Japan, in einer nicht allzu fernen dystopischen Zukunft. Zum Wohle der Nation und um gegen Faulheit und Antriebslosigkeit der Bevölkerung vor zu gehen erlässt die Regierung ein spezielles Gesetz. Dieses beinhaltet eine harmlose Impfung bei Schulantritt eines jeden Einwohners. Jedoch befindet sich in einer von 1000 Spritzen eine Nano-Kapsel, welche im Alter von 18-24 Jahren den Tod besagter Person herbeiführt. Die Regierung erhofft sich mit diesem Schritt die Menschen dazu zu bringen ihr Leben zu nutzen. Dass solch ein Vorhaben natürlich mit Gegnern und einigen Schwierigkeiten klarkommen musst ist natürlich sofort klar.
Hauptfigur des Mangas ist der junge Beamte Kengo Fujimoto welcher ein besonderes Amt inne hält. Er und viele andere Kollegen sind sogenannte Todesboten. Denn bis kurz vor ihrem Tod wissen die Sterbekandidaten nichts von ihrem Schicksal. Erst 24 Stunden zuvor erhalten sie ihren sogenannten „Ikigami“. Genug Zeit um mit dem Leben ab zu schließen? Auch Kengo beginnt an der Sinnhaftigkeit des Gesetzes zu zweifeln und jeder überbrachte Brief birgt eine eigene Geschichte. Diese Geschichten sind es die Ikigami stark machen. Denn auch wenn die Hauptstoryline interessant scheint, so ist sie zumindest bisher recht einfach und vorhersehbar erzählt. Viel spannender sind hingegen die Sterbekandidaten und ihre letzten Taten. Manche tun Gutes. Andere bereuen. Wieder andere nehmen Rache.
Die Zeichnungen sind sehr sauber, aber teil etwas detailarm. Viele gerade Striche sind typisch für den realistisch gehaltenen Stil und unterstreichen das Setting sehr gut. Mit Größen wie Takeshi Obata sollte man Ikigami jedoch nicht vergleichen. Dennoch sind die Bilder schön an zu sehen und gerade in dramatischen Szenen blüht der Autor auf.
Fazit: Ikigami ist wieder einmal eine gänzlich neue Geschichte und als Thriller und Drama schlägt es oft die gleiche Richtung ein wie etwa Death Note. Wer jetzt aber ein zweites Duell á la Light und L erwartet wird tief enttäuscht. Die Geschichte ist zwar spannend, jedoch lebt die Story vor allem von den vielen Figuren und Einzelschicksalen. Bisher sind erst zwei von 10 Bänden erschienen und die nächsten Ausgaben werden wohl zeigen in welche Richtung es mit Ikigami weiter geht. Wer auf spannende und emotionale Thriller steht darf gerne zuschlagen.
Am hellichten Tag erschein mitten in einer Großstadt ein
nackter Mann mitten auf der Straße. Sein Gang ist wackelig und sein Blick
verloren. Als er einen Passanten anfällt und zu Boden geworfen wird stirbt er
an einer Schädelverletzung. Hauptkommissar Ken Mizoguchi und seine Partnerin, die
junge Polizistin Nao Inoue werden zum Fall gerufen. Bald schon wird sich
herausstellen, dass mehr hinter dem Vorfall steckt als ein verwirrter
Exhibitionist. Denn viele Dinge sind merkwürdig an dem Mann. Warum war er
nackt? Und was ist mit seinem Auge passiert das vollkommen zerstört aussieht?
Eine Seuche droht auf ganz Japan über zu greifen und ein
gerissener Fotograf scheint der Drahtzieher hinter allem zu sein. Kann die
Polizei diesen Fall aufklären ohne Panik aus zu lösen? Oder sich selbst dabei
in Gefahr zu bringen? Und was hat es mit dieser merkwürdigen „Einrichtung“ zu
tun in die laufend irgendwelche Straftäter verschwinden?
Manhole richtet sich explizit an ein älteres Publikum. Das
zeigt sich schon beim Zeichenstil und den Charakteren. Alle Personen sind sehr
realistisch gehalten und es wird eher auf ältere Protagonisten gesetzt. Überzeichnete
Figuren oder auffällige Harre und Bekleidung sucht man hier vergebens. Die
Bilder sind klar strukturiert, einfach aber detailreich. Allein wie der Bart
von Mizoguchi dargestellt wird fand ich zum Beispiel sehr interessant. Ansonsten
kann man den Manga klar in die Genres Crime/Thriller/Horror stecken. Somit
entpuppt sich der erwachsene Manga Manhole als Lesestoff für Leute die
typischen Mangas eher abgeneigt sind. Besonders Freunde von guten Crime-Serien á
la Criminal Minds werden bei Manhole ihren Spaß haben.
Fazit: Manhole
war wieder einmal erfrischend anders. Und das gerade weil er nicht zwanghaft
versucht etwas Neues zu erschaffen. Die Geschichte baut auf bekannte
Komponenten und unterhält mit einer spannenden Story. Leider fehlt es den
Figuren etwas an Farbe. Aber das liegt vermutlich an der Länge der Geschichte.
Immerhin ist Manhole in nur 3 Bänden abgeschlossen. Mir hat der Manga gefallen
und ich empfehle jedem der sich für Crime-Serien oder Geschichten in der Richtung
von Death Note interessiert einfach selbst rein zu schauen. Es lohnt sich!
Wow. Jetzt schreibe ich also tatsächlich einen Artikel zu einem Handygame. Obwohl ich eigentlich nicht gerade viel von der aktuellen Entwicklung im Bereich des portablen Gamings halte. Doch Bad Piggies macht mir einfach zu viel Spaß um es in der Versenkung verschwinden zu lassen.
Jeder der heute ein Smartphone besitzt, kennt vermutlich die wütenden Vögel die über Handydisplays fliegen. Die Rede ist natürlich von Angry Birds. Mittlerweile zum Massenphänomen geworden entschied sich Entwickler Rovio den Spieß um zu drehen und die Gegenspieler der Vögel, nämlich die namensgebenden Schweine in die Hauptrolle eines Handygames schlüpfen zu lassen.
Um was geht's? Die bösen Schweine haben nichts besseres zu tun als den ganzen Tag Eier zu stehlen. Doch das tun sie nicht zu Fuß, sondern mit Hilfe allerhand Vekihel. Als Spieler ist es nun die Aufgabe diese Gefährte zu konstruieren und die Flüchtigen so über Land und Luft ins sichere Ziel zu bringen. Sein Vehikel stellt man dabei aus allerhand, teils skurrilen Einzelteilen zusammen. Neben Reifen, Würfel und Propeller stehen da zB Colaflaschen, Feuerwerkskörper oder zweckentfrendete Regenschirme zuf Verfügung. Zusätzlich gibt es in jedem Level noch unterschiedliche Herausforderungen die die Endbewertung beeinflussen. Als Spieler muss man etwa darauf Acht geben, dass man das Zeitlimit einhält, Bonuskisten aufnimmt oder das Gefährt nicht beschädigt.
Mittlerweile hat Rovio neue Welten nachgeliefert und somit bietet das Spiel schon einige Stunden Unterhaltung. Die Optik ist wie von Angry Birds gewohnt schlicht, aber gut und der Soundtrack ist lustig an zu hören.
Fazit: Meiner Meinung nach schlägt Bad Piggies Angry Birds in sämtlichen Belangen. Vorallem die Langzeitmotivation ist durch die ständig neu auftauchenden Einzelteile viel größer. Kreative Spieler werden sowieso glücklicher als mit den Wütenden Federviechern. Und immerhin ist das Spiel zumindest auf Android völlig kostenlos und für ein Handygame mehr als in Ordnung. Da kann man eigentlich nur noch zuschlagen.
Und was haltet ihr so von Handygames und Spielen auf Smartphones?
Und jetzt noch viel Spaß beim Konstruieren,
-euer Genesis
Tokyo im 21. Jahrhundert. Ein schweres Erdbeben verwüstet große Teile der Millionenmetropole. Viele Menschen sterben an diesen Tag. Andere überleben diese Katastrophe. Einer von diesen Überlebenden ist Ganta Igarashi. Zehn Jahre später lebt der nun 14-Jährige ein recht normales Schülerleben. Bis zu dem Tag an dem ein mysteriöser Roboterartiger "roter Mann" seine gesamte Klasse auf brutalste Weise ermordet. Ganta selbst bleibt bis auf einige Kratzer größtenteils verschont. Die Polizei beginnt gegen ihn zu ermitteln und er wird als Täter für diese Morde zur Rechenschaft gezogen. Das Gericht verhängt die Todesstrafe.
Doch das bedeutet nicht das Ende für Ganta. Statt einer sofortigen Hinrichtung wird er ins Deadman Wonderland eingeliefert. Das erste privatisierte Hochsicherheitsgefängnis Japans inklusive Vergnügungspark für Besucher. Hier werden Schwerverbrecher für verschiedenste Arbeiten eingesetzt um das noch immer stark verwüstete Tokyo wieder auf zu bauen. Im ersten Moment findet Ganta seine Lage garnicht so schlimm wie erwartet. Doch schnell wird ihm klar wie es hier im DW wirklich zu geht. Denn neben dem Gefängnisalltag gibt' es noch einige Haken an der Geschichte. Jeder Insasse trägt ein Halsband welches ihm ein tödliches Gift injiziert. Isst besagter Häftling nicht alle drei Tage ein spezielles Bonbon, stirbt dieser und die Todesstrafe wurde ordnungsgemäß vollzogen.
Im Gefängnis selbst erkannt Ganta jedoch schnell seine Lage. Überall lauern Gefahren und neben brutalen Mitinsassen und einer überdisziplinierenden Wärterin wartet eine alte Bekannte auf ihn. Shiro, ein seltsames Albino-Mädchen das ihn zu kennen scheint. Eines Tages entdeckt Ganta jedoch eine mysteriöse Kraft in ihm welche es dem Jungen erlaubt sein Blut mit purer Willenskraft zu bewegen und im Kampf ein zu setzen. Auf diesen Vorfall hin wird er in den speziellen G-Block eingeliefert. Denn er ist nicht der Einzige Sträfling welcher solche Fähigkeiten besitzt. In dem unterirdischen Gebäude werden die sogenannten Deadman dazu gezwungen in einem brutalen und tödlichen Spiel anzutreten.Das Deadman Wonderland scheint hinter seiner fast gewöhnlich wirkenden Fassade noch viele weitere und schreckliche Geheimnisse zu verbergen.
Deadman Wonderland besticht in vielerleih hinsicht. Erstens wäre da die sehr starke Story zusammen mit den fantastischen Zeichnungen. Die Charaktere sind vielschichtig und haben alle verschiedenste Seiten und dunkle Geheimnisse. Die Autoren verstehen es hervorragend typische Elemente eines Battle-Shonen mit einem erwachsenen Szenario und brutalen Bildern zu kombinieren. Ernsthaft. Man sollte die 16+ Einstufung auf der Rückseite schon ernst nehmen, denn in DW geht es teilweise äußerst ruppig zur Sache. Ähnlich wie in Elfen Lied fliegen gerne mal ganze Gliedmaßen durch die dynamischen Panels. Allgemein gibt es viele Parallelen zu Elfen Lied. Dennoch wirkt die Serie sehr frisch un bringt genug eigene Ideen und Wendungen um hervorragend zu unterhalten. Insgesamt wirkt der Manga zudem viel "kraftvoller" als der dazugehörige Anime. Zumindest meiner Meinung nach.
Fazit: Für mich war Deadman Wonderland bisher ein genialer Manga. Starke Figuren, hervorragende Zeichnungen und eine verzwickte Story. Eindeutig ein Top-Manga und jederzeit zu empfehlen.Wird Ganta überleben? Wird die Wärterin Makina ihre Disziplin durchziehen? Was hat es mit dem Direktor auf sich? Wer ist diese Shiro? Und wie hängt das alles mit dem roten Mann zusammen? Ich sage nur: Findet es selbst heraus! Es lohnt sich!
Viel Spaß in diesem absurden Gefängnis
-euer Genesis
Ein weites Ödland. Ein Skag streift durch die Wüste. Plötzlich erscheint eine Gruppe abgedrehter Psychos mit einem Fahrzeug und schleift die Kreatur an einer Kette hinterher. Mit voller Wucht wird das Fahrzeug von einem vorbeifahrenden Zug zerschmettert. In ih, befinden sich die vier Hauptcharakteren. Wie aus dem Nichts erscheint eine Gruppe Roboter die nichts gutes im Schilde führt. Doch nicht mit Axton, Maya, Zer0 und Salvador. Kinderleicht und megacool erledigen sie die Feinde und nach einer fetten Explosion endet das Intro zu Borderlands 2.
Augenblicke später wird man in einer Schneelandschaft von einem alten Bekannten ausgegraben. Claptrap ist zurück und er hat noch mehr und vor allem noch verrücktere Sprüche im Repertoire als im Vorgänger. Er schenkt mir ein HUD mit dem ich die Stimme einer Frau namens „Angel“ vernehme. Auch sie kennt man bereits aus dem ersten Teil. Desorientiert und ohne Waffen suche ich mit dem selbstverliebten Roboter erst mal nach einem Unterschlupf und einigen Bleispritzen. Ironischer Weise nennt er mich dabei andauernd Untertan. Schnell kristallisiert sich auch ein Gegenspieler heraus. Der skrupellose Handsome Jack will eine weiter Kammer öffnen und den darain eingeschlossenen Alienkrieger nutzen um Pandora zu unterwerfen.
Aber alles der Reihe nach. Bevor ich überhaupt ans Spielen denke muß ich mir natürlich eine Charakterklasse aussuchen. Ich habe die Wahl zwischen dem Soldaten Axton, der Sirene Maya, dem Assassinen Zer0 und dem verrückten Kampfzwerg Salvador. Mittlerweile gibt es auch eine fünfte Klasse die für Käufer der limitierten Edition kostenlos ist.
Alle vier Figuren verfügen über unterschiedliche Stärken und Fähigkeiten. Axton ist der Allrounder. Seine Klassenbezeichnung lautet Commando. Am ehesten ist er mit Roland aus dem ersten Teil zu vergleichen. Zudem kann er mit seiner Spezialfertigkeit ein automatisches Geschütz aufbauen, das ordentlich austeilt. Maya kann die Feinde mit ihrem Phaselock festhalten oder ihre Kameraden heilen. Zero geht gerne ungesehen vor und spezialisiert sich auf Scharfschützengewehre und Nahkampf indem er sich für einige Zeit unsichtbar macht. Wer gerne ordentlich austeilt entscheidet sich für den Gunzerker Salvador. Sein Spezialskill erlaubt es ihm zwei Waffen gleizeitig zu tragen. Egal welche! Sogar Raketenwerfer.
Vor Freude kotzen!
Das Gameplay selbst kann man als Mischung zwischen Open-World Shooter und Rollenspiel ansehen. Hinzu kommt noch jede Menge völlig abgedrehter Humor und aberwitzige Action. Auf der einen Seite ballert man sich als Spieler durch große Gegnerhorden. Für Shooter-Veteranen ist es zuerst ungewohnt, dass Feinde nicht gleich nach einem oder Zwei Kopfschüsse tot umfallen. Hier setzt die zweite Komponente ein. Der Rollenspiel-Part. Die wirklich unzähligen Waffen haben allesamt Werte und Stärken. Manche sind gut gegen Schilde, andere machen Feuerschaden und wieder andere explodieren sogar beim Nachladen. Alle Feinde haben Schwächen und diese Heraus zu finden ist unerläßlich. Hat man genug Gegner ins virtuelle Nirvana geschickt steigt man im Level auf. In einem Skillbaum gestaltet man seinen Charakter frei nach seinen Wünschen. Für Call of Duty-Spieler, die nicht wissen was das ist: Hier sucht man sich die Fähigkeiten aus, die man gerne hätte. Mache ich lieber mehr Schaden oder kann ich lieber mehr einstecken? Die Skills werden immer abgefahrener je weiter man kommt. So kann man als Axton zB eine kleine Atombombe zünden oder als Gunzerker seinen Feind verspotten um sofort wieder volle Gesundheit zu bekommen.
Der Loot ist der weitere wichtige Punkt von Borderlands 2. Jeder Feind läßt Objekte fallen. Das kann Geld sein, oder auch Waffen und Schilde. Ständig findet man etwas Neues und muß erst abwägen, ob das neue Objekt nun besser ist als sein altes. Man sieht also: Für Langzeitmotivation ist bestens gesorgt. Wer den höchsten Level und eine hervorragende Ausrüstung anstrebt wird schon mit einem Charakter mit mehr als 50 Stunden purer Verrücktheit rechnen müssen.
Der Multiplayer
Unverzichtbar ist natürlich der Mehrspieler-Modus. Gearbox ist so gütig und baut im Vergleich zu den meisten anderen Entwicklern einen Split-Screen-Modus ein. Wie herrlich! Auch übers Internet kann man jederzeit mit bis zu drei anderen Kumpels auf Pandora Chaos veranstalten. Offline geht’s leider nur zu zweit. Hat man mal keine Lust Feinde zu jagen, kann man auch im PvP gegeneinander antreten. Nur grafisch gibt’s im Splitscreen einige Einbußen.
Das Drumherum
Die Grafik von Borderlands 2 hat sich im Vergleich zum Erstling jetzt nicht großartig verändert. Das macht aber nichts. Denn der einzigartige Stil macht alles wieder wett. Hinzu kommen tolle und sehr stimmige Lichteffekte die die ohnehin schon grandiose Spielwelt noch atmosphärischer machen. Diese ist nämlich erneut außerordentlich gelungen. Wie Welt ist größer und hat mehr zu bieten als jemals zuvor. Auch die Charaktere sind wirklich einzigartig. Neben dem dauermonolog-führenden Claptrap gibt es noch Figuren wie den verrückten Dr. Zed, die tödlichste 13-Jährige der Welt, Tiny Tina und natürlich den grandiosen Handsome Jack. Auch die Gegnervielfalt kann sich sehen lassen. Unter denen befindet sich zB ein Kollege mit dem Namen „Einarmiger Bandig“. Sein Markenzeichen? Er hat nur einen Arm und trägt eine Spielmaschine auf dem Rücken an der man sogar zocken kann nachdem der Feind erledigt ist. Das sind einfach Dinge die einen als Spieler amüsieren. Und hier ist Borderlands 2 ganz weit vorn. Der Humor der Serie ist einfach genial und wird auch im zweiten Teil konsequent fortgesetzt.
Auch der Sound kann sich mehr als sehen lassen. Die deutschen Sprecher klingen hervorragend und der Soundtrack unterstreicht den Western-Sci-Fi-Look Pandoras hervorragend.
96,5% mehr WubWub
Nun. Was soll ich noch sagen? Gearbox hat es tatsächlich geschafft alle Zutaten aus dem Vorgänger erneut zu einem genialen Mix zu verbinden und alle Komponenten sogar noch zu verbessern. Das große Manko des Vorgängers: die lahme Story wurde in Teil zwei komplett ausgemerzt. Die Geschichte ist sehr spannend und man trifft auf viele alte Gesichter. Auch die Charaktere aus dem ersten Teil spielen eine essentielle Rolle.
Nicht ganz Bug-frei
Bei so einem Spiel ist es natürlich klar, dass es auch einige Fehler gibt. Es haben sich kleine Übersetzungsfehler und Ruckler eingeschlichen, die aber nicht großartig stören. Vor allem wenn die Hölle auf dem Bildschirm los ist neigt die Konsole schon mal dazu sich ordentlich ab zu rackern. Aber bei dem Feuerwerk an völlig übertriebenen Explosionen und Effekten wundert mich das gar nicht.
Fazit: Mein Fazit? Ich liebe Borderlands 2! Seit Jahren habe ich nichts mehr gespielt, das so süchtig macht wie dieses Spiel. Klar. Für sich gesehen ist es bei weitem nicht das beste Videospiel des Jahres. Aber das will es auch nicht sein. Gearbox will einfach nur Spaß bieten. Und den gibt es in Borderlands 2 mehr als genug. Hardcore-Shooter-Gamer die ihren Zockeralltag mit Call of Duty, Battlefield und Co verbringen mögen sich vielleicht hart tun und Diablo, Titan Quest und Torchlight-Fans könnte die Ego-Perspektive abschrecken. Völlig zu unrecht. Wer sich auf den fabelhaften Genre-Mix von Gearbox einläßt, erlebt eines der unterhaltsamsten und durchgeknalltesten Abenteuer der letzten Jahre. Und das alles im Multiplayer und mit extra WubWub!
Die in zwei Bänden abgeschlossene Serie Monster Soul wurde gezeichnet von Fairy-Tail Autor Hiro Mashima. Ich als alter Mashima-Fan und im Besitzer aller FT-Mangas, konnte mir die Kurzgeschichte natürlich nicht entgehen lassen.
Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von Monstern. Den Black Airs: Aki, Tooran, Mamii und James. Zu früheren Zeiten, als noch Krieg zwischen Menschen und Monstern herrschte, waren sie eine der schlagfertigsten Gruppen der Monsterarmee. Der Krieg liegt nun schon einige Zeit zurück und Monster und Menschen leben weitgehend isoliert von einander. Sie versuchen jedoch den Streit zwischen Menschen und Monstern zu schlichten und bekommen es mit Monsterjäger, einer Revolutionsarmee, einem alten Feind und einer Gruppe Höllenmonster zu tun.
Der Manga liest sich wie ein typischer Mashima eben. Genau wie in Fairy Tail gibt es jede Menge Witze und Situationskomik. Hinzu kommen liebenswerte Charaktere und dynamische Kämpfe. Die Figuren selbst, vor allem die Hauptcharaktere wirken trotz ihrer Eigenheiten leider über weite Teile wie ein Abklatsch der Fairy Tail Truppe. Aki erinnert eindeutig an Natsu, oder Shiki (Monster Hunter Orage). Tooran das Golem-Mädchen, könnte Lucy in einem Kostüm sein. James ist der Muskelprotz der Gruppe und ähnelt Elfman. Die Mumienfrau Mamii scheint wie eine Mischung aus Gray, Elsa und Mirajane. Das muß jetzt alles nicht unbedingt schlecht sein. Die Charaktere sind liebenswert und unterhalten gut. Jedoch fehlt es ihnen einfach an Individualität. Aber Meiner Meinung nach ist das ja ein allgemeines Problem im Battle-Shonen-Mainstream. Nicht umsonst ähneln sich Son-Goku, Ruffy, Naruto und Natsu so sehr.
Die Geschichte ist gut erzählt und schafft es sogar über einige Seiten hinweg Spannung auf zu bauen. Dennoch ist es bei nur 2 Bänden klar, dass eine komplexe Handlung und tiefgründige Charakterentwicklung aus bleiben.
Gut sind wie immer die Zeichnungen von Mashima. Diese halten die gewohnte Fairy Tail Qualität. Vor allem die Charaktere sind schön gezeichnet und wie für ihn typisch gibt es einges an nackter Haut zu sehen. Das ist zwar nicht unbedingt ein Pluspunkt oder was besonderes, aber mittlerweile schon so was wie ein Markenzeichen. Nur die Hintergründe wirken oft relativ unspektakulär.
Fazit: Wer einen kurzweiligen Battle-Manga mit Humor sucht liegt bei Monster Soul richtig. Mashima-Fans greifen sowieso zu. Eine komplexe Story mit einzigartigen Figuren sollte man jedoch nicht erwarten. Und so ist Monster Soul wohl dazu verdonnert für immer im Schatten seines großen Bruders Fairy Tail zu existieren.
Ich bin ja ein riesiger Avatar-Fan. Die Serie bestach stets durch ein faszinierendes Design, tolle Charaktere, eine spannende Geschichte und jeder Menge Charme und Witz. M. Night Shyamalan (The Sixth Sense) versuchte sich ebenfalls an den viel gelobten Werk und präsentiert eine effektvolle Kinoadaption. Doch kann auch diese den Charme des Originals einfangen?
Der letzte Luftbändiger
Die Geschichte beginnt in einem Dorf am Südpol. Die Wasserbändigerin Katara und ihr Bruder Sokka finden einen im Eis eingeschlossenen Jungen zusammen mit einem riesigen Bison. Schnell stellt sich heraus, dass er ein Luftbändiger und gleichzeitig der Avatar ist. Also jener Auserwählter, der alle vier Elemente bändigen und Balance in die Welt bringen kann. Doch seit dem Verschwinden des Avatars vor 100 Jahren hat sich viel verändert. Nun ist es seine Aufgabe die skrupellose Feuernation auf zu halten. Denn Feuerlord Ozai plant die gesamte Welt zu unterwerfen und ein Reich zu erschaffen. Auch Prinz Zuko ist hinter Aang her um seine Ehre wiederherstellen zu können. Bevor Aang die Welt retten kann muss er jedoch alle vier Elemente beherrschen.
Obwohl der Film gerade einmal Staffel eins des Cartoons behandelt wirkt er viel zu kurzatmig erzählt. Viele Wichtige Dinge werden einfach ausgelassen oder anders interpretiert. Feuerbändiger können zum Beispiel kein Feuer erschaffen, sondern genau wie Wasserbändiger nur vorhandene Elemente bewegen. Das wäre nicht so schlimm, wenn das den Figuren nicht all ihren Charakter und Tiefgang nehmen würde. Denn über die gesamte Filmlänge will einfach keine Sympathie für die Figuren aufkommen. Dies liegt auch daran, dass die Schauspieler schon vom Aussehen nur sehr selten ans Original heran reichen. Katara und Sokka sind nahe an der Grenze. Zuko, Ozai und Irou hingegen passen überhaupt nicht aufs Original und wirken wie völlig andere Charaktere. Einzig Prinzessin Yue hat mir gut gefallen.
Anders als im Cartoon wirkt der Großteil des Films jedoch wie nacherzählt. Man hat nicht mehr das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Dies raubt der Geschichte natürlich sehr viel an Dramatik. Und auch auf den tollen Humor und dem einzigartigen Soundtrack der Serie wurde verzichtet. Schade. Der Sound ist zwar noch immer nicht schlecht, kann mit dem der Vorlage jedoch keinesfalls konkurrieren. Einzig die Effekte sind gut gelungen.
Fazit: Hartgesottene Avatar-Fans werden auf jeden Fall enttäuscht. Die Charaktere und die gesamte Geschichte büßt sehr viel von seinem Charme ein und unzählige Dinge werden anders oder falsch dargestellt. Zuschauer die das Original nicht kennen werden nur durch die sehr komprimierte Story verwirrt. Es wäre wirklich gut gewesen noch ne halbe Stunde drauf zu packen und mehr ins Detail zu gehen. Es gibt ja auch Filme die zeigen, dass man eine lange Laufzeit hervorragend nutzen kann (Dark Knight, Inception, Herr der Ringe, etc.). Müsste ich den Streifen bewerten gäbe es von mir immer noch gut gemeinte 5 von 10 Punkten. Somit ist es nur im Interesse aller Avatar-Fans, dass es keinen Nachfolger geben wird. Vielleicht kommt ja noch jemand, der den hervorragenden Cartoon ebenso gut auf die Leinwand bringen kann. Ich denke dabei natürlich wie immer an Mr. Nolan.
So. Und ich freue mich jetzt erst einmal auf die nächste Folge der Nachfolgeserie „Die Legende von Korra“.
Eine neue Band aus Fernost erweckte kürzlich emin Interesse. High and Mighty Color, die unter anderem einen Titelsong zu Bleach hatten, war schon seit Jahren eine meiner Lieblingsbands. Vorallem Yusuke, der Sänger mit der rauen Metal-Stimme gefiel mir wahnsinnig gut. Da war es natürlich erst einmal ein Schock für mich als ich 2010 hörte, dass die Band sich auflöst. Zwei Jahre später ist er nun zurück mit seiner neuen Band Sun of a Starve, welche sich im J-Rock, Hardcore und Metal Bereich bewegt. Hexagram ist der erste Song aus ihrem ersten Mini-Album und der macht so richtig Lust auf mehr! Interessant ist vielleicht der Text des ganzen. Der Refrain leitet sich nämlich von dem japanischen Kinderspiel "Kagome Kagome" ab.
So. Genug der Informationen. Genießt einfach das tolle Lied! Freunde von gutem J-Rock werden die Jungs denke ich mal auf jeden Fall im Auge behalten müssen ;)
Wow. Da sitze ich nun. Es ist etwa Viertel nach Acht und ich habe gestern meinen 100. Beitrag gepostet. Lange hatte ich überlegt welchem Thema ich diese Ehre widmen soll. Und mit meinem Artikel zum großartigen Spiel Fahrenheit habe ich, meiner Meinung nach einen tollen Kandidaten ausgewählt.
Seit 05. August 2011 poste ich also regelmäßig Beitrage die dann auch von einigen Leuten gelesen werden. ;-)
In den rund 15 Monaten meiner Online-Präsenz habe ich bis jetzt 18.327 Aufrufe verzeichnet. Kein schelchtes Ergebnis wie ich finde. Meine meisten Besucher hatte ich diesen Juli mit fast 3000 Besuchern. Wahnsinn! Grund dafür war vorallem mein Beitrag zu Neon Genesis Evangelion. Obwohl ich besagten Beitrag schon im Februar online gestellt hatte, kamen die meisten Besucher im Juli. Allein die zugehörige Artikelseite hat 1274 Aufrufe und ist somit mein erfolgreichster Beitrag. Gefolgt von meinen Texten zu 30 Seconds to Mars (969 Aufrufe), Kamikaze Kaito Jeanne (903 Aufrufe) und Skyrim (877 Aufrufe).
Übrigens gelangen die meisten Besucher durch Google, Gamepro und Facebook auf Genesis' Apocraphex. Aber auch durch den Link auf Spontanbesorger.de verzeichnete ich den einen oder anderen Pageview. Hier noch eine kleine Aufstellung nach Ländern:
Deutschland
11734
Österreich
3419
Schweiz
922
Vereinigte Staaten
873
Russische Föderation
286
Frankreich
99
China
63
Vereinigtes Königreich
59
Italien
56
Ukraine
53
Ich
hoffe, dass euch mein Special gefallen hat und bedanke mich bei allen
Leuten die das hier lesen. Besonderen Dank an dieser Stelle an meinen
Bloggerkollegen Spontanbesorger. Und auch dir noch viel Erfolg und Spaß! Ich werde jedenfalls noch viele, viele Artikel schreiben.
Jahre bevor Heavy Rain als interaktives Drama die Spieler mitriss versuchte Entwickler quanticdream mit dem Vorgänger das Publikum zu begeistern. Fahrenheit (In den USA als Indigo Prophecy bekannt) legte einige wichtige Grundelemente für das spätere Heavy Rain und spielt sich auch ähnlich. Doch lohnt es sich auch heute noch die Disk in seine Playstation 2 ein zulegen?
Die Indigo-Prophezeiung
Wie von Heavy Rain gewohnt steuert man als Spieler nicht nur eine, sondern gleich mehrere Hauptfiguren. Zu allererst wäre da Lucas Kane. Eigentlich ein ganz normaler Mann. Doch eines Tages tötet er in einem Restaurant einen Mann brutal durch drei präzise Messerstiche in die Herzarterien nachdem er sich beide Hände aufgeritzt hatte. Es gibt nur ein Problem: Er schwört, dass er dies nicht mit Absicht getan hatte. Eine dunkle Macht hätte von ihm Besitz ergriffen und er selbst wäre nur eine Art Zuschauer gewesen. Noch im Schock versucht er das Beste aus der Situation zu machen. In der Toilette hat man nun mehrere Optionen. Man kann den Leichnam verstecken, den Boden aufwischen oder sich die Hände waschen. All diese Taten können den Storyverlauf beeinträchtigen. Nachdem man alles erledigt hat verschwindet man schnell durch die Hintertür.
Dies ist der Moment in dem die anderen beiden Hauptfiguren auftreten. Die Kommissare Carla Valenti und Tyler Miles. Nun ist es die Aufgabe des Spielers die hinterlassenen Spuren zu finden und sie zu deuten. Man kann mit den Zeugen sprechen oder sich mit dem Partner beraten. Denn gespielt wird immer nur mit Carla oder Miles. Dabei kann man jederzeit zwischen den beiden wechseln wie etwa in den Lego-Spielen. Solche Momente gibt es öfters. An einem Punkt der Story müssen Carla und Tyler einen Hinweis in ihren Beweisen finden. Nun ist es die Entscheidung des Spielers wen er den Fall weiter lösen lässt. Eine coole Sache, die auch zum erneuten durchspielen motiviert.
Nachdem alle Spuren gesichert sind kehren die beiden ins Revier zurück. Unterdessen versucht Lucas eine Erklärung für die Ereignisse zu suchen. Vorerst vergebens. Er hat Albträume und Halluzinationen. Sieht Dinge die es gar nicht geben dürfte. Hier kommt ein weiteres spielerisches Element hinzu: Die Stimmung. Jede Figur hat ein Stimmungsbarometer. Ähnlich wie in Sims. Mit Aktion wie etwas Essen, oder nach einem guten Gespräch verbessert sich diese. Leidet der Charakter unter den Entscheidungen des Spielers fällt diese wiederum. Ist sie komplett unten hat man verloren und muss vom nächsten Speicherpunkt erneut beginnen.
Bald kommt Lucas dahinter, dass das Ganze nur etwas Übernatürliches als Ursache haben kann. Ein altes Ritual und eine düstere Gesellschaft scheinen damit zusammen zu hängen. Er sucht Rat bei seinem Bruder, dem Pater Marcus. Ob er ihm schlussendlich helfen kann muss man selbst herausfinden. Denn die Story ist wirklich spannend erzählt.
Nun noch mal zurück zum Gameplay. Grundsätzlich spielt sich Fahrenheit sehr ähnlich wie sein Nachfolger Heavy Rain. Man steuert seine Figur mit dem linken Stick und führt Aktionen mit dem Rechten Aus. In den Actionsequenzen beschränken sich die Aktionen leider nur auf 2 Situationen. Erster Fall: Der Charakter muss sich körperlich anstrengen. Jetzt muss man als Spieler abwechselnd L1 und R1 drücken bis die Aktion geschafft ist. Zweiter Fall: Auf dem Bildschirm erscheinen zwei bunte Steuerkreuze die die beiden Analog-Sticks darstellen. Als Spieler drücke ich nun immer in die Richtung in der die Farbe aufleuchtet. Im Großen und Ganzen war’s das leider auch schon mit dem Aktionen.
Die Technik von damals
Nun. Fahrenheit war bei weitem kein hässliches Spiel. Doch vergleicht man es mit anderen AAA-Titeln dieser Zeit, wird schnell klar, dass es auch nicht zu den grafischen Highlights dieser Epoche gehört. Das stört jedoch nicht wirklich, das die Atmosphäre trotzdem immer Stimmt. Grund dafür ist in erster Linie der stimmige Soundtrack, der sich jedoch leider zu oft wiederholt. Kein Pluspunkt sind ebenfalls die deutschen Sprecher. Sie klingen oft arg aufgesetzt und manche Nebenfiguren wirken einfach unmotiviert. Seltsam ist auch, dass Lucas manchmal englisch schreit. („Noooo“)
Nicht ganz ausgereift
Mir kam es beim spielen so vor, als wären viele Elemente einfach nicht ausgereift, oder bis zum Schluss durchdacht worden. Da wäre zum Beispiel das Stimmungs-System. Interessante Idee: Doch vor allem als Lucas nervt es oft, dass man bestimmte Tätigkeiten gar nicht machen kann, weil dies wiederum seine eh schon völlig verstörte Stimmung weiter senken würde. Denn anders als in Heavy Rain geht die Geschichte nicht einfach ihren Lauf. Nein. Tut man etwas das in der Story so nicht vorgesehen war muss man die Szene erneut spielen. Eigentlich schade.
Fazit: Klar. Fahrenheit hat viele Schwächen. Da wären die mittelmäßige Technik, die schwammige Steuerung, die durchschnittlichen Sprecher und der wenige eigentliche Spielanteil. Dennoch: Fahrenheit ist trotz all seiner Mängel eine absolute Empfehlung. Die Story ist spannend und originell und auch die Charaktere haben etwas Einzigartiges. Auch wenn sie nicht an Ethan Mars und Co heran reichen. Meiner Meinung nach war Fahrenheit seiner Zeit einfach zu weit voraus. Denn die meisten Mängel liegen nicht am Spiel selbst. Vielmehr an den vorhandenen Möglichkeiten und der Erfahrung der Entwickler. Als Fan von Heavy Rain sollte man sich den Mytery-Thriller jedoch auf keinen Fall entgehen lassen. Fahrenheit ist selbst heute noch erfrischend anders und fühlt sich immer noch frisch an. Zumindest im Vergleich zu den „Call of Dutys“ unserer Generation.