Sonntag, 6. April 2014

Der Puppenspieler (PS3)


Ich freue mich über eure Kommentare :)




Little Big Planet meets God of War

Der Mond steht Kopf! Der schreckliche Mondbärenkönig verbannt die Mondkönigin und vernichtet den Mondkristall. Bald schon hüllt er das ganze Reich in Finsternis und verteilt die Splitter des Kristalls an seine niederträchtigen Untertanen. Unterdessen entführt er auch immer mehr Kinder der Erde und benutzt ihre Seelen um neue dunkle Geschöpfe zu erschaffen. Eines dieser unglücklichen Kinder ist der junge Kutaro. Ihm wird der Kopf gestohlen und er entkommt gerade noch einem grausigen Schicksal als Sklave des garstigen Tyrannen. Bei seiner Flucht aus dem Schloss trifft er auf eine alte Hexe die ihm einen Weg zeigt sich selbst und die ganze Welt zu retten. Vom Mut ergriffen, stürmt Kutaro los und stiehlt die magische Schere Calibrus. Mit dieser Waffe kann er die Regentschaft des Mondbärenkönigs beenden. Zwischen ihm und seinem Ziel stehen nur noch die Untertanen des Mondbärenkönigs und er selbst. Begleitet wird der tapfere Recke auf seiner Reise von der Quasselstrippe Pikarina. Einer Prinzessin der Sonne, die von einem zweiten Spieler gesteuert werden kann. Das Abenteuer kann beginnen!


Optisch ist das Spiel schon einmal eine ganz eigene Welt. Das Geschehen wird ständig von einem Rahmen umgeben, der aussieht, als ob alles in einem Theater stattfinden würde. Und auch das Gameplay, die Story und unzählige Gags bauen auf dieser Thematik auf. Die Krone dieser Inszenierung ist ein Publikum, das auf den Spieler reagiert und verschiedene Aktionen der Akteure durch Buh- und Freudenschreie kommentiert. Hinzu kommt eine Erzählerstimme die nochmal das Gesehene beschreibt.


Die Show kann beginnen!

Grundsätzlich spielt sich der Puppenspieler wie einer typisches Jump and Run. Sehr zu vergleichen mit Little Big Planet. Auch optisch gibt es Gemeinsamkeiten. Im Vergleich zu Mario und Co gibt es bei diesem Titel jedoch ein paar Besonderheiten. Zum einen wären da die Köpfe. Sozusagen die Leben des Charakters, wenn man so sagen will. In den Welten verstecken sich verschiedenste Köpfe, die unterschiedliche Aktionen erlauben. Meistens reduzieren sich diese jedoch auf eine bestimmte Pose, die Sonderaktionen an vorgegebenen Stellen auslösen. Verliert man einen Kopf, hat man einige Sekunden Zeit diesen vom Boden zurück zu holen. Ist man zu langsam, ist dieser verloren.

Eine ganz besondere Rolle spielt natürlich die magische Schere Calibrus. Nicht nur dass sie Gegner relativ einfach beseitig, nein mit ihrer Macht schneidet sich Kutaro durch die gesamte Welt und kann sogar die Schwerkraft überwinden. An manchen Stellen zeichnet eine gestrichelte Linie den beginn einer Schnittaktion. Hat man diese gestartet beginnt eine rasante Fahrt mit Hindernissen und allerlei Geimeinheiten. Nein der Puppenspieler ist wirklich kein einfaches Spiel soviel steht fest.

Gekrönt wird fast jedes Level von einem spektakulären Bosskampf, der mit einem God of War typischen Quick-Time-Event gekrönt wird. Für reichlich Action ist also gesorgt!


Auf die Bühne!

Optisch spielt der Titel in der guten Mittelliga. Doch durch das tolle Gesamtdesign wirkt das Spiel wie aus einem Guss. Alles besteht aus Stoff, Pappe oder Holz und die Welten bieten jede Menge Abwechslung. Auch die deutschen Sprecher liefern eine richtig gute Arbeit. Auch wenn das Dauergequatsche manchmal schon nerven kann. Aber so ist das nun mal im Theater.


Fazit: Sony's exklusives Hüpfabenteuer der Puppenspieler wirkt wie einer Kombination aus Little Big Planet und God of War mit einer prise Theatermagie. Der Titel hat jede Menge Charme und die Levels sind lang. Die Story ist witzig erzählt und die Inszenierung schlägt eigentlich jeden Genrekollegen mit Leichtigkeit. Aber Achtung. Das Spiel vermittelt vielleicht den Eindruck auf Kinder zugeschnitten zu sein, doch da liegt man ziemlich falsch. Spätestens aber der Hälfte ist öfteres Sterben an der Tagesordnung und Fehler werden nicht verziehen. Die Geschwindigkeit nimmt rasant zu und oft beklagt man sich über die Chekpoints. Geübte Jump and Run Spieler sollten also ihre Freude an dem Titel haben. Unerfahrene Gamer brauchen unbedingt einen zweiten Spieler.

-euer Genesis

Samstag, 5. April 2014

Castlevania: Lords of Shadow 2 (PS3)

Ich freue mich über eure Kommentare :)




Achtung. An dieser Stelle lassen sich Spoiler zum Vorgänger leider nicht vermeiden. Wer also wirklich noch nicht weiß was am Ende von LoS passiert ist (sollten ja nicht allzu viele sein), liest ab hier auf eigene Gefahr ;-)






Der dunkle Prinz kehrt zurück

Einzig vom Wunsch getrieben seine geliebte Marie ins Reich der Lebenden zurück zu holen, macht sich der begnadete Krieger Gabriel Belmont im Namen der heiligen Bruderschaft auf, die Lords of Shadow in ihre Knie zu zwingen. Zuletzt obsiegt er sogar über das Böse selbst. Satan. Doch dann wird ihm die schreckliche Wahrheit enthüllt und er verfällt seinem eigenen düsteren Schicksal. Er konnte seine Frau nicht zurückholen und die Kräfte der Dunkelheilt strömen nun in Gabriel selbst hinein. Zerfressen vom Hass gegenüber der Bruderschaft und ihren Lügen verbannt er seine Menschlichkeit und wird zum Prinz der Finsternis. Dem Drachen. Dracula.

Genau an dieser Stelle setzt nun der zweite Teil ein und führt die Geschichte um den von der Unsterblichkeit geplagten Gabriel fort. Nichts wünscht er sich nach den vielen Jahrhunderten sehnlicher als endlich zu sterben. Und sein alter Weggefährte Zobek führt ihn bald näher ans Ziel als je zuvor. Satan plant unterdessen seine Auferstehung und Dracula soll ihn in einem letzten Gefecht endgültig vernichten. Als Gegenleistung bietet ihm Zobek den Vampirtöter. Jenes mächtigen Kampfkreuz, welches selbst unsterbliche Kreaturen töten kann und das Gabriel selbst vor langer Zeit geführt hat. Der Vampir willigt dem Pakt des Nekromanten ein und begibt sich auf die Suche nach Satans Dienern.


An der Steuerung selbst hat sich wenig verändert. Das Kampfsystem funktioniert immer noch hervorragend und das Skillsystem ist sehr motivierend. Neu ist die frei bewegliche Kamera, die nun unübersichtlichen Kämpfen entgegensteuert. Im Kampf benutzt Dracula die Schattenpeitsche mit welcher er seine Feinde eindrucksvoll über den Bildschirm fegt. Später erhält er noch das elegante Schwert der Leere, welches die Lebensleiste bei Treffern auffüllt und zugleich Feinde einfrieren kann und die brachialen Chaoskrallen, welche sogar stärkste Schilder und Rüstungen zerschmettern. Zudem stehen dem Prinzen noch diverse Utensilien zur Verfügung, welche er sowohl in, als auch außerhalb der Kämpfe einsetzen kann.

Auch bei Sprung- und Klettereinlagen, welche teilweise sogar recht knifflig ausfallen, macht Dracula eine recht gute Figur. Leider ziemlich daneben sind die belanglosen Schleichsequenzen, die stark aufgesetzt wirken. Ohne triftigen Grund werden einem als Spieler beinahe alle Fähigkeiten geraubt und man muss irgendwie versuchen an übermächtigen Wachen vorbei zu kommen. Da frage ich mich do, was sich die Entwickler dabei bloß gedacht haben…


Eine Welt zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Der Anfang von Draculas Geschichte, nachdem er erwacht ist, beginnt in einer modernen fast schon futuristischen Stadt, welche auf und um das Schloss des dunklen Fürsten gebaut wurde. Leider hat man hier oft das Gefühl von lieblosem Design und eher zweckmäßiger Umgebung. Viel interessanter wird es in jenen Sequenzen in denen Dracula in seine Vergangenheit gezogen wird. Immer wieder sieht er nämlich seinen Sohn Trevor und einen weißen Wolf. Diese bringen ihn in sein ursprüngliches Schloss. Hier zeigt sich dann auch endlich die große Stärke des Titels. Geniales Gothic-Design mit einer schaurig schönen Atmosphäre. So stelle ich mir ein echtes Castlevania vor!

Beim Gegnerdesign steckt Teil zwei im Vergleich zum Vorgänger leider ein wenig zurück. Viele Figuren wirken etwas lieblos designt und allgemein fehlt etwas die große Abwechslung. Fürchterliche und ekelhafte Kreaturen gibt’s jedoch trotzdem und einige fordernde Bosskämpfe sind garantiert! Wo wir auch schon beim Schwierigkeitsgrad wären. Der ist recht hoch angesetzt und schön fordernd. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Teil eins noch schwerer war. Genre-Profis dürfen also den normalen Modus gleich überspringen.


Grafik und Sound

Ich habe bereits gelesen, dass einige Spieler sehr unzufrieden mit der Optik des Spiel wären, was ich nur geringfügig nachvollziehen kann. Klar. Lords of Shadow 2 gewinnt sicher nicht den Preis für das Grafikhighlight des Jahres und oft sieht das Bild merkwürdig pixelig aus. Vor allem an den Rändern mancher Figuren. Doch insgesamt stimmt die Optik. Die Animationen sind flüssig, Charaktere gut modelliert und die Umgebung wirkt ganz besonders im Schloss sehr atmosphärisch. Sollte man also nicht gerade mit einem 60“ Fernseher spielen, fallen die meisten Negativpunkte in diesem Bereich wenig ins Gewicht.

Soundtechnisch gibt’s eigentlich nur Positives. Der Soundtrack geht von bombastisch bis melancholisch. Hält sich verglichen mit dem Erstling jedoch etwas zurück und bleibt meistens im Hintergrund. Die englischen Sprecher machen hingegen erneut eine fabelhafte Figur.



Fazit: Hmm. Ein Fazit zu Lords of Shadow 2 zu fassen, fällt mir nicht leicht. Als ich völlig unvoreingenommen vor vier Jahren Teil eins gespielt hatte, war ich schlicht und ergreifend absolut überwältigt und schockiert über das Ende. Das Spiel gehört für mich noch immer zu den Top-Referenzen im Genre und gilt als Pflichttitel für Action-Fans. Das kann ich vom zweiten Teil nun leider nicht ganz behaupten.

Zwar stimmt das immer noch hervorragende Kampfsystem und der Kern des Spiels macht wirklich Laune, doch die aufgesetzten Schleichpassagen und das lieblose Design einiger Gegner und der Gegenwartlevels reißen den Gesamteindruck etwas hinunter. Hinzu kommt eine etwas wirre Geschichte mit eine zumindest für mich enttäuschenden Ende.

Castlevania: Lords of Shadow 2 ist somit bei weitem kein schlechtes Spiel. Die Kämpfe funktionieren einwandfrei und Draculas Schloss zu erkunden macht richtig Spaß. Sogar typische Castlevania Gefühle, die Serien-Veteranen im Vorgänger vielleicht vermisst haben, kommen bei dem Titel auf. Insgesamt mangelt es aber einfach an zu vielen Stellen um gänzlich zu überzeugen. Ich denke, dass da bei der Entwicklung einiges schief gegangen ist und die Kommunikation im Team wohl nicht die beste war. Hätte man Mercury Steam vielleicht noch ein paar Monate Zeit gelassen, hätte auch Lords of Shadow 2 zur Referenz im Genre werden können. So bleibt Draculas erster eigener Serienableger wohl ewig im Schatten seines Grandiosen Vorgängers.

Was ist eure Meinung zum Spiel? Sagte es mir in den Kommentaren!
-euer Genesis
 

Dienstag, 1. April 2014

Professor Layton und die Maske der Wunder (3DS)

Ich freue mich über eure Kommentare :)




Laytons bisher persönlichster Fall 

Erneut werden der Professor und seine Freunde zu einem höchst brisanten Fall gerufen. Diesmal in die aufblühende Wüstenstadt Monte d'Or in  der der mysteriöse Maskierte Gentleman mit seinen spektakulären "Wundern" für Furore sorgt. Doch es geht noch weiter. All die seltsamen Vorfälle scheinen irgendwie auch mit dem Professor zusammen zu hängen und eine Reise in Hershels Vergangenheit beginnt.


Der erste Ableger der Layton-Reihe für den 3DS stellt zugleich den fünften Teil der Serie dar. Im vergleich zu den vorangegangenen vier Serienteile hat sich einiges geändert, während manches unverändert bleibt. Die wohl größte Änderung, die einem sofort ins Auge fällt, ist natürlich die neue Optik. Konnte am alten DS stets der liebevolle handgezeichnete Stil, der sich durchs Gesamte spiel zog überzeugen, braucht man hier erst einige Zeit bis man sich an die nun in 3D modellierten Charaktere gewöhnt hat. Ein Großteil des Art Designs beschränkt sich jedoch weiterhin auf die tollen 2D-Kulissen.


Auch neu ist die Art sich in der Stadt fort zu bewegen. Da das Spiel nun auch die Umgebung in 3D darstellt, steuert man via Touchscreen die Bewegungen am oberen Bildschirm. Das ist zuerst etwas ungewohnt, stellt sich bald jedoch als die bessere Methode heraus, da man neben dem schicken 3D-Tiefeneffekt auch mehr Platz hat um die Orte zu untersuchen.


Rätseltechnisch ist wieder alles vertreten. Von Schiebe-, Zahlen- und Textaufgaben bis hin zu komplett neuen Arten. Einige Aufgaben wiederholen sich für meinen Geschmack jedoch zu häufig, was sich aber nur geringfügig auf den Spielspaß auswirkt.


Zurück zu altem Glanz

Nun. Der voran gegangene Teil war zwar keine völlige Enttäuschung, doch die Story und Rätsel waren insgesamt nicht mehr auf dem gewohnten Niveau. Mit Professor Layton und die Maske der Wunder schafft es aber vor allem die Story wieder von Anfang an zu begeistern. Es stellt sich bald heraus, dass auch Laytons Jugendfreunde mit in die Sache verwickelt zu sein scheinen und immer wieder lüften spielbare Rückblenden offene Fragen um Hershels Jugend. Und auch die Stadt selbst, welche augenscheinlich eine Hommage an Las Vegas ist, steckt voller Geheimnisse.


Fazit: Professor Layton und die Maske der Wunder hebt die Serie wieder in die Top-Liga der mobilen Unterhaltung und stellt eindeutig klar, weshalb Smartphones keine Alternative zu tranditionellen Handhelds sein können. Der fünfte Serienteil glänzt mit einer mitreißenden und durchdachten Geschichte, vielen Rätseln und der typischen Layton Magie. Einer Kombination des Art Designs und des tollen Soundtracks. Optisch wäre meiner Meinung nach vorallem im 3D-Segment noch was drin gewesen, doch der sechste Teil soll diese Schwächen angeblich ausmerzen. Mich persönlich hat das Spiel fabelhaft unterhalten und ich konnte erneut mit dem Professor auf Rätselreise gehen. Layton beweist ein weiteres Mal, dass seine Abenteuer zu den hochkarätigsten Serien von Nintendo gehört und ich wünsche ihm einen Auftritt im kommenden Super Smash Bros! Nach mittlerweile 6 (7 falls man das aktuelle Spin-Off mitzählt) fantastischen Abenteuern sollte das wohl drin sein!

Welcher ist euer Lieblingsteil der Layton Reihe? Erzählt es mir doch in dem Kommentaren! Und jetzt noch viel Spaß beim rätseln!
-euer Genesis

Mittwoch, 26. Februar 2014

Left Behind - The Last of Us (PS3 - DLC)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



Left Behind ist im Playstation Store für knapp 15 € erhältlich



Naugty Dog's Endzeitdrama gehört zu den besten Spielen des letztens Jahres und zu den absoluten Toptiteln der Playstation 3. Jetzt legen die Entwickler mit dem DLC "Left Behind" nach. Doch lohnt der erneute Ausflug in die Pilzverseuchte Apokalypse?


Endlich Ellie!

Mit dem DLC konnten sich die Entwickler den Traum erfüllen und ihren Fokus gänzlich auf Ellie legen. Was ihnen im Hauptspiel wegen Marktforschung verwährt blieb, nutzen Sie nun in vollen Zügen aus. Die Story der Zusatzepisode spielt während den Ereignissen in denen Joel und Ellie gemeinsam unterwegs sind. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke in denen Ellie gemeinsam mit ihrer besten Freundin einige Tage vor Joels Ankunft unterwegs sind. Das Hauptaugenmerk liegt diesmal komplett auf der weiblichen Protagonistin. Joel wird zum Nebencharakter degradiert. Doch das macht garnichts.


In der Ruhe liegt die Kraft

Wie schon von the Last of Us gewohnt schicken die Entwickler den Spieler durch ein ungemütliches Szenario mit vielen Gefahren und wenig Munition. Doch neben den Actionsequenzen liegt die große Stärke der Zusatzepisode eindeutig auf den ruhigen Momenten. Jenen Augenblicken in denen man Ellie und Riley besser kennen lernt. Einige unbeschwerte Minuten im ewigen Kampf ums Überleben. Und diese ruhigen Momente haben die Entwickler wirklich hervorragend gefüllt.


Experimente und Spielewiese für's Team

Man merkt über die gesamte Spieldauer hinweg, dass Naughty Dog die verschiedensten Ideen umgesetzt hat und mehr Experimente wagt als im Hauptspiel. Eher unwichtig scheinende Dinge, die dem Gameplay und dem gesamten DLC jedoch wahnsinnig gut tun. Ich denke da nur an den kleinen Ausflug in die Spielehalle, dem Wasserpistolenduell oder viele andere Kleinigkeiten, die ich hier garnicht verraten möchten. Herrlich. Es ist schön zu sehen, dass die Entwickler Ihren Ideen freien Lauf lassen konnten.


2 Stunden - 5 Gigabyte - 15€

Der Preis von 15 € mag anfangs vielleicht etwas viel erscheinen und meiner Meinung nach wären 12 perfekt gewesen. Denn mit nur etwa 2 - 3 Stunden Spielzeit ist das ganze schon recht kurz. Die Dichte an Qualität die in dieser geringen Zeit abgefeuert wird sucht jedoch ihresgleichen und ist ein Vorbild für andere Entwickler. (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen)


Fazit: Ich kann Left Behind nur jedem Last of Us Spieler ans Herz legen. 15 € sind nicht wenig für einen relativ kurzen DLC. Doch das Geld ist gut investiert und die Qualität steht in keiner Relation zu diversen Map-Packs oder Bonus-Müll anderer Spiele. Wie schon bei Joels und Ellies Reise lebt das Spiel von den fantastischen Charakteren, den Emotionen und diesmal auch vom wahnsinnig vielfältigen Gameplay. Mir hat Left Behind richtig gut gefallen und das Ende der Episode fand ich sehr gelungen. Auch wenn das Ganze vielleicht etwas zu vage ausgeht. Großes Lob an Naughty Dog! ... erneut!


Habt auch ihr the Last of Us gespielt und Ellie mit Joel durch die Apokalypse begleitet? Oder habt ihr vielleicht auch schon Left Behind durch? Wie hat es euch gefallen? Würdet ihr euch noch einen DLC wünschen? Oder gar einen Nachfolger? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
-euer Genesis

Sonntag, 23. Februar 2014

Meine neue Konsole! - die Wii U

Ich freue mich über eure Kommentare :)



Tja. Wer hätte gedacht, dass ich mir neulich eher zufällig ne Wii U unter den Nagel reiße? Dieser Umstand ist einem besonders günstigen Angebot bei Penny zu verschulden. Bevor das Daddeln losgehen konnte, hieß es daheim angekommen jedoch erst einmal das Pad laden. Danach gab's ein paar Updates. Und dann. Ja dann endlich konnte ich die neue Kiste anwerfen!


Leider nur ein Game...

Nun. Bisher hab ich mir noch kein separates Spiel zur Wii U geholt. Lediglich das zur Premium Edition beigelegte Nintendo Land hab ich ein paar Stunden gezockt. Doch was macht Sie neu? Immerhin gibt's die Konsole ja auch schon ne Weile. Und trotzdem hatte ich bis jetzt eigentlich sogut wie keinen Kontakt zu Nintendos neuester Zaubermaschine.

Schon beim ersten Hochfahren der Benutzeroberfläche bemerkt man als Kenner der alten Wii die deutlich schärfere Auflösung. Ansonsten ähnelt das Menü einer Kombination aus Wii und 3DS. Multimedia Funktionen wie auf anderen Konsolen, darf man jedoch nicht erwarten. Etwas Social Media, Youtube hier, E-Shop da. Doch echte Gamer der alten Schule wissen sowieso, dass das für eine Konsole nicht ausschlaggebend ist.

Also erst mal Disc rein und Nintendoland starten.Das ganze ist wieder einmal ne Art Minispiel-Sammlung. Jeder bekannte Nintendo-Recke hat einen eigenen Titel... Gähn werden jetzt sicher viele denken. Doch es gibt auch einige Innovationen. Zur Auswahl stehen diverse mal mehr, mal weniger umfangreiche und kurzweilige Spielchen für bis zu Fünf Spieler. Richtig interessant sind die Titel bei denen jener Spieler mit dem Pad gegen die anderen antritt. Bei denen gibt's nämlich zwei Sichtweisen. Meiner persönliches Highlight ist dabei eindeutig Luigi's Ghost Mansion. Spieler Eins steuert mit dem Pad für andere unsichtbar, einen Geist durch einen dunklen Raum. Die anderen Spieler, ausgestattet mit Taschenlampen, versuchen jenen Geist zu finden. Der wiederrum, tut sein bestes um die ambitionierten Geisterjäger zu fangen. Ein herrliches Katz und Maus-Spiel, das durch den zweiten Screen wirklich innovativ und spaíg ist. Und auch die anderen Titel sind nicht schlechter. Lediglich dem Shuriken-Werfen konnte ich nicht viel abgewinnen. Ansonsten ist Nintendoland eindeutig ne super Beigabe und ganz besonders im Multiplayer ein Spaßgarant.


Mein Fazit bishher

Die Wii U macht Spaß! Soviel steht fest. Allein das Konzept des zweiten Bildschirms hat mir zumindest beim ersten Game gut gefallen und der Controller an sich liegt super in der Hand (besser als zuerst angenommen). Doch um nicht irgendwann als Staubfänger zu enden, braucht die Konsole Futter. Und nach über einem Jahr seit Release scheint sich an dieser Front auch endlich was zu tun. Allein Mario Kart 8 und noch mehr das neue Smash Bros., erwarte ich bereits sehnsüchtig. Doch auch Titel wie Donkey Kong oder Mario 3D Land zeigen, dass die Konsole Potential hat. Denn gute Marken hat Nintendo ja. Jetzt müssen diese nur noch ausgenutzt werden. Und das hoffe ich nicht nur für mich als Spieler und Fan, sondern auch für Nintendo und die Wii U selbst. Ein neues Metroid, Zelda oder vielleicht ein paar alte Marken zu neuem Leben erwecken? Die Veteranen unter den Gamern würden sicher gehörig zuschlagen!


Mittwoch, 29. Januar 2014

Bioshock Infinite (PS3)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



Bring uns das Mädchen und tilge deine Schuld!
 
Das Jahr 1912. Booker DeWitt hat bergeweise Schulden und für Ihn gibt es nur einen Weg aus dieser Falle zu kommen. Er wird beauftragt in die schwebende Stadt Columbia zu reisen und von dort ein Mädchen namens Elisabeth zu holen. Einziger Knackpunkt: Die gute ist in einem gewaltigen Monument eingesperrt und wird zudem von einem gwaltigen mechanischen Vogel namens Songbird bewacht. Also keine guten Vorraussetzungen für DeWitt.

Wie schon seie Vorgänger kombiniert auch Infinite Ballereinlagen mit dem Nutzen verschiedener Fähigkeiten. So kontrolliert Booker feindliche Maschinen, erzeugt Elektrizität, oder schickt seine Feinde fliegen. Insgesamt Acht dieser Fähigkeiten (im Original Vigor)  gibt es zu finden. Und auch im Schusswaffenbereich stehen dem Mann einige Varianten zur Auswahl. Besonders nennenswerte Vertreter gab's für mich jetzt nicht dabei. Pistolen, Maschinengewehre, Schrotflinten. Das übliche Arsenal. Verbessern kann man sowohl fähigkeiten, als auch Waffen an den vielen Verkaufsständen.

Das Gameplay an sich ist eher einfach gehalten und wird niemanden vor eine Herausforderung stellen, Die gegnerische KI verhält sich meistens nicht sonderlich klug und rennt gerne einfach direkt auf DeWitt zu. Nur die Masse an Gegner macht einem da an manchen Stellen das Leben etwas schwerer. Doch mal abgesehen vom durchschnittlichen Gameplay hebt sich der Titel vielmehr durch andere Faktoren ab. Nehmen wir die Welt. Columbia ist ein faszinierender Ort mit vielen Details, der einen ganz eigenen Charme versprüht. Meiner Meinung nach hätten die Entwickler jedoch noch mehr Zeit in den Ausbau der fiktiven Stadt stecken können, denn eine solche zu Erkunden gehört immer zu meinen persönlichen Highlights. Die Bahnen, die überall in der Stadt verteilt sind und auf welche man mit Hilfe des Frachthakens springen kann, sind zwar eine nette Idee und machen auch Spaß, jeodch ist ihr Einsatz nicht immer hilfrech, oder von Vorteil.

Je länger Booker in Columbia unterwegs ist, desto mehr begreift er, was in der Stadt vor sich geht. Die reichen, weißen Bürger diskriminieren die schwarze Bevölkerung und in den dunklen Gassen und Seitenstraßen brodelt sich ein Aufstand zusammen. Schuld an allem ist der gelobte Prophet. Zachary Hale Comstock. Ein zwielichtiger Mann mit fraglichen Zielen. Ihm gegenüber steht die Widerstandskämpferin Daisy Fitzroy. Doch der Konflikt geht viel weiter als Booker es sich je hätte ausmalen können.


WTF? What the?!

Nachdem er Elisabeth endlich ihrem Gefängnis befreien konnte, beginnt das eigentliche Spiel. Denn die junge Frau ist in der Lage Risse in andere Dimensionen zu erzeugen. Was sowohl Auswirkungen auf die Story, als auch das Gameplay hat. Und hier beginnt eine Mindfuck-Story der Extraklasse. Immer wieder geschehen mysteriöse Dinge um die Beiden und seltsame Zeichen erscheinen vor DeWitt. Die Zeiten und Dimensionen überlagern sich und spätestens nach fünf bis sechs Stunden ist man als Spieler leicht verwirrt. Spätestens jedoch nach der letzten Spielstunde und dem Abspann sitzt man mit offener Kinnlade vorm Fernseher und fragt sich: WTF?!

Die abgedrehte und wendungsreiche Story ist zugleich das absolute Highlight des Titels. Seltsen erlebt man eine so gut durchdachte und zum Nachdenken anregende Story wie in Bioshock Infinite. Einfach nur grandios. Da fallen die kleineren technischen Mängel garnicht erst ins Gewicht.


Fazit: Der aktuellste Ableger der Bioshock-Reihe lebt von seiner Erzählung. Die Story treibt und motiviert die gesamte Handlung. Das durchschnittliche Gameplay und einige technische Schwächen fallen so garnicht weiter auf. Ständig will man wissen was als nächstes passiert und was hinter dem nächsten Riss liegt. Am Ende wartet ein Finale, das seines Gleichen sucht. Fans richtig guter Videospiele rate ich dringendst Infinite selbst zu zocken! Es lohnt sich auf jeden Fall!

-euer Genesis

Sonntag, 12. Januar 2014

Mein Videospieljahr 2013 - DIE Top Titel des vergangenen Jahres




Das Jahr 2013 liegt hinter uns und vor allem für uns Gamer war das ein grandioses Jahr. Neben zwei neuen Konsolen bestachen aber vor allem einige ganz besondere Titel für die alten Geräte. Was nun folgt ist eine persönliche Top 20 meiner Spiele im Jahr 2013. Das bezieht sich jedoch nicht auf den Erscheinungszeitraum des Spiels. Hier ranke ich die Games, die mich 2013 bewegt haben. Dabei spiele Alter und System keine Rolle.


Wow. 2013 hab ich wirklich viele Spiele zwischen die Finger bekommen. Selten habe ich so viele verschiedene Titel erlebt. Angefangen von Shooter über RPG bis Jump and Run bewegten mich diese zwanzig Spiele durch Einfallsreichtum, Charme oder große Emotionen.


Ach ja. Und wenn Ihr auf die Titel der jeweilig Platzierten klickt, kommt ihr zu meinen ausführlichen Beiträgen. Sofern es dazu was gibt. Viel Spaß.



Schön. Der erste Teil der Uncharted Reihe hat wirklich seine Macken. Angefangen bei einer teilweise merkwürdigen Steuerung (warum muss ich Granaten erst auswählen um sie zu werfen?) bis hin zu extrem seltsam agierenden Feinden hielt Naughty Dogs erste PS3 Abstecher aus 2007 einige Frustmomente bereit. Spaß gemacht hat’s dennoch. Das liegt nicht zuletzt an den tollen Charakteren, die aber erst in den Nachfolgern voll aufblühen. Also nur, oder immerhin Platz 20 für diesen Veteranen unter den Titeln.



Als großer Anime-Fan und auch Fan der Ultimate Ninja Storm Reihe konnte ich mir das eigenständige Projekt von Entwicklerteam Cyber Connect 2 natürlich nicht durch die Lappen gehen lassen. Genau wie in den Naruto Spielen des Studios brilliert der Titel vor allem durch seine epischen und ausladenden Bosskämpfe. Feinde so groß wie Planeten und ein extrem übermächtiger Hauptheld, der sogar Götterschlächter Kratos alt aussehen lässt. Zudem hat das Spiel einen tollen Grafikstil und einen Soundtrack. Da fallen die offensichtlichen technischen Mängel nicht so sehr ins Gewicht. Leuten die Mit Anime wenig anfangen können ist jedoch eher vom Spiel ab zu raten, da das Gameplay ziemlich simpel gehalten ist und oftmals eher als interaktiver Anime funktioniert. Für mich war das Spiel auf seine Weise jedoch großartig!


Platz 18:Welcome to Deponia (PC)

Der erste Teil der Point and Click Trilogie vom deutschen Entwickler Daedelic hat mich positiv überrascht. Der letzte Titel aus dem Genre war wohl Zack & Wicki auf der Wii und auch sonst tangierte mich die Point and Click Welt eher wenig. Aufmerksam wurde ich eigentlich durch den guten Gronkh. Zudem erwischte ich den Titel für gerade einmal 3 €! Da musste ich einfach zuschlagen. Zum Glück!

Für alle die die Serie jetzt überhaupt nicht kennen. Man spielt den notorisch selbstverliebten Rufus, der auf dem Müllplaneten Deponia lebt. Sein Lebenstraum ist es in die fremde Welt Elysium zu gelangen. Um dieses Ziel zu erreichen rätselt und sucht man sich in bester Monkey Island Manier durch detailverliebte Schauplätze. Die Stärken des Spiels sind ganz klar das unverbraucht Setting und die genialen Charaktere. Auch musikalisch ist das Spiel vorne dabei. Der Schwierigkeitsgrad dürfte sich eher an Point and Click Verweigerer und Neulinge richten. Ich für meinen Teil hatte keine großen Schwierigkeiten. Das wird Monkey Island Veteranen wohl zu einfach sein. Trotzdem lohnt sich der Titel allein wegen der Liebe die sichtlich hinein gesteckt wurde!


Platz 17: The Unfinished Swan (Playstation Network)

Ich persönlich liebe ja künstlerische und abstrakte Spiele. Und auch The Unfinished Swan trifft da genau ins Schwarze. Wort Wörtlich. Man spielt den kleinen Monroe der in einer weißen Welt aufwacht. Nichts ist zu erkennen. Lediglich sein magischer Pinsel deutet ihm den Weg. Per Knopfdruck schleudert man Tinte in die Umgebung, wodurch diese schlussendlich sichtbar wird. Und das ist nur eine tolle Idee der Entwickler. Im gesamten Spiel kommen keine Feinde vor und man kann das einzigartige Setting vollends genießen. Die märchenartige Geschichte tut ihren Teil und heraus kommt ein Pflichttitel des Playstation-Networks den man besser nicht verpassen sollte!


Platz 16: Rayman Origins (Playstation 3)

Damals Mario – Heute Rayman. Obwohl ich nie ein großer Fan von Rayman war und ich die Spiele auf der Ps One nicht besonders mochte, ließ ich mich vom wunderschönen Grafikstil und den grandiosen Sound mitreißen. Das Spiel ist schnell, knifflig und einfach originell und macht zudem richtig Laune. Bis zu vier Spieler können zusammen durch die kunterbunten Welten hüpfen, welche vor Details nur so strotzt. Für mich: DAS Jump & Run der letzten Jahre.




Dante. Der Albtraum aller Dämonen und übercooler Obermacho mit einem Spruch für jede Lebenslage wird zum soften Emo? Nix da! Nachdem sich die ersten Befürchtungen gelegt hatten, begann Dantes neuestes Abenteuer vollends auf zu blühen! Das Kampfsystem stimmte und machte richtig Spaß. Lediglich die mäßigen deutschen Sprecher und die kurze Spieldauer schmälerten den Spielspaß. Doch insgesamt ist auch das neueste DmC ein absoluter Tipp für Fans des Genres. Mir hat das Spiel richtig gut gefallen. Für den nächsten Teil wünsche ich mir aber einige Verbesserungen.




Der zweite Teil der Reihe bügelte die Fehler des Erstlings gnadenlos aus und fügte eine tolle Optik und eine kinoreife Inszenierung hinzu. Selbst heute sieht das Spiel noch richtig schick aus und auch die Story, welche zwar Hollywoodtypisch doch gut gemacht, überzeugte mich diesmal vollends. Viele tolle Momente werden einem nach dem Zocken des Titels in Erinnerung bleiben. Ich denke immer wieder gerne an die Zugfahrt durch den Dschungel oder im Kontrast dazu das idyllische Dorf am Himalaya. Mit Uncharted 2 bewies Nathan Drake schlussendlich, dass er den alten Indiana Jones vom Thron der Abenteurer abgelöst hat!



Der erste 3DS Titel in meine Ranking soll die Geschehnisse zwischen dem ersten Lords of Shadow und den kommenden zweiten Teil erzählen. Darin steuert man jedoch nicht den guten Gabriel Belmot (Kenner wissen, dass dieser ja inzwischen zu Dracula geworden ist), sondern dessen Sohn und Enkel. Gameplaytechnisch orientiert sich der Teil an den traditionellen Castlevania-Ablegern. Seitenansicht, gefährliche Feinde und schwere Gegner. Dabei geht das Spiel einen Mittelweg zwischen Tradition und Moderne. Denn neben den klassischen Elementen gibt es auch cineastisch inszenierte Bosskämpfe mit Quicktime-Events und Zwischensequenzen. Wieder einmal bestechen der atmosphärische Sound und die hervorragende englische Sprachausgabe. Leider ist das Spiel etwas kurz und fühlt sich insgesamt nur wie eine Art Lückenfüller an. Doch er macht richtig Laune auf Teil zwei, der 2014 endlich kommen kann!


Platz 12: Monster Hunter Tri Ultimate (3DS)

Eigentlich würde ich diesen Titel gar nicht so weit vorne platzieren. Im vergleich zu den Vorgängern bietet er wenig Neues und auch ansonsten ist das Spiel eher was für Kenner. Doch der spaß welcher sich in einer gut abgestimmten Vierergruppe einstellt, wenn man zusammen ein gigantisches Untier erjagt, ist einfach phänomenal. Monster Hunter ist einfach ein Vollblut-Multiplayer Titel, welchen man unbedingt mit Freunden genießen sollte. Denn dann, und nur dann entfaltet sich das volle Potential des Spiels. Jeder hat seine Aufgabe im Kampf und die Gruppenmitglieder unterstützen sich gegenseitig. Dabei wird das Spielgeschehen niemals hektisch (es sei denn es erscheinen mehrere Feinde). Eine unbedingte Empfehlung für Leute mit drei jagdfreudigen Kumpanen!


11. Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 (Playstation 3)

Auch im mittlerweile vierten Ableger der Storm Reihe (Generations zählt auch) zeichnet sich das Spiel durch eine fantastische Anime-Optik, einem simplen aber fantastisch funktionierenden Kampfsystem und bombastischen Bosskämpfen aus. Erneut haben die Entwickler die Kämpfe verbessert und etliche neue Charaktere hinzugefügt. Für mich das beste Anime-Videospiel das es bisher gibt. Ich frage mich nur, warum One Piece kein wenigstens ansatzweise so gutes Videospiel erhält…

Ultimate Ninja Storm 3 ist ein Pflichttitel für alle Naruto-Fans. Anime-Verweigerer dürfte der Titel jedoch recht wenig interessieren.


Die ersten zehn sind geschafft. Nun folgen echte Hochkaräter die KEIN ambitionierter Videospieler verpassen sollte!



Mit den aktuellen Editionen X und Y läutete Nintendo die mittlerweile sechste Generation der Taschenmonster ein und spendierte ihnen nebenbei ein komplettes Facelifting. Und das hat dem Spiel wirklich gut getan! Im Herz ist und bleibt Pokémon ein Rundenbasiertes RPG mit Sammel- und Suchtfaktor. Nun in einer sicken 3D-Optik mit vielen Neuerungen. Ich wollte mich zuerst nicht mitreißen lassen. Doch nach einigen Stunden hatte mich das Pokémonfieber meiner Kindheit erneut vollends erwischt. Wer Pokémon mang hat das Spiel sowieso längst daheim. Alle anderen sollten mal einen Blick riskieren!



Willkommen im verf**kten Dschungel. Würde Vaas wohl sagen. Der dritte Teil der Farcry Serie erschien bereits 2012 und schnell erlangte vor allem Antagonist Vaas Montenegro große Popularität. Nicht ohne Grund! Der Typ ist krank und einfach genial gespielt. Auch auf Deutsch kommt Vaas Verrücktheit vollends zur Geltung. Neben all diesem Lob für den Bösewicht sollte jedoch das Spiel selbst nicht in den Hintergrund rücken. Farcry 3 ist ein fantastischer Ego-Shooter in einer tollen Spielwelt. Die Story hält viele Überraschungen bereit und man erlebt einen abgefahrenen Trip den man nicht so schnell vergessen wird. Unbedingt selbst spielen!



Erneut Uncharted und wieder macht sich Schatzjäger Nathan Drake auf ein spannendes und kinoreif-inszeniertes Abenteuer. Naughty Dog kitzelt mit dem Titel von 2011 alles aus der PS3 heraus und liefert ein optisch beeindruckendes Gesamtwerk. Und auch die Story ist diesmal tiefer als bisher. Man lernt neue Seiten und Hintergründe der bereits bekannten Figuren kennen und erkundet die verschiedensten Schauplätze. Mein persönliches Highlight ist ganz eindeutig der Flugzeugabsturz gefolgt vom einsamen Wandern in der Wüste. Großartiger Moment!


Platz 7: Hitman: Absolution

Mit Uncharted kann Hitman sowohl technisch, als auch inszenatorisch kaum mithalten. Dennoch rangiert der Schleich-Shooter einen Platz vor Naughty Dogs Actiontitel. Wieso? Absolution war mein erster Teil mit Agent 47. Zuvor hatte ich eigentlich keinen Kontakt mit der Serie. Um was geht’s? Agent 47 ist der Hitman. Ein genmodifizierter perfekter Killer, der sich im neuesten Ableger der Serie jedoch gegen seine Auftraggeber richtet. Im Kern spielt sich Hitman wie ein typischer 3rd Person Shooter. Doch Hitman wäre nicht Hitman ohne Schleichen. Und das ist einer der Titel die endlich kreatives und stilles Vorgehen belohnen. Assassin’s Creed mag zwar diverse Parallelen haben, doch Agent 47 wird vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden zum stillen Morden gezwungen. Wildes drauf los feuern bringt einen nur selten ans Ziel. Zumal man durch das Punktesystem jedes Abschnittes einen dicken Batzen Minuspunkte für solche Aktionen bekommen.

Eben jenes System ist auch ein großer Kritikpunkt von mir. Einerseits motiviert es unheimlich Passagen öfter zu spielen und die verschiedensten Lösungsansätze zu entdecken, andererseits nervt es nach dem zehnten Versuch bei dem man einen Abzug wegen irgendeiner Lappalie bekommt. Zudem raubt die eigeblendete Punktezahl etwas die Atmosphäre. Denn die ist ansonsten prima. Und auch die Story ist interessant. Insgesamt ein sehr gut durchdachtes Spiel mit kleineren Mängeln. Durch die verschiedenen Möglichkeiten jedes Schauplatzes gewinnt der Titel unheimlich an Faszination. Eindeutig das beste Schleichspektakel seit Dishonored!



Hach was habe ich mich auf dieses Spiel gefreut. Ich zähle Heavy Rain immer noch zu den besten Videospielen die je erschienen sind. Kein Wunder also, dass ich David Cage’s neuestes Projekt von Anfang an mit verfolgte. Und dann war es endlich soweit. Ich hielt die Disc in den Händen und zockte drauf los. Und wie war’s schlussendlich? Fantastisch! Eine atemberaubende Inszenierung mit wirklich beeindruckender Grafik und Animationen. Die Story war etwas wirr, aber mitreißend und der Soundtrack wieder einmal grandios! Dennoch erreicht das Spiel nicht die Klasse seines brillanten Vorgängers. Das liegt vor allem an der eingeschränkten Entscheidungsfreiheit. Das war Heavy Rain aus machte war die Angst der schrecklichen Konsequenzen die eine falsche Entscheidung mit sich brachte. Charaktere lebten oder starben aufgrund der Aktionen des Spielers. Das erzeugte eine unheimliche Bindung zu den Spielfiguren. Und auch der Soundtrack war sogar noch einen Ticken besser. Fast schon ikonisch.

Nicht desto trotz ist Beyond: Two Souls selbst ein wirklich tolles Videospiel mit grandiosen Momenten. Die Entwickler haben großartige Arbeit geleistet und als PS3 Besitzer kommt man nicht um den Titel herum.



Das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten hat alles was ein perfektes Game braucht. Eigentlich mangelt es an nichts und Rockstar zeigt der Welt wie man ein interaktives Erlebnis erschafft. Also warum landet der Titel nur auf Platz 5? Nun. Die Fünft passt och dachte ich. Und obwohl ich wirklich riesigen Spaß mit dem Titel hatte, sortiere ich meine „Lieblinge“ anders. Denn das was mich noch mehr an ein Spiel fesselt als Freiheit und Spaß ist Zauber. Etwas fast schon Magisches, das einem grandiosen Titel innewohnt. Etwas das mich mit den Charakteren fühlen und in eine fremde Welt eintauchen lässt. Das sind natürlich Dinge die Rockstar mit GTA nie fokussierte. Das Spiel soll Spaß machen. Und das tut es verdammt noch Mal auch! Würde ich die Spiele nur nach Spielspaß bewerten wäre Grand Theft Auto natürlich ganz oben. So eben nur den wohl verdienten Platz 5!


Platz 4: Journey (Playstation Network)

Ein Titel so schön dass man Tränen vergießen könnte. Nach Flow und Flower brachte thatgamecompany erneut ein eigentlich sehr reduziertes und zugleich unglaubliches Spiel auf den Markt. Als einsame Gestalt ohne Erinnerungen startet man die Reise inmitten einer gigantischen Wüste. Einzig ein weit entfernter Berg weist den Weg. Auf diesem Weg erlebt man eine der fantastischsten audiovisuellen Reisen der Videospielgeschichte. Die Harmonie zwischen Gameplay, Optik und Soundtrack ist unerreicht und Gänsehaut plus Tränen waren bei mir das Ergebnis solch perfekter Schönheit. Es ist wirklich nicht untertrieben, wenn ich sagen, dass Journey magischste, einstündige Reise der vergangenen Konsolengeneration war. Länger ist der Titel auch nicht. Und genau das ist eben auch das Beeindruckende daran. Die Entwickler schaffen es in einer Stunde etwas zu erschaffen, was andere Entwickler in 20 nicht können. Ein absoluter Must-Have Titel für PS3-Besitzer!


Nun folgen die Top 3! Die meiner Meinung nach besten Videospiele meines Spielejahrs 2013. Eins haben alle drei Titel gemeinsam: große Emotionen.



Naughty Dog’s Meisterstück. Obwohl sie schon mit Uncharted eindrucksvoll bewiesen haben, welches Format ihr Studio hat, schlugen sie mit dem Endzeitepos eindeutig dem Fass den Boden aus. Ein subtiler, erschreckender und gleichzeitig wunderschöner Trip durch die Apokalypse der Menschheit. Gefüllt mit Überleben, Verlust und Hoffnung. Im Kern ist das Action Adventure eine Art Schleich-Shooter. Ähnlich wie Hitman. Doch in the Last of Us geht es um weitaus mehr als unerkanntes Ausschalten der Feinde. Es geht um die Geschichte und die Personen darin. Hinzu kommt noch eine fantastische Kulisse mit grandios in Szene gesetzten Charakteren. Selten erlebt man so glaubwürdige Figuren wie in the Last of Us. Joel der alternde Schmuggler. Ellie das Mädchen das Hoffnung bringt. Untermalt wird das Geschehen durch einen grandiosen Soundtrack. Atmosphärisch und subtil wie das Spiel selbst. Doch auch mitreißend und emotional. Sodass man in einigen Momenten die Tränen nur schwer halten kann.

Mich hat das Spiel sehr berührt, da es gleichzeitig erschreckend ist als auch voller Momente der Hoffnung und Schönheit. Das Gameplay selbst ist eigentlich simpel, gleichzeitig jedoch sehr konsequent. Und das Ende des Spiels. Hach. Schon das Intro hat mich einfach nur umgehauen und dann erst das Ende. Einfach perfekt. Und ich für meinen Teil brauche keinen Nachfolger. Obwohl ich mich natürlich über einen weiteren Trip durch die Endzeit freuen würde. The Last of Us ist jedoch, so wie es ist ein pures Meisterwerk, das jeder PS3-Besitzer genießen sollte. Ein Spiel um das man einfach nicht herum kommt. Volljährigkeit vorausgesetzt.

The Last of US – Ein Spiel das in KEINER Sammlung fehlen darf!



Shepards letzte Mission. Der letzte Einsatz. Über drei Teile hinweg kämpfe der Commander gegen die Übermacht der Reaper und es liegt am Spieler, ob der Kampf erfolgreich ausgeht. Die gesamte Serie lebt von den fantastischen Dialogen mit unterschiedlichen Optionen. Dabei lernt man seine Crew und andere Charaktere kennen und beginnt sogar sich um sie zu sorgen. Denn falsche Entscheidungen können tragisch sein. Mass Effect 3 hat viele unglaubliche Momente. Und zugleich das wohl kontroverseste Ende der Konsolengeneration. Selten war der Abschluss einer Videospielreihe so umstritten. Für mich persönlich war das Finale selbst passend. Kein Meilenstein, doch emotional und packend. Das Spiel als gesamtes und als Abschluss der Trilogie gesehen ist jedoch ein pures Meisterwerk. Mass Effect ist definitiv eine der Spielereihen der letzten Konsolengeneration und wenn man sich nur irgendwie für Science-Fiction und tiefgründige Stories interessiert, muss man die Serie gespielt haben. Denn selbst große Namen wie Star Wars oder Stargate können in puncto Story, Tiefgründigkeit und Emotionen nur schwer oder gar nicht mit Mass Effect konkurrieren.

Ich salutiere hiermit vor dem Commander und seiner Crew. Jenen die überlebt haben, und jenen die im Kampf um die Menschheit ihr Leben ließen. Und natürlich auch vor BioWare. Ein grandioses galaktisches Erlebnis! Unbedingt zocken!



Und nun ist es soweit. GTA V ist schon weg. Und auch Beyond und The Last of Us haben ihre Platzierungen von mir bekommen. Doch was könnte dann wohl auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen?




Level-5 erschuf in Zusammenarbeit mit dem legendären Studio Ghibli ein zauberhaftes Meisterwerk, das im JRPG-Genre seinesgleichen sucht. Mit einem Schlag überholte der Titel wohl sämtliche Final Fantasy-Ableger der letzten Jahre und erkämpfte sich den Thron der japanischen Rollenspiele. Der Titel bot mir genau das, was ich seit Final Fantasy IX erneut erleben wollte. Eine große Reise in eine fremde Welt mit zauberhaften Charakteren und einer märchenhaften Story. Olivers Reise um seine Mutter zu retten steckt voller Magie und großen Gefühlen. Der Charme dieses Titels quillt quasi aus dem Bildschirm hervor. Einfach alles ist perfekt. Wunderschöne Anime-Grafik mit dem unverkennbaren Charakterdesign von Studio Ghibli, eine tiefgründige Geschichte mit etlichen Wendungen und ein fantastischer Soundtrack sind nur die Spitze des Eisbergs. Ni No Kuni hat einfach alles was man sich von einem JRPG wünscht und bietet das, was Final Fantasy in den letzten Jahren verloren hat. Mit dem Spiel kann man über 100 Stunden lang in eine faszinierende Welt eintauchen und ein zauberhaftes Abenteuer erleben. Kritikpunkte gibt’s keine. Ein Spiel so wie es sein muss.

Auch Leute die sich noch nie mit JRPGs beschäftigt haben und vielleicht vom niedlichen Look abgeschreckt werden, sollten ihre harte Schale ablegen und dem bezaubernden Titel eine Chance geben. Denn Ni No Kuni: der Fluch der weißen Königin ist nicht nur das meiner Meinung nach beste JRPG der vergangenen Konsolengeneration, sondern auch das womöglich schönste JRPG aller Zeiten und mein Game of the Year 2013!

Ich hoffe jedenfalls sehr auf eine erneute Zusammenarbeit der beteiligten und blicke hiermit zurück auf ein mehr als gutes Videospieljahr 2013!

Jetzt seid ihr an der Reihe! Welche Spiele aus meiner Liste haben euch besonders gut gefallen? Welche weniger? Und was sind eure persönlichen Spiele des Jahres 2013? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

-euer Genesis

Freitag, 10. Januar 2014

Der Medicus (Kino)

Ich freue mich über eure Kommentare :)





Der junge Robert Cole (Tom Payne) lebt im Europa des Mittelalters. Krankheit und Armut beherrschen die Lande. Ärzte gibt es keine. Lediglich einige fahrende Bader mit eher bescheidenem Wissen üben ihr Handwerk aus. Als Rob's Mutter an einer Blinddarmentzündung stirbt, entschließt sich der Junge selbst das Handwerk eines Mediziners zu erlernen. Er schleicht sich in den Wagen des Baders, welcher ihn schlussendlich eher widerwillig aufnimmt und ihm alles bei bringt was er weiß. Bald erkennt er jedoch, dass das was er weiß nicht ausreicht um den Menschen zu helfen. Er hört von dem großen Medicus Ibn Sina (Ben Kingsley) und beschließt nach Persien zu gehen um selbst ein wahrer Heiler zu werden. Doch seine Reise hält viele Prüfungen, Leid, aber auch Liebe für ihn bereit.


Tom Payne's erster Kinoauftritt ist ihm wirklich gut gelungen. Er überzeugt als gutherziger und wissbegieriger junger Heiler. Auch ansonsten ist der Cast hervorragend gewählt. Ganz besonders natürlich Sir Ben Kingsley als Ibn Sina brilliert in seiner Rolle. Der Film zeigt viel vom Leben der damaligen Zeit. Vorallem die Kultur und die Konflikte des Orients werden interessant behandelt. Im Vordergrund steht natürlich immer die Medizin der damaligen Zeit.


Der Medicus trifft bestimmt nicht jeden Geschmack. Mir hingegen hat er richtig gut gefallen. Ein grandioses Historiendrama mit bildgewaltigen Szenen und hervorragenden Schauspielern. Die Kritik der Romankenner kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Film an sich ist nämlich wirklich fantastisch.

-euer Genesis


Donnerstag, 9. Januar 2014

Grand Theft Auto V (PS3)

Ich freue mich über eure Kommentare :)





Tja... Was soll ich zu GTA V noch sagen, was noch nicht gesagt wurde. Das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten, gehört zu den bestbewertetsten und meist reviewten Produkten aller Zeiten würde ich sagen. Ein Rekord nach dem anderen sollte fallen und bald hob Rockstars Open World Game in den ewigen Videospiel-Olymp. Genau aus diesem Grund spare ich mir an dieser Stelle einen langen und ausführlichen Artikel und teile lieber meine eigenen Gedanken mit euch. Also jene Dinge die mir sehr gut und jene die mir weniger gut gefallen haben.


Ein gewaltiger Hype

Seit dem ersten Trailer und sogar schon zuvor lag ein gewaltiges Aufsehen auf dem Titel. Schon der Vorgänger gehörte zu den erfolgreichsten Spielen aller Zeiten. Doch davon wollte ich mich nicht mitreissen lassen. Bis zum Schluss, nach etlichen Trailern und sogar den Bewertungen jenseits der 95 war meine Meinung: erst Mal zocken und abwarten. Vielleicht ist es ja garnicht so gut. Doch eins vorweg. Der Hype war gerechtfertigt. Rockstar hat mit GTA V wahrlich eine grandiose Videospielerfahrung erschaffen, die ihresgleichen sucht.


Hiermit wären wir auch beim ersten Punkt. GTA V ist ein Vollblut-Videospiel. Während andere Titel durch eine tiefgründige Message, eine komplexe Story oder eine kinoreife Inszenierung punkten, bleibt GTA immer bei seinen Wurzeln. Es will unterhalten, den Spieler zum lachen bringen und die bestmögliche Erfahrung bieten, die geht. Und das ist Rockstar fantastisch gelungen.


Zur Story. Diese ist im Vergleich zu den Vorgängern etwas anders. Denn diesmal spielt man gleich drei Charaktere mit eigenen Geschichten, Bekanntschaften und Fähigkeiten. Das macht nicht nur die Geschichte, sondern das gesamte Spiel wesentlich interesssanter. Zu Beginn spielt man Franklin. Einen jungen Kerl von der Straße. Aufgewachsen im Bandengebiet mit einer Stärke beim Autofahren. Dann wäre dann noch der zur Ruhe gesetzte Michael. Im Mitte seines Lebens unter Therapie, einer Ehe kurz vor dem Zusammenbruch und einem zurückgelassenen Gangsterleben. Der letzte im Bunde ist Michaels alter Kompane Trevor. Er lebt weit weg von Los Santos und dealt abgesehen von Drogen noch mit Waffen oder sogar Menschenleben. Ach ja. Und habe ich erwähnt, dass er gelinde ausgedrückt ein totaler Psycho ist?

Irgendwann finden die Drei zusammen und früher oder später müssen sie Geld verdienen. Neben den typischen GTA Missionen (Auto klauen, Leute umbringen, etc...) gibt es noch die viel spannenderen "Überfälle". Von der Planung über die Beschaffung der Ausrüstung, bis hin zur Durchführung, darf man zwischen unterschiedliche Vorgehensweisen wählen. Leider gibt's davon nur sehr wenige im Spiel. Auch wenn diese Missionen sehr umfangreich sind, hätte ich mir noch ein paar optionale Zusatzüberfälle gewünscht.


Gameplay überarbeitet, Optik verbessert

Im Vergleich zum direkten Vorgänger GTA IV hat Rockstar einiges verbessert. Alles läuft flüssiger, die Fahrzeuge steuern sich besser und die Steuerung wirkt nicht mehr überladen. Zudem wirkt die gesamte Welt mit all ihren Elementen viel lebendiger. Allgemein ist Los Santos und GTA V viel interessanter als der Betondschungel Liberty City. Auch den Nebenaufgaben sind spannender und man erhält bessere Belohnungen für die es sich auch lohnt eine Aufgabe zu erledigen.

Apropos Aufgaben! Wer Red Dead gespielt hat, kennt die Zufallsevents ja schon. Diese haben es zusammen mit einer variantenreichen Tierwelt auch nach Los Satos geschafft. Und genau wie in GTA San Andreas hat man wieder viel mehr Möglichkeiten seinen Charakter zu individualisieren. Frisur, Kleidung, Fähigkeiten. Wer noch mehr eigene Persönlichkeit will, erschafft seinen Charakter in GTA Online.

Was noch toll gemacht wurde sind die Missonsanfänge. Statt einen kurzen Ladebildschirm, verzichtet GTA V komplett auf solche Dinge und lässt eine Szene geschmeidig in die nächste gleiten. Will man als Franklin eine Mission zusammen mit Michael machen, besucht man ihn zu Hause und geht hinein. Vielleicht trifft man ihn vor dem Fernseher oder bei einem Streit mit seienr Frau? Und ja. Auch abseits der Geschichte kann man jederzeit die Figuren wechseln und sich sogar innerhalb der Spielwelt begegnen. Zu den unzähligen Nebenbeschäftigungen (Fallschirmspringen, Triathlon, Autos tunen, Yoga, Golf spielen, etc.) will ich garnicht erst kommen. Diese sind allesamt hervorragend gemacht und bieten weiteren Spielspaß.


Ein Vollblut-Videospiel

Was soll ich noch zu GTA V sagen? Negativpunkte gibt's eigentlich keine. Alles was Rockstar machen wollte, ist ihnen auch geglückt. Der fünfte Teil schlägt seinen Vorgänger und eigentlich alle GTAs in sämtlichen Punkten. Die Spielwelt ist größer, lebendiger, interessanter und schöner. Es spielt sich besser und bietet mehr als jemals zuvor. Zudem ist sie voll von Kleinigkeiten in die man sich stundenlang verlieren kann. Angefangen bei ausladenden Shoppingtrips durch die wunderschöne Küstenstadt Los Santos, über die absurdesten Webseiten und Fernsehserien, bis hin zu Aktienhandel. Den Clou mit den drei Charakteren würde ich persönlich sogar als Geniestreich bezeichnen. Denn oft stand ich bei vorhergehenden Teilen vor der Frage: mache ich meinen Charakter nun seriös und anständig? Oder lebe ich allen Unsinn aus, der mir so einfällt? Diese Frage stellt sich hier ja nicht länger. Ähm. Trevor... Dürfte ich bitten?



Fazit: GTA V ist nicht umsonst dermaßen erfolgreich. Es hat alles was ein fantastisches Videospiel braucht. Rockstar hat wieder einmal bewiesen, dass sie zu den besten Entwicklern der Welt gehören und der neueste Teil des Gangsterepos wird uns auch 2014 wohl noch lange begleiten. Wer Open-World Spiele mit viel Freiheiten mag und einen riesigen Spielplatz zum Austoben sucht, kommt an Grand Theft Auto einfach nicht vorbei!

-euer Genesis

Dienstag, 7. Januar 2014

The Vampire Diaries - eine Serie mit Biss

Ich freue mich über eure Kommentar... Sorry für das Wortspiel. Konnte ich mir nicht verkneifen.







Vampire sind derzeit fast schon wieder out. Doch vor einigen Jahren erschütterte eine gewisse Filmreihe basierend auf einer Romanreihe einerseits für Begeisterung, andererseits für Entsetzen. Weichgespülte, menschlich gemachte Vampire, die so gar nicht zum Fürchten sind. Die Blutsauger aus Blade, Castlevania und dem originalen Dracula hatten freilich wenig mit den glitzernden bildschönen Wesen der Twilight Reihe gemeinsam. Trotzdem waren es auch Vampire. Auch bei Vampire Diaries erwartete ich selbiges, als ich es im TV ignorierte. Erst bei der vierten oder fünften Folge blieb ich zufällig hängen. Grund war einig und allein die Stimme des Hauptcharakters Stefan Salvatore – Tommy Morgenstern, welcher Jahre zuvor meine Kindheit maßgeblich als Son-Goku geprägt hatte.

Also schaute ich mir eine Folge an und schnell wurde mir klar, dass es neben übersoften und glitzernden Vampiren und den blutrünstigen Bestien des Originals noch eine wahnsinnig interessanten Mittelweg gibt. Seit mittlerweile vier Staffeln verfolge ich die Serie nun und immer wieder findet sie Wege mich zu begeistern. Doch was macht Vampire Diaries so spannend?



Die Story - der Tiefgang zeigt sich erst später

Die Serie basiert auf einer Romanreihe von L.J. Smith. Bis auf die Ausgangssituation und den meisten Figuren haben die Bücher und die TV-Serie jedoch wenig gemeinsam. Mit zunehmender Dauer unterscheiden sie sich schlussendlich immer mehr und erzählen bald zwei eigenständige Stories. Die Geschichte selbst beginnt so vorhersehbar und unspektakulär wie eine typische Lovestory. Bei einem Autounfall stürzt das Auto der Familie Gilbert in von einer Brücke in einen Fluss. Dem Tod hilflos ausgeliefert kämpfen die beiden Eltern und ihre Tochter Elena um ihr überleben. Plötzlich erscheint ein fremder Mann und rettet das Mädchen. Später trifft sie ihn in Ihrer Schule wieder und bald wird klar, dass Stefan anders ist als ihre Mitschüler. Er ist nämlich ein über hundert Jahre alter Vampir. Doch das ist lediglich der Anfang. Sein Bruder Damon ist quasi der böse und entdeckt bald selbst eine Leidenschaft für die schöne Elena. Ha. Werden jetzt manche denken. Das klingt doch verdächtig nach Dreiecksbeziehung und Twilight! Das stimmt vielleicht auch, doch hinter der simplen Lovestoy verbirgt sich mehr… viel mehr. Mal ganz davon abgesehen, dass Elena im Laufe der vier Staffeln wirklich Gründe findet beide zu lieben. Anders als die mit Gesichtslähmung gesegnete Bella der Twilight Filme.

Nun zwei Vampire die um die Liebe eine Frau kämpfen ist noch nichts Ungewöhnliches. Als plötzlich eine Frau erscheint die Elenas Ebenbild sein könnte, wird bereits klar, dass die Hintergrundgeschichte viel komplexer ist, als zuerst angenommen. Die fremde Frau ist bekannt als Catherine Pierce oder Katerina Petrova und mehrere hundert Jahre alt. Elena ist ihre Doppelgängerin und somit zu ihr verbunden. Das ist jedoch noch lange nicht alles. In Elenas Umfeld erscheinen bald Werwölfe, Hexen und andere Wesen die allesamt dunkle Pläne schmieden. Das Ausmaß des Übernatürlichen kommt erst nach und nach zum Vorschein. Zentraler Angelpunkt bleibt dabei Elenas Heimatort Mystic Falls.



Die Charaktere und Schauspieler - Überzeugend und sympathisch

Auch die Figuren und Schauspieler tragen maßgeblich zur Qualität der Serie bei. Nehmen wir Elena Gilbert verkörpert von Nina Dobrev. Zu beginn der Serie ist sie ein zerbrechliches junges Mädchen, welches einfach nur verliebt in einen gutaussehenden Vampir ist. Im Laufe der Vier Staffeln muss sie aber viel durchleben… sehr viel. Anders als etwa die scheue Bella, wächst sie standig an sich selbst und wird bald zu einer eigenen agierenden Person, welche trotz mangelnder Vampirkräfte zu einigen entscheidenden Handlungen fähig ist. Nebenbei lässt sie sich außerdem als Vampirjägerin ausbilden. Im Vergleich zu Kristen Stewart zeigt Nina Dobrev wesentlich mehr von ihrem schauspielerischen Talent. Das kommt natürlich auch davon, dass sie zwei Rollen spielt und sowohl gut, als auch böse ist.

Nächster interessanter Charakter ist Stefan Salvatore gespielt von Paul Wesley (Gefallene Engel). Neben seiner grandiosen Synchronstimme überflügelt auch er seinen geistigen Bruder Edward (Twilight) in den meisten Belangen. Das merkt man jedoch erst später. Denn hinter dem strahlenden gutmütigen Vampir, welcher sich nur von Tierblut ernährt, verbirgt sich eine dunkle und blutrünstige Vergangenheit und auch er scheint eine düstere Seite zu haben. Sein Bruder Damon (Ian Somerhalder) hingegen lebt seine Vampirinstinkte vollkommen aus. Er hat Spaß am Töten, keine Angst vor irgendjemandem und tut alles um möglichst viel Spaß im Leben zu haben. Später zeigt auch er eine andere Seite wächst über sich hinaus.

Das waren nur die Brei Hauptprotagonisten. Doch spätestens ab Staffel Zwei kommen noch dutzende weitere interessante Charaktere und bemerkenswerte Schauspieler zum Vorschein. Elenas beste Freundin Bonnie entdeckt Ihre Fähigkeiten als Hexe, ihr Bruder Jeremy hat Kontakt zur Geisterwelt und wird schlussendlich selbst zum Vampirjäger, der Sohn der Bürgermeisterin wird zum Werwolf und der neue Geschichtslehrer entpuppt sich als Vampir-mordender Profi mit Pfählen und Armbrust unter dem Kopfkissen. Ach ja. Und habe ich die Urvampire erwähnt die über tausend Jahre alt sind? Für Spannung ist also wirklich gesorgt.


Die Vampire… und andere Wesen - genug Stoff für Konflikte

Die Wesen der Nacht. Zentraler Angelpunkt und titelgebend für die Serie. Vergleicht man sie mit den Vampiren aus Twilight oder den originalen wird man einige unterschiede feststellen. Meiner Meinung nach sind sie aber hervorragend getroffen. Sie sind modern und zeitgemäß und haben eine menschliche Seite. Jedoch verfügt jeder von ihnen im Inneren auch über eine blutrünstige Seite. Die Vampire in Vampire Diaries können sich sehr schnell bewegen und sind grundsätzlich unterblich. Lediglich ein Holzpfahl, das Gift eines Werwolfes oder das Herausreißen des Herzens(was schon mal öfter vorkommt) können einen Vampir töten. Eisenkraut verbrennt seine Haut. Er ist zudem übermenschlich stark und tritt er in die Sonne, verbrennt er innerhalb weniger Sekunden zu Asche. Zu diesem Zweck tragen die meisten Vampire einen Tageslichtring, welcher sie davor beschützt. Vampire verfügen zudem über die Fähigkeit durch ihren Blick menschen zu manipulieren. Um zu überleben brauchen Vampire Blut. Einige verzichten jedoch auf Menschenblut und laben sich an Tieren. Trinkt ein Mensch das Blut eines Vampirs, heilen sich dessen Wunden. Stirbt jener Mensch, während er das Blut noch im Organismus hat, wird er selbst zum Vampir.

Neben den Vampiren gibt es natürlich auch noch Werwölfe. Diese verwandeln sich jedoch nur bei Vollmond und unter unsäglichen Qualen. Dabei verlieren sie die Kontrolle über sich und töten alles und jeden. Auch Hexen und Hexenmeister kommen in der Serie vor. Sie verfügen über große Macht und können mit der Geisterwelt kommunizieren. Die letzten im Bund sind die Vampirjäger. Sie haben sich auf die Jagd nach den todbringenden Kreaturen begeben und sind meistens gut ausgerüstet.

Später kommen noch weitere Wesen vor, die ich jetzt jedoch noch nicht nennen möchte.


Der Stil der Serie - modern und zeitgemäß

Visuell hält sich Vampire Diaries eher düster und die Freigabe ab 16 ist so zu verstehen. Manche Folgen sind schon recht blutig und heraus gerissene Herzen oder abgetrennte Köpfe kommen häufiger vor. Insgesamt richtet sich die Serie an ein etwas älteres Publikum als Twilight. Das liegt neben dem Gewaltgrad aber auch an der sehr viel komplexeren Story und dem offeneren Zugang zur Sexualität. Ganz Recht während die Glitzervampire da recht züchtig sind, gibt es in VD mit zunehmender Laufzeit auch mehr Sexszenen. Die sind jetzt wirklich alles andere als explizit, doch es wird schnell klar, dass mit dieser Serie keine prüde Gemeinschaft suggeriert werden soll. Menschen haben Verlangen und Vampire noch stärker. Immer wieder werden auch der Drang der Instinkte und die Grenze zum Mensch sein thematisiert.


Fazit: Vampire Diaries distanziert sich deutlich von Twilight. Das wird jedoch erst nach längerem schauen deutlich. Mystery-Fans mit einem Hang zu einer dramatischen Love-Story ist die Serie klar zu empfehlen. Nicht nur eine ausgefeilte Hintergrundgeschichte mit vielen handelnden und interessanten Figuren, sondern auch tolle Schauspieler tragen die Serie. Wer Vampire mag und sie in einem modernen Gewand sehen möchte ist hier goldrichtig. Eine meiner derzeitigen Lieblingsserien!