Dienstag, 27. Mai 2014

Shingeki no Kyojin - Attack on Titan (Anime)

Ich freue mich über eure Kommentare :)





Schonungslos – Brutal – Genial

Attack on Titan war DER Anime 2013. Gehypt wie kein anderer begeistert der auf einer Mangaserie basierende Anime die Zuschauer rund um den Globus. Dabei faszinieren vor allem die brutale Welt in der die Serie spielt und die fantastische Animationsqualität. Doch obwohl der Anime solch ein Phänomen unter Otakus ist, haben sicherlich viele Leute noch nie von dem Titel gehört und verpassen dabei einiges! Auch als Nicht-Anime-Fan.


Die Geschehnisse spielen in einer fiktiven Welt, die sehr am mittelalterlichen Europa angelehnt sind. Angefangen von der Natur über den Baustil, bis hin zu den Namen vieler Charaktere. Da wären etwa Johannes, Erwin oder sogar ein Günther. Drei gigantische Mauern schützen die wenigen verbliebenen Menschen seit über 100 Jahren vor den riesigen Titanen (zwischen 5 und 15 Meter), die jenseits dieser Mauern leben. Unbarmherzige Wesen, die nur darauf aus sind Menschen zu fressen und nur schwierig zu töten sind. Keiner erinnert sich mehr daran, wann diese Monster aufgetaucht sind und solange sie innerhalb der Zone bleiben, haben die Bewohner nichts zu befürchten und gehen ihrem einfachen Leben nach. Doch das alles ändert sich schlagartig, als ohne Vorwarnung ein kolossaler Titan vor den Mauern erscheint. Über sechzig Meter ist er groß und mit einem einzigen Tritt sprengt er ein gewaltiges Loch in den einzigen Schutz der Menschheit. Sofort beginnen Unmengen an Titanen die Stadt zu überfallen und das Volk gerät in Panik.


Die Story selbst dreht sich um Eren Jaeger. Im zarten Kindesalter lebt er mit seinen Eltern und seiner Ziehschwester Mikasa Ackermann friedlich innerhalb der Mauern. Doch stets sehnte er sich nach mehr. Er träumt von Freiheit und einer Welt ohne Titanen. Als sein Vater verschwindet und seine Mutter bei dem Vorfall mit den Titanen ums Leben kommt, erkennt er die eigene Hilflosigkeit und beschließt für die Zukunft der gesamten Menschheit zu kämpfen. Eren und Mikasa gelingt die Flucht und zusammen mit ihrem Freund Armin melden sie sich zum Militär.



Die Flügel der Freiheit

In der Welt von Shingeki no Kyojin gibt es zwei Arten von Menschen innerhalb der Mauern. Jene die zivile Arbeit verrichten und jene, die sich dem Militär anschließen. Durch hartes Training versuchen die Schüler dort ihre Kampffähigkeiten zu verbessern und den Umgang mit dem so genannten 3D-Manöver-Apperat zu erlernen. Eine spezielle Vorrichtungen betrieben durch Gasdruck, welche dem Benutzer erlaubt sehr schnell im Gelände zu agieren und den Kampf gegen die Titanen auf zu nehmen.

Nach drei Jahren ist die Ausbildung schließlich beendet und die Soldaten können sich für eine von drei Gruppierungen entscheiden. Den größten Anteil am Militär hat die Mauergarnision. Sie agiert an den Mauern und den äußeren Stadtvierteln. Ihre Aufgaben umfassen etwa die Kanonen- und Gewehrbedieung im Kampf, als auch die Sicherung innerhalb der Mauern.

Die sozial höchst gestellte Fraktion bildet die Militärpolizei. Sie agieren in den inneren Vierteln und sind für die Sicherheit der oberen Bevölkerungsschicht und des Königs verantwortlich. Der Zugang zu dieser Fraktion ist jedoch äußerst limitiert und so erhalten vor allem ausgezeichnete Soldaten und Menschen aus besseren Kreisen Zugang zur Militärpolizei.

Komplettiert wird das Militär durch den Aufklärungstrupp bestehend aus Soldaten die ihr Leben riskieren indem sie außerhalb der schützenden Mauern auf Missionen gehen. Ihre Aufgabe ist es die Welt zu erkunden und einen Weg zu finden den Titanen Einhalt zu gebieten. Von vielen werden sie als Helden gefeiert und auch Eren betrachtet sie seit seiner Kindheit mit strahlenden Augen. Doch die enorm hohe Sterberate schreckt viele Anwärter ab und so ist es immer wieder schwierig für den Aufklärungstrupp genug Leute für ihre Missionen zu finden.


Anime par excellence

Attack on Titan bietet alles was das Otakuherz begehrt. Allein die optische Pracht ist beinahe unerreicht. Großer Detailreichtum und fantastisch gezeichnete Figuren zeichnen den Stil der Serie aus. Jede noch so kleine Gefühlsregung spiegelt sich in den Ausdrucksstarken Gesichtern wieder und in den Kämpfen herrscht eine Dynamik, die ich so bisher noch nicht gesehen habe. Etwas eigenwillig sind die dicken schwarzen Umrandungen, welche man ansonsten eher in westlichen Cartoons findet. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, ist das wirklich eine optische Besonderheit.

Der mysteriöse Grundton der Story passt perfekt und überraschende Wendungen gibt es einige. Vor allem aber die Brutalität und die schonungslose Gewaltdarstellung lassen einen oft zusammen zucken. Denn anders als in den Mainstream-Animes fürchten die Figuren in Attack on Titan wirklich um ihr Leben und scheinbar kein Charakter ist sicher vor dem allzu schnellen Ende. Die Unberechenbarkeit eines Game of Thrones wird zwar nicht erreicht, doch im Anime-Segment ist Shingeki no Kyojin in dieser Hinsicht recht einzigartig.

Zu guter letzt bleibt noch der einfach nur unglaubliche Soundtrack. Schon Guilty Crown begeisterte mich in dieser Hinsicht, aber Attack on Titan legt noch mal eine Schippe drauf. Angefangen beim ungewöhnlichen Opening, das bereits erste Euphorie auslöst, bis hin zum ruhigen Ending. Orchestralische und epische Titel gemischt mit melancholischen oder heroischen Songs untermalen jede Szene einfach perfekt. Die zum Großteil aus deutschen Texten bestehenden Lyrics tun dann ihr übriges und sorgen für multiple Gänsehaut-Momente. Wie von Animes gewohnt liegt auch die Synchronisation auf einem ähnlichen Niveau wie der Soundtrack. Vor allem Yuki Kaji, welche Kenner bereits als Shu aus Guilty Crown kennen sollten, liefert als Eren einfach eine fantastische Arbeit ab.




Fazit: Attack on Titan war nicht umsonst DER Anime des vergangenen Jahres und überflutet noch heute die Medien in Japan. Die unbarmherzige Welt der Titanen und die gewaltige optische und akustische Wucht wirken wie aus einen AAA-Hollywood-Blockbuster. Nur eben mit unverbrauchtem Setting. Diese Serie sollte sich wirklich NIEMAND entgehen lassen, denn Shingeki no Kyojin gilt bereits jetzt als Klassiker. Schade nur, dass nach 25 Folgen bereits Schluss ist, denn der Manga läuft erst seit 2009 und erscheint monatlich. Trotzdem lohnt sich der Anime und das Warten auf Staffel 2 bestimmt auch!


In diesem Sinne: Wir sind die Jäger!
-euer Genesis
 

Donnerstag, 22. Mai 2014

Assassin's Creed IV: Black Flag (PS 3)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



Die Assassinen sind zurück... oder doch die Piraten?

Desmond Miles ist tot. Das sollte mittlerweile bekannt sein. Nachdem er sein eigenes Leben opferte um die Menschheit zu retten, ist seine Blutlinie zu Ende. Ganz im Gegenteil zu Ubisofts Plänen für die Serie. Gleich zwei Ableger wurden dieses Jahr angedeutet. Doch bleiben wir nun erst mal beim letztjährigen Serienteil mit dem Untertitel Black Flag. Trotz der mehr als fantastischen Verkaufszahlen des Titels, waren sicherlich einige Fans der Serie skeptisch. Gerade wegen des Settings und der Tatsache, dass der järhliche Rhytmus allmählich nervt.


Auch ich gehörte zu diesen Skeptikern. Für mich bleibt Assassin's Creed II bis heute an der Spitze. Dicht gefolgt von Brotherhood. Teil 3 und Revelations folgen erst später. Aus diesem Grund holte ich mir Black Flag also erst zum günstigen Preis.


Eine neuer "Held"?

Nachdem Desmond ja nun nicht mehr in den Animus steigen kann, musste sich Ubisoft etwas anderes einfallen lassen. Kurzerhand schlüpfen wir Spieler in die Haut eines bei Abstergo Entertainment angestellten Hobbyhackers, dessen Aufgabe es ist aus Mr. Miles DNA Daten aus dem goldenen Zeitalter der Piraterie zu filtern um anschließend ein Videospiel zu erschaffen. Eigentlich kein richtiger neuer Held, da die Figur weder Persönlichkeit, Stimme, Namen oder Beziehungen zu haben scheint. Dennoch üben die aus der Egoperspektive gesteuerten Gegenwartsabschnitte schon einen gewissen Reiz aus. Man stapft durch einen eindrucksvollen, wenn auch nicht sehr weit erforschbaren Wolkenkratzer in Montreal. In gewisser Weise eine Parodie von Ubisoft von sich selbst.

Schön und gut. Doch die Gegenwartmissionen waren nie das was die Fans lockte. Und während man als namenloser Kerl durch Abstergo hackt und Geheimnisse aufdeckt, wirft man sich im Animus in die Robe von Edward Kenway. Haythams Vater und Connors Großvater. Lange bevor man in Assassin's Creed 3 die Amerikanische Revolution miterlebte, macht man sich als freibeutender Waliser auf in die Karibik!


Nichts ist wahr...

Gleich zu Beginn des Spiels strandet Edward an einer verlassenen Insel zusammen mit einem Assassinen namens Walpole. Er tötet ihn und schlüpft in seine Rolle um für sich Profit heraus zu schlagen. In Havanna angekommen bemerkt er jedoch, dass der angebliche Assassine inzwischen zu den Templern übergelaufen ist und erfährt von einem mysteriösen Ort namens "Observatorium". Edward wird selbst in den uralten Kampf der beiden Parteinen hineingerissen. Dabei kämpft er jedoch zuerst lediglich für seine eigenen Ziele und kapert eine Brigg die er auf den Namen Jackdaw tauft. Das Abenteuer kann beginnen!

Grundsätzlich funktioniert auch Black Flag genau wie seine zahlreichen Vorgänger. Am Kampfsystem und dem allgemeinen Gameplay hat sich wenig bis garnichts getan. Lediglich die Steuerung wurde optimiert und geht nun wesentlich rascher und flüssiger von der Hand. Als Waffen stehen nun aber nur mehr Zwerter und versteckte Klingen zur Verfügung. Als Hilfsmittel bedient sich Edward bis zu vier Pistolen, Rauchbomben, dem Wurfpfeil oder verschiedenen Pfeilen die er per Blasrohr auf seine Feind oder Jagdbeute verschießt.

Soweist bleibt also das Meiste beim alten. Neu ist die große bedeutung der Schiffsfahrt. War diese in Teil 3 lediglich ein Gimmick, das aber an schwergängiger und komplizierter Steuerung krankte, übernimmt man als Captain der Jackdaw nun eine tragende Rolle des Gameplays. Man erforscht eine offene Karibik, die wirklich verdammt schön aussieht und kämpft dynamisch gegen feindliche Schiffe. Statt per Auswahlmenü die verschiedenen Geschosse aus zu wählen, dreht man die Kamera nun lediglich in die gewünschte Position um Zugriff auf die Waffe zu haben. Am Bug befinden sich Kettengeschosse und an Backbord sowie an Steuerbord die durchschlagenden Breitseitenkanonen. Will man seine Verfolger abschütteln, stehen am Heck Feuerfässer zur Verfügung.


Die Jackdaw als Hauptfigur

Wie seine Vorgänger zieht auch Black Flag einen Großteil seiner Faszination aus den Schauplätzen. Auch wenn diese gerade im Vergleich mit Florenz, Venedig oder Rom klar den kürzeren ziehen. Ebenso wichtig wie die Schauplätze Havanna, Nassau oder die Karibik im Allgemeinen, ist jedoch das Schiff. Wie vereits erwähnt verbringt man darauf einen großen Teil seines Abenteuers und muss sogar Schleichpassagen meistern. Hat man genug Geld gespart, lässt sich die gute Jackdaw auch verbessern und zwar ganz schön umfangreich. Neben Verstärkungen für alle bekannten Bauteile wie den Rumpf, Rammsporn oder Kanonen, lassen sich auch völlig neue Komponenten hinzufügen. Edward montiert zum Beispiel einen Mörser um weit entfernte Schiffe von oben zu attackieren oder baut Lager für schwere Kugeln. Und auch Platz für seine Crew muss geschaffen werden. Ach ja und habe ich bereits erwähnt, dass es ein Boot zum Harpunieren von Haien und Walen gibt?

Allgemein gibt es in Black Flag neben den Hauptmissionen viel zu tun. Sehr viel. Vom Gefühl nach ist Teil Vier hier sogar der umfangreichste Ableger. Für Sammelfüchse gibt es also reichlich zu tun. Edward entert feindliche Schiffe, liefert sich Duelle mit Piratenjägern, erforscht fremde Inseln und taucht nach verunkenen Schätzen. Er jagt seltene Tiere um sich neue Monturen her zu stellen, geht mit Schatzkarten auf Schatzsuche, erobert Forts oder löst Rätsel der Maya.

Doch neben all diesen zahlreichen Tätigkeiten bleibt natürlich eine Frage: Wie ist die Story und was taugen die Hauptmissionen? Nun. Um ehrlich zu sein gefiel mir die Story doch recht gut. Black Flag hat überraschend starke Figuren wie Kidd oder Blackbeard zu bieten und hat einige starke Stellen. Und auch die Missionen selbst sind recht abwechslungsreich und es gibt sgoar gefühlt mehr Schleichabschnitte als im Vorgänger. Doch das Gefühl ein Assassine zu sein und durch die Weltgeschichte zu streifen, also jenes Gefühl das die Serie groß gemacht hat, mag sich nicht so richtig einstellen. Das leigt vielleicht aber auch daran, dass Edward fast bis zum Schluss kein richtiger Assassine ist.


Trinkt aus Piraten joho!

An den fantastisch aussehenden Schauplätzen merkt man, dass Ubisoft die alten Konsolen sehr gut kennt. Sie kitzeln noch einmal alles aus der alten PS3 heraus und liefern den bisher schönsten Serienteil mit grandiosen Wassereffekten, einer lebendigen Flora und tollen Animationen. Auch die Ladezeiten sind im Vergleich zu AC 3 angenehm kurz und das gesamte Spiel wirkt besser programmiert und wesentlich freier von Bugs.

Der Soundtrack geht sofort ins Ohr. Dabei ist dieser weniger wuchtig als noch bei Teil drei, überzeugt jedoch durch atmosphärische Gitarrensounds und teilweise melancholische Stücke. Die Charaktere sind hervorragend und gewohnt hochkarätig besetzt. Und die Shantys der Crew, während man über die endlos scheinenden azurblauen Meere pflügt, machen einfach Laune. Mehr als einmal habe ich mich dabei ertappt, dass ich voller Elan mitsang.


...alles ist erlaubt

Rein vom fachlichen gesehen haben die Jungs und Mädels von Ubisoft mit Black Flag ihre vielleicht rundeste Arbeit abgeliefert. Der Titel bietet Abwechslung, liefert wieder mehr Schleichpassagen, ist technisch eine Wucht und macht einfach Spaß. Er krankt jedoch auch an bekannten Problemen wie den zu einfachen Kämpfen, zu mächtigen Utensilien wie der Rauchbombe oder der kurzen Gegenwarts-Story. Doch neben diesen "alten Problemen" und "neuen Stärken" fehlt bei Black Flag irgendwie etwas. Und zwar die Assassinen-Seele.


Fazit: Assassin's Creed IV: Black Flag ist ganz klar ein tolles Spiel das ich jedem empfehlen kann. Es überzeugt durch tolles Gameplay, fantastische Technik und einem neuen Piraten-Feeling. Doch ich persönlich habe meine Probleme damit, dass auf der Packung des Spiels Assassin's Creed "Vier" steht. Denn es fühlt sich einfach nicht an wie ein "echter Hauptteil". Zu beinahe keiner Sekunde im Spiel überkam mich das altbekannte Gefühl, das ich seit Teil 2 so liebe. Man hat einfach das Gefühl, dass Assassinen und Templer kein Geheimbund mehr sind, sondern einfach viel zu bekannt. Zudem fehlt einfach der mysteriöse Hauch, der die Bruderschaft stets umgeben hat. Das vermisste ich bereits in Teil 3. Doch in der Karibik scheint dies noch stärker der Fall zu sein. Wäre Black Flag als Spin-Off gekennzeichnet, würde ich sagen: Ein fantastisches Spiel und tolle Arbeit. So bleibt jedoch die Frage warum das vielleicht beste Piratenspiel aller Zeiten als Hauptteil der Serie durchgehen musste? Ich denke da an Marketing, welches vielleicht garnicht auf das Entwicklerteam zurück zu führen ist.

Wer jedoch mal beiseite lässt, dass Teil Vier sich einfach nicht anfühlt wie ein Sequel, und nichts gegen Piraten hat, erlebt eines der besten Action-Adventures des letzten Jahres. Ich für meinen Teil hoffe, dass sich Ubisoft bei Teil 5, welches ja in Paris spielen wird, wieder mehr auf alte Werte besinnt und vielleicht noch mehr auf Heimlichkeit setzt. Auch wenn ich gerne noch ein Jahr auf das nächste Spiel gewartet hätte. Denn ich fühle mich schon fast übersättigt von der Reihe. Deshalb warte ich erst einmal die ersten Tests ab und entscheide dann, ob sich Unity (PS4) oder sogar Comet (PS3) lohnen wird.

Sagt mir eure Meinung dazu in den Kommentaren! Mochtet ihr Black Flag? Bei welchem Teil seid ihr eingestiegen? Und was ist eure Meinung zu Unity/Comet und den jährlichen Ablegern?

-euer Assas... ähm ich meine Pirat Genesis




Dienstag, 20. Mai 2014

Godzilla 3D (Kino)

Ich freue mich über eure Kommentare :)




 Der König der Monster ist zurück!

Nach dem bei vielen Fans eher unbeliebten Godzilla Ableger von Roland Emmerich aus dem Jahre 1998 meldet sich das Ungetüm nach vielen Jahren Bildschimrabstinenz zurück auf der Leinwand. Neuer Regisseur, neue Story und neue Effekte. Diesmal sogar in 3D. Ob die Rückkehr der Götterechse überzeugen kann und ein Kinobesuch auch für Nicht-Godzilla-Fans interessant ist, lest ihr jetzt!


Ich erinnere mich noch genau an viele Nachmittage meiner Kindheit. Draußen schüttete es wie aus Eimern und im Fernsehen lief auch nichts anständiges. Da blieb ich irgendwann bei einem alt aussehenden Film mit einem riesigen Echsenmonster hängen. Ja. Ich oute mich als Godzilla-Fan. Zumindest früher einmal. Ich fand es unterhaltsam und gleichzeitig irgendwie witzig wie diese riesigen doch recht unrealistisch aussehenden Kreaturen immer wieder Tokyo zerstörten. Dann kam auch schon die amerikanische Version. Der sonst eher behäbige und etwas beleibte Monsterkönig war plötzlich ein gigantischer Dinosaurier geworden, der zwar keinen Strahl mehr aus dem Maul abschießen konnte, dafür aber ziemlich cool aussah. Ja ich mochte auch den 98er Streifen. Ich verstehe bis heute nicht warum er von vielen Leuten so verschmäht wird. Klar Godzilla ist nicht mehr Godzilla. Aber das Design gefiel mir gut und auch ansonsten war der Film nicht so schlecht wie sein Ruf. Auch wenn er an vielen Stellen zuviel von anderen Filmen abkupfert. Aber egal. Er machte Spaß.


2014 - ein neuer König

Nun ist es also endlich soweit. Er ist zurück! Und sieht wieder wesentlich mehr aus wie man das noch vom japanischen Original kannte. 1999: Bryan Cranston spielt den in Japan lebenden Atomkraftwerksangestellten Joe Brody. Zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn Ford führt er ein beschauliches Leben. Doch eines Tages erschüttert ein fatales Erdbeben die Anlage und richtet gewaltige Schäden an. Joe verliert bei dem Unglück seine gliebte Frau und entgeht nur knapp dem Tod. Gut Fünfzehn Jahre später hat er seinen Verlust immer noch nicht verkraften können. Sein Instinkt sagt ihm, dass der Unfall nicht durch eine Naturkatastrophe ausgelöst wurde und schon bald soll er die furchtbare Wahrheit aufdecken.

Joe's Sohn lebt unterdessen in San Francisco ist verheiratet und hat selbst einen Sohn. Er arbeitet bei der Armee als Experte für Bomben und Kampfmittelbeseitigung und kehrt gerade von einem langen Einsatz zurück, als er einen Anruf aus Japan erhält. Der Beamte am anderen Ende der Leitung erklärt ihm, dass sein Vater im jetzigen Sperrgebiet um das ehemalige Kraftwerk verhaftet wurde. Schnell beschließt er ihn dort ab zu holen und wird selbst ebenfalls in die Geheimnisse der Japanischen Regierung um den Unfall von vor 15 Jahren verwickelt.


Die Echse nur ein Nebendarsteller?

Schon im 98er Film nahm Godzilla selbst eine wesentlich unwichtigerer Rolle ein als in den japanischen Filme. Und das sollte sich 2014 nicht ändern. Es dauert sehr lange bis man das Ungetüm zum ersten Mal bestaunen darf und selbst dann gibts oft nur schemenhafte Darstellungen, einen Rückenstachel oder den Schweif zu sehen. Was meiner Meinung nach aber keinesfalls schlecht sein muss. Im Gegenteil. Zumindest in der ersten Hälfte des Films gibt es eine mysteriöse Atmosphäre, die hervorragend zum Film passt.

Godzilla hat im neuesten Teil nun auch wieder einen Gegenspieler. Für reichlich Monsteraction ist also gesorgt. Fans der alten Filme sollten jetzt jedoch keinen minutenlangen Kampf á la Godzilla vs. Space-Godzilla erwarten. Denn in Wirklichkeit liegt der Fokus der Erzählung auf Ford Brody und dessen Sicht der Dinge.

Vom visuellen Standpunkt beeindruckt der Film eindeutig. Viele weitläufige Aufnahmen und starke Bilder bleiben im Kopf und die Effekte sind ordentlich. Auch der wuchtige Soundtrack passt wie die Faust auf's Auge. Schauspielerisch gibt es neben Bryan Cranston und Ken Watanabe jedoch keine nennenswerte Leistungen. Der Film bot jetzt aber auch keine besonders starke Szenen in denen man soetwas hätte zeigen können.



Fazit: Wenn's kracht, dann aber richtig! Der neueste Godzilla-Streifen ist wesentlich ruhiger und subtiler als seine Vorgänger und vermischt traditionelle östliche Elemente, wie etwa das Monsterdesign oder die Kämpfe, mit typisch westlichen Motiven wie den starken Aufnahmen oder den sehr guten Effekten. Obwohl es sich eigentlich um eine Geschichte aus der Sicht einer Hauptfigur handelt, bleibt die Verbindung zu den Charakteren und die Story von ihnen etwas auf der Strecke. Insgesamt kann den neuesten Godzilla-Film aber jedem Monsterfan empfehlen. Und dank der schicken Aufmachung und der massentauglichen Gesamtauslegung haben auch Leute ohne Echsen-Referenzen ihren Spaß. Meiner Meinung nach ist der Film ein guter Kompromiss und findet einen perfekten Mittelweg.

Kein überragender Film, der zudem an vielen Logiklöchern leidet (wieso schießen die Soldaten nach zig Versuchen immer noch mit ihren Gewehren auf die Viecher?!). Man kann ihn aber gut anschauen and seinen Spaß damit haben.

-euer Genesis

Montag, 21. April 2014

Ame & Yuki - Die Wolfskinder (DVD)

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Ein modernes Märchen 

Die junge Hana ahnt nicht, dass sich ihr einfaches, aber glückliches Leben bald ändern sollte nachdem sie an der Universität einem mysteriösen Wolfsmann begegnet. Fasziniert voneinander beginnen die beiden sich zu verlieben und bald wird ihr Glück von zwei Kindern gekrönt. Das Mädchen Yuki und ihr kleiner Bruder Ame, erblicken das Licht der Welt. Doch die Freude wird schnell getrübt als ihr Vater einen plötzlichen Tod findet. Hana versucht nun allein ihren Kindern ein schönes Leben bieten zu können, doch das Verheimlichen Ihrer Wolfsseite bringt sie ein aufs andere Mal in Bedrängnis. Schlussendlich fasst sie einen Entschluss. Sie gibt ihr Leben in der Großstadt auf und zieht mit ihrer Familie in ein entlegenes Dorf. Beide Kinder sollen die Wahl haben zwischen einem Leben als Mensch und jenem als Wolf. Dabei strauchelt Hana nicht nur bei der Erziehung zweier Wolfskinder, sondern auch bei ganz normalen Erziehungsfragen.





Ame & Yuki zeigt die wunderschöne Berg und Waldlandschaft Japans und weckt so das Fernweh in jedem Animefan.

Erneut bezaubert Regisseur Mamoru Hosoda mit einer warmherzigen Geschichte von Familie, Liebe und Selbstfindung. Jedoch auch von Verzicht und Trauer. Nach Das Mädchen das durch die Zeit sprang und Summer Wars erwartet die Zuschauer ein zwar nicht so packender, dafür optisch und akustisch mindestens genauso wundervoller Film der einfach schön an zu schauen ist. Fans von Hosoda, Miyazaki oder Shinkai werden den Film lieben.


Fazit: Ame & Yuki ist einfach ein schöner Film und ein modernes Märchen für die ganze Familie.Ein optisch wie auch akustisches Meisterwerk mit wunderbaren Bildern und ganz viel Herz.



Sonntag, 6. April 2014

The LEGO Movie (Kino)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



 Emment ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Kerl. Vielleicht schon zu gewöhnlich. Jeden Tag steht er um dieselbe Uhrzeit auf und richtet seinen gesamten Tagesablauf strikt nach Anleitung. Doch sein Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages nach der Arbeit auf der Baustelle eine mysteriöse Frau trifft. Als er versucht diese zu verfolgen, fällt er in ein tiefes Loch und findet einen sonderbaren Gegenstand der über die Zukunft des gesamten Universums entscheiden soll. Der diabolische Lord Business, der zugleich der Präsident von Emmets Heimatstadt ist plant in Kürze den Untergang der Welt und nur er, der Besondere, ein Auserwählter einer alten Prophezeiung kann den Bösewicht aufhalten.


Ein Traum für Legofans

The Lego Movie sprüht nur so vor Charme und Detailreichtum. Überall entdeckt man Kleinigkeiten die jeden Klötzchenfan zum Schmunzeln bringen. Egal ob bekannte Bauteile oder Figuren. Hier stimmt einfach alles. Und ganz nebenbei gibt es auch jede Menge Andeutungen auf bekannte LEgo Franchises wie Batman, Herr der Ringe und Co. Sogar die Gastfiguren haben ihre Originalen Sprecher. Das gab's bishher noch nicht einmal in den Lego-Videospielen.

Ein ganz dickes Lob gibt's von mir an dieser Stelle für das Animationsstudio. Schon lange war ich von einem Animationsfilm nicht mehr so begeistert wie vom Lego Movie. Hier wurde einfach an alles gedacht und die Designer gaben sich sichtlich sehr viel Mühe. Sogut wie alles besteht aus Legoteilen. Sogar Effekte, Explosionen oder Wasser. Und auch ansonsten fährt der Film optisch auf einem richtig hohem Niveau.


Fazit: Ich will eigentlich garnicht mehr zuviel über den Film sagen, da er eigentlich für sich selbst steht. Fantastische Optik, toller Humor und detailverliebte Umgebung und Animationen sprechen für die Liebe zu den Lego-Klötchen des Animationsstudios. Es macht einfach Spaß den Film zu sehen und Gegen Ende gibts sogar noch einige überraschende Momente und einem kleinen Funken Tiefgang. Zumindest in einem für den Film ungewöhnlichen Rahmen. Ich für meinen Teil bin wirlich begeistert vom Film und meine Erwartungen wurden weit übertroffen.

Emmets Abenteuer ist nicht einfach nur irgendein Lego-Movie, sondern DAS Lego-Movie. Leute die wie ich mit den Klötzen groß geworden sind werden den Film wahrscheinlich ohnehin anschauen. Aber auch an alle anderen gebe ich hier eine Klare Empfehlung weiter. Ich kann mich für meinen Teil zumindest nicht mehr erinnern, wann mich ein Animationsfilm in diesem Genre so überzeugt hat.

-euer Genesis

Der Puppenspieler (PS3)


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Little Big Planet meets God of War

Der Mond steht Kopf! Der schreckliche Mondbärenkönig verbannt die Mondkönigin und vernichtet den Mondkristall. Bald schon hüllt er das ganze Reich in Finsternis und verteilt die Splitter des Kristalls an seine niederträchtigen Untertanen. Unterdessen entführt er auch immer mehr Kinder der Erde und benutzt ihre Seelen um neue dunkle Geschöpfe zu erschaffen. Eines dieser unglücklichen Kinder ist der junge Kutaro. Ihm wird der Kopf gestohlen und er entkommt gerade noch einem grausigen Schicksal als Sklave des garstigen Tyrannen. Bei seiner Flucht aus dem Schloss trifft er auf eine alte Hexe die ihm einen Weg zeigt sich selbst und die ganze Welt zu retten. Vom Mut ergriffen, stürmt Kutaro los und stiehlt die magische Schere Calibrus. Mit dieser Waffe kann er die Regentschaft des Mondbärenkönigs beenden. Zwischen ihm und seinem Ziel stehen nur noch die Untertanen des Mondbärenkönigs und er selbst. Begleitet wird der tapfere Recke auf seiner Reise von der Quasselstrippe Pikarina. Einer Prinzessin der Sonne, die von einem zweiten Spieler gesteuert werden kann. Das Abenteuer kann beginnen!


Optisch ist das Spiel schon einmal eine ganz eigene Welt. Das Geschehen wird ständig von einem Rahmen umgeben, der aussieht, als ob alles in einem Theater stattfinden würde. Und auch das Gameplay, die Story und unzählige Gags bauen auf dieser Thematik auf. Die Krone dieser Inszenierung ist ein Publikum, das auf den Spieler reagiert und verschiedene Aktionen der Akteure durch Buh- und Freudenschreie kommentiert. Hinzu kommt eine Erzählerstimme die nochmal das Gesehene beschreibt.


Die Show kann beginnen!

Grundsätzlich spielt sich der Puppenspieler wie einer typisches Jump and Run. Sehr zu vergleichen mit Little Big Planet. Auch optisch gibt es Gemeinsamkeiten. Im Vergleich zu Mario und Co gibt es bei diesem Titel jedoch ein paar Besonderheiten. Zum einen wären da die Köpfe. Sozusagen die Leben des Charakters, wenn man so sagen will. In den Welten verstecken sich verschiedenste Köpfe, die unterschiedliche Aktionen erlauben. Meistens reduzieren sich diese jedoch auf eine bestimmte Pose, die Sonderaktionen an vorgegebenen Stellen auslösen. Verliert man einen Kopf, hat man einige Sekunden Zeit diesen vom Boden zurück zu holen. Ist man zu langsam, ist dieser verloren.

Eine ganz besondere Rolle spielt natürlich die magische Schere Calibrus. Nicht nur dass sie Gegner relativ einfach beseitig, nein mit ihrer Macht schneidet sich Kutaro durch die gesamte Welt und kann sogar die Schwerkraft überwinden. An manchen Stellen zeichnet eine gestrichelte Linie den beginn einer Schnittaktion. Hat man diese gestartet beginnt eine rasante Fahrt mit Hindernissen und allerlei Geimeinheiten. Nein der Puppenspieler ist wirklich kein einfaches Spiel soviel steht fest.

Gekrönt wird fast jedes Level von einem spektakulären Bosskampf, der mit einem God of War typischen Quick-Time-Event gekrönt wird. Für reichlich Action ist also gesorgt!


Auf die Bühne!

Optisch spielt der Titel in der guten Mittelliga. Doch durch das tolle Gesamtdesign wirkt das Spiel wie aus einem Guss. Alles besteht aus Stoff, Pappe oder Holz und die Welten bieten jede Menge Abwechslung. Auch die deutschen Sprecher liefern eine richtig gute Arbeit. Auch wenn das Dauergequatsche manchmal schon nerven kann. Aber so ist das nun mal im Theater.


Fazit: Sony's exklusives Hüpfabenteuer der Puppenspieler wirkt wie einer Kombination aus Little Big Planet und God of War mit einer prise Theatermagie. Der Titel hat jede Menge Charme und die Levels sind lang. Die Story ist witzig erzählt und die Inszenierung schlägt eigentlich jeden Genrekollegen mit Leichtigkeit. Aber Achtung. Das Spiel vermittelt vielleicht den Eindruck auf Kinder zugeschnitten zu sein, doch da liegt man ziemlich falsch. Spätestens aber der Hälfte ist öfteres Sterben an der Tagesordnung und Fehler werden nicht verziehen. Die Geschwindigkeit nimmt rasant zu und oft beklagt man sich über die Chekpoints. Geübte Jump and Run Spieler sollten also ihre Freude an dem Titel haben. Unerfahrene Gamer brauchen unbedingt einen zweiten Spieler.

-euer Genesis

Samstag, 5. April 2014

Castlevania: Lords of Shadow 2 (PS3)

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Achtung. An dieser Stelle lassen sich Spoiler zum Vorgänger leider nicht vermeiden. Wer also wirklich noch nicht weiß was am Ende von LoS passiert ist (sollten ja nicht allzu viele sein), liest ab hier auf eigene Gefahr ;-)






Der dunkle Prinz kehrt zurück

Einzig vom Wunsch getrieben seine geliebte Marie ins Reich der Lebenden zurück zu holen, macht sich der begnadete Krieger Gabriel Belmont im Namen der heiligen Bruderschaft auf, die Lords of Shadow in ihre Knie zu zwingen. Zuletzt obsiegt er sogar über das Böse selbst. Satan. Doch dann wird ihm die schreckliche Wahrheit enthüllt und er verfällt seinem eigenen düsteren Schicksal. Er konnte seine Frau nicht zurückholen und die Kräfte der Dunkelheilt strömen nun in Gabriel selbst hinein. Zerfressen vom Hass gegenüber der Bruderschaft und ihren Lügen verbannt er seine Menschlichkeit und wird zum Prinz der Finsternis. Dem Drachen. Dracula.

Genau an dieser Stelle setzt nun der zweite Teil ein und führt die Geschichte um den von der Unsterblichkeit geplagten Gabriel fort. Nichts wünscht er sich nach den vielen Jahrhunderten sehnlicher als endlich zu sterben. Und sein alter Weggefährte Zobek führt ihn bald näher ans Ziel als je zuvor. Satan plant unterdessen seine Auferstehung und Dracula soll ihn in einem letzten Gefecht endgültig vernichten. Als Gegenleistung bietet ihm Zobek den Vampirtöter. Jenes mächtigen Kampfkreuz, welches selbst unsterbliche Kreaturen töten kann und das Gabriel selbst vor langer Zeit geführt hat. Der Vampir willigt dem Pakt des Nekromanten ein und begibt sich auf die Suche nach Satans Dienern.


An der Steuerung selbst hat sich wenig verändert. Das Kampfsystem funktioniert immer noch hervorragend und das Skillsystem ist sehr motivierend. Neu ist die frei bewegliche Kamera, die nun unübersichtlichen Kämpfen entgegensteuert. Im Kampf benutzt Dracula die Schattenpeitsche mit welcher er seine Feinde eindrucksvoll über den Bildschirm fegt. Später erhält er noch das elegante Schwert der Leere, welches die Lebensleiste bei Treffern auffüllt und zugleich Feinde einfrieren kann und die brachialen Chaoskrallen, welche sogar stärkste Schilder und Rüstungen zerschmettern. Zudem stehen dem Prinzen noch diverse Utensilien zur Verfügung, welche er sowohl in, als auch außerhalb der Kämpfe einsetzen kann.

Auch bei Sprung- und Klettereinlagen, welche teilweise sogar recht knifflig ausfallen, macht Dracula eine recht gute Figur. Leider ziemlich daneben sind die belanglosen Schleichsequenzen, die stark aufgesetzt wirken. Ohne triftigen Grund werden einem als Spieler beinahe alle Fähigkeiten geraubt und man muss irgendwie versuchen an übermächtigen Wachen vorbei zu kommen. Da frage ich mich do, was sich die Entwickler dabei bloß gedacht haben…


Eine Welt zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Der Anfang von Draculas Geschichte, nachdem er erwacht ist, beginnt in einer modernen fast schon futuristischen Stadt, welche auf und um das Schloss des dunklen Fürsten gebaut wurde. Leider hat man hier oft das Gefühl von lieblosem Design und eher zweckmäßiger Umgebung. Viel interessanter wird es in jenen Sequenzen in denen Dracula in seine Vergangenheit gezogen wird. Immer wieder sieht er nämlich seinen Sohn Trevor und einen weißen Wolf. Diese bringen ihn in sein ursprüngliches Schloss. Hier zeigt sich dann auch endlich die große Stärke des Titels. Geniales Gothic-Design mit einer schaurig schönen Atmosphäre. So stelle ich mir ein echtes Castlevania vor!

Beim Gegnerdesign steckt Teil zwei im Vergleich zum Vorgänger leider ein wenig zurück. Viele Figuren wirken etwas lieblos designt und allgemein fehlt etwas die große Abwechslung. Fürchterliche und ekelhafte Kreaturen gibt’s jedoch trotzdem und einige fordernde Bosskämpfe sind garantiert! Wo wir auch schon beim Schwierigkeitsgrad wären. Der ist recht hoch angesetzt und schön fordernd. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Teil eins noch schwerer war. Genre-Profis dürfen also den normalen Modus gleich überspringen.


Grafik und Sound

Ich habe bereits gelesen, dass einige Spieler sehr unzufrieden mit der Optik des Spiel wären, was ich nur geringfügig nachvollziehen kann. Klar. Lords of Shadow 2 gewinnt sicher nicht den Preis für das Grafikhighlight des Jahres und oft sieht das Bild merkwürdig pixelig aus. Vor allem an den Rändern mancher Figuren. Doch insgesamt stimmt die Optik. Die Animationen sind flüssig, Charaktere gut modelliert und die Umgebung wirkt ganz besonders im Schloss sehr atmosphärisch. Sollte man also nicht gerade mit einem 60“ Fernseher spielen, fallen die meisten Negativpunkte in diesem Bereich wenig ins Gewicht.

Soundtechnisch gibt’s eigentlich nur Positives. Der Soundtrack geht von bombastisch bis melancholisch. Hält sich verglichen mit dem Erstling jedoch etwas zurück und bleibt meistens im Hintergrund. Die englischen Sprecher machen hingegen erneut eine fabelhafte Figur.



Fazit: Hmm. Ein Fazit zu Lords of Shadow 2 zu fassen, fällt mir nicht leicht. Als ich völlig unvoreingenommen vor vier Jahren Teil eins gespielt hatte, war ich schlicht und ergreifend absolut überwältigt und schockiert über das Ende. Das Spiel gehört für mich noch immer zu den Top-Referenzen im Genre und gilt als Pflichttitel für Action-Fans. Das kann ich vom zweiten Teil nun leider nicht ganz behaupten.

Zwar stimmt das immer noch hervorragende Kampfsystem und der Kern des Spiels macht wirklich Laune, doch die aufgesetzten Schleichpassagen und das lieblose Design einiger Gegner und der Gegenwartlevels reißen den Gesamteindruck etwas hinunter. Hinzu kommt eine etwas wirre Geschichte mit eine zumindest für mich enttäuschenden Ende.

Castlevania: Lords of Shadow 2 ist somit bei weitem kein schlechtes Spiel. Die Kämpfe funktionieren einwandfrei und Draculas Schloss zu erkunden macht richtig Spaß. Sogar typische Castlevania Gefühle, die Serien-Veteranen im Vorgänger vielleicht vermisst haben, kommen bei dem Titel auf. Insgesamt mangelt es aber einfach an zu vielen Stellen um gänzlich zu überzeugen. Ich denke, dass da bei der Entwicklung einiges schief gegangen ist und die Kommunikation im Team wohl nicht die beste war. Hätte man Mercury Steam vielleicht noch ein paar Monate Zeit gelassen, hätte auch Lords of Shadow 2 zur Referenz im Genre werden können. So bleibt Draculas erster eigener Serienableger wohl ewig im Schatten seines Grandiosen Vorgängers.

Was ist eure Meinung zum Spiel? Sagte es mir in den Kommentaren!
-euer Genesis
 

Dienstag, 1. April 2014

Professor Layton und die Maske der Wunder (3DS)

Ich freue mich über eure Kommentare :)




Laytons bisher persönlichster Fall 

Erneut werden der Professor und seine Freunde zu einem höchst brisanten Fall gerufen. Diesmal in die aufblühende Wüstenstadt Monte d'Or in  der der mysteriöse Maskierte Gentleman mit seinen spektakulären "Wundern" für Furore sorgt. Doch es geht noch weiter. All die seltsamen Vorfälle scheinen irgendwie auch mit dem Professor zusammen zu hängen und eine Reise in Hershels Vergangenheit beginnt.


Der erste Ableger der Layton-Reihe für den 3DS stellt zugleich den fünften Teil der Serie dar. Im vergleich zu den vorangegangenen vier Serienteile hat sich einiges geändert, während manches unverändert bleibt. Die wohl größte Änderung, die einem sofort ins Auge fällt, ist natürlich die neue Optik. Konnte am alten DS stets der liebevolle handgezeichnete Stil, der sich durchs Gesamte spiel zog überzeugen, braucht man hier erst einige Zeit bis man sich an die nun in 3D modellierten Charaktere gewöhnt hat. Ein Großteil des Art Designs beschränkt sich jedoch weiterhin auf die tollen 2D-Kulissen.


Auch neu ist die Art sich in der Stadt fort zu bewegen. Da das Spiel nun auch die Umgebung in 3D darstellt, steuert man via Touchscreen die Bewegungen am oberen Bildschirm. Das ist zuerst etwas ungewohnt, stellt sich bald jedoch als die bessere Methode heraus, da man neben dem schicken 3D-Tiefeneffekt auch mehr Platz hat um die Orte zu untersuchen.


Rätseltechnisch ist wieder alles vertreten. Von Schiebe-, Zahlen- und Textaufgaben bis hin zu komplett neuen Arten. Einige Aufgaben wiederholen sich für meinen Geschmack jedoch zu häufig, was sich aber nur geringfügig auf den Spielspaß auswirkt.


Zurück zu altem Glanz

Nun. Der voran gegangene Teil war zwar keine völlige Enttäuschung, doch die Story und Rätsel waren insgesamt nicht mehr auf dem gewohnten Niveau. Mit Professor Layton und die Maske der Wunder schafft es aber vor allem die Story wieder von Anfang an zu begeistern. Es stellt sich bald heraus, dass auch Laytons Jugendfreunde mit in die Sache verwickelt zu sein scheinen und immer wieder lüften spielbare Rückblenden offene Fragen um Hershels Jugend. Und auch die Stadt selbst, welche augenscheinlich eine Hommage an Las Vegas ist, steckt voller Geheimnisse.


Fazit: Professor Layton und die Maske der Wunder hebt die Serie wieder in die Top-Liga der mobilen Unterhaltung und stellt eindeutig klar, weshalb Smartphones keine Alternative zu tranditionellen Handhelds sein können. Der fünfte Serienteil glänzt mit einer mitreißenden und durchdachten Geschichte, vielen Rätseln und der typischen Layton Magie. Einer Kombination des Art Designs und des tollen Soundtracks. Optisch wäre meiner Meinung nach vorallem im 3D-Segment noch was drin gewesen, doch der sechste Teil soll diese Schwächen angeblich ausmerzen. Mich persönlich hat das Spiel fabelhaft unterhalten und ich konnte erneut mit dem Professor auf Rätselreise gehen. Layton beweist ein weiteres Mal, dass seine Abenteuer zu den hochkarätigsten Serien von Nintendo gehört und ich wünsche ihm einen Auftritt im kommenden Super Smash Bros! Nach mittlerweile 6 (7 falls man das aktuelle Spin-Off mitzählt) fantastischen Abenteuern sollte das wohl drin sein!

Welcher ist euer Lieblingsteil der Layton Reihe? Erzählt es mir doch in dem Kommentaren! Und jetzt noch viel Spaß beim rätseln!
-euer Genesis

Mittwoch, 26. Februar 2014

Left Behind - The Last of Us (PS3 - DLC)

Ich freue mich über eure Kommentare :)



Left Behind ist im Playstation Store für knapp 15 € erhältlich



Naugty Dog's Endzeitdrama gehört zu den besten Spielen des letztens Jahres und zu den absoluten Toptiteln der Playstation 3. Jetzt legen die Entwickler mit dem DLC "Left Behind" nach. Doch lohnt der erneute Ausflug in die Pilzverseuchte Apokalypse?


Endlich Ellie!

Mit dem DLC konnten sich die Entwickler den Traum erfüllen und ihren Fokus gänzlich auf Ellie legen. Was ihnen im Hauptspiel wegen Marktforschung verwährt blieb, nutzen Sie nun in vollen Zügen aus. Die Story der Zusatzepisode spielt während den Ereignissen in denen Joel und Ellie gemeinsam unterwegs sind. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke in denen Ellie gemeinsam mit ihrer besten Freundin einige Tage vor Joels Ankunft unterwegs sind. Das Hauptaugenmerk liegt diesmal komplett auf der weiblichen Protagonistin. Joel wird zum Nebencharakter degradiert. Doch das macht garnichts.


In der Ruhe liegt die Kraft

Wie schon von the Last of Us gewohnt schicken die Entwickler den Spieler durch ein ungemütliches Szenario mit vielen Gefahren und wenig Munition. Doch neben den Actionsequenzen liegt die große Stärke der Zusatzepisode eindeutig auf den ruhigen Momenten. Jenen Augenblicken in denen man Ellie und Riley besser kennen lernt. Einige unbeschwerte Minuten im ewigen Kampf ums Überleben. Und diese ruhigen Momente haben die Entwickler wirklich hervorragend gefüllt.


Experimente und Spielewiese für's Team

Man merkt über die gesamte Spieldauer hinweg, dass Naughty Dog die verschiedensten Ideen umgesetzt hat und mehr Experimente wagt als im Hauptspiel. Eher unwichtig scheinende Dinge, die dem Gameplay und dem gesamten DLC jedoch wahnsinnig gut tun. Ich denke da nur an den kleinen Ausflug in die Spielehalle, dem Wasserpistolenduell oder viele andere Kleinigkeiten, die ich hier garnicht verraten möchten. Herrlich. Es ist schön zu sehen, dass die Entwickler Ihren Ideen freien Lauf lassen konnten.


2 Stunden - 5 Gigabyte - 15€

Der Preis von 15 € mag anfangs vielleicht etwas viel erscheinen und meiner Meinung nach wären 12 perfekt gewesen. Denn mit nur etwa 2 - 3 Stunden Spielzeit ist das ganze schon recht kurz. Die Dichte an Qualität die in dieser geringen Zeit abgefeuert wird sucht jedoch ihresgleichen und ist ein Vorbild für andere Entwickler. (von wenigen Ausnahmen mal abgesehen)


Fazit: Ich kann Left Behind nur jedem Last of Us Spieler ans Herz legen. 15 € sind nicht wenig für einen relativ kurzen DLC. Doch das Geld ist gut investiert und die Qualität steht in keiner Relation zu diversen Map-Packs oder Bonus-Müll anderer Spiele. Wie schon bei Joels und Ellies Reise lebt das Spiel von den fantastischen Charakteren, den Emotionen und diesmal auch vom wahnsinnig vielfältigen Gameplay. Mir hat Left Behind richtig gut gefallen und das Ende der Episode fand ich sehr gelungen. Auch wenn das Ganze vielleicht etwas zu vage ausgeht. Großes Lob an Naughty Dog! ... erneut!


Habt auch ihr the Last of Us gespielt und Ellie mit Joel durch die Apokalypse begleitet? Oder habt ihr vielleicht auch schon Left Behind durch? Wie hat es euch gefallen? Würdet ihr euch noch einen DLC wünschen? Oder gar einen Nachfolger? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
-euer Genesis

Sonntag, 23. Februar 2014

Meine neue Konsole! - die Wii U

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Tja. Wer hätte gedacht, dass ich mir neulich eher zufällig ne Wii U unter den Nagel reiße? Dieser Umstand ist einem besonders günstigen Angebot bei Penny zu verschulden. Bevor das Daddeln losgehen konnte, hieß es daheim angekommen jedoch erst einmal das Pad laden. Danach gab's ein paar Updates. Und dann. Ja dann endlich konnte ich die neue Kiste anwerfen!


Leider nur ein Game...

Nun. Bisher hab ich mir noch kein separates Spiel zur Wii U geholt. Lediglich das zur Premium Edition beigelegte Nintendo Land hab ich ein paar Stunden gezockt. Doch was macht Sie neu? Immerhin gibt's die Konsole ja auch schon ne Weile. Und trotzdem hatte ich bis jetzt eigentlich sogut wie keinen Kontakt zu Nintendos neuester Zaubermaschine.

Schon beim ersten Hochfahren der Benutzeroberfläche bemerkt man als Kenner der alten Wii die deutlich schärfere Auflösung. Ansonsten ähnelt das Menü einer Kombination aus Wii und 3DS. Multimedia Funktionen wie auf anderen Konsolen, darf man jedoch nicht erwarten. Etwas Social Media, Youtube hier, E-Shop da. Doch echte Gamer der alten Schule wissen sowieso, dass das für eine Konsole nicht ausschlaggebend ist.

Also erst mal Disc rein und Nintendoland starten.Das ganze ist wieder einmal ne Art Minispiel-Sammlung. Jeder bekannte Nintendo-Recke hat einen eigenen Titel... Gähn werden jetzt sicher viele denken. Doch es gibt auch einige Innovationen. Zur Auswahl stehen diverse mal mehr, mal weniger umfangreiche und kurzweilige Spielchen für bis zu Fünf Spieler. Richtig interessant sind die Titel bei denen jener Spieler mit dem Pad gegen die anderen antritt. Bei denen gibt's nämlich zwei Sichtweisen. Meiner persönliches Highlight ist dabei eindeutig Luigi's Ghost Mansion. Spieler Eins steuert mit dem Pad für andere unsichtbar, einen Geist durch einen dunklen Raum. Die anderen Spieler, ausgestattet mit Taschenlampen, versuchen jenen Geist zu finden. Der wiederrum, tut sein bestes um die ambitionierten Geisterjäger zu fangen. Ein herrliches Katz und Maus-Spiel, das durch den zweiten Screen wirklich innovativ und spaíg ist. Und auch die anderen Titel sind nicht schlechter. Lediglich dem Shuriken-Werfen konnte ich nicht viel abgewinnen. Ansonsten ist Nintendoland eindeutig ne super Beigabe und ganz besonders im Multiplayer ein Spaßgarant.


Mein Fazit bishher

Die Wii U macht Spaß! Soviel steht fest. Allein das Konzept des zweiten Bildschirms hat mir zumindest beim ersten Game gut gefallen und der Controller an sich liegt super in der Hand (besser als zuerst angenommen). Doch um nicht irgendwann als Staubfänger zu enden, braucht die Konsole Futter. Und nach über einem Jahr seit Release scheint sich an dieser Front auch endlich was zu tun. Allein Mario Kart 8 und noch mehr das neue Smash Bros., erwarte ich bereits sehnsüchtig. Doch auch Titel wie Donkey Kong oder Mario 3D Land zeigen, dass die Konsole Potential hat. Denn gute Marken hat Nintendo ja. Jetzt müssen diese nur noch ausgenutzt werden. Und das hoffe ich nicht nur für mich als Spieler und Fan, sondern auch für Nintendo und die Wii U selbst. Ein neues Metroid, Zelda oder vielleicht ein paar alte Marken zu neuem Leben erwecken? Die Veteranen unter den Gamern würden sicher gehörig zuschlagen!