Mittwoch, 1. Juli 2015

Videospiele zum Heulen!

Ich freue mich über eure Kommentare :)

Wow. 200. Das ist die Anzahl an Beiträge die ich im Laufe der Jahre mittlerweile bereits veröffentlicht habe. Und es werden immer mehr. Ich nehme dieses Jubiläum als Anlass für ein kleines Special. Ich hoffe es gefällt euch.

Videospiele sind ja so eine Sache. Für viele sind sie ein Hobby, ein Zeitvertreib. Etwas das ihnen die Möglichkeit gibt runter zu kommen, den Alltag hinter sich zu lassen und in eine andere Welt ein zu tauchen. Auch ich zähle die virtuellen Welten natürlich zu meinen liebesten Hobbies. Doch genau wie bei Büchern, Filmen und Serien schaffen manche Videospiele es mir mehr zu geben als nur gute Unterhaltung. Denn zwischen Mainstream-Titeln wie Call of Duty, Fifa und Need for Speed gibt es immer wieder Spiele, die mich stark berühren oder einfach nur zum Heulen schön sind! Was natürlich nicht heißen soll, dass Mainstream-Titel dazu nicht auch das Potential hätten! Hier nun auf jeden Fall eine kleine Auswahl an Titel, welche mich extrem berührt haben und wohl für immer einen Platz in meinem Gamerherzen haben werden.

Achtung. Spoilergefahr!


Final Fantasy IX

Ich beginne hier einfach beim ältesten Spiel in meiner Liste. Gleichzeitig dürfte es auch das erste Videospiel sein, bei dem mir die Tränen kamen. Final Fantasy IX entführte mich damals in ein märchenhaftes Abenteuer mit fantastischen Charakteren und einem fast schon göttlichen Soundtrack. Das gesamte Spiel steckt noch immer wie ein einziges Flashback in meinem Kopf und ich liebe jede Sekunde davon. Hier war der Grund für die Tränen garnicht unbedingt die übliche Trauer. Im Speziellen geht es um das Ende des Spiels. Garnet ist Königin, doch lebt sie nur halbherzig in ständiger Trauer um Zidane der von ihrem letzten Kampf nicht zurückgekehrt ist. Wie schon im Prolog des Spiel wird erneut ein Theaterstück aufgeführt und als sich der Hauptcharakter des Stücks plötzlich als Zidane zu erkennen gibt, eilt die frischgebackene Königin hinunter und schmettert dabei sogar ihre Krone zur Seite bevor sie ihm in die Arme fällt. Auch bei mir machte sich ein tiefes Gefühl der Erleichterung breit. Etwas das ich mit meinen 12 Jahren damals von Videospielen überhaupt noch nicht kannte. Durch Final Fantasy IX lernte ich wie unwichtig materielle Dinge sind, wenn es um geliebte Menschen und Freundschaft geht. Bravo Square Enix!




Heavy Rain

Wie weit würdest du gehen um einen geliebten Menschen zu retten? Vor diese Frage stellte quanticdream im Jahre 2010 in seinem interaktiven Drama Heavy Rain. In der Story geht es um Ethan Mars. Einen Architekten, dessen Leben in die Brüche geht, als einer seiner Söhne bei einem Unfall ums Leben kommt. Vom Schicksal gebeutelt zerbricht seine Ehe an den Folgen seines Traumas. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, verschwindet eines regnerischen Nachmittags auch noch sein jüngerer Sohn Shaun. Ethan erlebt einen Blackout und erhält plötzlich seltsame Nachrichten in Origamiform. Das Markenzeichen eines landesweit bekannten Killers, der kleine Jungen entführt und ihre Leichen mit einer Origamifigur zurück lässt. Heavy Rain erzählt die bewegende und faszinierende Geschichte eines Vaters, der für das Leben seines Sohnes kämpft. Dabei stehen er und der Spieler immer wieder vor teils heftigen Entscheidungen. In einigen Momente wusste ich nicht recht was ich tun soll. Denn neben Ethan gibt es noch drei weitere Charaktere deren Schicksal miteinander verknüpft ist. Sogar dauerhafte Tode innerhalb der Hauptfiguren sind möglich. Damals wie heute ein unglaublich intensives Gefühl. Das gesamte Spiel steckt voller emotionaler Momente und je nach Spielweise sieht jeder Spieler ein anderes Ende. Mal glücklich, mal unglaublich traurig. Zusammen mit dem bis heute unglaublich genialen Soundtrack eine der beeindruckendsten und prägendsten Erfahrungen meiner PS3-Zeit und ein Pflichttitel für alle Playstation Besitzer!





Final Fantasy X

Hach erneut Final Fantasy. Und erneut eine bewegende Geschichte. Vor allem aber der geniale Soundtrack von Mastermind Uematsu-Sama hat es mir hier angetan. To Zanarkand zähltbis heute zu meinen absoluten Liebslingstracks und Gänsehaut ist beim Hören garantiert. Mein emotionales Highlight war hier das Ende des Spiels. Tidus und Yuna haben es mit Ihren Gefährten endlich geschafft die ewige Bedrohung Sin ab zu wehren und den Frieden auf Spira wieder her zu stellen. Just in diesem Moment des Friedens scheint Tidu's Zeit gekommen zu sein, um diese Zeit zu verlassen. Ohne sich berühren zu können, legt Tidus seine Arme um Yuna und dankt ihr somit für die gemeinsame Zeit. Er ist sichtlich traurig, doch geht er trotzdem mit einem Lächeln von seinen Freunden. Und auch Aurons Zeit ist gekommen und sein Körper begintn langsam sich auf zu lösen. Eine Mischung aus Trauer und Freude lassen mich damals wortlos den Bildschirm anstarren bis die Credits schlussendlich vorüber sind.




Journey

Was gibt es zu diesem Meisterwerk zu sagen? Journey ist ein kurzes, intensives Erlebnis voller Emotionen. Dabei verzichtet das Spiel vollkommen auf großer Erklärungen oder sogar Sprachausgabe. Nicht einmal die Steuerung wird erklärt. Innerhalb von wenigen Sekunden erlernt man als Spieler die simple, aber geniale Mechanik und begibt sich auf die titelgebende, etwa ein- bis zweistündige Reise. Dabei trifft man online auf andere Reisende und baut innerhalb weniger Minuten eine intensive Beziehung mit dem anderen Spieler auf. Und das obwohl bis auf Klanglaute der Spielfigur keine Kommunikation zwischen den Spielern möglich ist. Eine grandiose Leistung und bis heute eine einmalige Erfahrung. Getoppt wird das extrem innovative Gameplay eigentlich nur mehr von dem fantastischen Artdesign und dem unglaublich, unglaublich genialen Soundtrack. Ein orchestraler Sound, der mir allein schon die Tränen in die Augen trieb. Journey gehört für mich deshalb zu den innovativsten und besten Spiele aller Zeiten. Denn es schafft ohne viel Schnickschnack, woran viele AAA-Titel scheitern.





Crisis Core: Final Fantasy VII

 Aller guten Dinge sind drei? Ein weiteres Final Fantasy gesellt sich in meine kleine Auswahl. Mit Crisis Core: Final Fantasy VII fiel meine Wahl auf das vermutlich traurigste Erlebnis meiner Final Fantasy-Zeit. Von Anfang an fesselte mich das spiel durch seine tollen Charaktere und den grandiosen Soundtrack. Und das obwohl ich das Hauptspiel zum eigentlichen Spin-Off nie gespielt habe. Angeal, Genesis (ja hierher habe ich meinen Nickname ;-)), Aerith, Zack und viele weitere. Ihre Geschichte hat mich einfach mitgerissen. Und dann kam das Finale. Ein einschneidendes Ereignis in den Geschehnissen um Final Fantasy VII. Zack's Tod. Gejagt von hunderten Soldaten stellt er sich ihnen ganz allein entgegen um seinen Freund Cloud zu retten. Während er unerbittert der Welle an Feinden standhält ziehen dutzende Flashbacks an ihm vorbei. Und auch der Spieler erlebt diese Ereignisse hautnah mit. Nach und nach zerbrechen die Anzeigen des Spiels und die Slotmachine, welche die Erinnerungen und spezielle Fähigkeiten von Zacks Freunden darstellen bekommt immer stärkere Risse. Er weiß, dass das sein Ende ist und dass er Aerith nie wieder sehen wird. Dennoch gibt er nicht auf. Nach zermürbenden Minuten findet Cloud seinen Freund schließlich blutüberströmt im Regen liegen, welcher ihm sein Buster Sword und seine Träume anvertraut, bevor er wie ein Engel in den Himmel steigt. Das ganze ist untermalt von solch einem melancholischen Soundtrack, dass ich heute noch heulen könnte!





Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

Wow. Wieder ein Meilenstein der Videospielgeschichte, der mir vorallem durch seine komplexe Story und der cineastischen Aufmachung extrem gut gefallen hat. Vor Guns of the Patriots war ich mit dem Metal Gear Universum nicht vertraut und Snakes erbarmungsloser Kampf für die Zukunft hat sich bis heute in mein Hirn eingebrannt. Ich möchte hier garnicht zuviel über die eigentliche Story verlieren. Bei der Komplexität eines mit Game of Thrones vergleichbaren Universums würde dies schlicht ausarten. Metal Gear Solid 4 steckt voller emotionaler Momente. Doch ganz besonders das Ende des spiels lässt mich bis heute nicht los. Solid Snake steht am Grab von Big Boss und sinniert über alles was geschehn ist, oder noch kommt. Ein Bild das schon im Hauptmenü allgegenwärtig ist. Die nachfolgenden Geschehnisse und der einmalige Soundtrack ließen mich vor Respekt und Erfurcht die Tränen in die Augen steigen und ich war fast dazu verlockt auf zu stehen und zu salutieren. Ganz großes Kino Mr. Kojima! Ich freue mich gewaltig auf Teil 5!





Valiant Hearts

Dieses nette kleine Spiel erzählt in beeindruckenden Bildern die Geschichte des ersten Weltkriegs. Einen Teil der Historie, welche bisher viel zu selten in Videospielen aufgegriffen wurde. Obwohl hier einige Geschehnisse vielleicht etwas zu klischeehaft dargestellt wurde, so fesselt das Spiel doch mit seinem einzigartigen Artdesign und den sympathischen Charakteren. Bis zum Ende fiebert man durch die liebevoll erzählte Geschichte und erlebt den ersten Weltkrieg aus einer bisher ungesehenen Perspektive. Dabei berühren hier ganz besonders die persönlichen Schicksale der Protagonisten.





Beyond: Two Souls

Ein weiteres Werk von den Leuten bei quanticdream hat es in meine Liste geschafft. Diesmal erzählen Sie eine noch persönlichere Geschichte mit einer guten Essenz Geisterspuk. Ich begleitete Jodie Holms quer durch ihr Leben. Durch Portale in andere Dimensionen, aber auch durch ganz alltägliche Teenagermomente. Noch cineastischer, noch dramatischer und mit einem sphärischen Soundtrack unterlegt, der mir einige Male Gänsehaut bereitet hat. Besonders berührt hat mich das Ende indem Jodie endlich offenbart wird was es mit ihrer Verbindung zum Wesen Aiden auf sich hat. Fast noch stärker fand ich jedoch das Schicksal des Charakters Nathan Dawkins. Wenn quantic dream eines kann, dann sind es Emotionen auf den Bildschirm zu bringen.





Telltale's: The Walking Dead

Mit the Walking Dead lieferte Telltale ein spielerisch zwar etwas maues, dafür storytechnisches fabelhaftes Adventure mit harten Szenen. Ganz besonders das heftige Ende sorgt bei mir bis heute für zitternde Hände und Tränen in den Augen. Nachdem Lee Everett die kleine Clementine endlich retten konnte, ist seine Zeit knapp geworden. Das Virus breitet sich immer weiter in seinem Körper aus und Clem steht vor einer unmenschlichen Entscheidung. Kann sie die Kraft aufbringen und Lee von seinem Leid erlösen? Mit zitternden Händen und wässrigen Augen nimmt sie die Waffe in die Hand und... Wahnsinn. Was Telltale hier emotional erschaffen hat, stellt wohl sämtliche Momente der TV-Serie in den Schatten.





Die Mass Effect Reihe

Auch die epische Saga rund um Commander Shepard und seine Crew bietet zahlreiche emotionale Momente. Ich will hier garnicht auf einen bestimmten Augenblick eingehen. Vielmehr steckt die Welt von Mass Effect einfach voll von Schicksalen die mich berührt haben. Tali, Mordin, Thane Krios. Nur einige Namen derer, die Mass Effect zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Der Moment an dem mir tatsächlich die Tränen kamen war jedoch das Ende selbst. Mal ganz abgesehen um die Kontroverse darum. Nachdem man unzählige Stunden damit verbracht hat das Universum zu retten, aber vorallem auch damit , interessante Charaktere kennen zu lernen und auch wieder zu verlieren, kommt am musikalisch toll unterlegten Finale des dritten Teils alles wieder hoch. Man erinnert sich an die Freunde die man in dieser Geschichte gefunden hat und an jene die man nicht retten konnte. Und genau deshalb gehört Mass Effect für immer in meine Liste der emotionalsten Videospiele. Für mich die größte Science-Fiction Saga aller Zeiten!




The Last of Us

Wow. Was für ein Schock. Beim ersten Spielen des grandiosen Action-Adventures von Naughty Dog stockte mir nach dem Intro kurz gesagt der Atem. Alles beginnt recht ruhig und ich starte mein Abenteuer als kleine Sarah in einem gemütlichen Vororthaus. Ihr Vater Joel bringt sie ins Bett und etwas reißt das Mädchen aus ihrem Schlummer. Sie erkundet die nächtlich beleuchteten Räume und bemerkt eine seltsame Nachrichtensendung im noch laufenden Fernseher im Schlafzimmer ihres Vaters. Von Joel selbst ist aber wie zuvor keine Spur zu finden. Plötzlich erschreckt eine ferne Explosion das Mädchen und sie beginnt sich unten um zu sehen. Ihr Vater stürmt perplex durch die Balkontür und mitten in der Nacht beginnt der Anfang vom Ende. Eine mysteriöse Krankheit scheint Menschen in Wahnsinnige zu verwandeln und es beginnt eine Flucht und der Kampf ums Überleben. Das Szenario kennt man bereits aus zahlreichen Filmen und auch anderen Videospielen. Doch Naughty Dog legt in puncto Qualität und Authenzität eine Schippe oben drauf. Gerade noch rechtzeitig schafft Joel es zusammen mit seinem Bruder aus der Stadt zu flüchten doch ein paar Soldaten unterbrechen ihre Flucht. Die Situation eskaliert und Sarah wird schwer verletzt. Joel presst seine kleine Tochter an sich und unter Schmerzen entweicht langsam das Leben aus dem kleinen Köper des jungen Mädchens. Ihr Vater fleht sie an und kämpft mit den Tränen. Für mich als Spieler eine gleichermaßen verstörende und ebenso faszinierende Szene. Selten schaffte es ein Videospiel, oder auch ein Film mich innerhalb einer knappen viertel Stunde emotional so sehr zu fesseln und mich selbst mit den Tränen kämpfen zu lassen. Naughty Dog stand ja für je her für allerhöchste Videospielkost - sei es Crash Bandicoot, oder die geniale Uncharted-Reihe - aber was sie mit The Last of Us erschaffen haben ist nicht nur Videospielkost, sondern gleichermaßen große Videospielkunst! Das Intro und das gesamte Spiel - einer der emotionalsten Momente meiner Gaming-Zeit.





So. Was waren eure emotionalsten Momente in Videospielen? Szenen bei denen ihr heute noch die Tränen verdrückt? Was sagt ihr zu meiner kleinen Auswahl? Hab ihr auch geflennt ? Oder ließen euch einige Szenen kalt? Lasst es mich bitte wissen. Ich freue mich über jede Diskussion.

-euer Genesis

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