Donnerstag, 23. August 2012

The Legend of Zelda: Skyward Sword (Wii)

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The Legend of Zelda: Skyward jetzt als Special Edition bei Amazon.de



The Legend of Zelda: Skyward Sword ist der erste und gleichzeitig auch letzte Wii-exklusive Zelda-Teil. Link muss vom Himmel aus das Triforce finden, ein ganz besonderes Schwert schmieden und natürlich Zelda befreien. Doch einiges ist anders als bisher. Neuer Stil. Neue Steuerung. Neuer Link?



Der Anfang der Legende


Erneut schlüpft man als Spieler in die Rolle des spitzohrigen Link welcher im Wolkenhort - einer schwebenden Himmelsinsel – lebt. Link besucht hier die Ritterschule um später ein Himmelsritter zu werden. Der Tag der Prüfung rückt näher und er muss sich zusammen mit seinem roten Wolkenvogel auf die Prüfung vorbereiten. Denn der Beste erhält nicht nur Ruhm und Ehre, sondern darf auch die traditionelle Zeremonie zusammen mit der Tochter des Direktors abhalten. Genau. Zelda ist hier gemeint. Denn anders als in vielen Serienteilen kennen sich Link und Zelda in Skyward Sword schon seit ihrer Kindheit. Laut Nintendo ist der Wii-Ableger chronologisch gesehen auch der erste Teil. Das merkt man sehr stark wenn man das Spiel selbst spielt. Denn viele Fragen und grundlegende Dinge werden durch Skyward Sword aufgeklärt.


Link besteht die Prüfung natürlich als Bester und hat somit die Aufgabe die Göttin Hylia zu ehren. Doch so locker und leicht die Geschichte auch beginnt, so schnell gibt es eine Wende. Bei einem Ausflug mit ihren Wolkenvögeln gerät Zelda in einen Wirbelwind und stürzt in die Welt unter den Wolken. Link will ihr natürlich helfen. Doch das ist nicht so einfach. Noch nie hat jemand aus dem Wolkenhort die Unterwelt unter der Wolkendecke besucht. Angeblich ist diese schrecklich und von Monstern verseucht. Egal. Zelda muss gerettet werden. Doch nicht ohne die richtige Ausrüstung. Sehr früh gibt es im Spiel die typische „Schwert aus dem Stein“-Szene. Sehr cool. Man muss die Wiimote ruckartig nach oben bewegen und anschließend das Schwert in den Himmel strecken. Denn Link wurde anscheinend von der Göttin für würdig befunden. Im Schwert der Göttin befindet sich Phai. Ein mysteriöses Wesen das dem Spieler wie Midna aus Twilight Princess treu zu Seite steht. Gerüstet mit dem heiligen Schwert und einem entschlossenen Willen steigt Link hinab um Zelda zu finden.

Der Limited Edition liegt unter anderem diese schicke Wii-Mote im Zelda Design mit integriertem Motion Plus bei. Übrigens werden Fernbedienungen ohne diesen Zusatz vom Spiel nicht unterstützt.


Neue Steuerung – Neues Glück


Endlich ist das hirnlose Gefuchtel mit der Fernbedienung vorbei. Link schwingt seine Klinge genau wie es der Spieler tut. Ein Schnitt nach Rechts oben, oder ein Stick nach vorne. Auch ein Rundumschlag ist möglich indem man Wiimote und Nunchuk gleichzeitig in eine Richtung bewegt. Das ganze spielt sich anfangs ungewohnt, wird aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit verdammt intuitiv. Denn einfaches angreifen hilft bei den meisten Gegnern nichts. Viele blocken die Schläge des Spielers ab und erst der richtige Winkel schickt den Feind auf die Bretter.


Aber auch die restlichen Gegenstände funktionieren hervorragend und sind dank Motion Plus noch komfortabler zu bedienen als in Twilight Princess. Der Bogen zum Beispiel. Entweder man hält die A-Taste gedrückt und wartet einige Sekunden bis die Sehne gespannt ist, oder man legt selbst Hand an und benutzt den Nunchuk als Sehne während man C drückt. Das ist nicht nur viel schneller, sondern fühlt sich auch ziemlich realistisch an.


Noch wichtiger wird die richtige Taktik natürlich in den Bosskämpfen. Nachdem sich Link durch nicht unbedingt großen, aber dennoch anspruchsvollen und teils komplizierten Dungeons gekämpft hat wartet natürlich der „Obermotz“. Diese sind wieder sehr variantenreich und auch schwerer als in Twilight Princess ausgefallen. Allgemein ist Skyward Sword trotz der farbigeren Optik ein gutes Stück schwerer als sein Vorgänger.


Soweit zum Bodenkampf. Aber wie sieht es nun in der Luft aus? Ein zentrales Element von Skyward Sword ist der Himmel – das Wolkenmeer. Hier kann man zwischen vielen kleinen Inseln mit seinem Wolkenvogel hin und her reisen und auf dem Weg auch einige Gegner besiegen. Im Himmel wird übrigens nur mit der Wii-FB gesteuert. Um an Höhe zu gewinnen bewegt man sie nach oben und unten. Um zu lenken neigt man sie in die gewünschte Richtung. Auch hier ist anfangs alles etwas gewöhnungsbedürftig. Mit ein wenig Übung klappt das aber eigentlich ganz gut.

Der Wolkenhort - Ausgangsort für alle Aufgaben und stetiger Rückzugspunkt. Hier befinden sich die Ritterschule, der Basar und noch viele andere wichtige Orte.


Abseits der Geschichte


Was wäre Zelda ohne die Sidequests? Genau. Kein echtes Zelda. Somit gibt es auch in Skyward Sword einiges zu tun. Man sammelt Käfer, sucht die Juwelen der Güte für einen Dämonen der zum Mensch werden will, oder lenkt sich vom Heldenstress mit einem der Minispiele ab. Hier gibt’s zum Beispiel das Baumstammschneiden oder eine Runde im Insektenparcours.


Nutzlich für die Hauptquests, aber nicht unbedingt nötig, sind die neuartigen Verbesserungen der Gegenstände. Genau wie das Schwert von Link, das im Laufe der Geschichte automatisch immer mächtiger wird, ist es auch möglich seine übrigen Ausrüstungsgegenstände zu verbessern. Hier benötigt man diverse Schätze die man überall in der Welt finden kann. Damit verbessert man dann etwa seinen Bogen, den Greifkäfer oder das Käfernetz. Die Verbesserungen erleichtern die Aufgaben oft ungemein und liefern zudem noch einen Touch Rollenspielelemente.



Ein Traum in Aquarell


Tachnisch gesehen ist Skyward Sword natürlich kein Brett. Es ist nicht einmal eines der grafikprächtigsten Wii-Spiele. Dennoch weiß Nintendo wie sie stilistisch das Letzte raus holen. Im Vergleich zum realistisch-düsteren Twilight Princess strahlt SS nur so vor Farben. Alles wirkt lebendig und lädt zum Erkunden ein. Dennoch gibt es auch düstere Areale. Die Landschaften in der Ferne verschwimmen und wirken fast wie ein Aquarell. Die Animationen sind stets gut gelungen und machen die Charaktere einfach sehr sympathisch. Wirklich stören tut nur die geringe Auflösung der Wii. Denn insgesamt ist die Optik trotz der vielen Schwächen sehr gut gelungen. Da passen das nervige Kantenflimmern und die Unschärfe einfach nicht ins Gesamtbild.


Ein weiterer großer Pluspunkt ist der Sound von Skyward Sword. Der hervorragende Soundtrack wechselt zwischen eingängigen und ruhigen Melodien bis hin zu epischen und orchestralischen Kompositionen. Dabei besteht die Untermalung aus einer Mischung aus typischen Zelda-Klängen und neuen Melodien.


Wie immer gibt es keine Sprachausgabe. Alle Charaktere bleiben wie gewohnt ziemlich lautlos und melden sich bestenfalls mit einem „Hey“, „Oh“ oder „Hello“. Mich persönlich stört das eigentlich gar nicht. Es passt eben einfach zur Serie und ist inzwischen schon typisch geworden. Dennoch wäre ein Abenteuer in Hyrule mit einer gelungen Synchronisation durchaus eine willkommene Abwechslung. Wobei Link selbst natürlich stets stumm bleiben sollte.

Anders als ich vielen anderen Serienteilen kennen sich Link und Zelda hier von Beginn an. Später erhält Link Zeldas Lyra welche einen ähnlichen Zweck erfüllt wie die Ocarina in Ocarina of Time.


Nicht ganz perfekt – Der verheerende Bug


So abwechslungs- und ideenreich Skyward Sword auch ist, gibt es leider auch einen kleinen Makel. Gegen Ende des Spiels werden die Schauplätze erneut besucht um bestimmte Dinge zu finden. Wenn man nun zuerst die Wüste besucht ist es nicht mehr möglich die anderen Orte zu bereisen. Der Spielstand ist kaputt und man kann noch einmal erneut beginnen. Wirklich sehr ärgerlich und so eigentlich nicht von Nintendo gewohnt. Deshalb zur Sicherheit immer den Spielstand kopieren.




Fazit:



The Legend of Zelda: Skyward Sword erzählt die Anfänge der endlosen Schlacht zwischen Gut und Böse um Link und Zelda. Die Geschichte ist insgesamt weniger spannend als die von Twilight Princess, klär dafür aber viele grundsätzliche Gegebenheiten im Zelda-Universum. Zudem bietet die neue Steuerung enorme Verbesserungen und ein einmaliges Spielgefühl. Das Spiel glänzt durch eine ansprechende Optik, tolle Charaktere, einen hervorragenden und epischen Soundtrack, viele vertrackten Dungeons, einen etwas erhöhten Schwierigkeitsgrad und einem genialen Spielgefühl. Mit einer Gesamtspielzeit von über 40 Stunden stört das der Wegfall der durchgehenden Oberwelt auch gar nicht. Abschließend kann ich The Legend of Zelda: Skyward Sword allen Action-Adventure Fans und auch Wii-Besitzern nur empfehlen. Das Spiel hat mich grandios unterhalten und mich schnell in seinen Bann gezogen. Nintendo hat es wieder einmal geschafft und ein grandioses Meisterwerk gezaubert. Skyward Sword ist meiner Meinung nach nicht nur der beste Serienteil, sondern gleichzeitig das beste Videospiel für Nintendos Wii und jetzt schon ein Klassiker in Aquarell



Und jetzt viel Spaß in der genialen Welt von Skyward Sword und dem Beginn der Legende
-euer Genesis

Kommentare:

  1. Ach ja, Zelda... eine ehemals grandiose Serie. Ich weiß nicht genau, wann es passiert ist, aber soätestens seit ich keine Lust mehr hatte "Twilight Princess" durchzuspielen, war die Serie für mich gestorben. Gerade die Wiimote-Steuerung ging mir total auf den Zeiger. So begeistert du auch vom letzten Wii-Ableger bist, ich werde für eine lange Zeit kein Zelda mehr kaufen... eigentlich traurig, wenn man bedenkt wie sehr mich damals A Link To The Past gefesselt hat.

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    1. Hmmm.. Das kommt jetzt natürlich drauf an mit welchen Aspekten des Spiels du nicht klar gekommen bist. Ich hab bei TP damals kein Problem gesehen und es sehr genossen. Trotzdem unterscheidet sich SS stark von TP. Vom Storytelling über Setting bis hin zur Steuerung.

      Mich störte die Steuerung damals eigentlich garnicht. Vll lags daran, dass TP mein erstes Wii-Spiel war. Im Nachhinein war sie aber meistens eher unpraktisch als intuitiv. Bei SS ist das ja anders.

      Dank Motion Plus ist man ja nicht mal mehr von der Sensorbar abhängig. Die Konsole berechnet die Eingaben völlig ohne die Leiste. Somit hat einen sehr guten Komfort. Anders als bei TP wo man manchmal schon fast aufstehen und auf den Fernseher zeigen musste xD

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