Donnerstag, 15. Dezember 2011

Trophies, Achievements oder Gamerscore – die Wahl der Qual?


Sie sind überall und kein Konsolenspieler kann sich ihnen heutzutage entziehen. Die Rede ist von den Trophäen, Erfolgen, oder wie auch immer sie sonst noch heißen. Für jede „besondere“ Sache die man in einem Videospiel erledigt bekommt man etwas. Grundsätzlich eine interessante Idee. Doch das ganze System hat zumindest meiner Meinung nach auch Schattenseiten.





Ich streife durchs virtuelle Florenz und husche über die Dächer. Im Laufwerk meiner Playstation 3 rotiert Assassin’s Creed 2 und in meiner Hand halte ich den Dual Shock 3 Controller. Plötzlich und ohne Vorwarnung reisst mich ein klirrendes Geräusch aus meiner Illusion. *Bling* Sie haben eine Trophäe verdient. Super! Gerade habe ich eine bronzene Trophäe für das verstecken einer Leiche in einem Heuhaufen bekommen. Sie ist zwar nicht die Erste, aber auch noch lange nicht die Letzte. In jedem Spiel, egal ob auf Playstation 3 oder Xbox 360 erhält man für solche und ähnliche Aktionen Trophäen und Gamerscore. Diese kann man dann online mit seinen Freunden vergleichen. Klingt cool. Und das ist es auch. Doch leider verleiten diese Achievements viele Spieler dazu nur mehr für diese Auszeichnungen zu spielen. Das Spiel an sich wird zur Nebensache und wichtig ist nur noch – Sorry für die Ausdrucksweise – der virtuelle Schwanzvergleich. Ich gebe zu auch ich liebe es Trophäen zu jagen. Doch für mich steht das Spiel selbst immer noch im Vordergrund und ich würde mir nie ein Spiel kaufen nur weil man dort leicht die Platin-Trophäe bekommen kann. Viel lieber genieße ich es in die virtuelle Welt ein zu tauchen.

Zusätzlich zu diesem Argument das eindeutig gegen das System spricht kommt noch die Tatsache, dass manche Entwickler dank der Trophäen und Erfolge einfach nicht mehr nach denken müssen wie man den Spieler belohnen kann. Ich erkläre mal kurz was ich meine: Früher bekam ich bei Final Fantasy ein spezielles Item und sah eine besondere Cutscene wenn ich einen mächtigen Nebenboss besiegt habe. Heute kriege ich vielleicht auch noch ein nettes Item, doch im Vordergrund steht die Trophäe. Immer mehr Entwickler vergessen diese Ingame-Gimmicks und belohnen die Spieler stattdessen lieber mit Trophäen und GC. Sicherlich gibt es auch genug Beispiele die meine Feststellung widerlegen. Doch leugnen kann man diese Entwicklung nicht.





Trophäen und Gamerscore sind seit dieser Konsolen-Generation nicht mehr weg zu denken und kein Konsolen-Hersteller würde sich viele Freunde machen, wenn er dieses System aufgeben würde. Früher gab es keine solchen Dinge. Auf PsOne und Co haben wir unsere eigenen Erfolge erdacht. Ich erinnere mich noch wie ich mit meinen Freunden in der Schule über die neuesten Errungenschaften bei Final Fantasy, Pokemon und Need for Speed geredet habe.


Es liegt also an uns Spielern selbst ob wir wieder mehr Wert aufs Spiel, als auf die Erfolge legen. Gegen ein paar Stunden Trophäenjagd ist wirklich nichts ein zu wenden. Das mache ich selbst auch gern. Wenn dann aber der Spielspaß auf der Strecke bleibt sollte man sich wirklich fragen warum man Videospiele eigentlich spielt.



Wie sieht es bei euch aus? Sammelt ihr gerne Trophäen, Gamerscore und Co? Oder kratzt euch die Punktejagd kein bisschen?

Bis bald
-euer Genesis

Kommentare:

  1. Ich unterschreibe das einfach mal ;) Entwickler begründen einen hohen Wiederspielwert mit Trophäen, die nur schwer zu bekommen sind. Irgendwie vergisst man dabei, dass ein "Counter +X" noch lange nicht für jeden eine Motivation ist. Und um beim Bild zu bleiben: Die Länge ist egal, hauptsache es macht Spaß ;)

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  2. Das stimmt schon, aber eine gewisse Spieldauer kann man für 50€ Release-Neupreis ja wohl erwarten. Meiner Meinung nach müssen 10 Stunden einfach drin sein. Ohne Online-Modus. Titel wie Battlefield 3, die hauptsächlich auf MP setzen, mal ausgenommen.

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