Montag, 22. September 2014

Mario Kart 8 (Wii U)

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Es geht wieder los...


Nun. Es ist ja jetzt schon wieder ein paar Monate her, seit Mario Kart erschienen ist. Nichts desto Trotz möchte ich dennoch einen kurzen Artikel über den aktuellsten Ableger des Funracers bringen. Denn nun ist es tatsächlich soweit. Die Wii U wird endlich eine interessante Konsole. Wie schon durch das fantastische Mario 3D World eingeleitet beginnt nun endlich eine Phase im Lebenszyklus der Konsole in welcher spannende Titel erscheinen. Doch der Reihe nach...


Die Motoren heulen kurz auf. 12 Fahrer stehen voller Adrenalin an der Startlinie und fibern jeder Sekunde entgegen. Hypnotisch wirkt die Ampel ziehen die roten Lichter der Ampel den Spieler in den Bann und sobald das Signal ertönt beginnt ein Rennen voller Schubserei, Abkürzungen und verrückter Items. Seit dem Super Nintendo wacht Mario Kart eisern über den Funracer Thron. Konkurrenten wie Little Big Planet Karting oder F1 Racing Stars ringen den Entwicklern bei Nintendo nur ein müdes Lächeln ab und sogar eigentlich ziemlich gute Titel wie Sonic All Stars Racing Transformed hängt der korpulente Klempner Runde um Runde ab. Mit Mario Kart 8 ändert sich daran wenig. Im Gegenteil sogar. War MK 7 am 3DS schon wirklich gut, steigert sich der Wii U Ableger in sämtlichen Belangen.


Alles auf Spaß getrimmt - in Hochglanz

Angefangen beim Spielgefühl über das Streckendesign, bis hin zur musikalischen Untermalung liefert Mario Kart 8 erneut eine bunte Mischung aus allem was einen Funracer ausmacht. Mit Kart, Bike oder Quad rasen bis zu zwölf Spieler über 16 bekannte und 16 neue Strecken. Entweder im Grand Prix, Versus-Modus oder Zeitfahren. Offline mit bis zu 4 Spielern, Online auch zu zweit. Neu ist eine Art Gravitationsmodus der einem erlaubt an Wänden oder sogar Decken entlang zu fahren. So erhalten alte Strecken ganz neue Wege und wirken somit frisch und bieten neue Möglichkeiten. Auf der Seite der Items gesellt sich etwa die Piranha-Pflanze oder ein Bumerang zu den Klassikern wie grüne und rote Panzer oder der Bananenschale. Insgesamt wirkt alles besser ausbalanciert als noch bei Mario Kart Wii oder 7 und es kommt wieder verstärkt aufs fahrerische Können der Spieler an.

Mal ganz abgesehen vom tollen Design sieht Mario Kart 8 - und das muss man jetzt einfach mal so sagen - wirklich fantastisch aus! Mir gefiel ja Mario 3D World schon super, aber der Funracer setzt noch einen drauf. Satte Farben, knackige Texturen und fantastische Effekte. Das Ganze läuft zudem so butterweich, wie ich es selten gesehen habe. Dies gilt auch für die Spielbarkeit. Bereits nach wenigen Partien geht die Steuerung in Fleisch und Blut über und auch online funktioniert alles flüssig und wunderbar einfach. So soll das sein!

Kritikpunkte gibt es wenige. Lediglich eine fragwürdige Charakterauswahl stößt bei Veteranen etwas sauer auf. Warum gibt es zum Beispiel alle(!) Koopalinge, dafür aber weder König Buu Huu, Knochentrocken noch Birdo. Ansonsten könnten es wie immer natürlich noch mehr Strecken sein. Kleines Trostpflaster: Nintendo hat bereits zwei DLCs angekündigt in denen jeweils 3 neue Charaktere, vier neue Karts und 8 neue bzw. 8 alte Strecken verfügbar sein werden. Ach nöö werden jetzt viele rufen. Nintendo steigt somit also auch auf den DLC-Zug auf. Verständlich. Andere Publisher tun dies schon jahrelang. Mit Erfolg. Klar stört mich das ganze nun auch ein wenig. Allerdings bietet Nintendo wenigstens faire Preise . Denn im Bundle kosten beide Packs insgesamt nur 12 €. Vorbesteller erhalten zudem verschiedenfarbige Yoshis und Shy Guys. Außerdem gab es bereits mit dem letzten Update 3 neue Mercedes-Karts. Über mangelnden Content können sich Nintendo-Fans also eigentlich nicht beschweren. Immerhin bricht man somit endlich mit der 32 Strecken Tradition.


Fazit: Mario Kart 8 ist wie erwartet der beste Funracer den es derzeit am Markt gibt. Nicht nur das. Mit seinem tollen Design, der perfekten Spielbarkeit und der wunderbaren Technik ist es derzeit auch ein Paradebeispiel für gute Spielentwicklung und es zeigt, dass Monstergrafik nicht alles ist.

Wer bis jetzt gewartet hat und noch immer überlegt sich eine Wii U zu holen, sollte die Gelegenheit nun vielleicht nutzen. Nintendos Konsole hat mittlerweile einige wirklich tolle Titel und mit Bayonetta und Super Smash Bros(!) stehen bereits die nächsten Toptitel ins Haus. Und auch für die Zukunft ist dank Ankündigungen wie Captain Toad, Star Fox und The Legend of Zelda (!) bereits bestens vorgesorgt.

-euer Genesis

Montag, 15. September 2014

The Breaker (Manga/Manhwa)

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Wer nicht kämpft hat schon verloren!

Shi-Woon Yi hat nicht das einfachste Leben. Seine Mutter arbeitet oft bis spät in die Nacht und in der Schule wird er ständig von Chang-Ho und seiner Gang drangsaliert. Längst hat er die Schlägereien akzeptiert und versucht nicht einmal mehr sich zur Wehr zu stellen. Einziger Lichtblick ist seine Freundin Sae-Hi für die er jedoch mehr empfindet als bloße Freundschaft. Als die Prügel härter werden und Shi-Woon immer mehr in eine Depression abdriftet, trifft er auf einen mysteriösen Mann namens Chun-Woo. Fast schon herablassend fragt er Shi-Woon warum er sich nicht gegen seinen Peiniger auflehnt. Doch dieser hat schon längst aufgegeben. Gerade als Shi-Woon sich vom Dach des Schulgebäudes stürzen will, rettet ihn unerwartet der charmante und vielleicht etwas zu sehr den Frauen hinterher jagende Chun-Woo.

Doch etwas an ihm ist nicht normal. Seine Reflexe und seine Stärke sind weit von dem entfernt, das Shi-Woon bisher gesehen hatte und langsam aber sicher scharen sich um ihn immer mehr zwielichtige Personen die ein Geheimnis verbergen. Sie alle sind Teil der Martial Arts Welt, welche im geheimen existiert. Diese Kämpfer haben übermenschliche Fertigkeiten und leben nach eigenen Regeln. Strikt getrennt von der Welt der Normalbürger.

Völlig überwältigt bittet Shi-Woon den Fremden ihn ebenfalls zu trainieren, doch dieser lehnt vehement ab. Denn wer einmal in die Welt der Kämpfer eintritt, kann sie nie wieder verlassen…


The Breaker ist schon stilistisch großes Kino. Die Zeichnungen sind hervorragend und selten zuvor habe ich solch eine Wucht in einem Manga gesehen. Die Kämpfe sind extrem lebhaft und man spürt förmlich jede Bewegung. Wahnsinn! Ansonsten ist das Charakterdesign abwechslungsreich und sehr detailliert. Auch die Story weiß zu überzeugen und ist für einen Action-Manga/Manhwa gut gelungen. Für Lacher zwischendurch ist dank Chun-Woo stets gesorgt und wer Ecchi mag wir hier und da auch ein paar Mal zufrieden gestellt. Muss ich jetzt nicht unbedingt haben, aber in der Form und der Menge völlig passend.


Fazit: The Breaker ist einer der besten Action Mangas die ich je gelesen habe. Denn neben der guten Story und den vielseitigen Charakteren, überzeugt vor allem der detaillierte Zeichenstil und im Besonderen die extreme Dynamik in den Kämpfen. Wahnsinn! Abschließend ist noch zu sagen, dass der Manga mit einem furiosen, offenen Finale in der Folgeserie „The Breaker: New Waves“ mündet, welche derzeit noch läuft. Ich kann den Manga jedem Action- und Martial-Arts Fan nur wärmstens ans Herz legen. Es lohnt sich rein zu schauen!

-euer Genesis
 

Samstag, 13. September 2014

Tomb Raider (PS3)

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Sie ist Abenteurerin, Archäologin, Motoradfahrerin, Tempelforscherin, Waffenschwingerin und nun auch Überlebende. Lara Croft. Nach fast zwanzig Jahren im Videospielgeschäft, gehört sie zu den bekanntesten Figuren der Industrie. Doch mit dem Reboot wird alles neu und vieles anders. Ich als Tomb Raider Veteran war erst skeptisch, ließ mich letztens jedoch aber auf den Neuanfang der Serie ein.


Alles auf Anfang

Nachdem mit Tomb:Raider Underworld der letzte Handlungsstrang zu Ende gebracht wurde, war es Zeit für etwas Neues. Crystal Dynamic bringt den Spieler in die Jugend der sonst so taffen Heldin und erzählt die Anfänge ihrer Geschichte, in einer realistischeren und vorallem brutaleren Umgebung muss sie zu der unerschrockenen Abenteurerin werden, die wir alle kennen.

Irgendwo im Pazifik reist die Studentin Lara Croft zusammen mit einer Forschungsgruppe durch die Meere um die verborgene Insel Yamatai im Drachendreieck zu finden. Wie aus dem Nichts wird das Schiff von einem Sturm erfasst und das Unglück nimmt seinen Lauf. Lara schafft es gerade noch aus dem Wrack und findet sich bald an einem verlassenen Strand wieder. Getrennt von ihrer Gruppe versucht sie nun auf sich alleine gestellt Hilfe zu finden. Doch etwas schein auf dieser Insel nicht mit rechten Dingen zu zu gehen. Lara trifft auf die Anhänger eines fanatischen fast schon religiösen Ordens und wird mitten in ein uraltes Geheimnis gezogen in dem Sie um ihr und das Leben ihrer Freunde kämpfen muss.


Uncharted anyone?

Laras aktuellstes Abenteuer entfernt sich schon von der Mechanik her weit von den vorherigen Teilen und erinnert frappierend an Naughty Dogs Uncharted-Serie. Statt Feinde automatisch ins Fadenkreiz zu nehmen und sie mit treffsicheren Kugeln zu erledigen während Lara akrobatisch durch die Umgebung hüpft, versteckt die Heldin sich nun hinter Objekten und schaltet Gegner gezielt durch manuelles Zielen aus. Vorzugsweise mit ihrem neuen Bogen. Zudem stehen ihr später eine Pistole, ein Maschinengewehr und eine Schrotflinte zur Verfügung. Sämtliche Waffen lassen sich außerdem verbesserun und bieten so mehr Feuerkraft, Munitionskapazität oder einen zweiten Feuermodus. Auch Lara selbst erlernt nach und nach neue Fertigkeiten und wird somit langsam zur tödlichen Gefahr für ihre Feinde. Ebenfalls typisch für ein aktuelles Spiel.


Wo sind meine Rätsel?

Tomb Raider Veteranen wie ich kennen die Situation. Man steht in irgendeinem Tempel vor einem tödlichen Mechanismus, hat ungefähr zehn Leben verloren und ist nun der Lösung zum Greifen nahe. Hat man das Hindernis dann endlich überwunden durchflutet einen plötzlich ein wohliges Gefühl des Erfolges. Die Serie stand für je her aus einer starken Kombination aus kniffligen Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen. Der Schusswechsel war da eher Nebensache. Beim 2013er-Ableger sieht die Sache anders aus. Hier kommen die Rätsel fast etwas kurz. Nur die optionalen versteckten Gräber schaffen das alte Grabräuber-Gefühl.


Sieht schickt aus das Teil

Egal ob man die Neuerungen nun mag oder nicht. Tomb Raider sieht richtig gut aus. Animationen, Charaktere und Effekte haben mir riechtig gut gefallen. Auch wenn ich fand, dass die Umgebung des Vorgängers insgesamt mehr her machte. Das liegt aber auch einfach daran, dass Thailand und tropische Dschungel mehr farbenpracht bieten als verwüstete asiatische Pazifikinseln. Denn mit dem neuen Characterdesign wird das große Manko des Vorgängers klar ausgebügelt. Hatte Underworld zwar wirklich schöne Umgebungen, fielen die cartoonhaften und überzeichneten Figuren jedoch völlig aus der Reihe. Laras neueste Reise wirkt hingegen wie aus einem Guss und punktet vorallem mit schönen Lichteffekten und geschmeidigen Animationen. Auch tontechnisch kann das Spiel bei mir punkten und überzeugt durch einen guten Soundtrack und überzeugenden Sprechern. Ich muss zwar sagen, dass ich Laras alte Stimme wirklich vermisse, andererseits hätte diese zur jungen Miss Corft auch nicht gepasst und Nora Tschirner macht einen klasse Job.


Fazit: Das Fazit zu Tomb Raider fällt mir nicht leicht. Als Fan seit dem ersten Teil fehlen mir hier einfach viele Dinge. Dennoch ist das Spiel für sich wirklich toll. Sehr gute Optik, geschmeidiges Gameplay, eine spannende Inszenierung und frischen Wind im Franchise. Was ich mir für den nächsten Teil jedoch wünsche sind wieder mehr Elemente aus den Vorgängern. Denn die Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen können Grabräuber-Veteranen wie mir nur ein müdes Lächeln abringen. Und der Titel liegt klar hinter meinem Lieblingsteil Tomb Raider: Legend auf der PS2. Insgesamt kann ich den Titel aber allen Action-Freunden empfehlen. Auch Tomb Raider Veteranen und Fans der uncharted Reihe können bedenkenlos zugreifen und werden eine gute Zeit haben. Ich freue mich jedenfalls auf Rise of the Tomb Raider und hoffe auf's Beste :-)

Grüße aus Yamatai
-euer Genesis

Dienstag, 26. August 2014

Gokukoku no Brynhildr - Brynhildr in the Darkness (Anime)

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Die Story ist an und für sich gut gelungen und interessant. Zu oft dreht sich aber alles um die schönen Zeiten der Gruppe und der Hintergrund wird nur schleppend erläutert. Vor allem gegen Schluss wird die Story plötzlich hektisch und alles wird leicht unplausibel und schnell erklärt. Somit ist der Hintergrund zwar interessant, aber viel zu kurz erzählt.


Animationen - 4/5

Natürlich ist die Qualität hier Top und hätte sicher 5 Punkte verdient. Jedoch lasse ich gerne noch Luft nach oben um Titel zu loben, welche in diesem Punkt einzigartig sind. Ich denke hier nur an Ghibli Filme oder auch Shingeko no Kyojin. Dennoch. Hier gibts nicht's zu bemängeln. Schöne Hintergründe, dynamische Animationen und hübsches Charakterdesign.


Charaktere - 4/5

Hier kann der Titel ebenfalls punkten. Die Figuren sind sehr unterschiedlich und bieten eigentlich für jeden etwas. Alle typischen Klischees werden bedient. Jedoch fehlt mir an manchen Stellen etwas der Tiefgang und die Vielschichtigkeit. Und als Fan von realistischen Mangas und Charakteren sind die Charaktere manchmal zu stereotypisch. Vorallem wenn man Elfenlied bereits gesehen hat. Dennoch gewinnt man alle Akteure schnell lieb und pickt sich seinen einen oder anderen Favoriten aus dem Ensemble. Ich mochte ja Kazumi recht gern. Denn hinter ihrer Fassade verbarg sich stets mehr, als man zuerst sehen konnte.


Musik - 4/5

Die Musik ist toll und geht von Rock bis Dubstep. Ganz besonders die beiden Openings sind genial. Für eine volle Punktzahl ist der Soundtrack jedoch zu unauffällig und Animes wie Shingeko no Kyojin, Guilty Crown, Death Note oder auch Elfenlied zeigen hier wie Musik eine zentrale und emotionale Ebene in einem Anime einnehmen kann.


Fazit: Gokukoku no Brynhildr ist ein wirklich sehenswerter Anime. Vorallem Fans von Elfenlied werden hier auf ihren Kosten kommen. Jedoch schadet vorallem die kurze Laufzeit der Story und es hätte gut getan noch ein paar Folgen mehr zu sehen. Bleibt immer noch der Manga, der jetzt mein Interesse geweckt hat

-euer Genesis
 

Donnerstag, 14. August 2014

Chroniken der Unterwelt - City of Bones (DVD)

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Mit City of Bones schaffte es letztes Jahr der erste Teil der sogenannten Chroniken der Unterwelt in die Kinos. Ähnlich wie schon Twilight basiert der Film auf einer Buchreihe und schlägt in eine ähnliche Kerbe. Viele sprachen auch von einen Twilight für ältere Leser. Und immer wieder konnte man lesen, dass vorallem junge Frauen Fans der Serie sind. Nichts desto trotz lief es zumindest nach den Einnahmen gemessen, eher mäßig für den Streifen. Doch ist das nun ein Zeichen für schlechte Qualität?


Eine Welt voller düsterer Gestalten

Um was geht's? Clary ist eine ganz normale Jugendliche in New York. Seit ihrer Kindheit verheimlicht ihre Mutter (gespielt von Lena Headey - Game of Thrones) ihr jedoch ihre wahre Herkunft. Sie selbst ist nämlich eine Schattenjägerin. Also jene Gruppe von Menschen die Dämonen bekämpfen. Eines Nachts begegnet Clary zusammen mit ihrem Freund Simon einem dieser Schattenjäger in einem Club. Völlig perplex und mit der Situation überfordert gerät sie in Panik und das Schicksal nimmt ihren Lauf. Denn immer stärker scheint sie sich an vergessene Dinge zu erinnern und sieht Dinge, die normalen Menschen verborgen bleiben. Doch durch ihre erwachenden Kräfte werden auch feindlich gesinnte Personen auf sie aufmerksam und sie wird immer tiefer in die Welt der Schattenjäger gezogen. Einzig der mysteriöse Jace schafft es ihr Halt zu geben und sie in dieser neuen Welt zu begleiten.

Die Welt in der die Chroniken der Unterwelt spielt, ist gespickt mit so ziemlich allem was die moderne Fantasyliteratur zu bieten hat. Da gäbe es Hexen, Werwölfe, Dämonen und etliche andere. Auch die Charaktere sind recht interessant und wissen zu unterhalten. Insgesamt geht der Film stilistisch einen guten Weg, der sich deutlich von dem Vergleich zu Twilight loslöst. Auch Actionfans werden hier deutlich besser bedient, denn es kommt oft zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Nur gut, dass die Schattenjäger mit allerhand Waffen ausgestattet sind.

Über die deutsche Synchronisation lässt sich streiten. Ich fand sie nicht überragend, aber akzeptabel. Was mich aber schon etwas mehr gestört hat, sind einige wenige Szenen, die ich sehr unpassend fand. Fast so als ob sie nicht wirklich in den Film gehörten. Denn insgesamt gibt sich der Streifen eher düster und cool. An manchen wenigen Stellen, driftet er aber ins typische Teenie-Film Lager ab und nimmt sich selbst die Chance ernst genommen zu werden.

Für die Leser der Serie gab es zudem weitere Gründe zur Kritik. Wie ich nachgelesen habe, sind manche Figuren etwas oder vollkommen anders dargestellt. Jemandem der die Bücher nicht kennt, wird soetwas natürlich nicht auffallen, dennoch finde ich es schade, dass hier einfach dem Autoren des Originalwerkes nicht genügend Tribut gezollt wird und alles so gezeigt wird, wie es sein soll. Solange dies als Film natürlich umsetzbar ist.


Fazit: Wer auf moderne Fantasy und Action steht macht mit Chroniken der Unterwelt - City of Bones garantiert nichts falsch. Der Film unterhält auf gutem durchschnittlichen Niveau, schafft es aber nicht zum Filmhit. Dafür hat er einfach zu viele Ecken und Kanten. Die durchschnittliche Synchro, einige unglücklich gelöste Szenen und an vielen Stellen viel zu wenig Hintergrundinformationen. Oft fragt man sich als Nicht-Leser was gerade passiert ist und wieso nicht anders. Meiner Meinung nach eignet sich der Film somit prima als Abendprogramm. Der Start einer großen Reihe der Erwartungen weckt und Vorfreude macht, sieht aber anders aus. (Siehe Harry Potter, Hunger Games, etc...)

Ich hoffe ja persönlich, dass die Macher beim zweiten Teil aus ihren Fehlern lernen und den Film noch mehr in Richtung erwachseneres Publikum lenken. Dann könnte die Reihe trotz allem noch ihren vielleicht verdienten Respekt bekommen. Ich bleibe jedenfalls gespannt.

-euer Genesis

Freitag, 1. August 2014

Valiant Hearts: The Great War (PSN)

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Ubisoft Montpellier präsentiert mit Valiant Hearts zum 100. Jahrestag des ersten Weltkrieges ein handgezeichnetes Kriegsdrama ohne viel Patriotismus, aber mit viel Herz. Als Handlungsinspiration dienen dabei die Briefe der Soldaten an ihre Liebsten in der Heimat. Eine tolle und vor allem ungewöhnliche Idee. Doch reicht das auf ein tolles Spielerlebnis zu bieten?


Der Ruf der Pflicht

Sarajevo 1914. Erzherzog Franz Ferdinand wird Opfer eines Attentates, welches folgendlich den ersten Weltkrieg auslöste. Ganz Europa wurde Zeuge und Austragungsort großer Schlachten und unzähliger Verluste. Wer im Geschichtsunterricht nur ein klein wenig aufgepasst sollte die Rahmengeschichte des 2D-Adventures bereits kennen. Doch statt weiter auf den Verlauf des Krieges ein zu gehen dreht sich die Geschichte von Valiant Hearts um die vier Protagonisten.

Hofbesitzer Emile macht den Anfang. Sein Grund liegt nahe der Grenze zu Deutschland und als der Krieg ausbricht wird sein Schwiegersohn Karl in der deutschen Armee zwangsverpflichtet. Er verlässt seine Tochter Marie und seinen Enkel Viktor um sich in den Schützengräben auf die beschwerliche Suche zu machen.

Karl selbst versucht unterdessen immer wieder zu fliehen und wird dabei sogar verletzt. Doch schafft er es schlussendlich zu seiner Familie zurück zu kehren?

Der dritte im Bunde ist der eher grobschlächtige Freddie. Obwohl die USA erst spät in den Krieg eingreifen, verpflichtete sich der Amerikaner bereits früh die französische Armee zu unterszützen. Dabei trifft er auf Emile und zwischen den beiden entsteht eine tiefe Freundschaft.

Den Abschluss macht die junge Medizinstudentin Ana. Sie kommt aus Belgien an die Grenze um den Männern in der Schlacht medizinisch zu unterstützen und ihren entführten Vater zu finden. Auch sie trifft schlussendlich auf Emile und Freddie und schließt sich ihnen an.

Immer wieder trennen sich die Wege der Charaktere und ihre Geschichten verlaufen in unterschiedliche Wege um später wieder zueinander zu finden. Große Überraschungen oder Storytwists bleiben meistens aus. Insgesamt ist die Geschichte aber straff erzählt und unterhält über die Spielzeit von etwa fünf bis sechs Stunden sehr gut.



Auf den Hund gekommen


Das Gameplay selbst ist eher simpel gestrickt. Wie in einem Jump and Run steuert man den jeweiligen Charakter über eine zweidimensionale Umgebung und löst diverse Rätsel im Stile klassischer Point & Click Adventures. Mal raucht man ein bestimmtes Werkzeug um an einem Hindernis vorbei zu kommen, mal einen Stein den man wirft um einen Schalter zu aktivieren. Aufgelockert werden diese meist recht einfachen Knobeleien durch verschiedene Geschicklichkeitsaufgaben.

Ein zentrales Spielelement ist dabei der Hund - ein ewig treuer Begleiter der nicht nur Gegenstände an Orten sucht an denen man selbst nicht gelangen kann, sondern auch Wachen ablenkt um angesehen an ihnen vorbei zu schleichen. Ach ja. Und streicheln kann man den Guten natürlich auch!

Das Gameplay an sich ist also eher zweckmäßig und versucht keine großen Experimente. Viel beeindruckender ist  da schon der Sound und die Optik. Die Musik wechselt von treibend und nvervenaufreibend bis hin zu dramantisch und melancholisch. Ständig in einem klassischen Ensenble das die Musik von Valiant Hearts zu etwas Besonderem macht. Sprachausgabe im Herkömmlichen Sinn gibt es grundsätzlich keine. Dafür Gesprächsfetzen und Fantasiegeräusche. Lediglich in den erzählerisch starken Sequenzen zwischen den einzelnen Kapiteln in denen die Geschichte weitererzählt wird. Oder in den Momenten in denen eine der Figuren eine Gedanken in einem Brief niederschreibt wird das Geschehen vertont. Und das sogar recht hochwertig wie ich finde.

Die UbiArt Framework Engine, welche schon Rayman und Child of Light zu einem optischen Schmankerl machte, zeigt auch bei Valiant Hearts was in ihr steckt. Tolles Charakterdesign und wunderschöne Zeichnungen schmeicheln jedem Gamer um die Augen. Das Geschehen läuft stets flüssig und wirkt wie aus einem Guss. Zu bemängeln habe ich aber trotzdem eine Kleinigkeit. Manchmal wird ins Bild gezoomt und das Geschehen erscheint etwas grobpixelig. Vorallem bei großen Fernsehern etwas unschön. Fällt aber garnicht ins Gewicht.



Fazit: Erst einmal ist es ein Segen, dass Ubisoft dieses Spiel ermöglicht hat. Es widment sich einer problematischen Thematik und liefert tiefe Einblicke in die Geschichte von damals. Das kann man ihm auch den spielerischen eher durchschnittlichen Wert in der Hintergrund rücken. Denn Valiant Hearts schafft es meistens die Spieler betroffen zu machen, auch wenn der Wechsel zwischen lustigen Szenen und dramatischen Momenten oft zu spontan von Statten geht. Denn spätestens beim Ende bleibt einem das Lachen schon einmal im Hals stecken. Insgesamt bleibt Valiant Hearts ein handwerklich toll gemachtes und künstlerisch tolles Spiel mit gameplaytechnischen Schwächen, das für sich etwas ganz besonderes ist. Sich aber mit PSN-Meilensteinen wie Limbo oder gar Journey nicht ganz messen kann.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Jin-Roh - The Wolf Brigade (BluRay)

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Jin-Roh: The Wolf Brigade - jetzt auf Amazon.de



Der zweite Weltkrieg ist vorbei und Japan kämpft darum wieder zur einer Topnation auf zu steigen, droht aber vorallem auf innenpolitischer Ebene zu straucheln. Arbeitslosigkeit, Slumbildung, Kriminalität in den Städten. Die Probleme nehmen stetig zu und die Regierung sieht sich dazu gezwungen Gewalt an zu wenden. Aus diesem Grund wird eine Spezialeinheit, die sogenannte Hauptstadtpolizei gegründet. Bald schon werden die Unruhestifter weniger. Doch die breiten Massen an Aufständischen werden bald durch eine koordinierte Terrororganisation namens "der Sekte" abgelöst und der wahr Kampf beginnt.


Jin-Roh richtet sich ohne Frage an ein erwachsenes und reifes Publikum. Er ist melancholisch, brutal und ohne Witz erzählt. Von der tristen Farbgebung, bis hin zum Soundtrack zieht sich der deprimierende Unterton durch den gesamten Film. Die selbst heute noch fabelhaften Animationen mit detaillierten Hintergründen und realistisch gezeichneten Charakteren stecken auch vor heutigen Produktionen kaum zurück und passen fabelhaft ins Gesamtbild.


Fazit: Ein bedrückender Polit-Thriller mit einer packenden und komplexen Story voller Intrigen und Abgründen des menschlichen Daseins. Jin-Roh scheut sich nicht die Zuschauer zu schocken und Szene für Szene die Härte der fiktiven Gesellschaft zu zeigen. Im Gegensatz dazu hat der Film aber auch eine Ästhetik die an ein Märchen zu erinnern mag. Kein Wunder: steht immerhin das Märchen "Rotkäppchen" oft Pate für symbolische Metaphern in der Geschichte. Wer alt genug ist und als heutiger Anime-Fan nicht durch die triste Farbgebung und das realistische Characterdesign abgeschreckt wird bekommt einen außergewöhnlichen Anime-Meilenstein den man gesehen haben muss!

-euer Genesis

Sonntag, 20. Juli 2014

The Walking Dead - a Telltale Game Series (PSN)

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Ich muss ja zugeben, dass ich was the Walking Dead betrifft, etwas im Rückstand bin und die Serie bis jetzt an mir vorbei ging. Doch nun kam ich in den Genuss des Telltale Adventures und war von der ersten Sekunde an gefesselt. Das hat mehrere Gründe.


 Der Ausbruch

Wie in so ziemlich jedem Zombie Spiel/Film/Buch beginnt die Story noch vor der Infektion. Lee Everett, ein Mann mittleren Alters sitzt mit gesenktem Blick auf dem Rücksitz eines Polizeiwagens. Der Beamte beginnt eine Konversation mit ihm, während er immer weiter Richtung Gefängnis fährt. Wie aus dem Nichts erscheint ein plötzlich eine Gestalt auf der Fahrbahn und es kommt zum Unfall. Fans von verwedenden Wiederauferstandenen wissen natürlich was jetzt folgt. Es beginnt ein mitreissender Kampf ums Überleben. Starke Charaktere, schwere Entscheidungen und der ewige Konflikt in der Gruppe. Das ist the Walking Dead.


Spannung in Serie

Telltale benutzt für seine Versoftung des Franchises ein sehr interessantes Absatzmodell. Das Spiel ist unterteilt in Staffeln und Episoden, welche erst nach und nach erscheinen und somit wie eine TV-Serie aufgebaut ist. Immer wieder trifft Lee auf neue Figuren. Freunde und Feinde. Im Mittelpunkt stehen dabei Vorallem die Konflikte innerhalb der Gruppe in den ruhigeren Momenten und die Gefahrensituationen die die Infektion und der Verbreitung der Walker mit sich bringen.


Gameplaytechnisch ist das Adventure eher unspektakulär. Kleine Umgebungen erforschen, simple Puzzles lösen und gelegentliche QTEs sind da das spielerische Highlight. Dennoch versteht es Telltale einfach unglaublich gut seine Charaktere und ihre Emotionen zu inszenieren. Egal ob Lee, die kleine Clementine, welche er zu beschützen versucht, oder Familienvater Kenny. Alle Figuren haben ihre persönliche Geschichte und Motivation. Immer wieder kann man auch Entscheidungen treffen, die die Story aber nur bedingt beeinflussen. Mal mehr, mal weniger stark.


Hochkarätig ist auch der Sound. Der tolle OST untermalt jede Situation melancholisch und dramatisch perfekt und löste sogar einige Male Gänsehaut bei mir aus. Die englische Synchro ist gut verständlich und sehr passend gewählt. Ganz im Gegensatz zur deutschen Übersetzung. Denn ich frage mich ernsthaft, wer für die grottige Eindeutschung verwantwortlich war.


Fazit: Telltales Versoftung des Walking Dead Franchises entpuppt sich als spielerisch-simples, aber storytechnisch und inszenatorisches Meisterwerk mit echten Menschen als Charaktere und einprägsamen Szenen die einen als Spieler oft mit Gänsehaut, Trauer und Entsetzen, oft aber auch mit Hoffnung zurück lassen. Wer das Spiel bisher verpasst hat, sollte definitiv zuschlagen. Dank der simplen Mechanik ist es nämlich selbst für Anfänger spielbar und man kann ohne Weiteres über die kleinen technischen Probleme hinwegsehen.

-euer Genesis

Der Mohnblumenberg (BluRay)

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1963 in Yokohama: Die junge Umi hisst jeden Tag auf's neue die Fahnen auf ihrem Hügel. Seit ihr Vater, er war Seemann, im Krieg verschwunden ist wartet sie Tagein Tagaus auf ein Zeichen von ihm. Die Teenagerin ist äußerst fleißig und hilft im Haushalt tatkräftig mit. Ansonsten ist sie jedoch eher unscheinbar. Eines Tages trifft sie Shun in ihrer Schule. Auch sein Vater ist verschollen und die beiden beginnen die Vergangenheit zu erforschen. Dabei stoßen sie auf ein Geheimnis, das vielleicht ihre Freundschaft und mehr gefährdet.


Der Mohnblumenberg ist erneut ein wunderschöner Film aus dem Hause Ghibli. Zwar erreicht er nicht die Qualität der großen Klassiker, aber ein Blick für Anime-Fans ist er garantiert wert! Die Macher schaffen es auch dieses Mal eine tolle Atmosphäre zu erzeugen und selbst die deutsche Synchro glänzt mit einigen bekannten Sprechen.


Fazit: Wie schon erwähnt schafft es "From Up on Poppy Hill" nicht an die großen Klassiker des Studios an zu knüpfen. Dafür sind Inszenierung, Emotionen und Story zu unscheinbar. Doch er fügt sich wunderbar in den grandiosen Portfolio des Traditionsstudios und unterhält Anime-Fans bestens. Ein schöner Film für einen schönen Abend!

Sonntag, 13. Juli 2014

Super Mario 3D World (Wii U)

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Jaja. Der gute alte Mario. Wir alle haben schon als korpulenter Klempner das Pilzkönigriech unsicher gemacht. Viele vielleicht schon damals auf dem NES. Andere erlebten ihn am GameBoy oder stiegen erst viel später in 3D ein. Doch immer wieder schaffte es der gute Italiener die Fans zu begeistern und Gamer aller Generationen in ihrer Liebe zu Videospielen zu vereinen. Doch nach all den Jahren müssen doch langsam mal Abnutzungserscheinungen am altbekannten Spielprinzip auftreten oder? Nun. Nachdem Mario mit New Super Mario Bros U eher durchschnittlich daher kam, überzeugt er mit seinem aktuellsten Abenteuer wieder vollends. Das hat mehrere Gründe:



Das Gameplay - Altes trifft Neues

Nintendo hievt den 2D-Plattformer quasi in die dritte Dimension. Daraus entsteht dann etwa kein Mario Galaxy-mäßiges Solo-Abenteuer, sondern etwas eigenes, neues. Als Mario, Luigi, Peach oder Toad stürtzt man sich mit bis zu vier Mitspielern in knallbunte Level vollgepackt mit lebhaften Details, tollen Animationen, einen grandiosen Leveldesign und jeder Menge Entwicklerliebe.

Nintendo hat sich einiges einfallen lassen. Dinge die zwar wie Kleinigkeiten wirken, insgesamt aber eine große Wikung erzielen. Allein die Möglichkeit in der Oberweltkarte frei umher zu laufen und die Gegend nach versteckten Orten zu erkunden ist eigentlich ein simpler Geniestreich. Daneben gibt auch noch übliche Verdächtige wie neue Power-Ups. Da wäre zum Beispiel das Katzenkostüm mit dem Mario auf allen Vieren Wände hinauf klettert oder Feinde kurzerhand mit einem beherzten Schlag auf die Bretter schickt.


Der Sound - macht Laune

Nun. Im Vergleich zu Mario Galaxy zieht der Titel klar den Kürzeren. Doch jeder Track sitzt einfach wie die Faust aufs Auge und jedes noch so kleine Geräusch wie das Öffnen einer Tür schmiegt sich in das akkustische Gesamtwerk wie eine zweite Haut über das sonst schon grandios Grundgerüst.


Der Spaß - klar im Vordergrund

Auch Super Mario 3D World bemüht sich erst garnicht eine spannende oder gar plausible Story zu erschaffen. Dass solch eine Story in Mario Spielen funktionieren kann, sah man ja bereits in den fantastischen Ablegern Mario Galaxy und Paper Mario. Besonders letzteres konnte mich damals wirklich mitreißen. Doch zurück zum aktuellen Ableger. Wie üblich ist es Bowser der erneut für schlechte Stimmung und für uns Gamer glücklicherweise einen Anlass für eine Rettungsaktion sorgt. Gemein wie wir ihn kennen entführt er im Feenland eine Fee nach der anderen und hält sie in kleinen Flaschen gefangen. Mario und seine Freunde können da natürlich nicht einfach tatenlos zusehen und machen sich gemeinsam auf den Weg. Was dann folgt kann nur Nintendo. Denn am reinen Spielspaß gemessen übertrifft Super Mario 3D World wohl sämtliche AAA Current Gen Games. Vorallem im Mehrspieler reißt der Spaß einfach nicht ab und man ertappt sich bald beim Üblichen: "eine Welt spiel ich noch". Bis es dann zwei Stunden später ist.


Fazit: Super Mario 3D World trifft genau ins Schwarze. Litt Marios letzter Wii U Auftritt in Form des mittelmäßigen Mario Bros U an einem Mangel von frischen Ideen, sprudeln die Spielspaßquellen beim 3D-Ableger fast schon von der Disc. Das Spiel richtet sich ganz klar an die langjährigen Nintendo-Fans und Leute die einfach nur Spaß am Zocken wollen. Die keine Zeit für lange Stories und Cutscenes haben, aber auch an alle anderen die mit Mario und Co einfach nur eine gute Zeit haben wollen und garantiert haben werden. Fantastisch! Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Ausflug ins Feenland. Denn es gibt noch einige Sterne zu holen und Stempel zu sammeln ;-)

Nintendo kann's also tatsächlich noch und beweist mir mit Mario 3D World, dass sie das Zeug haben die Wii U noch zu einer Spitzenkonsole zu machen. Man denke nur an Mario Kart 8 (zu dem bald ein Beitrag folgt), Smash Bros 4(!) oder dem jetzt schon super aussehenden Zelda. Nur ein "richtiges" 3D-Mario vermisse ich noch etwas. Wenn Nintendo den Fans jedoch nur etwas Gehör schenkt wird das aber nicht mehr lange auf sich warten lassen.

In diesem Sinne: Kaufen und glücklich sein! Eine Wonne für Jump-and Run Fans!
-euer Genesis

Samstag, 28. Juni 2014

Maleficent - Die dunkle Fee (Kino)

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Wer kennt es nicht? Das Märchen von Dornröschen? Egal ob als klassisches Märchen, moderne Interpretation oder sogar in Kingdom Hearts. Kaum jemandem ist die Geschichte um die schlafende Prinzessin unbekannt. Und nun wagt sich auch Disney erneut an die Materie. Diesmal jedoch nicht als Trickfilm, sondern als Spielfilm mit CGI-Feuerwerk.


Und auch die Story beginnt schon völlig anders. Im Fokus der Erzählung steht nämlich nicht die schlafende Schönheit Dornröschen/Aurora, sondern die böse Fee, deren Machenschaften sie ihr Schicksal zu verdanken hat. Verkörpert wird die Rolle der Maleficent von keiner geringeren als Angelina Jolie. Doch fangen wir von vorne an.

In ihrer Jugend ist Maleficent voller Lebensfreude und die mächtigste ihrer Art in ihrer Heimat. Bald schon mausert sie sich zur Anführerin und verfliebt sich zudem in einen menschlichen Jungen. Doch das Schicksal spielt ihr übel mit und neben ihren geliebten Flügeln verliert sie auch die Güte in ihrem Herzen. Eins führt zum anderen und bald ist sie die altbekannte Schurkin mit pechschwarzer Robe und teuflischem Blick. Hier haben die Kostümdesigner und Make-Up Artists übrigens ganze Arbeit geleistet!

Den weiteren Verlauf sollte jeder kennen. Doch Disney hat sich die eine oder andere Wendung einfallen lassen um der Story frischen Wind zu geben. Und das gelingt ihnen zumindest meiner Ansicht nach sehr gut. Das Märchen wirkt trotz der altbekannten Story kein bisschen altbacken und wird belebt durch glaubwürdige Figuren. Die fantastischen CGI-Effekte verkommen beinahe zur Nebensache.


Fazit: Disney kann es also doch noch! Mit Maleficent bringen Sie ein modernes Märchen mit echter "Seele" und tollen Effekten. Ersteres fehlte meines Erachtens nach ja in vielen ihrer letzten Filme.Ich empfehle Maleficent allen die einen Faible für das Fantastische haben und auch Märchen-Verachter sollten der Geschichte um die dunkle Fee eine Chance geben.

-euer Genesis

Donnerstag, 26. Juni 2014

Linkin Park - The Hunting Party (CD)

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Leute, ihr wisst ja, dass ich ein großer Linkin Park Fan bin. Schon seit vielen Jahren höre ich "In the End", "Numb" oder "Papercut". Die letzten beiden Alben waren dann so ne Sache. Mit Freuden genoss ich das geniale "Hybrid Theory" und das ebenso fantastische "Meteora". Auch "Minutes to Midnight" fand ich klasse. Dann kam aber "a thousand suns". Das Concept-Album war keineswegs schlecht, sondern einfach nur anders. Aber ihm fehlte es an eigenständigen und aussagekräftigen Songs die man sich am liebsten in Dauerschleifen anhören konnte. Auch der harte Gitarrensound und der leichte Drift ins Metal-Genre  verschwand fast vollkommen und wurde ersetzt durch experimentelle Elektro-Beats. Versteht mich nicht falsch: Linkin Park stand schon immer für Experimente. Allein die Combo aus Rock/Metal und Hip-Hop setzte damals Maßstäbe. Mit "Living Things" ging's dann wieder in eine andere Richtung, die mir aber wieder mehr gefiel. Und nun schienen sich Chester, Mike und Co wieder auf alte Werte zu besinnen und liefern mit "The Hunting Party" eine rockige Scheibe mit starken Riffs und einprägsamen Screams.Dennoch ist das Album kein zweites "Hybrid Theory". Doch das ist überhaupt nicht negativ zu sehen!


Keys to the Kingdom

Schon das Cover gefällt mir richtig gut und macht Neugier auf den Inhalt. Und wie versprochen legen die Jungs schon mit dem ersten Song die Richtung fest in die das Album geht. Zuerst dachte ich mein CD-Player hat nen Schaden, doch dann erklingen harte Riffs und Chesters lang vermisste Scream-Stimme. Als LP-Fan der alten Schule sage ich nur: GEIL!

10 / 10


All for Nothing

Nach dem harten Auftakt gehts "etwas" sanfter weiter. All for Nothing erinnert wohl am stärksten an vergangene LP-Songs wie "Somewhere I belong". Viel Rap gemischt mit rockigen Parts. Wieder ein toller Track.

9 / 10


Guilty All the Same

Und weiter gehts mit hartem Sound! Guilty All the Same lässt sich lange Zeit um richtig an zu fangen, aber die Wartezeit lohnt sich meiner Meinung nach. Hier klingt LP fast wie eine Garagenband und ich glaube der Song soll ein Tribut an ihre Anfangstage sein. Das ist ihnen definitiv gelungen. Lediglich der Part von Rakim ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt sich nach ein paar Mal hören aber gut ins Gesamtwerk ein.

9 / 10


The Summoning

Tja. Ist halt wie damals Session eher eine art Überbrückung und eher unspektakulär. Passt aber als Überleitung zum nächsten Track insgesamt gut ins Album und ist typisch für Linkin Park.

6 / 10


War

Nun geht's richtig heavy zur Sache. Wer bis jetzt immer noch nicht glauben konnte, dass sich LP wieder mehr auch Rock und Metal konzentriert, der hat spätestens hier seine Meinung geändert. Der Track ist kurz gesagt einfach genial und beim Solo geht jedem Gitarrenfan das Herz auf! Dazu noch ein paar von Chesters heftigsten Screams seit Jahren. Nur etwas kurz ist er ausgefallen. Trotzdem:

10 / 10


Wastelands

Kein schlechter Song, aber im Vergleich zu einigen andern auf dem Album etwas zu wenig speziell.

8 / 10


Until it's gone

Und noch einer der ganz großen Titel dieses Albums. Until it's gone ist für mich der perfekte Track Nummer 7. Die goldene Mitte sozusagen. Vielleicht fehlt dem ganzen etwas der Hip-Hop Touch, aber ansonsten große Klasse.

9 / 10


Rebellion

Dieser Titel ist eine Zusammenarbeit mit Daron Malakian. Für alle die den Herren jetzt nicht kennen: Der gute Mann ist der Gitarrist von System of a Down. Wohl die einzige Band die ich noch vor Linkin Park reihen würde. Außerdem übernahm er oft viele Vocal-Parts. In Rebellion hört man die Einflüsse schon zu beginn ganz deutlich. Fast glaubt man, dass gleich Serj's Einsatz kommt. Stattdessen ein Chester in Top-Form. Geile Combo!

9 / 10


Mark the Graves

Der Song ist eine interessante Kombination aus harten Gitarrenklängen und softeren Stellen. Er klingt stellenweise fast melancholisch und euphorisch.

8 / 10


Drawbar

Hier haben die meisten wohl etwas anderes erwartet. Eigentlich kein schlechter und ruhiger, fast schon entspannender Song, der auch von "Living Things" stammen könnte. Aber die Zusammenarbeit mit Tom Morello (Rage against the Machine) in diesem Instrumental-Song eigentlich nicht zu hören.

7 / 10


Final Masquerade

Auch dieser Titel könnte von einem anderen Album stammen. Er klingt nach a thousand suns und gibt sich ruhig und melancholisch. Hört man das Album im ganzen klingt der Track fast wie eine Ouvertüre zum finalen Song.

8 / 10


A Line in the Sand

Wow. Der Song beinngt ganz ruhig und tief melancholisch mit Mike's ruhigem Gesang. Doch dann wird er unterbrochen von richtig harten Gitarrenriffs um erneut in einem stillen Part zu ufern. NAch zwei Minuten beginnt der Titel dann erst so richtig. A Line in the Sand hört sich an wie eine Verneigung vor den alten Fans und eine Hymne an die "richtige" Rockmusik. Frei nach dem Motte das Beste kommt zum Schluss liefert die Band hier noch einmal eine Explosion aus genialen Sounds und einem epischen Gitarrensolo das seinesgleichen sucht. Chester in Bestform! Und wenn man gerade denkt, dass der Song zu Ende ist geht's noch einmal so Richtig in die Vollen! Wow. Einfach nur Wow! Was für ein Finale!

10 / 10 !!



Insgesamt vergebe ich für The Hunting Party 9 von 10 Punkte. Ein rundum gelungenes und rundes Album der Jungs mit einigen richtig genialen Tracks! Eindeutig ihr bestes Album seit Meteora. Auch wenn ich viele Titel der anderen Alben mochte, war keines insgesamt so gelungen wie Linkin Parks neuester Streich. Und ich als Metal-Fan genieße den Sound umso mehr. Und jetzt ein weiterer Durchgang der Scheibe in Dauerschleife! Bleibt ab zu warten was die Jungs als nächstes vor haben.


Und jetzt viel Spaß beim anhören! Und keep on rockin!

-euer Genesis

Sonntag, 22. Juni 2014

George Orwell - 1984






Big Brother is watching you!

Wer kennt den Ausspruch nicht? Er beschreibt den Zustand der Überwachung und sogar die bekannte Reality-Show Big Brother lässt sich auf Gearge Orwells dystopischen Roman aus dem Jahre 1948 zurück zu führen. Doch wer kennt das Buch wirklich?

Wir schreiben das Jahr 1984. Zumindest hat es den Anschein. Denn im Luftflottenstützpunkt Nr. 1 (ehemals als London) bekannt herrscht allgegenwärtig "die Partei". Die Welt wird kontrolliert von drei Superstaaten. In einer dieser Staaten, Ozeanien, lebt Winston Smith. Er gehört zur äußeren Partei und lebt ein einfaches Leben. Die Welt um ihn herum ist kalt, kahl und kontrolliert und während die niedere Bevölkerung, die Proles ihren bedeutungslosen Alltag leben, ist es Winstons Aufgabe für die Partei zu Arbeiten. Alles wird überwacht und in jedem Zimmer lauscht der verheißungsvolle Televisor. An den grauen Häuserwänden prangen die kalten Augen des großen Bruders. Ruhig und doch bedrohlich beobachtet er alles und jeden.

Winston beginnt jedoch langsam das System zu hinterfragen. Doch das bringt ihn in Gefahr. Denn nicht einmal die eigenen Gedanken sind in Sicherheit. Die sogenannte Gedankenpolizei merzt jeden Anflug von Aufstand oder Zweifel aus und das perfekte System schließt sich. Mehr und mehr beginnen Winstons Gedanken zu kreisen und über Wochen hinweg nimmt sein Schicksal seinen Lauf. Er beginnt eine Art Tagebuch und sein Leben wird zum Balanceakt zwischen Angst und Hoffnung.


Krieg ist Frieden

1984 ist heute noch so aktuell wie vor über Sechzig Jahren. Mehr noch. Es ist eigentlich erstaunlich wie aktuell die Themen auch heute noch sind. Durch den gesamteEinflüsse auch auf das dritte Reich zurück zu führen sind. Ein Großteil der Geschichte dreht sich nur um die Theorien der Partei und den Feindbildern und die Arten der Überwachung bis hin zur Gedankenkontrolle. Wer also auf eine actionreiche Story hofft sollte Abstand halten.



Fazit: George Orwells 1984 gilt zurecht als eines der herausragendsten literarischen Werke des vergangenen Jahrhunderts. Das Buch ist ganz klar nichts für leichte Abende mit seichter Unterhaltung und nachdem man es fertig gelesen hat, ist der Plot noch lange nicht zu ende. Winstons Geschichte lädt zum sinnieren ein und lässt viele Fragen ungeklärt. Für mich ist 1984 ein gewaltiges Stück Literatur das man einfach gelesen haben muss, sofern man sich für etwas schwererer Kost begeistern kann. Es lohnt sich!

In diesem Sinne: Big Brother is watching you!
-euer Goldst... ähn Genesis... ;-)
 

Need for Speed: Most Wanted (PS3)

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Die Rükkehr

Tja. Lange ist's her, da bretterten die Rennspielfans schon einmal in einem "Most Wanted"-Abenteuer durch die Straße. Unter vielen gilt dieser Teil zusammen mit den beiden Underground-Ablegern bis heute die qualitative Spitze der Need for Speed Spitze. Auch ich gehörte damals am PC zu den zahlreichen Anhängern. Autos tunen, im Schutz der Nacht illegale Rennen austragen und die besten der Besten zum Duell fordern. Was für ein geiles Spiel das damals doch war!

Und erst neulich juckte es mir nun eben wieder in den Fingern und ich ergatterte ein günstiges Exemplar des Remakes von Criterion Games. Also jenes Studio, das mich schon auf der PS2 mit der hervorragenden Burnout-Serie bestens unterhalten hat. Was kann da also schief gehen?


Im Geschwindigkeitsrausch

Nun. Die guten Aspekte des Spiels zuerst. Hat man NfS gestartet, geht es ohne Umweg direkt in die Action. Als neuer Racer arbeitet man sich durch die Liste der Most Wanted hoch um selbst ganz oben zu stehen. Und genauso unkompliziert wie die Story ist auch die Steuerung. Ein Knopf für Gas geben, einer für's Bremsen und einer aktiviert einen Boost, sobald man diesem freigeschaltet hat. Die Fahrzeuge steuern sich insgesamt recht gut und unterscheiden sich nur wenig. Sage ich als Rennspiel-Laie. Die Stadt ist recht groß und die Rennen machen Laune. Vorallem das Geschwindigkeitsgefühl ist Criterion typisch grandios. Und auch die Optik hat mich überzeugt. Die Fahrzeuge sehen wirklich ziemlich schick. Auch wenn sie sich natürlich nicht mit einem Gran Turismo messen können.

Doch neben der eingängigen Steuerung, dem direkten Einstieg und der schicken Optik gibt's leider auch ein paar Wermutstropfen. Anders als im originalen Most Wanted folgt man als Spieler keiner festgelegten Story. Damals gab's wirklich eine schick inszenierte Geschichte mit coolen Cutscenes und Gegner, die auch ein Gesicht hatten. Das fehlt leider im Criterion Remake. Hier fährt man nur gegen einen Supersportwagen nach dem anderen. Warum? Tja einfach so... Und auch das Tuning fällt ins Wasser. Lediglich die Leistung lässt sich steigern.

Ein zweischneidiges Schwert ist auch das Fahrzeugsystem. Hac ich erinnere mich noch an die alten Need for Speed Zeiten. Zu beginn entscheidet man sich für ein nun ja... Langweiliges Fahzeug und tunt es nach und nach zum Superboliden. Kommt dann der Zeitpunkt andem man sich mangels Leistung für ein neues Auto entscheiden muss, ist der Abschied oft schwer. Nicht so beim Criterion Most Wanted. Bis auf die 10 Ranglisten-Fahrzeuge sind alle Vehikel von beginn an verfügbar. Sie müssen lediglich gefunden werden. Das schmälert natürlich die Freude über ein neues Auto. Zudem muss ständig das Fahrzeug gewechselt werden um genug Punkte für's nächste Rennen zu verdienen. Das Ganze mag vielleicht nicht schlecht sein, weil man so verschiedene Autos testen kann/muss. Leider fehlt somit aber die Bindung zu seinem Fahrzeug.



Fazit: Criterions Interpretation von Need for Speed Most Wanted hat zwei Seiten. Einerseits spielt es sich gut und macht einfach Spaß beim Rasen durch die City. Das ganze wird jedoch durch eine seltsame Gegner-KI und der nicht vorhandenen Story getrübt. Zudem fällt das Schadensmodell recht mau aus und nach etwa acht bis zehn Stunden hat man die Sache auch schon hinter sich. Wer jedoch einfach ein unkompliziertes Rennspiel mit gutem Geschwindigkeitsgefühl, rasanten Verfolgungsjagden und sogar den Takedowns aus Burnout sucht und zudem auf Bugatti, Koenigsegg und Pagani steht, dem ist Most Wanted klar zu empfehlen. Der Titel wirkt wie eine Mischung aus Need for Speed und Burnout und verschenkt eigentlich viel zu viel von seinem Potential. Vorallem Fans der Underground-Episoden könnten stark enttäuscht werden. Wer sich jedoch darauf einlässt bekommt ein kurzweiliges und rasantes Racing-Game mit schicker Optik.

-euer Genesis

Dienstag, 27. Mai 2014

Shingeki no Kyojin - Attack on Titan (Anime)

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Schonungslos – Brutal – Genial

Attack on Titan war DER Anime 2013. Gehypt wie kein anderer begeistert der auf einer Mangaserie basierende Anime die Zuschauer rund um den Globus. Dabei faszinieren vor allem die brutale Welt in der die Serie spielt und die fantastische Animationsqualität. Doch obwohl der Anime solch ein Phänomen unter Otakus ist, haben sicherlich viele Leute noch nie von dem Titel gehört und verpassen dabei einiges! Auch als Nicht-Anime-Fan.


Die Geschehnisse spielen in einer fiktiven Welt, die sehr am mittelalterlichen Europa angelehnt sind. Angefangen von der Natur über den Baustil, bis hin zu den Namen vieler Charaktere. Da wären etwa Johannes, Erwin oder sogar ein Günther. Drei gigantische Mauern schützen die wenigen verbliebenen Menschen seit über 100 Jahren vor den riesigen Titanen (zwischen 5 und 15 Meter), die jenseits dieser Mauern leben. Unbarmherzige Wesen, die nur darauf aus sind Menschen zu fressen und nur schwierig zu töten sind. Keiner erinnert sich mehr daran, wann diese Monster aufgetaucht sind und solange sie innerhalb der Zone bleiben, haben die Bewohner nichts zu befürchten und gehen ihrem einfachen Leben nach. Doch das alles ändert sich schlagartig, als ohne Vorwarnung ein kolossaler Titan vor den Mauern erscheint. Über sechzig Meter ist er groß und mit einem einzigen Tritt sprengt er ein gewaltiges Loch in den einzigen Schutz der Menschheit. Sofort beginnen Unmengen an Titanen die Stadt zu überfallen und das Volk gerät in Panik.


Die Story selbst dreht sich um Eren Jaeger. Im zarten Kindesalter lebt er mit seinen Eltern und seiner Ziehschwester Mikasa Ackermann friedlich innerhalb der Mauern. Doch stets sehnte er sich nach mehr. Er träumt von Freiheit und einer Welt ohne Titanen. Als sein Vater verschwindet und seine Mutter bei dem Vorfall mit den Titanen ums Leben kommt, erkennt er die eigene Hilflosigkeit und beschließt für die Zukunft der gesamten Menschheit zu kämpfen. Eren und Mikasa gelingt die Flucht und zusammen mit ihrem Freund Armin melden sie sich zum Militär.



Die Flügel der Freiheit

In der Welt von Shingeki no Kyojin gibt es zwei Arten von Menschen innerhalb der Mauern. Jene die zivile Arbeit verrichten und jene, die sich dem Militär anschließen. Durch hartes Training versuchen die Schüler dort ihre Kampffähigkeiten zu verbessern und den Umgang mit dem so genannten 3D-Manöver-Apperat zu erlernen. Eine spezielle Vorrichtungen betrieben durch Gasdruck, welche dem Benutzer erlaubt sehr schnell im Gelände zu agieren und den Kampf gegen die Titanen auf zu nehmen.

Nach drei Jahren ist die Ausbildung schließlich beendet und die Soldaten können sich für eine von drei Gruppierungen entscheiden. Den größten Anteil am Militär hat die Mauergarnision. Sie agiert an den Mauern und den äußeren Stadtvierteln. Ihre Aufgaben umfassen etwa die Kanonen- und Gewehrbedieung im Kampf, als auch die Sicherung innerhalb der Mauern.

Die sozial höchst gestellte Fraktion bildet die Militärpolizei. Sie agieren in den inneren Vierteln und sind für die Sicherheit der oberen Bevölkerungsschicht und des Königs verantwortlich. Der Zugang zu dieser Fraktion ist jedoch äußerst limitiert und so erhalten vor allem ausgezeichnete Soldaten und Menschen aus besseren Kreisen Zugang zur Militärpolizei.

Komplettiert wird das Militär durch den Aufklärungstrupp bestehend aus Soldaten die ihr Leben riskieren indem sie außerhalb der schützenden Mauern auf Missionen gehen. Ihre Aufgabe ist es die Welt zu erkunden und einen Weg zu finden den Titanen Einhalt zu gebieten. Von vielen werden sie als Helden gefeiert und auch Eren betrachtet sie seit seiner Kindheit mit strahlenden Augen. Doch die enorm hohe Sterberate schreckt viele Anwärter ab und so ist es immer wieder schwierig für den Aufklärungstrupp genug Leute für ihre Missionen zu finden.


Anime par excellence

Attack on Titan bietet alles was das Otakuherz begehrt. Allein die optische Pracht ist beinahe unerreicht. Großer Detailreichtum und fantastisch gezeichnete Figuren zeichnen den Stil der Serie aus. Jede noch so kleine Gefühlsregung spiegelt sich in den Ausdrucksstarken Gesichtern wieder und in den Kämpfen herrscht eine Dynamik, die ich so bisher noch nicht gesehen habe. Etwas eigenwillig sind die dicken schwarzen Umrandungen, welche man ansonsten eher in westlichen Cartoons findet. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, ist das wirklich eine optische Besonderheit.

Der mysteriöse Grundton der Story passt perfekt und überraschende Wendungen gibt es einige. Vor allem aber die Brutalität und die schonungslose Gewaltdarstellung lassen einen oft zusammen zucken. Denn anders als in den Mainstream-Animes fürchten die Figuren in Attack on Titan wirklich um ihr Leben und scheinbar kein Charakter ist sicher vor dem allzu schnellen Ende. Die Unberechenbarkeit eines Game of Thrones wird zwar nicht erreicht, doch im Anime-Segment ist Shingeki no Kyojin in dieser Hinsicht recht einzigartig.

Zu guter letzt bleibt noch der einfach nur unglaubliche Soundtrack. Schon Guilty Crown begeisterte mich in dieser Hinsicht, aber Attack on Titan legt noch mal eine Schippe drauf. Angefangen beim ungewöhnlichen Opening, das bereits erste Euphorie auslöst, bis hin zum ruhigen Ending. Orchestralische und epische Titel gemischt mit melancholischen oder heroischen Songs untermalen jede Szene einfach perfekt. Die zum Großteil aus deutschen Texten bestehenden Lyrics tun dann ihr übriges und sorgen für multiple Gänsehaut-Momente. Wie von Animes gewohnt liegt auch die Synchronisation auf einem ähnlichen Niveau wie der Soundtrack. Vor allem Yuki Kaji, welche Kenner bereits als Shu aus Guilty Crown kennen sollten, liefert als Eren einfach eine fantastische Arbeit ab.




Fazit: Attack on Titan war nicht umsonst DER Anime des vergangenen Jahres und überflutet noch heute die Medien in Japan. Die unbarmherzige Welt der Titanen und die gewaltige optische und akustische Wucht wirken wie aus einen AAA-Hollywood-Blockbuster. Nur eben mit unverbrauchtem Setting. Diese Serie sollte sich wirklich NIEMAND entgehen lassen, denn Shingeki no Kyojin gilt bereits jetzt als Klassiker. Schade nur, dass nach 25 Folgen bereits Schluss ist, denn der Manga läuft erst seit 2009 und erscheint monatlich. Trotzdem lohnt sich der Anime und das Warten auf Staffel 2 bestimmt auch!


In diesem Sinne: Wir sind die Jäger!
-euer Genesis
 

Donnerstag, 22. Mai 2014

Assassin's Creed IV: Black Flag (PS 3)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



Die Assassinen sind zurück... oder doch die Piraten?

Desmond Miles ist tot. Das sollte mittlerweile bekannt sein. Nachdem er sein eigenes Leben opferte um die Menschheit zu retten, ist seine Blutlinie zu Ende. Ganz im Gegenteil zu Ubisofts Plänen für die Serie. Gleich zwei Ableger wurden dieses Jahr angedeutet. Doch bleiben wir nun erst mal beim letztjährigen Serienteil mit dem Untertitel Black Flag. Trotz der mehr als fantastischen Verkaufszahlen des Titels, waren sicherlich einige Fans der Serie skeptisch. Gerade wegen des Settings und der Tatsache, dass der järhliche Rhytmus allmählich nervt.


Auch ich gehörte zu diesen Skeptikern. Für mich bleibt Assassin's Creed II bis heute an der Spitze. Dicht gefolgt von Brotherhood. Teil 3 und Revelations folgen erst später. Aus diesem Grund holte ich mir Black Flag also erst zum günstigen Preis.


Eine neuer "Held"?

Nachdem Desmond ja nun nicht mehr in den Animus steigen kann, musste sich Ubisoft etwas anderes einfallen lassen. Kurzerhand schlüpfen wir Spieler in die Haut eines bei Abstergo Entertainment angestellten Hobbyhackers, dessen Aufgabe es ist aus Mr. Miles DNA Daten aus dem goldenen Zeitalter der Piraterie zu filtern um anschließend ein Videospiel zu erschaffen. Eigentlich kein richtiger neuer Held, da die Figur weder Persönlichkeit, Stimme, Namen oder Beziehungen zu haben scheint. Dennoch üben die aus der Egoperspektive gesteuerten Gegenwartsabschnitte schon einen gewissen Reiz aus. Man stapft durch einen eindrucksvollen, wenn auch nicht sehr weit erforschbaren Wolkenkratzer in Montreal. In gewisser Weise eine Parodie von Ubisoft von sich selbst.

Schön und gut. Doch die Gegenwartmissionen waren nie das was die Fans lockte. Und während man als namenloser Kerl durch Abstergo hackt und Geheimnisse aufdeckt, wirft man sich im Animus in die Robe von Edward Kenway. Haythams Vater und Connors Großvater. Lange bevor man in Assassin's Creed 3 die Amerikanische Revolution miterlebte, macht man sich als freibeutender Waliser auf in die Karibik!


Nichts ist wahr...

Gleich zu Beginn des Spiels strandet Edward an einer verlassenen Insel zusammen mit einem Assassinen namens Walpole. Er tötet ihn und schlüpft in seine Rolle um für sich Profit heraus zu schlagen. In Havanna angekommen bemerkt er jedoch, dass der angebliche Assassine inzwischen zu den Templern übergelaufen ist und erfährt von einem mysteriösen Ort namens "Observatorium". Edward wird selbst in den uralten Kampf der beiden Parteinen hineingerissen. Dabei kämpft er jedoch zuerst lediglich für seine eigenen Ziele und kapert eine Brigg die er auf den Namen Jackdaw tauft. Das Abenteuer kann beginnen!

Grundsätzlich funktioniert auch Black Flag genau wie seine zahlreichen Vorgänger. Am Kampfsystem und dem allgemeinen Gameplay hat sich wenig bis garnichts getan. Lediglich die Steuerung wurde optimiert und geht nun wesentlich rascher und flüssiger von der Hand. Als Waffen stehen nun aber nur mehr Zwerter und versteckte Klingen zur Verfügung. Als Hilfsmittel bedient sich Edward bis zu vier Pistolen, Rauchbomben, dem Wurfpfeil oder verschiedenen Pfeilen die er per Blasrohr auf seine Feind oder Jagdbeute verschießt.

Soweist bleibt also das Meiste beim alten. Neu ist die große bedeutung der Schiffsfahrt. War diese in Teil 3 lediglich ein Gimmick, das aber an schwergängiger und komplizierter Steuerung krankte, übernimmt man als Captain der Jackdaw nun eine tragende Rolle des Gameplays. Man erforscht eine offene Karibik, die wirklich verdammt schön aussieht und kämpft dynamisch gegen feindliche Schiffe. Statt per Auswahlmenü die verschiedenen Geschosse aus zu wählen, dreht man die Kamera nun lediglich in die gewünschte Position um Zugriff auf die Waffe zu haben. Am Bug befinden sich Kettengeschosse und an Backbord sowie an Steuerbord die durchschlagenden Breitseitenkanonen. Will man seine Verfolger abschütteln, stehen am Heck Feuerfässer zur Verfügung.


Die Jackdaw als Hauptfigur

Wie seine Vorgänger zieht auch Black Flag einen Großteil seiner Faszination aus den Schauplätzen. Auch wenn diese gerade im Vergleich mit Florenz, Venedig oder Rom klar den kürzeren ziehen. Ebenso wichtig wie die Schauplätze Havanna, Nassau oder die Karibik im Allgemeinen, ist jedoch das Schiff. Wie vereits erwähnt verbringt man darauf einen großen Teil seines Abenteuers und muss sogar Schleichpassagen meistern. Hat man genug Geld gespart, lässt sich die gute Jackdaw auch verbessern und zwar ganz schön umfangreich. Neben Verstärkungen für alle bekannten Bauteile wie den Rumpf, Rammsporn oder Kanonen, lassen sich auch völlig neue Komponenten hinzufügen. Edward montiert zum Beispiel einen Mörser um weit entfernte Schiffe von oben zu attackieren oder baut Lager für schwere Kugeln. Und auch Platz für seine Crew muss geschaffen werden. Ach ja und habe ich bereits erwähnt, dass es ein Boot zum Harpunieren von Haien und Walen gibt?

Allgemein gibt es in Black Flag neben den Hauptmissionen viel zu tun. Sehr viel. Vom Gefühl nach ist Teil Vier hier sogar der umfangreichste Ableger. Für Sammelfüchse gibt es also reichlich zu tun. Edward entert feindliche Schiffe, liefert sich Duelle mit Piratenjägern, erforscht fremde Inseln und taucht nach verunkenen Schätzen. Er jagt seltene Tiere um sich neue Monturen her zu stellen, geht mit Schatzkarten auf Schatzsuche, erobert Forts oder löst Rätsel der Maya.

Doch neben all diesen zahlreichen Tätigkeiten bleibt natürlich eine Frage: Wie ist die Story und was taugen die Hauptmissionen? Nun. Um ehrlich zu sein gefiel mir die Story doch recht gut. Black Flag hat überraschend starke Figuren wie Kidd oder Blackbeard zu bieten und hat einige starke Stellen. Und auch die Missionen selbst sind recht abwechslungsreich und es gibt sgoar gefühlt mehr Schleichabschnitte als im Vorgänger. Doch das Gefühl ein Assassine zu sein und durch die Weltgeschichte zu streifen, also jenes Gefühl das die Serie groß gemacht hat, mag sich nicht so richtig einstellen. Das leigt vielleicht aber auch daran, dass Edward fast bis zum Schluss kein richtiger Assassine ist.


Trinkt aus Piraten joho!

An den fantastisch aussehenden Schauplätzen merkt man, dass Ubisoft die alten Konsolen sehr gut kennt. Sie kitzeln noch einmal alles aus der alten PS3 heraus und liefern den bisher schönsten Serienteil mit grandiosen Wassereffekten, einer lebendigen Flora und tollen Animationen. Auch die Ladezeiten sind im Vergleich zu AC 3 angenehm kurz und das gesamte Spiel wirkt besser programmiert und wesentlich freier von Bugs.

Der Soundtrack geht sofort ins Ohr. Dabei ist dieser weniger wuchtig als noch bei Teil drei, überzeugt jedoch durch atmosphärische Gitarrensounds und teilweise melancholische Stücke. Die Charaktere sind hervorragend und gewohnt hochkarätig besetzt. Und die Shantys der Crew, während man über die endlos scheinenden azurblauen Meere pflügt, machen einfach Laune. Mehr als einmal habe ich mich dabei ertappt, dass ich voller Elan mitsang.


...alles ist erlaubt

Rein vom fachlichen gesehen haben die Jungs und Mädels von Ubisoft mit Black Flag ihre vielleicht rundeste Arbeit abgeliefert. Der Titel bietet Abwechslung, liefert wieder mehr Schleichpassagen, ist technisch eine Wucht und macht einfach Spaß. Er krankt jedoch auch an bekannten Problemen wie den zu einfachen Kämpfen, zu mächtigen Utensilien wie der Rauchbombe oder der kurzen Gegenwarts-Story. Doch neben diesen "alten Problemen" und "neuen Stärken" fehlt bei Black Flag irgendwie etwas. Und zwar die Assassinen-Seele.


Fazit: Assassin's Creed IV: Black Flag ist ganz klar ein tolles Spiel das ich jedem empfehlen kann. Es überzeugt durch tolles Gameplay, fantastische Technik und einem neuen Piraten-Feeling. Doch ich persönlich habe meine Probleme damit, dass auf der Packung des Spiels Assassin's Creed "Vier" steht. Denn es fühlt sich einfach nicht an wie ein "echter Hauptteil". Zu beinahe keiner Sekunde im Spiel überkam mich das altbekannte Gefühl, das ich seit Teil 2 so liebe. Man hat einfach das Gefühl, dass Assassinen und Templer kein Geheimbund mehr sind, sondern einfach viel zu bekannt. Zudem fehlt einfach der mysteriöse Hauch, der die Bruderschaft stets umgeben hat. Das vermisste ich bereits in Teil 3. Doch in der Karibik scheint dies noch stärker der Fall zu sein. Wäre Black Flag als Spin-Off gekennzeichnet, würde ich sagen: Ein fantastisches Spiel und tolle Arbeit. So bleibt jedoch die Frage warum das vielleicht beste Piratenspiel aller Zeiten als Hauptteil der Serie durchgehen musste? Ich denke da an Marketing, welches vielleicht garnicht auf das Entwicklerteam zurück zu führen ist.

Wer jedoch mal beiseite lässt, dass Teil Vier sich einfach nicht anfühlt wie ein Sequel, und nichts gegen Piraten hat, erlebt eines der besten Action-Adventures des letzten Jahres. Ich für meinen Teil hoffe, dass sich Ubisoft bei Teil 5, welches ja in Paris spielen wird, wieder mehr auf alte Werte besinnt und vielleicht noch mehr auf Heimlichkeit setzt. Auch wenn ich gerne noch ein Jahr auf das nächste Spiel gewartet hätte. Denn ich fühle mich schon fast übersättigt von der Reihe. Deshalb warte ich erst einmal die ersten Tests ab und entscheide dann, ob sich Unity (PS4) oder sogar Comet (PS3) lohnen wird.

Sagt mir eure Meinung dazu in den Kommentaren! Mochtet ihr Black Flag? Bei welchem Teil seid ihr eingestiegen? Und was ist eure Meinung zu Unity/Comet und den jährlichen Ablegern?

-euer Assas... ähm ich meine Pirat Genesis




Dienstag, 20. Mai 2014

Godzilla 3D (Kino)

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 Der König der Monster ist zurück!

Nach dem bei vielen Fans eher unbeliebten Godzilla Ableger von Roland Emmerich aus dem Jahre 1998 meldet sich das Ungetüm nach vielen Jahren Bildschimrabstinenz zurück auf der Leinwand. Neuer Regisseur, neue Story und neue Effekte. Diesmal sogar in 3D. Ob die Rückkehr der Götterechse überzeugen kann und ein Kinobesuch auch für Nicht-Godzilla-Fans interessant ist, lest ihr jetzt!


Ich erinnere mich noch genau an viele Nachmittage meiner Kindheit. Draußen schüttete es wie aus Eimern und im Fernsehen lief auch nichts anständiges. Da blieb ich irgendwann bei einem alt aussehenden Film mit einem riesigen Echsenmonster hängen. Ja. Ich oute mich als Godzilla-Fan. Zumindest früher einmal. Ich fand es unterhaltsam und gleichzeitig irgendwie witzig wie diese riesigen doch recht unrealistisch aussehenden Kreaturen immer wieder Tokyo zerstörten. Dann kam auch schon die amerikanische Version. Der sonst eher behäbige und etwas beleibte Monsterkönig war plötzlich ein gigantischer Dinosaurier geworden, der zwar keinen Strahl mehr aus dem Maul abschießen konnte, dafür aber ziemlich cool aussah. Ja ich mochte auch den 98er Streifen. Ich verstehe bis heute nicht warum er von vielen Leuten so verschmäht wird. Klar Godzilla ist nicht mehr Godzilla. Aber das Design gefiel mir gut und auch ansonsten war der Film nicht so schlecht wie sein Ruf. Auch wenn er an vielen Stellen zuviel von anderen Filmen abkupfert. Aber egal. Er machte Spaß.


2014 - ein neuer König

Nun ist es also endlich soweit. Er ist zurück! Und sieht wieder wesentlich mehr aus wie man das noch vom japanischen Original kannte. 1999: Bryan Cranston spielt den in Japan lebenden Atomkraftwerksangestellten Joe Brody. Zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn Ford führt er ein beschauliches Leben. Doch eines Tages erschüttert ein fatales Erdbeben die Anlage und richtet gewaltige Schäden an. Joe verliert bei dem Unglück seine gliebte Frau und entgeht nur knapp dem Tod. Gut Fünfzehn Jahre später hat er seinen Verlust immer noch nicht verkraften können. Sein Instinkt sagt ihm, dass der Unfall nicht durch eine Naturkatastrophe ausgelöst wurde und schon bald soll er die furchtbare Wahrheit aufdecken.

Joe's Sohn lebt unterdessen in San Francisco ist verheiratet und hat selbst einen Sohn. Er arbeitet bei der Armee als Experte für Bomben und Kampfmittelbeseitigung und kehrt gerade von einem langen Einsatz zurück, als er einen Anruf aus Japan erhält. Der Beamte am anderen Ende der Leitung erklärt ihm, dass sein Vater im jetzigen Sperrgebiet um das ehemalige Kraftwerk verhaftet wurde. Schnell beschließt er ihn dort ab zu holen und wird selbst ebenfalls in die Geheimnisse der Japanischen Regierung um den Unfall von vor 15 Jahren verwickelt.


Die Echse nur ein Nebendarsteller?

Schon im 98er Film nahm Godzilla selbst eine wesentlich unwichtigerer Rolle ein als in den japanischen Filme. Und das sollte sich 2014 nicht ändern. Es dauert sehr lange bis man das Ungetüm zum ersten Mal bestaunen darf und selbst dann gibts oft nur schemenhafte Darstellungen, einen Rückenstachel oder den Schweif zu sehen. Was meiner Meinung nach aber keinesfalls schlecht sein muss. Im Gegenteil. Zumindest in der ersten Hälfte des Films gibt es eine mysteriöse Atmosphäre, die hervorragend zum Film passt.

Godzilla hat im neuesten Teil nun auch wieder einen Gegenspieler. Für reichlich Monsteraction ist also gesorgt. Fans der alten Filme sollten jetzt jedoch keinen minutenlangen Kampf á la Godzilla vs. Space-Godzilla erwarten. Denn in Wirklichkeit liegt der Fokus der Erzählung auf Ford Brody und dessen Sicht der Dinge.

Vom visuellen Standpunkt beeindruckt der Film eindeutig. Viele weitläufige Aufnahmen und starke Bilder bleiben im Kopf und die Effekte sind ordentlich. Auch der wuchtige Soundtrack passt wie die Faust auf's Auge. Schauspielerisch gibt es neben Bryan Cranston und Ken Watanabe jedoch keine nennenswerte Leistungen. Der Film bot jetzt aber auch keine besonders starke Szenen in denen man soetwas hätte zeigen können.



Fazit: Wenn's kracht, dann aber richtig! Der neueste Godzilla-Streifen ist wesentlich ruhiger und subtiler als seine Vorgänger und vermischt traditionelle östliche Elemente, wie etwa das Monsterdesign oder die Kämpfe, mit typisch westlichen Motiven wie den starken Aufnahmen oder den sehr guten Effekten. Obwohl es sich eigentlich um eine Geschichte aus der Sicht einer Hauptfigur handelt, bleibt die Verbindung zu den Charakteren und die Story von ihnen etwas auf der Strecke. Insgesamt kann den neuesten Godzilla-Film aber jedem Monsterfan empfehlen. Und dank der schicken Aufmachung und der massentauglichen Gesamtauslegung haben auch Leute ohne Echsen-Referenzen ihren Spaß. Meiner Meinung nach ist der Film ein guter Kompromiss und findet einen perfekten Mittelweg.

Kein überragender Film, der zudem an vielen Logiklöchern leidet (wieso schießen die Soldaten nach zig Versuchen immer noch mit ihren Gewehren auf die Viecher?!). Man kann ihn aber gut anschauen and seinen Spaß damit haben.

-euer Genesis

Montag, 21. April 2014

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (DVD)

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Ein modernes Märchen 

Die junge Hana ahnt nicht, dass sich ihr einfaches, aber glückliches Leben bald ändern sollte nachdem sie an der Universität einem mysteriösen Wolfsmann begegnet. Fasziniert voneinander beginnen die beiden sich zu verlieben und bald wird ihr Glück von zwei Kindern gekrönt. Das Mädchen Yuki und ihr kleiner Bruder Ame, erblicken das Licht der Welt. Doch die Freude wird schnell getrübt als ihr Vater einen plötzlichen Tod findet. Hana versucht nun allein ihren Kindern ein schönes Leben bieten zu können, doch das Verheimlichen Ihrer Wolfsseite bringt sie ein aufs andere Mal in Bedrängnis. Schlussendlich fasst sie einen Entschluss. Sie gibt ihr Leben in der Großstadt auf und zieht mit ihrer Familie in ein entlegenes Dorf. Beide Kinder sollen die Wahl haben zwischen einem Leben als Mensch und jenem als Wolf. Dabei strauchelt Hana nicht nur bei der Erziehung zweier Wolfskinder, sondern auch bei ganz normalen Erziehungsfragen.





Ame & Yuki zeigt die wunderschöne Berg und Waldlandschaft Japans und weckt so das Fernweh in jedem Animefan.

Erneut bezaubert Regisseur Mamoru Hosoda mit einer warmherzigen Geschichte von Familie, Liebe und Selbstfindung. Jedoch auch von Verzicht und Trauer. Nach Das Mädchen das durch die Zeit sprang und Summer Wars erwartet die Zuschauer ein zwar nicht so packender, dafür optisch und akustisch mindestens genauso wundervoller Film der einfach schön an zu schauen ist. Fans von Hosoda, Miyazaki oder Shinkai werden den Film lieben.


Fazit: Ame & Yuki ist einfach ein schöner Film und ein modernes Märchen für die ganze Familie.Ein optisch wie auch akustisches Meisterwerk mit wunderbaren Bildern und ganz viel Herz.



Sonntag, 6. April 2014

The LEGO Movie (Kino)

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 Emment ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Kerl. Vielleicht schon zu gewöhnlich. Jeden Tag steht er um dieselbe Uhrzeit auf und richtet seinen gesamten Tagesablauf strikt nach Anleitung. Doch sein Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages nach der Arbeit auf der Baustelle eine mysteriöse Frau trifft. Als er versucht diese zu verfolgen, fällt er in ein tiefes Loch und findet einen sonderbaren Gegenstand der über die Zukunft des gesamten Universums entscheiden soll. Der diabolische Lord Business, der zugleich der Präsident von Emmets Heimatstadt ist plant in Kürze den Untergang der Welt und nur er, der Besondere, ein Auserwählter einer alten Prophezeiung kann den Bösewicht aufhalten.


Ein Traum für Legofans

The Lego Movie sprüht nur so vor Charme und Detailreichtum. Überall entdeckt man Kleinigkeiten die jeden Klötzchenfan zum Schmunzeln bringen. Egal ob bekannte Bauteile oder Figuren. Hier stimmt einfach alles. Und ganz nebenbei gibt es auch jede Menge Andeutungen auf bekannte LEgo Franchises wie Batman, Herr der Ringe und Co. Sogar die Gastfiguren haben ihre Originalen Sprecher. Das gab's bishher noch nicht einmal in den Lego-Videospielen.

Ein ganz dickes Lob gibt's von mir an dieser Stelle für das Animationsstudio. Schon lange war ich von einem Animationsfilm nicht mehr so begeistert wie vom Lego Movie. Hier wurde einfach an alles gedacht und die Designer gaben sich sichtlich sehr viel Mühe. Sogut wie alles besteht aus Legoteilen. Sogar Effekte, Explosionen oder Wasser. Und auch ansonsten fährt der Film optisch auf einem richtig hohem Niveau.


Fazit: Ich will eigentlich garnicht mehr zuviel über den Film sagen, da er eigentlich für sich selbst steht. Fantastische Optik, toller Humor und detailverliebte Umgebung und Animationen sprechen für die Liebe zu den Lego-Klötchen des Animationsstudios. Es macht einfach Spaß den Film zu sehen und Gegen Ende gibts sogar noch einige überraschende Momente und einem kleinen Funken Tiefgang. Zumindest in einem für den Film ungewöhnlichen Rahmen. Ich für meinen Teil bin wirlich begeistert vom Film und meine Erwartungen wurden weit übertroffen.

Emmets Abenteuer ist nicht einfach nur irgendein Lego-Movie, sondern DAS Lego-Movie. Leute die wie ich mit den Klötzen groß geworden sind werden den Film wahrscheinlich ohnehin anschauen. Aber auch an alle anderen gebe ich hier eine Klare Empfehlung weiter. Ich kann mich für meinen Teil zumindest nicht mehr erinnern, wann mich ein Animationsfilm in diesem Genre so überzeugt hat.

-euer Genesis

Der Puppenspieler (PS3)


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Little Big Planet meets God of War

Der Mond steht Kopf! Der schreckliche Mondbärenkönig verbannt die Mondkönigin und vernichtet den Mondkristall. Bald schon hüllt er das ganze Reich in Finsternis und verteilt die Splitter des Kristalls an seine niederträchtigen Untertanen. Unterdessen entführt er auch immer mehr Kinder der Erde und benutzt ihre Seelen um neue dunkle Geschöpfe zu erschaffen. Eines dieser unglücklichen Kinder ist der junge Kutaro. Ihm wird der Kopf gestohlen und er entkommt gerade noch einem grausigen Schicksal als Sklave des garstigen Tyrannen. Bei seiner Flucht aus dem Schloss trifft er auf eine alte Hexe die ihm einen Weg zeigt sich selbst und die ganze Welt zu retten. Vom Mut ergriffen, stürmt Kutaro los und stiehlt die magische Schere Calibrus. Mit dieser Waffe kann er die Regentschaft des Mondbärenkönigs beenden. Zwischen ihm und seinem Ziel stehen nur noch die Untertanen des Mondbärenkönigs und er selbst. Begleitet wird der tapfere Recke auf seiner Reise von der Quasselstrippe Pikarina. Einer Prinzessin der Sonne, die von einem zweiten Spieler gesteuert werden kann. Das Abenteuer kann beginnen!


Optisch ist das Spiel schon einmal eine ganz eigene Welt. Das Geschehen wird ständig von einem Rahmen umgeben, der aussieht, als ob alles in einem Theater stattfinden würde. Und auch das Gameplay, die Story und unzählige Gags bauen auf dieser Thematik auf. Die Krone dieser Inszenierung ist ein Publikum, das auf den Spieler reagiert und verschiedene Aktionen der Akteure durch Buh- und Freudenschreie kommentiert. Hinzu kommt eine Erzählerstimme die nochmal das Gesehene beschreibt.


Die Show kann beginnen!

Grundsätzlich spielt sich der Puppenspieler wie einer typisches Jump and Run. Sehr zu vergleichen mit Little Big Planet. Auch optisch gibt es Gemeinsamkeiten. Im Vergleich zu Mario und Co gibt es bei diesem Titel jedoch ein paar Besonderheiten. Zum einen wären da die Köpfe. Sozusagen die Leben des Charakters, wenn man so sagen will. In den Welten verstecken sich verschiedenste Köpfe, die unterschiedliche Aktionen erlauben. Meistens reduzieren sich diese jedoch auf eine bestimmte Pose, die Sonderaktionen an vorgegebenen Stellen auslösen. Verliert man einen Kopf, hat man einige Sekunden Zeit diesen vom Boden zurück zu holen. Ist man zu langsam, ist dieser verloren.

Eine ganz besondere Rolle spielt natürlich die magische Schere Calibrus. Nicht nur dass sie Gegner relativ einfach beseitig, nein mit ihrer Macht schneidet sich Kutaro durch die gesamte Welt und kann sogar die Schwerkraft überwinden. An manchen Stellen zeichnet eine gestrichelte Linie den beginn einer Schnittaktion. Hat man diese gestartet beginnt eine rasante Fahrt mit Hindernissen und allerlei Geimeinheiten. Nein der Puppenspieler ist wirklich kein einfaches Spiel soviel steht fest.

Gekrönt wird fast jedes Level von einem spektakulären Bosskampf, der mit einem God of War typischen Quick-Time-Event gekrönt wird. Für reichlich Action ist also gesorgt!


Auf die Bühne!

Optisch spielt der Titel in der guten Mittelliga. Doch durch das tolle Gesamtdesign wirkt das Spiel wie aus einem Guss. Alles besteht aus Stoff, Pappe oder Holz und die Welten bieten jede Menge Abwechslung. Auch die deutschen Sprecher liefern eine richtig gute Arbeit. Auch wenn das Dauergequatsche manchmal schon nerven kann. Aber so ist das nun mal im Theater.


Fazit: Sony's exklusives Hüpfabenteuer der Puppenspieler wirkt wie einer Kombination aus Little Big Planet und God of War mit einer prise Theatermagie. Der Titel hat jede Menge Charme und die Levels sind lang. Die Story ist witzig erzählt und die Inszenierung schlägt eigentlich jeden Genrekollegen mit Leichtigkeit. Aber Achtung. Das Spiel vermittelt vielleicht den Eindruck auf Kinder zugeschnitten zu sein, doch da liegt man ziemlich falsch. Spätestens aber der Hälfte ist öfteres Sterben an der Tagesordnung und Fehler werden nicht verziehen. Die Geschwindigkeit nimmt rasant zu und oft beklagt man sich über die Chekpoints. Geübte Jump and Run Spieler sollten also ihre Freude an dem Titel haben. Unerfahrene Gamer brauchen unbedingt einen zweiten Spieler.

-euer Genesis