäre. Abschließend kann ich sagen: Kein Must-Watch, aber ein Pflichttitel für alle Fans!

Sonntag, 5. Juli 2015

Far Cry 4 (PS4)

Ich freue mich über eure Kommentare :)







Mir hat ja bereits der Vorgänger ziemlich gut gefallen. Mit seinem dynamischen Gameplay und vor allem den krankhaft guten Charakteren hat sich der Shooter angenehm gegenüber seiner Genrekollegen abgrenzen können. In Far Cry 4 verschlug es mich von der Tropeninsel ins Himalaya Gebirge. Doch erst überwiegte bei mir die Skepsis.

Auf Anfang. Bereits bei der ersten Ankündigung vom vierten Teil der Far Cry Reihe hatte ich meine Bedenken. Denn alles in allem sah das Spiel bis auf die tolle Grafik und einer anderen Umgebung ziemlich gleich aus. Eine offene Welt mit Massen an Sammelkram, ein unterdrücktes Volk und ein vollkommen kranker Antagonist, der sicherlich nicht nur mich an Vaas erinnert hat. Doch zum Glück kam zwar nicht alles, aber vieles anders.


Ajay Ghale will dem letzten Wunsch seiner verstorbenen Mutter entsprechend, deren Asche in ihr Heimatland Kyrat bringen. Doch bereits bei der Einreise gibt es Schwierigkeiten. Bei der Passkontrolle beginnen die örtlichen Truppen auf die Insassen des Busses zu schießen und Ajay schafft es gerade noch so zu überleben. Zum Glück erscheint der in Pink gekleidete Pagan Min und beendet die Aktion seiner Leute. Recht rabiat sei hier vielleicht noch angemerkt. Der eben genannte Pagan Min ist nämlich der Herrscher des Landes. Als Ausländer hat er sich vor vielen Jahren den Thron erobert und steht nun an der Spitze des kleinen Landes. Er erklärt Ajay, dass das alles nur ein Missgeschick wäre und dass er dessen Mutter sogar persönlich kannte. Noch vom Schock übermannt wird der ahnungslose Ajay zum Essen in den Palast des Diktators eingeladen. Es gibt feinstes Krabbenrangun. Doch als der Diktator sich kurz entschuldigt und man endlich selbst spielen darf, findet man im Palast so einige Dinge die man lieber nicht gesehen hätte. Natürlich hat man es schon geahnt, aber nun hat man die Bestätigung: Pagan Min ist ein skrupelloser Despot. Während Ajay durch die Gänge schleicht, gibt sich plötzlich ein Anhänger der Rebellentruppe „Goldener Pfad“ zu erkennen. Sabal will Ajay, der angeblich der Sohn des legendären Freiheitskämpfers Mohan Ghale ist, retten und ihn selbst zum Krieger für sein Volk machen. Na das kann ja mal heiter werden.


So verstrickt man sich schnell in die Konflikte zwischen Pagans Diktatur und den Rebellen. Doch auch innerhalb des goldenen Pfades gibt es Konflikte. Während Sabal die Tradition ehrt und sein Volk zurück in die Zeiten vergangener Tage führen will, sieht Amita Kyrats Zukunft in modernen Geschäften und schreckt auch nicht vor Drogenhandel zurück. Spielerisch setzt der Titel da an, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Insgesamt spielt Far Cry 4 sich recht identisch zum Prequel. Die Entwickler haben allerdings alles noch dynamischer und eingängiger gemacht. Noch immer liegt der Kern des Gameplays in einer Kombination aus Schleichen, und Schießen. Dabei kann jeder Spieler für sich entscheiden wie er lieber vorgeht. Entweder brachial mit dem Sturmgewehr, oder leise und tödlich mit Bogen und Messer. Auch die Jagd nach Rohstoffen spielt erneut eine zentrale Rolle und der Fuhrpark wurde um einige Gefährte erweitert.


Grafisch kann sich der Titel auf jeden Fall sehen lassen. Gerade die Lichteffekte machen Kyrat zu einer der schönsten Landschaften des Genres. Was mich jedoch etwas gestört hat, sind die grafisch etwas zurückgebliebenen Charaktermodelle der NPCs. Auch die Animationen wirken hier etwas stacksig und lieblos. Kyrat selbst ist insgesamt ziemlich groß ausgefallen und wird mit der typischen Ubi-Formel gefüllt. Soll heißen: mehr oder weniger interessante Orte mit jeder Menge Sammelkram. Dank des spaßigen Gameplays und unzähligen Fähigkeiten und Belohnungen, macht das Sammeln und Erkunden dennoch Spaß. Und zahlreiche Orte sind dann doch recht spannend zu bestaunen. Andere Open-World Kollegen zeigten aber hier bereits in der Vergangenheit, dass man seine Welt mit wesentlich mehr füllen kann.


Was man bei Teil Vier, ebenso wie schon beim Vorgänger gesondert anführen muss sind die soundtechnischen Qualitäten. Die deutsche Lokalisierung ist durchweg auf sehr hohem Niveau und der Soundtrack trägt zur tollen Atmosphäre bei. Einige Songs sind hier schon wie beim Vorgänger einfach grandios gut ausgewählt und werden passend zur Mission eingespielt. Hier erwarten einen ähnliche Erlebnisse wie schon mit „Make It Bun Dem“ bei Far Cry 3. Die Palette reicht hier von drückend über urkomisch bis hin zu richtig emotional und einzigartig. Große Klasse Ubisoft!



Fazit: Far Cry 4 ist eindeutig mehr als ein Far Cry 3.5. Neben der neuen Spielwelt und all den kleinen Änderungen bietet der Nachfolger eine spannende Story mit interessanten Charakteren die mehr sind als ein Abklatsch von Vaas und Co. Meine Befürchtungen wurden schnell zerschlagen und dank perfekt gewählten Soundtracks und einiger wirklich toll designten Missionen zählt meiner Meinung auch Far Cry 4 zu den Glanzstücken seines Genres. Jeder Shooterfan der mal Abstand vom ewigen Militärgeballer eines Call of Duty’s oder Battlefield’s braucht und eine wirklich fesselnde Story erleben will, ohne gleich das Genre zu wechseln, sollte hier unbedingt zuschlagen. Im Umkehrschluss würde ich das Spiel aber auch jedem Genrefremden Spieler ans Herz legen. Lasst euch auf die Ego-Perspektive ein und werft die Far Cry nicht in denselben Topf mit den allseits bekannten Shooter-Reihen. Ihr werdet es sicher nicht bereuen!
-euer Genesis
 

Mittwoch, 1. Juli 2015

Videospiele zum Heulen!

Ich freue mich über eure Kommentare :)

Wow. 200. Das ist die Anzahl an Beiträge die ich im Laufe der Jahre mittlerweile bereits veröffentlicht habe. Und es werden immer mehr. Ich nehme dieses Jubiläum als Anlass für ein kleines Special. Ich hoffe es gefällt euch.

Videospiele sind ja so eine Sache. Für viele sind sie ein Hobby, ein Zeitvertreib. Etwas das ihnen die Möglichkeit gibt runter zu kommen, den Alltag hinter sich zu lassen und in eine andere Welt ein zu tauchen. Auch ich zähle die virtuellen Welten natürlich zu meinen liebesten Hobbies. Doch genau wie bei Büchern, Filmen und Serien schaffen manche Videospiele es mir mehr zu geben als nur gute Unterhaltung. Denn zwischen Mainstream-Titeln wie Call of Duty, Fifa und Need for Speed gibt es immer wieder Spiele, die mich stark berühren oder einfach nur zum Heulen schön sind! Was natürlich nicht heißen soll, dass Mainstream-Titel dazu nicht auch das Potential hätten! Hier nun auf jeden Fall eine kleine Auswahl an Titel, welche mich extrem berührt haben und wohl für immer einen Platz in meinem Gamerherzen haben werden.

Achtung. Spoilergefahr!


Final Fantasy IX

Ich beginne hier einfach beim ältesten Spiel in meiner Liste. Gleichzeitig dürfte es auch das erste Videospiel sein, bei dem mir die Tränen kamen. Final Fantasy IX entführte mich damals in ein märchenhaftes Abenteuer mit fantastischen Charakteren und einem fast schon göttlichen Soundtrack. Das gesamte Spiel steckt noch immer wie ein einziges Flashback in meinem Kopf und ich liebe jede Sekunde davon. Hier war der Grund für die Tränen garnicht unbedingt die übliche Trauer. Im Speziellen geht es um das Ende des Spiels. Garnet ist Königin, doch lebt sie nur halbherzig in ständiger Trauer um Zidane der von ihrem letzten Kampf nicht zurückgekehrt ist. Wie schon im Prolog des Spiel wird erneut ein Theaterstück aufgeführt und als sich der Hauptcharakter des Stücks plötzlich als Zidane zu erkennen gibt, eilt die frischgebackene Königin hinunter und schmettert dabei sogar ihre Krone zur Seite bevor sie ihm in die Arme fällt. Auch bei mir machte sich ein tiefes Gefühl der Erleichterung breit. Etwas das ich mit meinen 12 Jahren damals von Videospielen überhaupt noch nicht kannte. Durch Final Fantasy IX lernte ich wie unwichtig materielle Dinge sind, wenn es um geliebte Menschen und Freundschaft geht. Bravo Square Enix!




Heavy Rain

Wie weit würdest du gehen um einen geliebten Menschen zu retten? Vor diese Frage stellte quanticdream im Jahre 2010 in seinem interaktiven Drama Heavy Rain. In der Story geht es um Ethan Mars. Einen Architekten, dessen Leben in die Brüche geht, als einer seiner Söhne bei einem Unfall ums Leben kommt. Vom Schicksal gebeutelt zerbricht seine Ehe an den Folgen seines Traumas. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, verschwindet eines regnerischen Nachmittags auch noch sein jüngerer Sohn Shaun. Ethan erlebt einen Blackout und erhält plötzlich seltsame Nachrichten in Origamiform. Das Markenzeichen eines landesweit bekannten Killers, der kleine Jungen entführt und ihre Leichen mit einer Origamifigur zurück lässt. Heavy Rain erzählt die bewegende und faszinierende Geschichte eines Vaters, der für das Leben seines Sohnes kämpft. Dabei stehen er und der Spieler immer wieder vor teils heftigen Entscheidungen. In einigen Momente wusste ich nicht recht was ich tun soll. Denn neben Ethan gibt es noch drei weitere Charaktere deren Schicksal miteinander verknüpft ist. Sogar dauerhafte Tode innerhalb der Hauptfiguren sind möglich. Damals wie heute ein unglaublich intensives Gefühl. Das gesamte Spiel steckt voller emotionaler Momente und je nach Spielweise sieht jeder Spieler ein anderes Ende. Mal glücklich, mal unglaublich traurig. Zusammen mit dem bis heute unglaublich genialen Soundtrack eine der beeindruckendsten und prägendsten Erfahrungen meiner PS3-Zeit und ein Pflichttitel für alle Playstation Besitzer!





Final Fantasy X

Hach erneut Final Fantasy. Und erneut eine bewegende Geschichte. Vor allem aber der geniale Soundtrack von Mastermind Uematsu-Sama hat es mir hier angetan. To Zanarkand zähltbis heute zu meinen absoluten Liebslingstracks und Gänsehaut ist beim Hören garantiert. Mein emotionales Highlight war hier das Ende des Spiels. Tidus und Yuna haben es mit Ihren Gefährten endlich geschafft die ewige Bedrohung Sin ab zu wehren und den Frieden auf Spira wieder her zu stellen. Just in diesem Moment des Friedens scheint Tidu's Zeit gekommen zu sein, um diese Zeit zu verlassen. Ohne sich berühren zu können, legt Tidus seine Arme um Yuna und dankt ihr somit für die gemeinsame Zeit. Er ist sichtlich traurig, doch geht er trotzdem mit einem Lächeln von seinen Freunden. Und auch Aurons Zeit ist gekommen und sein Körper begintn langsam sich auf zu lösen. Eine Mischung aus Trauer und Freude lassen mich damals wortlos den Bildschirm anstarren bis die Credits schlussendlich vorüber sind.




Journey

Was gibt es zu diesem Meisterwerk zu sagen? Journey ist ein kurzes, intensives Erlebnis voller Emotionen. Dabei verzichtet das Spiel vollkommen auf großer Erklärungen oder sogar Sprachausgabe. Nicht einmal die Steuerung wird erklärt. Innerhalb von wenigen Sekunden erlernt man als Spieler die simple, aber geniale Mechanik und begibt sich auf die titelgebende, etwa ein- bis zweistündige Reise. Dabei trifft man online auf andere Reisende und baut innerhalb weniger Minuten eine intensive Beziehung mit dem anderen Spieler auf. Und das obwohl bis auf Klanglaute der Spielfigur keine Kommunikation zwischen den Spielern möglich ist. Eine grandiose Leistung und bis heute eine einmalige Erfahrung. Getoppt wird das extrem innovative Gameplay eigentlich nur mehr von dem fantastischen Artdesign und dem unglaublich, unglaublich genialen Soundtrack. Ein orchestraler Sound, der mir allein schon die Tränen in die Augen trieb. Journey gehört für mich deshalb zu den innovativsten und besten Spiele aller Zeiten. Denn es schafft ohne viel Schnickschnack, woran viele AAA-Titel scheitern.





Crisis Core: Final Fantasy VII

 Aller guten Dinge sind drei? Ein weiteres Final Fantasy gesellt sich in meine kleine Auswahl. Mit Crisis Core: Final Fantasy VII fiel meine Wahl auf das vermutlich traurigste Erlebnis meiner Final Fantasy-Zeit. Von Anfang an fesselte mich das spiel durch seine tollen Charaktere und den grandiosen Soundtrack. Und das obwohl ich das Hauptspiel zum eigentlichen Spin-Off nie gespielt habe. Angeal, Genesis (ja hierher habe ich meinen Nickname ;-)), Aerith, Zack und viele weitere. Ihre Geschichte hat mich einfach mitgerissen. Und dann kam das Finale. Ein einschneidendes Ereignis in den Geschehnissen um Final Fantasy VII. Zack's Tod. Gejagt von hunderten Soldaten stellt er sich ihnen ganz allein entgegen um seinen Freund Cloud zu retten. Während er unerbittert der Welle an Feinden standhält ziehen dutzende Flashbacks an ihm vorbei. Und auch der Spieler erlebt diese Ereignisse hautnah mit. Nach und nach zerbrechen die Anzeigen des Spiels und die Slotmachine, welche die Erinnerungen und spezielle Fähigkeiten von Zacks Freunden darstellen bekommt immer stärkere Risse. Er weiß, dass das sein Ende ist und dass er Aerith nie wieder sehen wird. Dennoch gibt er nicht auf. Nach zermürbenden Minuten findet Cloud seinen Freund schließlich blutüberströmt im Regen liegen, welcher ihm sein Buster Sword und seine Träume anvertraut, bevor er wie ein Engel in den Himmel steigt. Das ganze ist untermalt von solch einem melancholischen Soundtrack, dass ich heute noch heulen könnte!





Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

Wow. Wieder ein Meilenstein der Videospielgeschichte, der mir vorallem durch seine komplexe Story und der cineastischen Aufmachung extrem gut gefallen hat. Vor Guns of the Patriots war ich mit dem Metal Gear Universum nicht vertraut und Snakes erbarmungsloser Kampf für die Zukunft hat sich bis heute in mein Hirn eingebrannt. Ich möchte hier garnicht zuviel über die eigentliche Story verlieren. Bei der Komplexität eines mit Game of Thrones vergleichbaren Universums würde dies schlicht ausarten. Metal Gear Solid 4 steckt voller emotionaler Momente. Doch ganz besonders das Ende des spiels lässt mich bis heute nicht los. Solid Snake steht am Grab von Big Boss und sinniert über alles was geschehn ist, oder noch kommt. Ein Bild das schon im Hauptmenü allgegenwärtig ist. Die nachfolgenden Geschehnisse und der einmalige Soundtrack ließen mich vor Respekt und Erfurcht die Tränen in die Augen steigen und ich war fast dazu verlockt auf zu stehen und zu salutieren. Ganz großes Kino Mr. Kojima! Ich freue mich gewaltig auf Teil 5!





Valiant Hearts

Dieses nette kleine Spiel erzählt in beeindruckenden Bildern die Geschichte des ersten Weltkriegs. Einen Teil der Historie, welche bisher viel zu selten in Videospielen aufgegriffen wurde. Obwohl hier einige Geschehnisse vielleicht etwas zu klischeehaft dargestellt wurde, so fesselt das Spiel doch mit seinem einzigartigen Artdesign und den sympathischen Charakteren. Bis zum Ende fiebert man durch die liebevoll erzählte Geschichte und erlebt den ersten Weltkrieg aus einer bisher ungesehenen Perspektive. Dabei berühren hier ganz besonders die persönlichen Schicksale der Protagonisten.





Beyond: Two Souls

Ein weiteres Werk von den Leuten bei quanticdream hat es in meine Liste geschafft. Diesmal erzählen Sie eine noch persönlichere Geschichte mit einer guten Essenz Geisterspuk. Ich begleitete Jodie Holms quer durch ihr Leben. Durch Portale in andere Dimensionen, aber auch durch ganz alltägliche Teenagermomente. Noch cineastischer, noch dramatischer und mit einem sphärischen Soundtrack unterlegt, der mir einige Male Gänsehaut bereitet hat. Besonders berührt hat mich das Ende indem Jodie endlich offenbart wird was es mit ihrer Verbindung zum Wesen Aiden auf sich hat. Fast noch stärker fand ich jedoch das Schicksal des Charakters Nathan Dawkins. Wenn quantic dream eines kann, dann sind es Emotionen auf den Bildschirm zu bringen.





Telltale's: The Walking Dead

Mit the Walking Dead lieferte Telltale ein spielerisch zwar etwas maues, dafür storytechnisches fabelhaftes Adventure mit harten Szenen. Ganz besonders das heftige Ende sorgt bei mir bis heute für zitternde Hände und Tränen in den Augen. Nachdem Lee Everett die kleine Clementine endlich retten konnte, ist seine Zeit knapp geworden. Das Virus breitet sich immer weiter in seinem Körper aus und Clem steht vor einer unmenschlichen Entscheidung. Kann sie die Kraft aufbringen und Lee von seinem Leid erlösen? Mit zitternden Händen und wässrigen Augen nimmt sie die Waffe in die Hand und... Wahnsinn. Was Telltale hier emotional erschaffen hat, stellt wohl sämtliche Momente der TV-Serie in den Schatten.





Die Mass Effect Reihe

Auch die epische Saga rund um Commander Shepard und seine Crew bietet zahlreiche emotionale Momente. Ich will hier garnicht auf einen bestimmten Augenblick eingehen. Vielmehr steckt die Welt von Mass Effect einfach voll von Schicksalen die mich berührt haben. Tali, Mordin, Thane Krios. Nur einige Namen derer, die Mass Effect zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Der Moment an dem mir tatsächlich die Tränen kamen war jedoch das Ende selbst. Mal ganz abgesehen um die Kontroverse darum. Nachdem man unzählige Stunden damit verbracht hat das Universum zu retten, aber vorallem auch damit , interessante Charaktere kennen zu lernen und auch wieder zu verlieren, kommt am musikalisch toll unterlegten Finale des dritten Teils alles wieder hoch. Man erinnert sich an die Freunde die man in dieser Geschichte gefunden hat und an jene die man nicht retten konnte. Und genau deshalb gehört Mass Effect für immer in meine Liste der emotionalsten Videospiele. Für mich die größte Science-Fiction Saga aller Zeiten!




The Last of Us

Wow. Was für ein Schock. Beim ersten Spielen des grandiosen Action-Adventures von Naughty Dog stockte mir nach dem Intro kurz gesagt der Atem. Alles beginnt recht ruhig und ich starte mein Abenteuer als kleine Sarah in einem gemütlichen Vororthaus. Ihr Vater Joel bringt sie ins Bett und etwas reißt das Mädchen aus ihrem Schlummer. Sie erkundet die nächtlich beleuchteten Räume und bemerkt eine seltsame Nachrichtensendung im noch laufenden Fernseher im Schlafzimmer ihres Vaters. Von Joel selbst ist aber wie zuvor keine Spur zu finden. Plötzlich erschreckt eine ferne Explosion das Mädchen und sie beginnt sich unten um zu sehen. Ihr Vater stürmt perplex durch die Balkontür und mitten in der Nacht beginnt der Anfang vom Ende. Eine mysteriöse Krankheit scheint Menschen in Wahnsinnige zu verwandeln und es beginnt eine Flucht und der Kampf ums Überleben. Das Szenario kennt man bereits aus zahlreichen Filmen und auch anderen Videospielen. Doch Naughty Dog legt in puncto Qualität und Authenzität eine Schippe oben drauf. Gerade noch rechtzeitig schafft Joel es zusammen mit seinem Bruder aus der Stadt zu flüchten doch ein paar Soldaten unterbrechen ihre Flucht. Die Situation eskaliert und Sarah wird schwer verletzt. Joel presst seine kleine Tochter an sich und unter Schmerzen entweicht langsam das Leben aus dem kleinen Köper des jungen Mädchens. Ihr Vater fleht sie an und kämpft mit den Tränen. Für mich als Spieler eine gleichermaßen verstörende und ebenso faszinierende Szene. Selten schaffte es ein Videospiel, oder auch ein Film mich innerhalb einer knappen viertel Stunde emotional so sehr zu fesseln und mich selbst mit den Tränen kämpfen zu lassen. Naughty Dog stand ja für je her für allerhöchste Videospielkost - sei es Crash Bandicoot, oder die geniale Uncharted-Reihe - aber was sie mit The Last of Us erschaffen haben ist nicht nur Videospielkost, sondern gleichermaßen große Videospielkunst! Das Intro und das gesamte Spiel - einer der emotionalsten Momente meiner Gaming-Zeit.





So. Was waren eure emotionalsten Momente in Videospielen? Szenen bei denen ihr heute noch die Tränen verdrückt? Was sagt ihr zu meiner kleinen Auswahl? Hab ihr auch geflennt ? Oder ließen euch einige Szenen kalt? Lasst es mich bitte wissen. Ich freue mich über jede Diskussion.

-euer Genesis

Dienstag, 30. Juni 2015

Xavier Naidoo - Frei Sein 2015 (Graz)

Ich freue mich über eure Kommentare :)

So Leute. Ich weiß ich bin etwas im Verzug, aber aus irgendeinem Grund - hab eigentlich selbst keine Ahnung warum - komme ich erst jetzt dazu einen kleinen Beitrag zu verfassen.

Am 14. Juni, gab Xavier Naidoo sein Konzert aus seiner aktuellen Tour "Frei Sein" in der Freiluftarena in Graz. Ich war eigentlich nie ein besonders großer Fan von Herrn Naidoo. Klar ich mochte einige seiner Songs und beim letztjährigen Tauschkonzert und als Juror bei "the Voice" hatte er schon einen richtig guten Eindruck gemacht. Dennoch blieb er bis vor kurzem nur eine Randerscheinung in meinem musikalischen Interesse. Doch das hat sich mittlerweile schlagartig geändert. Grund war das zuvor genannte Konzert. Doch der Reihe nach.

Gegen 16:00 Uhr kam ich an der Stadthalle in Graz an. Zu meiner persönlichen Verwunderung hielt sich die bisherige Warteschlange sehr in Grenzen und ein freier Parkplatz war nur einige Meter vom Eingang entfernt. Knapp eine Stunde später öffneten sich bei leichtem Regen die Pforten zum Konzertgelände. Auch zu diesem Zeitpunkt waren höchstens 150 Menschen vor Ort. Sofort gings zur Bühne und ein Platz in den ersten Reihen war gesichert. Dann langasm begann die offene Halle sich zu füllen und hunderte Menschen scharten sich beim Event. Glücklicherweise hielt sich alles in Grenzen und selbst die versammelte Masse war übersichtlich und lösten keine agoraphobischen Anfälle aus. Aber Spaß beiseite. Alles war gut organisiert und ein fast schon familiäres Konzert konnte nun endlich beginnen.

Um punkt 19:00 Uhr war es dann endlich soweit. Das Licht ging aus und die Vorgruppe konnte auftreten. Daniel Wirtz gab sich die Ehre. Für mich war der Deutschrocker in diesem Moment völliges Neuland. Denn die aktuelle Staffel von Sing meinen Song hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfolgt.


Junge Junge. Was für ein Act. Im Nachhinein kann ich nur sagen: Was für eine Schande diesen Künstler noch nicht gekannt zu haben. Bühnenpräsenz, geile Texte und eine ganz spezielle Stimme machen Daniel Wirtz zum Vorprogramm der Extraklasse. Nach etwa einer halben Stunde Spielzeit verabschiedete sich der Rocker und übergab die Bühne dem Hauptakt.


Dann endlich gab sich auch der Meister selbst zu erkennen und lieferte etwa zwei Stunden hochkarätigste Musikunterhaltung. Xavier Naidoo präsentierte die Perlen seiner Musikkarriere und überzeugte mich vorallem mit einer fast schon unnatürlich genialen Bühnenpräsenz. Ich kann wahrlich behaupten, dass ich noch nie zuvor einen Künstler erlebt habe, der live fast völlig identisch zu seinen Studienalben klingt. Mehr noch. Durch seine Zwischengesänge und ganz speziellen Arrangements schlägt Mr. Naidoo live einen noch stimmigeren Ton an und das Ergebnis klingt noch besser als seine Aufnahmen. Grandios!


Abschließend kann ich nur sagen, dass jeder der etwas für seine Musik übrig hat, unbedingt zu einem seiner Konzerte gehen sollte. Selbst mich als jemand der zuvor eher wenig mit ihm in Kontakt kam, hat er extrem begeistern können und einen einmaligen Abend geboten.

-euer Genesis


Donnerstag, 11. Juni 2015

Black Butler (Anime)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



2006 trat Yana Tobosos Werk erstmals in Mangaform auf. Nach großen Erfolgen folgte 2008 die Animeadaption. Als Fan des Mangas kam ich irgendwann natürlich nicht mehr drum rum, mir auch den Anime zu Gemüte zu führen. Die düstere Story rund um den teuflisch guten Butler Sebastian und seinem Herren Ciel Phantomhive folgt dabei zumindest zu Beginn der Handlung des Mangas. Der junge Earl Phantomhive hat im zarten Alter von zwölf Jahren bereits beide Eltern bei einem schrecklichen Feuer verloren und wurden unsäglichen Qualen einer okkulten Sekte ausgesetzt. Im Moment seines vermeintlichen Todes schließt er einen Pakt mit einem Teufel, der ihm fortan als treuer Butler zur Seite steht. Er kehrt als Oberhaupt seiner Familie zurück, errichtet das Anwesen neu und führt die Familienfirma an die Spitze der Wirtschaftswelt. Als Wachhund der Königin Victoria wacht er in den Schatten über das viktorianische London und dessen Umland. Immer auf der Suche nach den Menschen die sein Leben zerstört haben.

Bereits am Anfang fühlt man sich als Kenner und Fan der Mangavorlage gut aufgehoben. Der Zeichenstil fängt den Charme der Vorlage gut ein und die Charaktere wurde gut getroffen. Zudem kann die deutsche Synchro in den meisten Fällen punkten. Besonders positiv aufgefallen ist mir der passende Soundtrack, der jede Situation hervorragend untermalt. Egal ob düster oder lustig.

Soweit die positiven Aspekte. Nun zu den Dingen die mir weniger gut gefallen haben. Bereits nach wenigen Folgen nimmt der Anime Abstand zum Manga und es wird ein völlig neuer Storyzweig erzählt. Was anfangs noch ganz interessant scheint, verliert jedoch mit jeder Folge an Zusammenhang mit der Originalstory. Zwischendrin gibt es zwar immer wieder Folgen die die Geschehnisse des Mangas erzählen, aber auch hier wurden Details verändert und spätestens in den letzten fünf - sechs Folgen nimmt die Handlung einen komplett anderen Verlauf. Das ist zwar insgesamt durcrhaus sehr unterhaltsam, stößt Kennern des Mangas aber wie gesagt etwas sauer auf. Vorallem da einige bekannte Charaktere irgendwie anders wirken als im Manga.


Fazit: Black Butler ist ganz klar einer Empfehlung wert. Ein einzigartiges Setting mit originellen Charakteren und einem atmosphärischen Soundtrack heben den Titel durchaus über durchschnittlicher Anime-Kost. Lediglich die Story die oft an fehlender Spannung krankt trübt das ansonsten gute Gesamtbild. Mangafans werden sich vielleicht über den alternativen Storyverlauf wundern, oder sogar ärgern. Nichts desto trotz bietet Black Butler eine harmonische Kombination aus düsterer, aristrokratischer Fantasy und typischem Anime-Humor. Steht man als vollkommener Neuling vor der Serie würde ich aber erst mal den Manga empfehlen, da dieser die Charaktere besser darstellt und meiner Meinung nach einfach glaubwürdiger wirkt.

Dienstag, 19. Mai 2015

Ex Machina (Kino)

Ich freue mich über eure Kommentare :)


Ex Machina - jetz im Kino



Ex Machina - Schon der Titel spielt mit den Erwartungen der Zuschauer. Ein Deus Ex Machina. In der Literatur ein Eingriff einer äußeren Macht um den Lauf der Geschichte zu verändern. Das macht bei dem Tilm durchaus Sinn. Wenn auch nicht im herkömmlichen Fall. Doch ein paar Sätze zur Story selbst:


Caleb ist Programmierer beim weltgrößten Suchmaschinenunternehmen Bluebook. Er führt ein einfaches Leben, welches sich durch den Hauptgewinn in der Firmenlotterie jedoch schlagartig ändert. Er erhält die exklusive Möglichkeit den Firmengründer Nathan in seinem entlegenen Haus zu besuchen und dort eine komplette Woche in Luxus zu verbringen. Doch schon als er irgendwo im nirgendwo vom Helikopter aussteigt und den restlichen Weg zu Fuß zurücklegen muss, kommt ihm das doch etwas seltsam vor. Schlussendlich findet er einen grauen Klotz aus Beton und Metall gebettet zwischen Fluss und wäldlicher Wildnis. An der unscheinbaren Tür einpfängt ihn eine Computerstimme und erstellt ihm eine persönliche Keycard. Endlich im Haus angekommen, erscheint ihm das Gebilde schon eher wie die Residenz eines milliardenschweren Firmengründers. Doch sein Boss ist anders als erwartet. Er pfeift auf Hierarchien, Förmlichkeiten und oftmals auch auf Manieren. Voller Vorfreude stellt er Caleb vor die Wahl. Entweder er verbringt ein entspanntes Wochenende in Luxus, oder er entscheidet sich für den eigentlichen Grund der Einladung. Nathan arbeitet nämlich an einer künstlichen Intelligenz und es wäre Calebs Aufgabe einen sogenannten Turing-Test durch zu führen. Also jenes Testverfahren, welches feststellen soll, ob eine artifiziell geschaffene Intelligenz tatsächlich über ein Bewusstsein verfügt. Der Programmierer lässt sich diese Chance natürlich nicht entgehen und sein unkonventioneller Chef konfrontiert ihn mit dem humanoiden Roboter "Ava". Es folgt ein subtiler Film über Sein und Schein und der Frage welche Gefahren aber auch welche Möglichkeiten die Zukunft dieses Forschungsgebiets bringen kann.


Alex Garland, bereits erfolgreicher Autor mehrerer Werke, gibt mit Ex Machina sein Regiedebüt. Dabei konzentriert er sich sehr auf den Charakter Ava und lässt große Effektfeuerwerke und überspitztes Drama außen vor. Viel mehr liefert er eine erschreckend realistische Darstellung eines Mensch-KI-Konfliktes, welcher vielleicht tatsächlich in unserer Zukunft liegen könnte. Optisch beeindruckend fällt hingegen die Darstellung seines robotischen Hauptcharakters aus.Und auch musikalisch gibt sich der Film passend zu den Bildern meistens eher subtil, aber wirkungsvoll.


Fazit: Ex Machina nimmt großen Abstand zu Filmen mit ähnlichen Themen. Transcendence oder auch iRobot konzentrierten sich sehr auf persönliche Dramen und optische Bildgewalt. Garland's Film hingegen punktet schon durch sein simples, aber wirkungsvolles Szenario und den wenigen Charakteren. Erschreckend realistisch wirkt die Entwicklung zwischen Ava und Caleb und ein düsterer Unterton unterstreicht die gesamte Laufzeit. Wisst ihr ich mag Popcornkino und spaßige Action wenn sie passend und gut gemacht ist. Begnadete Filmemacher wie Nolan beweisen zudem immer wieder, dass sich Action und Mainstream durchaus mit komplexen Themen vertragen. Es sind eben nicht die Action-Blockbuster die mir im Gedächtnis bleiben, sondern subtile Streifen mit einer ganz eigenen Faszination. Nach Ex Machina geht garantiert kein Kinobesucher aus dem Saal ohne über das gesehene nach zu denken. Von mir eine ganz klare Empfehlung.

-euer Genesis

Montag, 11. Mai 2015

Kiseijuu: Sei no Kakuritsu - Parasyte (Anime)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



 

Hach liebe Leute. Ich weiß noch vor einigen Jahren da gab es diesen Anime Death Note. Eine Story so spannend und genial, dass sie bis heute zu meinen absoluten Lieblingsserien zählt und wohl auch für immer sein wird. Dann kam Elfen Lied. Die Serie hat mich emotional mitgenommen wie keine zuvor und ich wusste wieder wie sehr ich Anime doch liebe. Es folgten viele Jahre mit tollen, ja fast schon grandiosen Serien. Neben durchaus erwähnenswerten Titeln wie Vampire Knight, Eden oft he East oder No Game no Life folgten richtige Highlights wie Attack on Titan oder Madoka Magika. Doch dieses eine Gefühl das ich bei Death Note und Elfen Lied hatte, vermisste ich immer noch. Doch asst mich euch nun etwas über ein Meisterwerk namens Kiseijuu – Parasyte erzählen. Eine Serie die es auf Anhieb geschafft hat selbst Attack on Titan bei weitem hinter sich zulassen und sich nun zu den beiden zuerst genannten Titeln in meine Top 3 gesellen darf.


Der ziemlich aktuelle Anime Kiseijuu von 2014 basiert auf dem gleichnamigen Manga aus dem Jahre 1989. Schon das machte mich neben dem tollen ersten Trailer richtig heiß auf die Serie. Alles beginnt mit einem zufälligen Ereignis. Überall auf der Erde erscheinen winzige Parasiten die sich in den Körpern, vorzugsweise den Köpfen der Menschen einnisten um somit die Kontrolle über deren Körper übernehmen. Die Story selbst dreht sich dabei um den Oberschüler Shinichi Izumi. Er führt ein relativ einfaches leben. Während er bei seinen Eltern in einem kleinen Häuschen in der Stadt wohnt, ist er ein durchschnittlicher Schüler und bis auf ein Mädchen namens Murano Satomi gibt es eigentlich nichts Erwähnenswertes in seinem Leben. Das alles ändert sich jedoch schlagartig, als eines Nachts auch er von solch einem Parasiten heimgesucht wird. Die Ohrstöpsel seines MP3-Players verhindern gerade noch eine Übernahme seines Gehirns. Als der Parasit einen zwieten Versuch über Shinichis Nase startet, wacht dieser jedoch auf und das Ungeziefer schlängelt sich entlang seines Armes hinauf. Es gelingt dem Oberschüler gerade noch rechtzeitig die Übernahme zu unterbinden. Was er jedoch nicht ahnt: Der unbekannte Eindringling nährt sich bereits von innen heraus an seinen Nährstoffen und bereits am nächsten Tag hat sich Shinichis Hand in ein abstruses Ungetüm verwandelt. Es folgt ein Versteckspiel zwischen Freunden und Feinden. Ein Leben in ständiger Gefahr in der die gesamte Menschheit einem neuen Feind gegenüber steht. Inmitten all dieses Chaos entwickelt sich eine ganz besondere und ungewöhnliche Beziehung.

Genau wie Death Note, zieht Kiseijuu seine Faszination und Spannung aus dem Zusammenspiel und der Psyche der Charaktere. Jeder von Ihnen hat eigene Motive und es ist unglaublich faszinierend den Figuren bei ihrem Wandel zuzuschauen. Egal ob Mensch oder Parasit. Dabei werden fast schon philosophische Fragen aufgeworfen, die Parasyte zu einem wahrlich tiefsinnigen Erlebnis machen. Doch auch die Action kommt nicht zu kurz. Dabei liegt der Fokus aber überhaupt nicht auf den Kämpfen wie etwa bei Serien aus dem Shonen-Genre. Neben all den ernsten Themen die der Anime anspricht, besticht er zudem durch schöne Romance-Abschnitte und hat sogar noch Zeit für den einen oder anderen Lacher. Und das ohne zu irgendeiner Zeit lächerlich oder unpassend zu wirken. Fantastisch!

Über den grandiosen Zeichenstil brauche ich nicht viel zu sagen. Nur dass er dem von Death Note etwas ähnelt und sich ansprechend vom derzeitigen „typischen“ Anime Look abhebt. Die Figuren glänzen mit starker Mimik und die Hintergründe sind meistens sehr detailliert gezeichnet. Einzig und allein die computeranimierten Hintergrundcharaktere haben mich manchmal etwas gestört. Insgesamt passt der Stil und die Ausführung jedoch perfekt zur Story. Ganz besonders loben muss ich außerdem noch den unglaublich genialen Soundtrack. Einfach jeder Track ein Treffer. Egal ob melancholisch düster oder hoffnungsvoll hymnisch. Ken Arai, der den Soundtrack beisteuerte, hat hier einfach ganze Arbeit geleistet. Die japanischen Originalsprecher leisten sowieso grandiose Arbeit. Allem voran natürlich Hauptcharakter Shinichi.



Fazit: Was kann ich abschließend noch zur Serie sagen? Ich würde gerne noch so viel erwähnen. Erinnerungswürdige Momente teilen oder einfach nur dem fantastischen Soundtrack lauschen. Viele Anime-Fans vergleichen Kiseijuu ja aufgrund der ähnlichen Thematik ja mit dem ebenfalls ganz aktuellen Tokyou Ghoul. Dabei könnten die Serien eigentlich gar nicht unterschiedlicher sein. Ich persönlich empfinde Kiseijuu als in sich perfekt stimmiges Gesamtbild ohne Plothänger das sowohl optisch, aber allem voran auch akustisch auf ganzer Linie überzeugt. Ich bin wirklich sehr traurig, dass die 24 Folgen bereits vorüber sind und sehne mich nach einem lokalen Release auf Blu-Ray. Dieses Meisterwerk kann ich jedem Anime-Fan nur wärmstens ans Herz legen. Ganz besonders jedoch den Leuten die etwas mehr Tiefgang mögen und mit den typischen Mainstream-Serien nicht so ganz warm werden.


Zu Schluss sage ich dann nur noch: „Migi, übernimm die Abwehr!“
-euer Genesis
 

Montag, 27. April 2015

South Park - Der Stab der Wahrheit (PS3)

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Die Geschehnisse des Spiels aus dem Hause Obsidian, schließen nahtlos an den Black-Friday Dreiteiler der 17. Staffel an. Der Schwarze Freitag ist vorbei und im Zentrum der Handlung steht das sagenumwobene und titelgebende Artefakt „der Stab der Wahrheit“. Dieser Befindet sich im Besitz der Menschen unter der Führung des Magierkönigs Eric Cartman. Doch eine Prophezeiung erzählt vom Krieg um den Stab und ein mysteriöser Krieger soll Frieden bringen. Herrlich übertrieben. Wie man es von South Park eben kennt. Nach dem nicht ganz ernst zu nehmenden Prolog landet man im sehr umfangreichen Charaktereditor. Frisch nach South Park gezogen ist es nun erst mal die Aufgabe des „Neuen“ neue Freunde zu finden. Seine Eltern , schlicht „Mom“ und „Dad“ genannt, geben dem Jungen noch ein wenig Taschengeld und schicken ihn dann in die Nachbarschaft. Und dort ist einiges los. South Park: Der Stab der Wahrheit fängt schon in den ersten Minuten den typischen South Park Charme ein und es ist den Entwicklern hervorragend gelungen ihrer Vorlage gerecht zu werden. Unzählige Anspielungen, Referenzen und bekannte Orte und Charaktere sind ein Hochgenuss für Fans und lassen längst vergessene Erinnerungen an Lachmuskel strapazierende Szenen hochkommen.


Unter jeder Gürtellinie

Der Humor des Spiels deckt sich eigentlich mit der Serie und ich will hier gar nicht weiter drauf eingehen. Fans davon fühlen sich sofort angesprochen. Leute die schon die Serie nicht mochten, sollten auf Abstand gehen, denn das hier ist definitiv nicht jugendfrei und in Europa sogar stark zensiert.

Was allerdings nichts am ansonst so toll gelungenen Gamedesign ändert. Eine zwar nicht besonders große, deshalb sehr detailreiche Welt mit extrem witzigen und abwechslungsreichen Quests und Unmengen an Ausrüstungen. Hinzu kommen vier Charakterklassen und 6 Begleiter. Allesamt mit unterschiedlichen Spezialfertigkeiten für Kämpfe und auch in der Oberwelt.


Paper Mario lässt grüßen

Das Kampfsystem ist recht abwechslungsreich ausgefallen. Statt Echtzeitkämpfen, erwartet den Spieler in South Park ein altmodisches Rundensystem, verfeinert mit Action-Eingaben. Das ganze erinnert stark an Paper Mario 1 und 2. Stets hat man die Wahl zwischen Nahkampf, Fernkampf, Spezialfähigkeiten, Magie, Items oder mächtigen Beschwörungen. Verschiedene Statusveränderungen lassen sich zudem unterschiedlich kombinieren und bringen so den Sieg gegen stärkere Feinde. Insgesamt ist das komplette RPG-Element überraschend tiefgründig ausgefallen. Zumindest für einen Titel dieser Größe. Denn mit rund 10 bis 15 Stunden Spielzeit ist der Titel recht kurz.


Technisch gesehen ist South Park natürlich kein Brett. Doch meiner Meinung nach wurde die Optik einer Vorlage noch nie so perfekt eingefangen wie in South Park: der Stab der Wahrheit. Als Zuschauer hat man manchmal fast schon das Gefühl eine HD-Folge der Serie zu schauen. Einfach alles sieht original wie in dem Cartoon aus. Toll! Und auch der Sound kann sich hören lassen. Sofort hört man die typischen Songs, Geräusche und die originalen englischen Sprecher treiben einem manchmal vor Lachen die Tränen in die Augen. Auch wenn ich persönlich die deutschen bevorzuge.


Fazit: Obsidians „Der Stab der Wahrheit“ ist ein wahres Fest für South Park Fans. Und ganz abgesehen von der perfekten Umsetzung der Vorlage, macht auch das RPG-Element für sich richtig Spaß. So muss Lizenzspiel sein!

Sonntag, 26. April 2015

The Evil Within (PS4)

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Sebastian Castellanos, Detective beim Krimson City Police Departement. Gerade erst ist er mit seinen Kollegen  Joseph Oda und Junior Detective Julie Kidman auf dem Heimweg eines Falles, da schnappen Sie einen mysteriösen Funkspruch auf. In einer Nervenklinik scheint es einen Vorfall zu geben und alle freien Einheiten werden für den Ort angefordert. Ohne zu zögern begibt sich auch das Team um Castellanos sofort zum Einsatzort. Als der Detective aus dem Auto steigt prasselt ihm der Regen ins Gesicht und er begibt sich schnellstmöglich zur Tür der Klinik, welche von Außen wie ein altes Herrenhaus wirkt. Als er die Tür öffnet, durchdringt ihn ein beißender Geruch von Blut und er entdeckt unzählige Leichen in der Vorhalle. Gemeinsam mit Joseph durchsuchen sie die Räumlichkeiten. Dies sollte der Anfang eines psychotischen Albtraums werden, der auch seine Spieler packen wird.


Schon nach der ersten Stunde spürt man Mikamis starken Einfluss auf den Titel. Man erkennt viele Parallelen zu Resident Evil 4. Glücklicherweise wurden dessen Schwächen ausgemerzt. Man steuert Sebastian wie schon einst Leon S. Kennedy über eine Schulteransicht, welche anfangs etwas ungewohnt wirkt. Nach einigen Minuten hat man sich aber bereits daran gewöhnt. Auch zielen und feuern ist nun während des Laufens möglich. Gerade in der ersten Hälfte des Spiels ist aber mit Ballern erst mal weniger zu rechnen. The Evil Within fordert seine Spieler stets mit Bedacht vor zu gehen und bestraft wilde Ballerorgien á la Call of Duty mit unzähligen Bildschirmtoden. Dabei wird das Spiel selten, oder gar nie unfair. Wenn man das Zeitliche segnet fühlt man sich selbst stets als Schuldiger. Nächstes mal eine andere Taktik versuchen. Vielleicht einfach vorbeischleichen? Wie bei the Last of Us heißt hier der Schlüssel zum Erfolg eine gute Balance aus schleichen und Schießen. Wobei the Evil Within im letzten Drittel leider etwas zu Feuerlastig wird und Naughty Dog's Adventeur hier die bessere Balance hatte. Dennoch. Gerade die gute Steuerung und die stets geforderte Aufmerksamkeit an seine Spieler machen The Evil Within Gameplaytechnisch schonmal zu einem der Toptitel in seinem Genre.


Optisch präsentiert sich das Spiel solide. Zwar wirken Charaktermodelle, Texturen und Animationen allesamt etwas eingerostet, dafür stimmt die Gesamtpräsentation. Stimmige und sehr abwechslungsreiche Levels mit extrem dichter Athmosphäre und abscheulichem Gegnerdesign lassen Horrorfans die Nackenhaare zu Berge stehen. Auch soundtechnisch wird einiges geboten. Gerade mit Headset klingt die Geräuschkulisse erschreckend schauderlich. Lediglich die deutschen Sprecher hinken dem sonst so stimmigen Gesamtbild etwas hinterher.


Fazit: The Evil Within ist Survival Horror in Bestform. Genauso wie es sich Fans bereits seit Jahren wieder von Resident Evil wünschen. Dabei besticht Mikamis neuestes Werk durch eine verworrene Story und ein klasse Setting. Die tolle Atmosphäre und die insgesamt sehr gelungene Präsentation trösten auch über kleinere Schwächen bei der Technik hinweg. Die schwarzen Balken stören zwar anfangs, aber man gewöhnt sich relativ schnell an die Einshränkung. Auch wenn's ohne natürlich schöner gewesen wäre. The Evil Within hat mich zwar in keinen Zustand purer Angst versetzt (P.T. lässt grüßen), dafür konnte es durch eine psychodelische Story mit vielen düsteren Levels und tollem Gameplay punkten. Lediglich die verstärkten Baller-Einlagen im letzten Drittel trügte das Gesamtbild etwas. Dennoch. Fans von Resident Evil 4 oder The Last of Us dürfen hier gerne rein schauen. Für mich eines der besten Horror-Spiele der letzten Jahre.