Dienstag, 24. Februar 2015

Puella Magi Madoka Magica (Anime)

Ich freue mich über eure Kommentare :)







Die guten alten Magical Girls. Mädchen die sich durch Zauberkraft in mächtige Gestalten verwandeln und gegen das Böse kämpfen. Ein Animegenre das auch im deutschsprachigen Raum schon immer großen Anklang fand. Alles begann mit Sailor Moon. Mal ganz abgesehen davon ob man die Serie mag oder nicht, eins muss man dem Anime zugutehalten: Zusammen mit Dragonball hat Sailor Moon das Medium Anime auch hier bei uns massentauglich gemacht. Im Genre der Magical Girls folgten Serien wie DoReMi oder Pretty Cure. Beide habe ich damals eigentlich recht gern geschaut. Während DoReMi zuckersüß, lustig und locker war, schlug Pretty Cure „etwas“ tiefgründigere Töne an. Doch was Fans des Genres bei Madoka Magica erwartet ist eine ganz, ganz andere Dimension.


Bis auf den mysteriösen Einstieg, beginnt der Anime wie jeder andere des Genres. Madoka Kaname ist ein normales Mädchen mit einer glücklichen Familie, aber ohne große Talente. Sie genießt ihr Leben und geht gerne zur Schule. Die ersten paar Folgen dümpeln eigentlich recht fröhlich vor sich hin. Klar. Die Art der Magie (Magical Grils kämpfen hier mit Pistolen, Bomben und Schwertern) und die Darstellung alleine unterscheiden sie auch hier schon grob von den meisten Genrevertretern. Das liebenswerte Opening und das zuckersüße Ending suggerieren insgesamt aber immer noch den „typischen“ Magical Girl Look. Bis zum ersten Storytwist der uninformierte Zuschauer wohl fast aus den Schuhen blasen dürfte. Danach geht’s immer mysteriöser, düsterer und schonungsloser zur Sache. Puella Magi Madoka Magica zeigt erst nach ein paar Folgen, dass es das Thema „Magical Girl“ nicht nur hart, sondern gänzlich anders als seine meisten Kollegen darstellt. Hier stehen nicht Abenteuer und Zauberspielchen im Vordergrund. Auch nicht primär die Rettung der Welt. Vielmehr geht es hier um die Frage: Was bedeuten Freundschaft, Liebe, Aufopferung oder Trauer. Madoka Magica ist meines Wissens nach auch eine der wenige, wenn überhaupt einzigen Serien die das Phänomen der „Magical Girls“ halbwegs plausibel zu erklären weiß. Insgesamt fokussiert der Titel mehr auf den Weg ZUM magischen Wesen, und weniger auf die Erlebnisse ALS Magical Girl. Für Genrefans sicherlich interessant, aber garantiert nicht für jeden geeignet. Der Name des Drehbuchautors Gen Urobuchi sollte hier als Hinweis dienen.


Optisch präsentiert sich Madoka Magica farbenfroh und sehr kindlich. Typisch für einen Anime des Genres und im starken Kontrast zur späteren Handlung. Der Zeichenstil selbst ist sehr schön an zu schauen und hebt sich angenehm von seinem Umfeld ab, sodass die Serie auch optisch starke Alleinstellungsmerkmale aufweist. Ganz besonders gut gefallen hat mir die Darstellung der anderen Dimension. Diese erinnert an Scherenschnitte und Collagen aus verschiedenen Materialien. Schön surreal und abstrakt. Toll gemacht!


Die deutsche Synchro ist meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen. Alle Sprecher sind gut ausgewählt und machen ihre Sache ordentlich. Zur Stimmung tragen einige markante Soundtracks bei. Insgesamt bleibt die Musik aber recht eindimensional und hätte noch ein paar einprägsamere Songs vertragen. Richtig hängengeblieben ist eigentlich nur der fantastische Track „Magia“ von „Kalafina“. Insgesamt ist die Musik aber immer passend und stimmungsvoll.


Fazit: Wer bei Madoka Magica einen typischen Anime des Genres erwartet wird wohl enttäuscht werden, denn obwohl er eigentlich alles hat, was einen Magical Girl Anime ausmacht, so sehe ich den Anime eher als Psychothriller. Ständig werden die Charaktere mit ihren Ängsten konfrontiert. Ein Storytwist jagt den nächsten und man weißt oft nie was als nächstes kommt. Deshalb ist Madoka Magica zwar jedem Magical Girl Fan zu empfehlen, gefallen wird er aber garantiert nicht jedem. Wer hingegen auf dramatische Thriller steht und sich von der anfänglichen Stimmung und der Optik nicht abschrecken lässt, bekommt den meiner Meinung nach wohl besten Magical Girl Anime, der jedoch leider ein paar Folgen zu kurz ausgefallen ist. Denn so bleiben die Charaktere etwas blass. Für eine Serie mit gerade einmal 12 Folgen ist Madoka Magica aber perfekt inszeniert und unterhält mit einem angenehmen Tempo und schlägt noch einigen genreuntypischen Actionszenen oben drauf. Bravo!
 

Montag, 23. Februar 2015

Batman: Hush (Comic)





 

Ein Tag wie jeder andere in Gotham City. Batman ist wie immer auf Patroullie, als plötzlich sein Seil gekappt wird er ungesichert in die Tiefe stürzt. Ein dröhnender Schmerz durchfährt seinen Schädel und nur knapp entkommt er einem schlimmen Schicksal. Als er endlich wieder in den Batsuit schlüpft scheint sich jedoch etwas verändert zu haben. Batmans Feinde tauchen überall auf und verhalten sich merkwürdig. Anders als gewöhnlich. Irgendjemand scheint etwas zu planen und macht sich Batmans Schwächen zu nutze.


Hush ist ein außergewöhnlicher Zweiteiler im Batman Universum. Fans bekommen hier einen Großteil der Schurkenriege in einer spannenden und gut durchdachten Story zusehen. Zudem erlebt man hier einige tolle Szenen in denen Batman/Bruce selten zu sehen war. Optisch liefert Hush sehr hochwertiges, modernes Comicartwork. In den zahlreichen Rückblicken in Bruce’s Kindheit wird viel mit verschwommenen, fast schon an Arkham Asylum erinnernden, jedoch weniger abstrakten Bildern gearbeitet.


Fazit: Batman: Hush ist meiner Meinung nach eines der Highlights der Batman Comicbücher. Neben Auftritten der größten Widersacher der Fledermaus bekommt es Batman auch mit einigen Neuen oder weniger bekannten Figuren zu tun. Die Story selbst ist ebenso wie das Artwork düster und spannend umgesetzt. Ich wundere mich, dass Nolan in seiner Dark Knight Trilogie nicht auf dieses fantastische Werk zurückgegriffen hat. Immerhin passt es thematisch vielleicht sogar besser zu seinem Stil als Knightfall.

Freitag, 20. Februar 2015

Guacamelee – Super Turbo Championship Edition (PS4)

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Ein ganz normaler Tag im friedlichen Dorf Pueblucho. Die Sonne brennt auf das mexikanische Land und Agavenbauer Juan hilft dem örtlichen Priester beim Aufräumen. Doch plötzlich erschüttert ein Beben die Kirche und Juan eilt zum nahegelegenen Residium von El Presidente. Voller Entsetzen findet er zwischen den Trümmern seltsame Gestalten die El Presidente’s Tochter bedrohen. Juan versucht einzuschreiten, wird aber vom mysteriösen Calaca ins Reich der Toten verfrachtet. Doch das ist nicht das Ende für den Agavenbauer. Er entdeckt die Maske eines Ringers und wird zu einem waschechten Luchador! Nun ist es an Ihm das Böse zu bezwingen und die Welt zu retten.


Metroidvania in Mexiko

Schon nach den ersten Minuten sind unzählige Parallelen zum typischen Spielgefühl nicht von der Hand zu weisen. Ein klassischer Sidescroller mit Fokus auf eine gute Mischung aus Kämpfen, Erkunden und Geschicklichkeitseinlagen. Ständig entdeckt man neue Gebiete, versteckte Passagen und erlernt neue Fertigkeiten. Das Ganze wird noch durch eine extrem witzig präsentierte Story und fast schon irrwitzigen Charakteren abgerundet. Das Setting wirkt erfrischen unverbraucht und die optische Präsentation glänzt nahezu makellos. Prägnantes Design mit knalligen Farben und perfekter musikalischen Untermalung machen Guacamelee nicht nur spielerisch zum Hochgenuss.


Fazit: Guacamelee ist meiner Meinung nach ein Pflichtkauf für jedermann. Extrem kurzweilig, weiß es durch viele Upgrades und wechselnden Gebieten auch langfristig zu unterhalten. Es ist schick, spielt sich extrem flüssig und macht einfach Laune. Wer gerne im Multiplayer zockt, freut sich zudem über einen lokalen Zweispieler-Part. Also: Wer jetzt nicht selbst zum Luchador wird ist selber Schuld! Ein Download-Titel der Extraklasse!

Freitag, 13. Februar 2015

No Game No Life (Anime)

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Das Spiel des Lebens

Sora und seine kleine Schwester Shiro sind NEETs aus Leidenschaft. Das echte LEben scheint an Ihnen vorbei zu ziehen. Während Sora garnicht erst an Arbeit denken will, besucht Shiro nur ab und an die Schule. Ganz anders sieht des da mit Ihrem gemeinsamen Hobby aus. Als [] - Blank, qusi namenloser Spieler, dominieren sie hunderte Rankings und Highscorelisten weltweit. Eines Tages fordert Sie ein mysteriöser Unbekannter zu einer Partie Online-Schach heraus. Ehrensache, dass Blank sich dieser Herausforderung stellt. Doch just in dem Moment indem ihnen der Sieg, wird das Geschwisterpaar durch eine ominöse Kraft in ihren Computermonitor gezogen. Wenig später finden Sie sich in einer anderen Welt wieder. Eine Welt die den Krieg abgeschafft hat und sämtliche Differenzen über Spiele aller Art bereinigt.


Natürlich fühlen siech die beiden in solch eriner Welt sofort wohl. Vorallem Sora genießt die Art wie er hier im Mittelpunkt stehen kann und beweist ein ums andere Mal, dass er ein exzellenter Taktiker und Stretege ist. Auch an Charisma scheint es ihm zumindest innerhalb der Spiele nicht zu mangeln. Ganz anders seine Schwester. Die eher zurückhaltende Shiro wird leicht unterschätzt, hat in Wahrheit aber einen exorbitant hohen IQ und versteht sich ausgezeichnet auf Denkspiele. Nachdem sie immer mehr die Regeln dieser fremden Welt begreifen, lernen sie ein Mädchen namens Stephanie Dola kennen. Sie ist die Enkelin des verstorbenen Königs, welcher vor seinem Tod folgendermaßen für siene Nachfolge gesorgt hat: Herrscher wird derjenige, welcher ein meisterhafter Spieler ist und seine Konkurrenten gnadenlos besiegt. Damit steht Soras Entschluss fest: ER will der neue König dieses Reiches werden.


Was darauf folgt sind zwölf überraschend gut durchdachte Episoden mit intelligenten Schachzügen und einer besonderen optischen Farbenpracht. Die Charaktere sind allesamt gut getroffen und glänzen mit ihren Eigenheiten. Für Freunde des weniger Ernsten gibt es jede Menge Comedyeinlagen, die meiner Meinung aber zu häufig in eine Loli/Ecchi-Linie abdriften, jedoch nie zu anstößig, oder unpassend wirken. Und auch der Soundtrack kann sich hören lassen! Das beginnt schon beim tollen Opening:




Fazit: No Game No Life ist einer der Überraschungshits der letzten Jahre. Optisch ausßergewöhnlich präsentiert der Anime storytechnisch zwar nichts Neues, dafür trifft er aber mit der Art seiner Inszenierung genau ins Schwarze. Er erinnert oftmals an den Klassiker Death Note, erreicht aber niemals dessen Klasse. Dennoch unterhält die kurze Serie fabelhaft. Videospiel-Fans freuen sich zudem über reichlich Eastereggs und Anspielungen. Lediglich die harmlosen Ecchi-Szenen hätte man reduzieren können. Das ist aber Geschmackssache und meiner Vorliebe für ernste und düstere Animes geschuldet.


Nach den 12 Episoden: Wie geht's es weiter?

No Game No Life basiert auf einer Light Novel und endet mit einem Cliffhanger. Ich hoffe jedenfalls auf eine zweite Staffel!

Sonntag, 8. Februar 2015

Game of Thrones: a Telltale Game Series (PS4)

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Das Spiel um den Eisernen Thron ist in aller Munde und nun will auch Telltale endlich eine würdige Versoftung zur Ausnahmeserie abliefern. Doch gelingt ihnen das auch?


Iron from Ice

Schon mit den Walking Dead Spielen zeigte Telltale, dass sie ganz groß im Geschichtenerzählen sind. Großartige Charaktere und eine extrem spannende Story mit wenig Gameplay. Und genauso spielt sich auch die neueste Serie der Adventure-Macher.

Das Spiel steigt direkt am Ende der dritten Staffel der Serie ein und erzählt die Geschichte von Haus Forrester. Und wie man es von Game of Thrones kennt, tieft die Story nur so von Verrat, Intrigen und unvorhergesehenen Wendungen. In diesem Punkt übertrifft Episode Eins auch das Walking Dead Adventure. Zumindest bis jetzt. Extrem Atmosphärisch ist sowohl Grafik als auch Sound. Stimmige Charakterdesigns die sich sehr stark an der Serie orientieren mit Artworks als Hintergründen. Dazu einige bekannte Stücke aus dem GoT Universum.

Fazit: Bereits die erste Episode erzählt eine extrem stimmige und spannende Story und ist ein Leckerbissen für GoT Fans der das Warten auf Staffel Fünf angenehm verkürzt. Einzig beim mageren Gameplay und dem Mangel an wirklich folgenschweren Entscheidungen muss ich die Macher kritisieren. Liebes Telltale-Entwicklerteam: So gern ich eure Spiele auch spiele, sorgt endlich mal für Konsequenzen! Danke.

In diesem Sinne: Eine Empfehlung für alle Fans der Vorlage. Das sollte man aber auch wirklich sein, denn dann macht das Spiel gleich dreimal soviel Spaß.


Dragon Age: Inquisition (PS4)

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Endlich ist es soweit. Der lang erwartete Nachfolger zur Rollenspielserie Dragon Age steht nun schon einige Monate im Handel und viele haben nach dem eher durchwachsenen Nachfolger immer noch ihre Bedenken. Andere kamen mit dem Fantay-Epos bis jetzt noch garnicht in Berührung. Hier nun ein kleines Review um euch ein besseres Bild machen zu können.


Thedas in Gefahr

In DA 2 befasste man sich als Champion Hawke von Kirkwall eher mit lokalen Problemen, die jedoch durchaus weitreichende Folgen nach sich ziehen werden. Im neuesten Werk von Bioware bedroht ein viel erschüttenderes Ereignis die Welt. Nachdem die Magier und Templer sich in der Welt von Thedas endgültig zerstritten hatten, sollte das Konklave endlich für Frieden sorgen. Doch als eine gewaltige Explosion alle Anwesenden bis auf eine Person tötet und ein gewaltiges Loch in den Himmel reißt aus dem auch noch jede Menge Dämonen kommen, gerät das Gleichgewicht der Welt endgültig ins Wanken. Nun liegt es am letzten Überlebenden, der mit einer ominösen Kraft gesegnet ist daran die Welt zu retten.

Soweit so gewöhnlich. Richtig spannend wird die ganze Story wohl übermäßig durch die vielen bekannten sowie unbekannten und wirklich gut geschriebenen Charaktere. Schon immer eine Stärke von Bioware! Nebenbei lieferten die Entwickler auch noch eine der schönsten Gamingwelten aller Zeiten. Wer gerne Erkundet liegt schonmal richtig. Doch Dragon Age kann mehr!


Aus der Kritik gelernt

Eins muss man Bioware lassen. Sie haben aus der Kritik am Vorgänger gelernt. Schon die zuvor erwähnte Spielwelt ist verglichen mit den Vorgängern gigantisch. Zudem ist lässt sich das Kampfsystem auch wieder viel taktischer steuern als noch in DA2. Mir ist jedoch immer noch schleierhaft, warum man pro Charakter nur acht Fähigkeiten im Kampf benutzen kann. Denn trotz des Ringmenüs, welches jenem des Erstlings ähnelt, erlaubt uns das Spiel nur jeweils zwei mal vier Fähigkeiten mit in den Kampf zu nehmen. Ansonsten funktioniert alles wunderbar. Actionfreunde kloppen fröhlich im etwas gedrosselteren Echtzeitkampfsystem drauf, während taktiker lieber das Geschehen von oben beobachten. Die Kamerasteuerung dabei ist jedoch leider nicht immer optimal. Man gewöhnt sich aber nach einiger Zeit daran.


Die Story selbst ist gut geschrieben und vor allem richtig gut inszeniert. Dramatische Schnitte und stimmige Soundtracks ziehen einen geradezu in die fiktive Welt. Alte Bekannte treten hervor, offene Fragen werden geklärt und die Puzzelteile fügen sich zusammen, während neue Rätsel aufkommen. So muss die Fortsetzung einer Serie sein.


Fazit: Dragon Age Inquisition ist meiner Meinung nach ein würdiger Nachfolger. Er merzt viele Schwächen von DA2 aus und bietet nun neben der tollen Story endlich auch eine Spielwelt die Thedas gerecht wird. Mit der Dragon Age Keep Webseite bleiben die bisherigen Geschehnisse sogar systemübergreifend erhalten und Erkundungsfreunde freuen sich auf gewaltige Areale. Kritik gibt es eigentlich wenig: Nur die etwas leblosen Nebenquests hätte man in ihrer Quantität reduzieren und die Qualität erhöhen können. Kleinere Pop-Ups und Grafikpatzer können an der makellosen Grafikpracht nur kratzen. Mit Inquisition liefert Bioware klar eines der besten RPGs der letzten Jahre. Ich freue mich auf gehaltvolle DLCs!

Montag, 2. Februar 2015

Back in Next Gen!

Ich freue mich über eure Kommentare :)


Da ich schon seit geraumer Zeit nichts mehr gepostet habe, ergreife ich nun die Gelegenheit und gebe mal eine kurze Übersicht über meine Aktivitäten der letzten Monate. Zum Release des RPGs Dragon Age: Inquisition habe ich mir zusammen mit dem Spiel eine weiße PS4 ins Haus geholt. Wurde ja auch Zeit! Mangels erwähnenswerter Titel dauerte es immerhin ein Jahr bis ich auf der aktuellen Generation ankam. Zuvor habe ich noch ausführlich den Ausklang der letzten Generation genossen. Abschließend kann ich sagen, dass mich meine Fat Lady üver viele Jahre hinweg hervorragend unterhalten hat. Vor frühen Perlen wie Metal Gear Solid 4 über neuen Spielerlebnissen á la Heavy Rain oder Journey, bis hin zu The Last of Us, welches die PS3 würdig in den Ruhestand schickte.


Und nun ist es geschafft. Meine PS4 hat den Platz meiner alten Konsole übernommen und die Credits des ersten Spiels flimmern über den Bildschirm. Immer ein denkwürdiger Augenblick. Ganz nebenbei muss ich auch noch anmerken, dass mich auch meine Wii U dank Mario Kart, Smash Bros und der Downloadversion von Mario Galaxy 2 wirklich mehr als zufrieden stellt.

Ich freue mich jetzt schon auf all die grandiosen Spiele die mich in diesem Jahr noch erwarten und wünsche allen Gamern da draußen viel Spaß mit der aktuellen Generation. Ganz gleich ob Xbox One, PS4 oder Wii U. Alle Drei sind endlich mehr als lohnenswert und bieten auch dieses Jahr wieder eine Fülle an tollen Spielen.


-euer Genesis

Montag, 22. September 2014

Mario Kart 8 (Wii U)

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Es geht wieder los...


Nun. Es ist ja jetzt schon wieder ein paar Monate her, seit Mario Kart erschienen ist. Nichts desto Trotz möchte ich dennoch einen kurzen Artikel über den aktuellsten Ableger des Funracers bringen. Denn nun ist es tatsächlich soweit. Die Wii U wird endlich eine interessante Konsole. Wie schon durch das fantastische Mario 3D World eingeleitet beginnt nun endlich eine Phase im Lebenszyklus der Konsole in welcher spannende Titel erscheinen. Doch der Reihe nach...


Die Motoren heulen kurz auf. 12 Fahrer stehen voller Adrenalin an der Startlinie und fibern jeder Sekunde entgegen. Hypnotisch wirkt die Ampel ziehen die roten Lichter der Ampel den Spieler in den Bann und sobald das Signal ertönt beginnt ein Rennen voller Schubserei, Abkürzungen und verrückter Items. Seit dem Super Nintendo wacht Mario Kart eisern über den Funracer Thron. Konkurrenten wie Little Big Planet Karting oder F1 Racing Stars ringen den Entwicklern bei Nintendo nur ein müdes Lächeln ab und sogar eigentlich ziemlich gute Titel wie Sonic All Stars Racing Transformed hängt der korpulente Klempner Runde um Runde ab. Mit Mario Kart 8 ändert sich daran wenig. Im Gegenteil sogar. War MK 7 am 3DS schon wirklich gut, steigert sich der Wii U Ableger in sämtlichen Belangen.


Alles auf Spaß getrimmt - in Hochglanz

Angefangen beim Spielgefühl über das Streckendesign, bis hin zur musikalischen Untermalung liefert Mario Kart 8 erneut eine bunte Mischung aus allem was einen Funracer ausmacht. Mit Kart, Bike oder Quad rasen bis zu zwölf Spieler über 16 bekannte und 16 neue Strecken. Entweder im Grand Prix, Versus-Modus oder Zeitfahren. Offline mit bis zu 4 Spielern, Online auch zu zweit. Neu ist eine Art Gravitationsmodus der einem erlaubt an Wänden oder sogar Decken entlang zu fahren. So erhalten alte Strecken ganz neue Wege und wirken somit frisch und bieten neue Möglichkeiten. Auf der Seite der Items gesellt sich etwa die Piranha-Pflanze oder ein Bumerang zu den Klassikern wie grüne und rote Panzer oder der Bananenschale. Insgesamt wirkt alles besser ausbalanciert als noch bei Mario Kart Wii oder 7 und es kommt wieder verstärkt aufs fahrerische Können der Spieler an.

Mal ganz abgesehen vom tollen Design sieht Mario Kart 8 - und das muss man jetzt einfach mal so sagen - wirklich fantastisch aus! Mir gefiel ja Mario 3D World schon super, aber der Funracer setzt noch einen drauf. Satte Farben, knackige Texturen und fantastische Effekte. Das Ganze läuft zudem so butterweich, wie ich es selten gesehen habe. Dies gilt auch für die Spielbarkeit. Bereits nach wenigen Partien geht die Steuerung in Fleisch und Blut über und auch online funktioniert alles flüssig und wunderbar einfach. So soll das sein!

Kritikpunkte gibt es wenige. Lediglich eine fragwürdige Charakterauswahl stößt bei Veteranen etwas sauer auf. Warum gibt es zum Beispiel alle(!) Koopalinge, dafür aber weder König Buu Huu, Knochentrocken noch Birdo. Ansonsten könnten es wie immer natürlich noch mehr Strecken sein. Kleines Trostpflaster: Nintendo hat bereits zwei DLCs angekündigt in denen jeweils 3 neue Charaktere, vier neue Karts und 8 neue bzw. 8 alte Strecken verfügbar sein werden. Ach nöö werden jetzt viele rufen. Nintendo steigt somit also auch auf den DLC-Zug auf. Verständlich. Andere Publisher tun dies schon jahrelang. Mit Erfolg. Klar stört mich das ganze nun auch ein wenig. Allerdings bietet Nintendo wenigstens faire Preise . Denn im Bundle kosten beide Packs insgesamt nur 12 €. Vorbesteller erhalten zudem verschiedenfarbige Yoshis und Shy Guys. Außerdem gab es bereits mit dem letzten Update 3 neue Mercedes-Karts. Über mangelnden Content können sich Nintendo-Fans also eigentlich nicht beschweren. Immerhin bricht man somit endlich mit der 32 Strecken Tradition.


Fazit: Mario Kart 8 ist wie erwartet der beste Funracer den es derzeit am Markt gibt. Nicht nur das. Mit seinem tollen Design, der perfekten Spielbarkeit und der wunderbaren Technik ist es derzeit auch ein Paradebeispiel für gute Spielentwicklung und es zeigt, dass Monstergrafik nicht alles ist.

Wer bis jetzt gewartet hat und noch immer überlegt sich eine Wii U zu holen, sollte die Gelegenheit nun vielleicht nutzen. Nintendos Konsole hat mittlerweile einige wirklich tolle Titel und mit Bayonetta und Super Smash Bros(!) stehen bereits die nächsten Toptitel ins Haus. Und auch für die Zukunft ist dank Ankündigungen wie Captain Toad, Star Fox und The Legend of Zelda (!) bereits bestens vorgesorgt.

-euer Genesis

Montag, 15. September 2014

The Breaker (Manga/Manhwa)

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Wer nicht kämpft hat schon verloren!

Shi-Woon Yi hat nicht das einfachste Leben. Seine Mutter arbeitet oft bis spät in die Nacht und in der Schule wird er ständig von Chang-Ho und seiner Gang drangsaliert. Längst hat er die Schlägereien akzeptiert und versucht nicht einmal mehr sich zur Wehr zu stellen. Einziger Lichtblick ist seine Freundin Sae-Hi für die er jedoch mehr empfindet als bloße Freundschaft. Als die Prügel härter werden und Shi-Woon immer mehr in eine Depression abdriftet, trifft er auf einen mysteriösen Mann namens Chun-Woo. Fast schon herablassend fragt er Shi-Woon warum er sich nicht gegen seinen Peiniger auflehnt. Doch dieser hat schon längst aufgegeben. Gerade als Shi-Woon sich vom Dach des Schulgebäudes stürzen will, rettet ihn unerwartet der charmante und vielleicht etwas zu sehr den Frauen hinterher jagende Chun-Woo.

Doch etwas an ihm ist nicht normal. Seine Reflexe und seine Stärke sind weit von dem entfernt, das Shi-Woon bisher gesehen hatte und langsam aber sicher scharen sich um ihn immer mehr zwielichtige Personen die ein Geheimnis verbergen. Sie alle sind Teil der Martial Arts Welt, welche im geheimen existiert. Diese Kämpfer haben übermenschliche Fertigkeiten und leben nach eigenen Regeln. Strikt getrennt von der Welt der Normalbürger.

Völlig überwältigt bittet Shi-Woon den Fremden ihn ebenfalls zu trainieren, doch dieser lehnt vehement ab. Denn wer einmal in die Welt der Kämpfer eintritt, kann sie nie wieder verlassen…


The Breaker ist schon stilistisch großes Kino. Die Zeichnungen sind hervorragend und selten zuvor habe ich solch eine Wucht in einem Manga gesehen. Die Kämpfe sind extrem lebhaft und man spürt förmlich jede Bewegung. Wahnsinn! Ansonsten ist das Charakterdesign abwechslungsreich und sehr detailliert. Auch die Story weiß zu überzeugen und ist für einen Action-Manga/Manhwa gut gelungen. Für Lacher zwischendurch ist dank Chun-Woo stets gesorgt und wer Ecchi mag wir hier und da auch ein paar Mal zufrieden gestellt. Muss ich jetzt nicht unbedingt haben, aber in der Form und der Menge völlig passend.


Fazit: The Breaker ist einer der besten Action Mangas die ich je gelesen habe. Denn neben der guten Story und den vielseitigen Charakteren, überzeugt vor allem der detaillierte Zeichenstil und im Besonderen die extreme Dynamik in den Kämpfen. Wahnsinn! Abschließend ist noch zu sagen, dass der Manga mit einem furiosen, offenen Finale in der Folgeserie „The Breaker: New Waves“ mündet, welche derzeit noch läuft. Ich kann den Manga jedem Action- und Martial-Arts Fan nur wärmstens ans Herz legen. Es lohnt sich rein zu schauen!

-euer Genesis
 

Samstag, 13. September 2014

Tomb Raider (PS3)

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Sie ist Abenteurerin, Archäologin, Motoradfahrerin, Tempelforscherin, Waffenschwingerin und nun auch Überlebende. Lara Croft. Nach fast zwanzig Jahren im Videospielgeschäft, gehört sie zu den bekanntesten Figuren der Industrie. Doch mit dem Reboot wird alles neu und vieles anders. Ich als Tomb Raider Veteran war erst skeptisch, ließ mich letztens jedoch aber auf den Neuanfang der Serie ein.


Alles auf Anfang

Nachdem mit Tomb:Raider Underworld der letzte Handlungsstrang zu Ende gebracht wurde, war es Zeit für etwas Neues. Crystal Dynamic bringt den Spieler in die Jugend der sonst so taffen Heldin und erzählt die Anfänge ihrer Geschichte, in einer realistischeren und vorallem brutaleren Umgebung muss sie zu der unerschrockenen Abenteurerin werden, die wir alle kennen.

Irgendwo im Pazifik reist die Studentin Lara Croft zusammen mit einer Forschungsgruppe durch die Meere um die verborgene Insel Yamatai im Drachendreieck zu finden. Wie aus dem Nichts wird das Schiff von einem Sturm erfasst und das Unglück nimmt seinen Lauf. Lara schafft es gerade noch aus dem Wrack und findet sich bald an einem verlassenen Strand wieder. Getrennt von ihrer Gruppe versucht sie nun auf sich alleine gestellt Hilfe zu finden. Doch etwas schein auf dieser Insel nicht mit rechten Dingen zu zu gehen. Lara trifft auf die Anhänger eines fanatischen fast schon religiösen Ordens und wird mitten in ein uraltes Geheimnis gezogen in dem Sie um ihr und das Leben ihrer Freunde kämpfen muss.


Uncharted anyone?

Laras aktuellstes Abenteuer entfernt sich schon von der Mechanik her weit von den vorherigen Teilen und erinnert frappierend an Naughty Dogs Uncharted-Serie. Statt Feinde automatisch ins Fadenkreiz zu nehmen und sie mit treffsicheren Kugeln zu erledigen während Lara akrobatisch durch die Umgebung hüpft, versteckt die Heldin sich nun hinter Objekten und schaltet Gegner gezielt durch manuelles Zielen aus. Vorzugsweise mit ihrem neuen Bogen. Zudem stehen ihr später eine Pistole, ein Maschinengewehr und eine Schrotflinte zur Verfügung. Sämtliche Waffen lassen sich außerdem verbesserun und bieten so mehr Feuerkraft, Munitionskapazität oder einen zweiten Feuermodus. Auch Lara selbst erlernt nach und nach neue Fertigkeiten und wird somit langsam zur tödlichen Gefahr für ihre Feinde. Ebenfalls typisch für ein aktuelles Spiel.


Wo sind meine Rätsel?

Tomb Raider Veteranen wie ich kennen die Situation. Man steht in irgendeinem Tempel vor einem tödlichen Mechanismus, hat ungefähr zehn Leben verloren und ist nun der Lösung zum Greifen nahe. Hat man das Hindernis dann endlich überwunden durchflutet einen plötzlich ein wohliges Gefühl des Erfolges. Die Serie stand für je her aus einer starken Kombination aus kniffligen Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen. Der Schusswechsel war da eher Nebensache. Beim 2013er-Ableger sieht die Sache anders aus. Hier kommen die Rätsel fast etwas kurz. Nur die optionalen versteckten Gräber schaffen das alte Grabräuber-Gefühl.


Sieht schickt aus das Teil

Egal ob man die Neuerungen nun mag oder nicht. Tomb Raider sieht richtig gut aus. Animationen, Charaktere und Effekte haben mir riechtig gut gefallen. Auch wenn ich fand, dass die Umgebung des Vorgängers insgesamt mehr her machte. Das liegt aber auch einfach daran, dass Thailand und tropische Dschungel mehr farbenpracht bieten als verwüstete asiatische Pazifikinseln. Denn mit dem neuen Characterdesign wird das große Manko des Vorgängers klar ausgebügelt. Hatte Underworld zwar wirklich schöne Umgebungen, fielen die cartoonhaften und überzeichneten Figuren jedoch völlig aus der Reihe. Laras neueste Reise wirkt hingegen wie aus einem Guss und punktet vorallem mit schönen Lichteffekten und geschmeidigen Animationen. Auch tontechnisch kann das Spiel bei mir punkten und überzeugt durch einen guten Soundtrack und überzeugenden Sprechern. Ich muss zwar sagen, dass ich Laras alte Stimme wirklich vermisse, andererseits hätte diese zur jungen Miss Corft auch nicht gepasst und Nora Tschirner macht einen klasse Job.


Fazit: Das Fazit zu Tomb Raider fällt mir nicht leicht. Als Fan seit dem ersten Teil fehlen mir hier einfach viele Dinge. Dennoch ist das Spiel für sich wirklich toll. Sehr gute Optik, geschmeidiges Gameplay, eine spannende Inszenierung und frischen Wind im Franchise. Was ich mir für den nächsten Teil jedoch wünsche sind wieder mehr Elemente aus den Vorgängern. Denn die Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen können Grabräuber-Veteranen wie mir nur ein müdes Lächeln abringen. Und der Titel liegt klar hinter meinem Lieblingsteil Tomb Raider: Legend auf der PS2. Insgesamt kann ich den Titel aber allen Action-Freunden empfehlen. Auch Tomb Raider Veteranen und Fans der uncharted Reihe können bedenkenlos zugreifen und werden eine gute Zeit haben. Ich freue mich jedenfalls auf Rise of the Tomb Raider und hoffe auf's Beste :-)

Grüße aus Yamatai
-euer Genesis