Montag, 7. November 2011

Batman – Arkham City (PS3)




Fledermaus in Top form

Batman. Der Dark Knight. Comicheld – Kinoheld - Epos. Nachdem Rocksteady schon mit Arkham Asylum im Jahre 2009 gezeigt hat, wie ein Superheldenspiel heutzutage aussehen sollte, wagen sie sich erneut an die Materie und versuchen sogar noch eine Schippe drauf zu legen. Ob das gelungen ist erfahrt ihr in meinem kurzen Test.




  Der Dark Knight - Stets auf der Hut



Das Böse versammelt sich

Bruce Wayne. Ein Mann mit zwei Gesichtern. Am Tag der Milliardenschwere Unternehmer und nachts der dunkle Ritter. Als mitten in Gotham City ein ganzer Stadtbezirk abgeriegelt wird und zum Hochsicherheitsgefängnis Arkham City gemacht wird, protestiert Bruce Wayne gegen diese Maßnahme. Dass er mitten in seiner Rede plötzlich entführt und selbst nach Arkham City gebracht wird hätte wohl niemand erahnt. Das Spiel startet mit einer opulenten Zwischensequenz in der Hugh Strange, der Leiter der Anstalt, den gefesselten Bruce Wayne mit seiner zweiten Identität konfrontiert. Gleich darauf verlässt er den Raum und Bruce schafft es sich zu befreien. Nach einem kurzen Kampf mit ein paar üblen Zeitgenossen schafft der Milliardär es auf den Hof wo ihn noch mehr der Häftlinge erwarten. Schlussendlich trifft er auch auf einen alten Bekannten. Den Pinguin. Endlich schafft Bruce es seine Handschellen los zu werden und befördert den Schurken und seine Handlanger ins Reich der Träume. Anschließend gilt es die Identität zu wechseln. Doch wie kommt man mitten in einem Hochsicherheitsgefängnis an seine Ausrüstung? Kein Problem für Bruce Wayne! Ein kurzer Anruf bei Alfred und einige Augenblicke später wird die Lieferung auf einem nahe gelegenen Gebäude abgeworfen. Eine kurze Kletteraktion später schlüpft man endlich in den Batsuit und das Spiel kann beginnen.


 gefährliche Feinde am besten schnell ausschalten, denn gegen Schusswaffen zieht Batman den Kürzeren


Schöne hässliche Stadt

Batman: Arkham City ist ein Open-World-Spiel in dem man sich jederzeit komplett frei bewegen kann. Die Stadt ist dabei zwar wesentlich kleiner als etwa Liberty City, deshalb ist sie umso detaillierter. An jeder Straßenecke, in jeder Gasse und auf jedem Dach merkt man wie viel Liebe die Entwickler in das Design gesteckt haben. Dass die Grafik und Weitsicht dabei locker mit Red Dead Redemption mithalten können ist einfach nur beeindruckend. Man kann stets ganz Arkham überblicken und die Sicht reicht sogar weit bis nach Gotham wo man zum Beispiel den Wayne Tower erblicken kann. Mithilfe seines Unhangs und der Batclaw erkundet der Dark Knight die Umgebung. In der Mitte des Gefängnisses ragt der gewaltige Wonder Tower in den Himmel in dem Hugo Strange seine Anstalt überwacht. Leider kann man nicht von Beginn an dort hin, da dieser inmitten einer Sperrzone liegt. Doch dafür hätte Batman auch gar keine Zeit. Immer hat er etwas zu tun und eine Verschnaufpause ist dem guten Bats einfach nicht gegönnt.


Im Nahkampf zeigt Batman seine Stärke - dennoch fühlt man sich nie überlegen



Unglaubliche Vielfalt

In Arkham City haben sich allerhand Schurken versammelt und so trifft man im Verlauf des Spiels neben dem Pinguin auch noch auf Bekanntheiten wie den Joker, Harvey Two-Face, Mr. Freeze, Ra’s al Ghul und viele mehr. Die Geschichte ist dabei noch wesentlich tiefgründiger und komplexer als man zuerst annimmt. Jeder Charakter hat seine Rolle und mit jeder Zwischensequenz werden weitere Geheimnisse aufgedeckt. Alle wichtigeren Schurken haben ihre Aufenthaltsorte an denen man die Hauptgeschichte streng linear durch Missionen für oder gegen die Kollegen erledigt. Auch die Innenareale sind beeindruckend und man hat stets die Wahl zwischen mehreren Vorgehensweisen. Entweder man umgeht seine Feinde. Man schaltet sie unbemerkt aus indem man sich hinter Wänden, unter Gittern oder über Feinden versteckt. Oder man wählt den offenen Kampf. Hier kommt das bereits aus dem Vorgänger bekannte „Freeflow“-Kampfsystem zum Einsatz. Anders als in Spielen a la God of War hämmert man nicht einfach auf verschiedene Tasten um Kombos aus zu lösen, sondern erledigt seine Feinde mit Timing und Analyse. Je nach Gegnertyp kommt man mit verschiedenen Strategien ans Ziel. Mal helfen gut getimte Schläge. Mal muss man seinen Fein zuerst entwaffnen. Mal zuerst verwirren. Dabei sollte man immer die Kampfsituation im Auge behalten. Denn die Gegner sind nicht zimperlich und rechtzeitiges Kontern ist der Schlüssel zum Erfolg. Zum Dank erhält man für jeden erledigten Feind und jedes gelöste Rätsel einige Erfahrungspunkte die einem früher oder später einen Stufenaufstieg bescheren. Anschließend kann man seinen Anzug mit neuen Fähigkeiten ausstatten, oder die Rüstungswerte verbessern. Das ganze wirkt dabei allerdings nicht aufgesetzt wie bei anderen Spielen, sondern authentisch und fördert noch einmal die Langzeitmotivation.


 der ebenso mysteriöse, wie gefährliche Direktor Hugo Strange




Wie komme ich hier bloß weiter?

Oft kommt man an einen Punkt im Spiel an dem man zuerst nicht weiter weiß. Hier kommt meistens eine der vielen Gadgets zur Hilfe. Hier haben sich die Entwickler wirklich was einfallen lassen. Man überwindet Abgründe mit dem Seilwerfer. Dirigiert sein Floß mithilfe seiner Batclaw die man an bestimmten Punkten in der Wand fixiert. Oder zerstört Wände mit dem Explosivgel. Um nur einige zu nennen. Hin und wieder benutzt Batman auch Gadgets die nicht jederzeit zugänglich sind. So sicht man einmal den kältesten Ort der Stadt oder benutzt einen Eisdichtemesser um nicht im Eis ein zu brechen. Stets Hilfreich bei solchen Passagen ist der Detective-Mode. In diesem speziellen Sichtmodus erkennt man markante Objekte, sichtet Feinde durch Wände und erkennt Dinge wie Bewaffnung oder Mentalzustand. Feinde die verängstigt sind werden zum Beispiel unachtsamer und sind oftmals leichter zu erledigen. Ganz besondere Taktiken braucht man bei den Bosskämpfen. Diese harten Brocken verlangen stets eine individuelle Taktik und einfach nur draufhauen führt oftmals schon nach wenigen Sekunden zum Bildschirmtod. Gefolgt von einem fiesen Kommentar des Schurken dessen Handlanger einen erledigt haben. Sehr cool!


Batman Arkham City lebt nicht zuletzt auch von seiner grandiosen Inszenierung und von seinem opulenten, an Hans Zimmer erinnernden Soundtrack. Auch die fantastische deutsche Synchronisation und die unzähligen Nebenmissionen versüßen einem das Spielerlebnis. Hat man mal keine Lust die Geschichte weiter voran zu treiben - was wirklich nicht der Fall sein sollte - löst man eines der Riddler-Rätsel, verbündet sich mit Bane, versucht den Auftragskiller Deadshot ausfindig zu machen, oder man verfolgt dem mysteriösen Victor Zsazs. Anders als in Grand Theft Auto, Red Dead Redemption oder Assassin’s Creed hat man dabei aber nie das Gefühl, dass man sich ewig Zeit lassen kann. Es fühlt sich an als ob man immer mittendrin wäre und jede Sekunde die man zögert könnte etwas passieren. Die Atmosphäre ist so dicht wie selten in einem Open-World-Spiel. Ständig schnappt man mit deinem Abhörgerät Gespräche von Wachen auf, hört die Insassen über die aktuellen Ereignisse sprechen, oder erhält einen mehr als unterhaltsamen, wie ebenso sarkastischen Anruf von Joker. Schon nach einigen Stunden ist man von dem Spiel gefangen und man will unbedingt wissen was als nächstes passiert. Jedes mal wenn man denkt man habe alles gesehen und man würde vorhersehen wie die Geschichte weiter geht, wird man von einer Wendung überrascht und die Entwickler beglücken einen mit einem genialen Einfall. Wenn dann nach vielen unterhaltsamen Stunden der Abspann läuft wünscht man sich eigentlich nur eins. Mehr! Und das bekommt man durch die vorhin erwähnten Nebenmissionen auch zur genüge. Rocksteady hat es tatsächlich geschafft. Sie haben Arkham Asylum noch einmal überboten und liefern somit eines der besten Videospiele der aktuellen Generation. Wer ein Spiel sucht das einen fesselt und nicht so einfach ist wie etwa Assassin’s Creed, der liegt bei Batman: Arkham City genau richtig!




Positiv:
+ glaubhafte Welt
+ grandiose Technik
+ fantastisches Gameplay
+ gelungene deutsche Synchronisation
+ genialer Soundtrack
+ kinoreife Inszenierung
+ sehr großer Umfang
+ mehr als spannende Story
+ komplexes Kampfsystem
+ fesselnde Bosskämpfe
+ knackiger, aber nicht zu fordernder Schwierigkeitsgrad
+ gute Gegner-KI
+ dichte Atmosphäre
+ Catwoman-Abschnitte
+ Levelsystem
+ Nebenmissionen


Negativ:
- Synchronisation nicht immer ganz lippensynchron
- kein Batmobil


Gesamtwertung: 97%



Fazit: Batman: Arkham City ist nicht nur ein Geschenk an alle Comic-Fans, sondern ein Meisterwerk auf voller Länge und für jeden interessant der sich nur irgendwie für Comicbücher, gehaltvolle Videospiele oder gute Unterhaltung an sich interessiert. Die Entwickler haben mit ihrem Werk einen Meilenstein und eines der besten Videospiele aller Zeiten geschaffen. Meiner Meinung nach überflügelt Arkham City sogar noch den genialen Dark Knight von Christopher Nolan. Selbst wenn man sich nicht für den dunklen Ritter interessiert - dadurch wird man zum Batman-Fan! Danke Rocksteady! Liefert auch in den kommenden Jahren noch so großartige Arbeit!


-euer Genesis

Mittwoch, 2. November 2011

Grand Theft Auto V - San Andreas?!



Endlich ist es raus! Der neue Serienableger von Rockstar wird in San Andreas spielen. Vor wenigen Minuten. Genau um 17:00 Uhr wurde nun endlich der erste Trailer veröffentlicht. Dieser zeigt vorallem die schöne Spielwelt und einige Actionszenen. Unter anderem sind auch wieder Flugzeuge und mein geliebter Mt. Chiliad dabei. (Wenn ich mich nicht verschaut habe ;)). Das wirklich gut aussehende Los Santos erinnert zwar an einigen Stellen an das Los Santos aus San Andreas, wirkt jedoch wie erwartet sehr viel realistischer und detaillierter als im Vorgänger. Die Frage ist nun nur noch ob auch San Fierro und Las Venturas ihre Rükkehr in GTA V feiern. Noch gibt es keine informationen dazu, aber das was man bis jetzt sehen konnte gibt schon einen kleinen Einblick in das was kommen wird. In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch viel Spaß mit dem Trailer und frohes Warten auf Grand Theft Auto 5!

-euer Genesis

quelle: www.rockstargames.com

Dienstag, 11. Oktober 2011

One Way Trip 3D (Kino)



Der Schrecken lauert in den Alpen

Eigentlich bin ich ganz zufällig in den Film gekommen. Ich kannte ihn zuvor nicht. Habe keine Vorschau gesehen und nichts darüber gelesen. Nun gut. Ich ging also in einem mir völlig unbekannten Horror-Film, der eine Koproduktion zwischen österreichischen und schweizer Filmemachern ist. Gleichzeitig stellt One Way Trip 3D die erste 3D-Produktion in Österreich als auch der Schweiz dar. Nun meine Erwartungen waren gering. Und? Nun ja ich war wirklich positiv überrascht.

Die Geschichte klingt erstmal nicht besonders. Eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener fahren in von Zürich aus in die Berge um dort, wie kann es denn anders sein, unter dem Einfluss der allseits bekannten "Magic Mushrooms" einen Trip zu erleben. Dass bei campenden Jugendlichen alleine im Wald, noch dazu unter Drogeneinfluss einfach etwas schief gehen muss haben die meisten wohl schon von dutzenden anderer Horror-Filme gelernt. Mitten im Nirgendwo platzt der Reifen und schlau wie die Charaktere nun mal sind haben sie den Ersatzreifen vorrausschauend durch eine angemessene Menge an Dosenbier ersetzt. Dann kommt auch noch ein psychopathisch assehender örtlicher Jäger dazwischen, der sein Gewehr auf eines der Mädchen richtet. Dies entpuppt sich aber als Missverständnis, doch der Jäger mit Lederhut bleibt trotzdem suspekt und einen Reifenwechsel später geht der Trip weiter. Irgendwann kommen sie dann doch im Wald an und nach einigen Portionen "Spezialpilze" erleben sie den Wohl schlimmsten Trip aller Zeiten. Einer der Jugendlichen wird durch eine schattenhafte Gestalt niedergeschlagen und weil zudem noch ein schwerer Sturm einsetzt flüchtet sich die Gruppe in ein nahe gelegenes Haus. Wer Horror-Filme kennt, weiß wie es nun weiter geht. Blut, abgetrennte Köpfe und jede Menge Geschreie stehen an der Tagesordnung und die Charaktere verhalten sich die meisten Zeit über Horrorfilm-Genre-typisch dämlich. Nichts desto trotz gibt es auch einige Überraschungen und Schockmomente.

Besser als Gedacht

Das alles hört ich im ersten Moment nicht sonderlich beeindruckend an, doch der Film ist tatsächlich besser als man im ersten Moment vermuten würde. Alle Schauspieler leisten gute Arbeit und bis auf gelegentliches overacting wirken alle sehr glaubhaft. Zum Ende hin gibt es noch die eine oder andere wirklich große Überraschung, die sogar alt eingesessene Horror-Film Fans überraschen dürften. Einzig das erzwungene 3D hat mich etwas gestört. Nicht dass die Effekte schlecht gewesen wären. Im Gegenteil. Es waren einfach zu wenig Effekte. Ein herausstehendes Auge hier, oder ein aus dem Bild fliegender Holzsplitter sind zwar nett, doch nicht unbedingt nötig. One Way Trip 3D hätte auch prima ohne 3D funktioniert.

Gesamtwertung: 85%

Fazit: Der Film ist zwar kein absoluter Hammer, doch meines erachtens unterhaltsamer als so mancher Hollywood-Horror-Schocker. Die Geschichte ist nicht unbedingt neu, doch spannend erzählt und am Ende gab es eine richtige Überraschung. Mein Fazit: Jeder Horrorfilmfan darf hier bedenkenlos ins Kino gehen. Alle anderen können gerne einen Blick riskieren.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Genesis' Musiktipp #2


ELVENKING - Your Heroes are Dead

Heute stelle ich euch die Power-Folk Metal Band Elvenking vor. Die italienischen Kollegen machen super Musik und vorallem dieser Song hat es mir angetan. Erschienen ist er auf dem Album "Red Silent Tides" aus dem Jahre 2010. Your Heroes are Dead bietet wie die meisten ELVENKING Songs eine gelungene Mischung aus hartem Metal und melodischen Folk-Klängen. Immer wieder gibt es zwischen den durch E-Gitarren beherrschten Parts auch ruhigere Abschnitte die durch Violinen untermalt werden. Auch andere Songs wie "Runreader" oder ältere Titel wie zum Beispiel "The Divided Heart" zeigen, dass die Jungs von ELVENKING immer wieder gute Musik machen. Ich wünsche euch noch viel Vergnügen mit den italienischen Rockern.

euer Genesis

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Crysis 2 - Review








Die zweite Krise

New York im Jahre 2023. Die Stadt die niemals schläft wurde von einer merkwürdigen außerirdischen Rasse namens "Ceph" angegriffen. Die einzige Hoffnung liegt im Träger des Nanosuit 2.0. Eine verbesserte Version des in Deutschland maßgeschneiderten Kampfanzuges. Zu Beginn von Crysis 2 muss man aber auch ohne den übermächtigen Nanosuit auskommen. Man schlüpfen in die Rolle des US-Marines "Alcatraz"und befindet sich gerade an Bord eines amerikanischen U-Boots, welches im Meer um New York anscheinend auf Patroillie ist, als plötzlich eine schwere Erschütterung die Besatzung überrascht. Schnell versuchen die Soldaten zu fliehen, doch das was sie an der Oberfläche sehen ist nicht das was sie erwartet haben. Ganz New York ist verwüstet und der Himmel steht in Flammen. Die Situation scheint aussichtslos und keine Hoffung in Sicht zu sein.


Neues Ich

Nur knapp und durch die Hilfe des Nanosuitträgers "Prophet" überlebt man und findet sich nach einer Ohnmachtsphase plötzlich selbst im Nanosuit wieder. Eine kurze Videoaufzeichnung die einem erklärt was gerade passiert ist und warum man selbst nun den Anzug trägt schafft etwas Klarheit. Dann geht es auch schon los. Man erhält den Auftrag einen gewissen Dr. Nathan Gould zu finden. Auf dem Weg dorthin macht  man sich mit den Funktionen das Nanosuit vertraut. Neben einer Art Wärmesicht, einem Panzer- und Unsichtbarkeitsmodus und übermenschlicher Stärke bietet der Anzug außerdem einige Zusatzfähigkeiten die jedoch erst freischalten werden müssen. So kann man zum Beispiel die Flugbahnen von feindlichen Geschossen erkennen, oder man verringert die Energiekosten bestimmter Aktionen. Das alles geht natürlich niecht einfach so, sondern wird durch die Anzugenergie, die sich am rechten unteren Bildschirmrand befindet werden alle Aktionen zeitlich begrenzt. So hat man nie das Gefühl wirklich übermächtig zu sein.


Mann siehst du gut aus!

 
Obwohl Crysis 2 auf Konsole nur mit 720p läuft und im Vergleich mit der PC-Version einiges zurückstecken muss ist das Spiel immer noch ein Eye-Candy und gehört zu den grafisch beeindruckendsten Spielen die ich je gespielt habe. Schon der erste Blick auf die organische Vegetation und die tollen Lichteffekte beim treten durch die Tür des ersten Gebäudes verschlägt einem den Atem. Obwohl das Spiel stellenweise mit einigen unschönen Clippingfehlern kämpft und manche Texturen erst nachladen müssen überzeugt der Gesamteindruck und auch der Sound kann sich hören lassen! Stimmig-Epische Themen mischen sich mit realistischen Waffengeräuschen und einer sehr guten deutschen Synchronisation. Auch wenn diese oft abgebrochen wird oder sich die Sprecher selbst ins Wort fallen.


New York, New York

Crysis bietet aber mehr als nur stumpfsinnige Schießereien mit einigen netten Features. Immer hat man die Wahl ob man lieber direkt drauf los stürmt oder die Feinde lieber á la Metal Gear aus dem Hinterhalt ausschaltet. Oftmals kann man Feinde sogar komplett umgehen. Im Vergleich zu anderen Genrekollegen setzt Crysis viel mehr auf Taktik und die Analyse der Kampfsituation. Schon bevor man sich ins Schlachtfeld stürzt kann man einzelne Dinge wie Feinde, Munitionsvorräte oder taktisch günstig gelegene Punkte markieren. Dies erleichtert den Kampf oftmals ungemein. Was im höheren Schwierigkeitsgrad auch nötig ist.

Auch die Geschichte um die Ceph, Cell und den Nanosuit selbst ist spannend erzählt und bietet einigen Diskussionsstoff für Science-Fiction Fans. Wer auf Shooter mit toller Technik, spannender Story und gutem Spielgefühl steht, der sollte bei Crysis 2 einen Blick riskieren.


Positiv:
+ sehr gute, wenn auch nicht fehlerfreie Technik
+ Nanosuit
+ tolle Äthmosphäre
+ organisch wirkendes New York
+ genialer Soundtrack
+ spannende Story
+ sehr gute Synchronsprecher
+ sehr gut inszenierte Skript-Szenen

Negativ:
- KI-Aussetzer
- Synchronsprecher fallen sich selbst ins Wort
- einige Logiklöcher
- mit rund 8 bis 9 Stunden ist die Kampagne zu kurz
- für manche zu viele Skript-Szenen?

Gesamtwertung: 91 %

Fazit: Für mich ist Crysis 2 einer der besten Shooter der aktuellen Konsolengeneration. Dies liegt zwar einerseits an der atemberaubenden Optik, aber auch an dem tollen Spielgefühl und der Freiheit immer so zu kämpfen wie ich möchte. Während man in Call of Duty nur mit zufällig ausgewählten Waffen auf Moorhuhn-Feinde ballert muss man bei Crysis 2 wesentlich taktischer agieren. Mal tarnen und vorher ein Munitionslager plündern. Dann gekonnt ein wenig Sprengstoff auslegen oder Feinde komplett umgehen. Immer mit einem Auge auf die Energieanzeige des Anzugs. Auch die geskripteten Szenen haben mich wunderbar unterhalten und die Geschichte gut voran gebracht. Die Story um Alcatraz, Prophet, die Ceph und das Unternehmen Cell ist zwar nicht perfekt durchdacht, doch sie unterhält sehr gut. Abschließend muss ich sagen, dass die Jungs von Crytek wunderbare Arbeit geleistet haben. Sie haben auf jeden Fall einen Fan mehr!

Und jetzt viel Spaß mit dem original-deutschen Nanosuit,
euer Genesis

Mittwoch, 21. September 2011

Genesis' Musiktipp #1



Escape the Fate - This War is Ours (The Guillotine Part II)

Für alle Metal-Fans da draußen sicherlich ein Blick wert. Escape the Fate legen mit "This War is Ours" den wahrscheinlich härtesten und gleichzeitig - meiner Meinung nach - besten Song ihrer Karriere hin.
Ansonsten legen die Jungs eher einen etwas gemächlicheren Punk-Sound hin, der bei weitem nicht so eine Kraft verströmt wie „This War is Ours“. Die klare Singstimme gemischt mit den im Kontrast stehenden Screamo-Parts ergibt sich ein wirklich herrlicher Sound. Unterstützt wird das ganze durch schnellen Drums und Gitarrenriffs. Was viele vielleicht nicht wissen ist die Tatsache, dass die Jungs den Song mit dem Game Halo im Hinterkopf geschrieben haben.

Kennengelernt hab ich den Song vor einigen Wochen beim betrachten eines wirklich gut gemachten One Piece – AMVs. Derzeit ist „This War is Ours“ mein absoluter Lieblingssong und ebenfalls mein Anrufton. Ich hoffe ihr findet ihn genau so gut wie ich. In diesem Sinne viel Spaß und bis bald.

-Euer Genesis

Mittwoch, 14. September 2011

Ist zu viel Monster noch gut für die Jagd?

Capcom kündigte vor kurzem auf der TGS ganze zwei neue Serienableger der beliebten Monsterhatz an. Den Anfang machte Monster Hunter 3G für den Nintendo 3DS. Das ganze soll anscheinend eine leicht erweiterte Version von Tri sein, das bereits letztes Jahr für Wii erschien. Einige neue Waffen sowie Gebiete und ein neues Monster sollen den Titel zum Erfolg bringen. Übrigens soll Multiplayer nur lokal über WLAN möglich sein. Auch unterwasserkämpfe wird es wieder geben und der Komfort wird durch ein zusätzliches Schiebepad erweitert, das man separat zum Game kaufen kann. (Übrigens sollen auch andere Spiele wie Metal Gear Solid: Snake Eater 3D damit spielbar sein)




Der zweite angekündigte Titel ist tatsächlich Monster Hunter 4. Bis jetzt erschienen die Teile der Hauptserie (Monster Hunter, Monster Hunter 2 und Monster Hunter Tri) immer auf stationären Konsolen, während auf Handhelds stets ein anderer titel gewählt wurde (Portable bzw Freedom-Reihe auf PSP). Grund dafür ist wahrscheinlich der Erfolg, der auf Handhelds wesentlich größer ist als auf den großen Konsolen. Während sich Tri und Frontier eher mäßig verkauften sprengten die mobilen Serienableger zumindest in Japan einige Rekorde.

Nun zum Spiel selbst: Viel gibt es noch nicht von Monster Hunter 4 zu sehen. Einzig ein kurzer Trailer der unter anderem die Flucht vor einem Tigrex und den Kampf gegen einen Rathalos thematisiert wurde gezeigt. Dieser Trailer hinterlässt jedoch die Frage ob es solche Actionsequenzen auch im Spiel geben wird, denn im Video sieht man den Charakter auf den Rathalos springen, welchen er dann mit Messerhieben attackiert. Wäre durchaus ein interessanter Punkt, der das Gameplay um einen netten Faktor erweitern würde. Optisch macht das ganze einen sehr schönen Eindruck.

Monster Hunter 4 - Trailer

Nun gut Capcom hat also zwei neue Eisen im Feuer und währen wir noch vergeblich auf ein Release von Freedom 3 warten freuen sich die Japaner schon auf die nächsten Games. Nun ist die Frage, welches Spiel bei uns zuerst erscheinen wird. Denn noch ist immer nicht klar ob es Freedom 3 überhaupt zu uns schaffen wird. 3G und Monster Hunter 4 hingegen wird von Nintendo vertrieben, deshalb ist ein Release hier zu lande sehr viel sicherer.

Nun ich persönlich muss sagen, dass ich ein riesiger Monster Hunter Fan bin, doch ich weiß nicht was ich davon halten soll, dass gleich 3 Spiele auf uns zu kommen könnten. Welches soll man da kaufen? Immerhin ist Monster Hunter nicht gerade für seine kurze Spieldauer und seinen geringen Umfang bekannt. Wo nehme ich die Zeit nur blos her? Tja das alles wird sich wohl erst klären lassen, wenn endlich ein neues mobiles Monster Hunter Game nach Europa kommt.

euer Genesis

Dienstag, 6. September 2011

Mr. Nobody (DVD)





Ein Leben – Tausend Möglichkeiten

Nemo Nobody, der letzte sterbliche im Jahre 2092 steht kurz vor seinem Tod. Noch einmal versucht er sein Leben zu rekonstruieren. Doch welches Leben hat er gelebt? Im Film Mr. Nobody spielt Jared Leto (Frontmann der Band 30 Seconds to Mars) den titelgebenden Hauptcharakter, der immer wieder diverse mögliche Leben nacherzählt. Er ist verheiratet, verwitwet oder sogar tot. Doch wie passen diese Geschichten zueinander?

Alles beginnt, als der neunjährige Nemo vor einer alles verändernden Entscheidung steht. Seine Eltern lassen sich scheiden und er soll für sich entscheiden, ob er bei seinem Vater bleiben, oder mit seiner Mutter gehen soll. Nemo erinnert sich an alle Leben die er geführt haben könnte, doch welches war das richtige. Oder gibt es überhaupt ein richtiges Leben? Wie können wir sicher sein, dass wir überhaupt existieren und nicht nur Einbildung eines weiteren sind? Mr. Nobody gibt viel Diskussionsstoff und befasst sich neben philosophischen Fragen auch mit den Grundzügen der Quantenphysik.



 



Das alles vermischt mit einem utopischen Science-Fiction Setting ergibt einen großartigen Film, der nicht zuletzt auch durch die musikalische Untermalung durch 50er Jahre Songs von Anfang an mitreißt. Im Zentrum steht dabei immer die Liebesgeschichte zwischen Nemo und einer der drei Mädchen aus seiner Kindheit. Auch die Schauspieler und vor allem Jared Leto leisten großartige Arbeit und Mr. Nobody entspricht genau dem Stil des 30 Seconds to Mars-Frontmannes. Trotz einer Laufzeit von etwa zweieinhalb Stunden kommt keine Langeweile auf. Denn immer wieder gibt es kleine Gags die einen zum lächeln bringen und einen in der nächsten Sekunde wieder ins Drama zurück holen.



Genre: Fantasydrama, Romance, Science-Fiction
Laufzeit: 136 min / 150 min (Director's Cut)
Altersfreigabe: 12

Gesamtwertung: 93%


Fazit: Eigentlich kann man Mr. Nobody jedem Filmfan empfehlen, doch sollte man auch eine gewisse Vorliebe für das Abstrakte haben. Denn Mr. Nobdoy lebt von seinen skurrilen Einfällen gleichermaßen wie durch den Erzählstil und der Geschichte selbst. Obwohl die Geschichte im ersten Moment nicht sonderlich komplex wirkt, wird durch die multiplen Abläufe der verschiedenen Leben eine Komplexität erschaffen, die man beinahe nicht mehr durchschauen kann, beziehungsweise auch soll. Mr. Nobody ist ein abstraktes Kunstwerk über die verschiedenen Möglichkeiten im Leben und die Variationen der Liebe.


Montag, 5. September 2011

Manga-Geheimtipp: Spice and Wolf

 


Wolf im Schafspelz

Die Geschichte spielt im Mittelalter und dreht sich um den Mittzwanziger Kraft Lawrence. Er ist ein reisender Händler und durchquert die Lande um mit den verschiedensten Waren zu handeln. Eines Tages kommt er in das Dorf Pasloe, wo gerade das alljährliche Erntefest abgehalten wird. Nach einem alten Brauch versuchen die Bauern die Erntegottheit, den Wolf Holo zu fangen, welcher sich angeblich in den Weizenfeldern aufhält. Doch die Gottheit scheint zu entkommen, denn alles was man erkennen kann ist ein Windhauch. Dass am nächsten Tag ein nacktes Mädchen mit Wolfsohren und einem Wolfsschweif im Wagen des reisenden Händlers auftaucht kann kein Zufall sein. Spice and Wolf ist keine Abenteuergeschichte ohne besonders viel Fantasy oder tiefgreifender Konflikte. Zumindest nicht im ersten Band. Ob es trotzdem eine Empfehlung wert ist erfahrt ihr jetzt.

Die Geschichte um Lawrence und dem Wolfsmädchen Holo versucht eine intakte mittelalterliche Welt darzustellen, und das gelingt dem Manga schon im ersten Band hervorragend. Wie in keinem anderen Manga zuvor fühlte ich mich so in ein mittelalterliches Setting hineingezogen. Man erfährt vieles über die Gegebenheiten und Gebräuche dieser Zeit und gleichzeitig erlebt man eine interessante Geschichte. Im Vordergrund steht dabei eindeutig der Werdegang des Händlers Lawrence, doch auch ein paar Fantasy-Elemente wirken im Gesamtwerk gut platziert.

Der Zeichenstil ist schlichtweg ein Traum. Der Detailreichtum, die Schatten und die optische Gestaltung der mittelalterlichen Welt sind eindeutig eine Klasse für sich. Ich kann Spice and Wolf jedem Manga-Fan empfehlen, der auch mal eine Geschichte ohne epische Kämpfe, böse Machenschaften oder Liebesgeschichten erleben möchte. Wer jedoch ein großes Abenteuer erwartet wird sicher enttäuscht. Denn Spice and Wolf bietet nichts anderes als das tägliche Leben eines reisenden Händlers, gepaart mit einigen Fantasy-Elementen. Nur eben im Mittelalter mit allen damaligen Gegebenheiten.

Mittwoch, 31. August 2011

Red Dead Redemption – Undead Nightmare – Review




Albtraum der Lebenden Toten

Als John Marshton eines Tages nach Hause kommt, beschleicht ihn schon ein seltsames Gefühl. Das Wetter ist stürmisch und irgendwas liegt in der Luft.

In der Erweiterung zu Red Dead Redemption hat sich einiges in New Austin und den Grenzlanden verändert. Statt auf Verbrecherjagd zu gehen und alte Rivalen zu Duell heraus zu fordern ist es hier die Hauptaufgabe jede Menge Untoter per Kopfschuss in die ewige Verdammnis zu schicken. Undead Nightmare verändert lediglich das Setting. Die Grundzüge bleiben dieselben. Per Pferd reitet man von Ort zu Ort und begegnet dabei einigen interessanten Leuten. Die Gegner, die abgesehen von menschlichen, auch tierische Untote enthalten haben zwar keine Schusswaffen sind aber wesentlich agiler und gefährlicher als ihre noch lebenden Vorbilder. Nur ein Kopfschuss oder Feuer erledigt die Kreaturen endgültig. Sogar untote Pferde gibt es in Undead Nightmare. Diese kann man mit etwas Geschick – wie jedes andere Ross - zureiten. Aufmerksame Cowboys schaffen es vielleicht sogar eins der legendären vier Pferde der Apokalypse zu zu reiten, die alle unterschiedliche Fähigkeiten bieten. Kriegs Pferd verbruzzelt Gegner kurzerhand im Vorbeireiten.


Kenne ich sie nicht?

Während der mehrstündigen Story in Undead Nightmare trifft man so einige alte Bekannte. West Dickens verkauft ein „Wunder mittel gegen Zombies“ oder Bonnie McFarlane verteidigt ihre Ranch. Auch beim Waffenarsenal hat sich nicht allzu viel getan. Alt Bekannte Schießprügel schaltet man durch das Befreien der Orte von der Zombieplage frei. Einige Neuheiten gibt es dann doch. Ein Beispiel ist die sehr nützliche Fackel die die Hirnfresser zurückschrecken oder sogar in Flammen aufgehen lässt. Musikalisch wird das Zombie-Western-Spektakel untermalt durch die typischen Red Dead Melodien die Situationsabhängig mit Grusel-Musik wie aus einem schlechten B-Movie gemischt wird. Das ganze passt hervorragend zusammen und bietet eine einzigartige Athmosphäre.


Positiv:
+ unverbrauchtes Setting
+ wie immer tolle Sprachausgabe
+ alte Bekannte
+ auch untote Tiere
+ und sogar Pferde!
+ genialer Soundtrack
+ schicke Karte als Poster

Negativ:
- nichts?


Gesamtwertung: 93 %

Fazit: Wer Read Dead Redemtption mochte und auch nur irgendwas mit Zombies anfangen kann, der braucht dieses Spiel. Die typisch positiven Gesichtspunkte des grandiosen Originals vermischt mit teils witzigen und nicht allzu ernst zu nehmenden Zombie-Elementen machen Undead Nightmare zu einem echten Spaß für Hobby-Zombiejäger. Ich wünsche viel Spaß im untoten New Austin.

Bis bald,
Genesis