Dienstag, 7. Januar 2014

The Vampire Diaries - eine Serie mit Biss

Ich freue mich über eure Kommentar... Sorry für das Wortspiel. Konnte ich mir nicht verkneifen.







Vampire sind derzeit fast schon wieder out. Doch vor einigen Jahren erschütterte eine gewisse Filmreihe basierend auf einer Romanreihe einerseits für Begeisterung, andererseits für Entsetzen. Weichgespülte, menschlich gemachte Vampire, die so gar nicht zum Fürchten sind. Die Blutsauger aus Blade, Castlevania und dem originalen Dracula hatten freilich wenig mit den glitzernden bildschönen Wesen der Twilight Reihe gemeinsam. Trotzdem waren es auch Vampire. Auch bei Vampire Diaries erwartete ich selbiges, als ich es im TV ignorierte. Erst bei der vierten oder fünften Folge blieb ich zufällig hängen. Grund war einig und allein die Stimme des Hauptcharakters Stefan Salvatore – Tommy Morgenstern, welcher Jahre zuvor meine Kindheit maßgeblich als Son-Goku geprägt hatte.

Also schaute ich mir eine Folge an und schnell wurde mir klar, dass es neben übersoften und glitzernden Vampiren und den blutrünstigen Bestien des Originals noch eine wahnsinnig interessanten Mittelweg gibt. Seit mittlerweile vier Staffeln verfolge ich die Serie nun und immer wieder findet sie Wege mich zu begeistern. Doch was macht Vampire Diaries so spannend?



Die Story - der Tiefgang zeigt sich erst später

Die Serie basiert auf einer Romanreihe von L.J. Smith. Bis auf die Ausgangssituation und den meisten Figuren haben die Bücher und die TV-Serie jedoch wenig gemeinsam. Mit zunehmender Dauer unterscheiden sie sich schlussendlich immer mehr und erzählen bald zwei eigenständige Stories. Die Geschichte selbst beginnt so vorhersehbar und unspektakulär wie eine typische Lovestory. Bei einem Autounfall stürzt das Auto der Familie Gilbert in von einer Brücke in einen Fluss. Dem Tod hilflos ausgeliefert kämpfen die beiden Eltern und ihre Tochter Elena um ihr überleben. Plötzlich erscheint ein fremder Mann und rettet das Mädchen. Später trifft sie ihn in Ihrer Schule wieder und bald wird klar, dass Stefan anders ist als ihre Mitschüler. Er ist nämlich ein über hundert Jahre alter Vampir. Doch das ist lediglich der Anfang. Sein Bruder Damon ist quasi der böse und entdeckt bald selbst eine Leidenschaft für die schöne Elena. Ha. Werden jetzt manche denken. Das klingt doch verdächtig nach Dreiecksbeziehung und Twilight! Das stimmt vielleicht auch, doch hinter der simplen Lovestoy verbirgt sich mehr… viel mehr. Mal ganz davon abgesehen, dass Elena im Laufe der vier Staffeln wirklich Gründe findet beide zu lieben. Anders als die mit Gesichtslähmung gesegnete Bella der Twilight Filme.

Nun zwei Vampire die um die Liebe eine Frau kämpfen ist noch nichts Ungewöhnliches. Als plötzlich eine Frau erscheint die Elenas Ebenbild sein könnte, wird bereits klar, dass die Hintergrundgeschichte viel komplexer ist, als zuerst angenommen. Die fremde Frau ist bekannt als Catherine Pierce oder Katerina Petrova und mehrere hundert Jahre alt. Elena ist ihre Doppelgängerin und somit zu ihr verbunden. Das ist jedoch noch lange nicht alles. In Elenas Umfeld erscheinen bald Werwölfe, Hexen und andere Wesen die allesamt dunkle Pläne schmieden. Das Ausmaß des Übernatürlichen kommt erst nach und nach zum Vorschein. Zentraler Angelpunkt bleibt dabei Elenas Heimatort Mystic Falls.



Die Charaktere und Schauspieler - Überzeugend und sympathisch

Auch die Figuren und Schauspieler tragen maßgeblich zur Qualität der Serie bei. Nehmen wir Elena Gilbert verkörpert von Nina Dobrev. Zu beginn der Serie ist sie ein zerbrechliches junges Mädchen, welches einfach nur verliebt in einen gutaussehenden Vampir ist. Im Laufe der Vier Staffeln muss sie aber viel durchleben… sehr viel. Anders als etwa die scheue Bella, wächst sie standig an sich selbst und wird bald zu einer eigenen agierenden Person, welche trotz mangelnder Vampirkräfte zu einigen entscheidenden Handlungen fähig ist. Nebenbei lässt sie sich außerdem als Vampirjägerin ausbilden. Im Vergleich zu Kristen Stewart zeigt Nina Dobrev wesentlich mehr von ihrem schauspielerischen Talent. Das kommt natürlich auch davon, dass sie zwei Rollen spielt und sowohl gut, als auch böse ist.

Nächster interessanter Charakter ist Stefan Salvatore gespielt von Paul Wesley (Gefallene Engel). Neben seiner grandiosen Synchronstimme überflügelt auch er seinen geistigen Bruder Edward (Twilight) in den meisten Belangen. Das merkt man jedoch erst später. Denn hinter dem strahlenden gutmütigen Vampir, welcher sich nur von Tierblut ernährt, verbirgt sich eine dunkle und blutrünstige Vergangenheit und auch er scheint eine düstere Seite zu haben. Sein Bruder Damon (Ian Somerhalder) hingegen lebt seine Vampirinstinkte vollkommen aus. Er hat Spaß am Töten, keine Angst vor irgendjemandem und tut alles um möglichst viel Spaß im Leben zu haben. Später zeigt auch er eine andere Seite wächst über sich hinaus.

Das waren nur die Brei Hauptprotagonisten. Doch spätestens ab Staffel Zwei kommen noch dutzende weitere interessante Charaktere und bemerkenswerte Schauspieler zum Vorschein. Elenas beste Freundin Bonnie entdeckt Ihre Fähigkeiten als Hexe, ihr Bruder Jeremy hat Kontakt zur Geisterwelt und wird schlussendlich selbst zum Vampirjäger, der Sohn der Bürgermeisterin wird zum Werwolf und der neue Geschichtslehrer entpuppt sich als Vampir-mordender Profi mit Pfählen und Armbrust unter dem Kopfkissen. Ach ja. Und habe ich die Urvampire erwähnt die über tausend Jahre alt sind? Für Spannung ist also wirklich gesorgt.


Die Vampire… und andere Wesen - genug Stoff für Konflikte

Die Wesen der Nacht. Zentraler Angelpunkt und titelgebend für die Serie. Vergleicht man sie mit den Vampiren aus Twilight oder den originalen wird man einige unterschiede feststellen. Meiner Meinung nach sind sie aber hervorragend getroffen. Sie sind modern und zeitgemäß und haben eine menschliche Seite. Jedoch verfügt jeder von ihnen im Inneren auch über eine blutrünstige Seite. Die Vampire in Vampire Diaries können sich sehr schnell bewegen und sind grundsätzlich unterblich. Lediglich ein Holzpfahl, das Gift eines Werwolfes oder das Herausreißen des Herzens(was schon mal öfter vorkommt) können einen Vampir töten. Eisenkraut verbrennt seine Haut. Er ist zudem übermenschlich stark und tritt er in die Sonne, verbrennt er innerhalb weniger Sekunden zu Asche. Zu diesem Zweck tragen die meisten Vampire einen Tageslichtring, welcher sie davor beschützt. Vampire verfügen zudem über die Fähigkeit durch ihren Blick menschen zu manipulieren. Um zu überleben brauchen Vampire Blut. Einige verzichten jedoch auf Menschenblut und laben sich an Tieren. Trinkt ein Mensch das Blut eines Vampirs, heilen sich dessen Wunden. Stirbt jener Mensch, während er das Blut noch im Organismus hat, wird er selbst zum Vampir.

Neben den Vampiren gibt es natürlich auch noch Werwölfe. Diese verwandeln sich jedoch nur bei Vollmond und unter unsäglichen Qualen. Dabei verlieren sie die Kontrolle über sich und töten alles und jeden. Auch Hexen und Hexenmeister kommen in der Serie vor. Sie verfügen über große Macht und können mit der Geisterwelt kommunizieren. Die letzten im Bund sind die Vampirjäger. Sie haben sich auf die Jagd nach den todbringenden Kreaturen begeben und sind meistens gut ausgerüstet.

Später kommen noch weitere Wesen vor, die ich jetzt jedoch noch nicht nennen möchte.


Der Stil der Serie - modern und zeitgemäß

Visuell hält sich Vampire Diaries eher düster und die Freigabe ab 16 ist so zu verstehen. Manche Folgen sind schon recht blutig und heraus gerissene Herzen oder abgetrennte Köpfe kommen häufiger vor. Insgesamt richtet sich die Serie an ein etwas älteres Publikum als Twilight. Das liegt neben dem Gewaltgrad aber auch an der sehr viel komplexeren Story und dem offeneren Zugang zur Sexualität. Ganz Recht während die Glitzervampire da recht züchtig sind, gibt es in VD mit zunehmender Laufzeit auch mehr Sexszenen. Die sind jetzt wirklich alles andere als explizit, doch es wird schnell klar, dass mit dieser Serie keine prüde Gemeinschaft suggeriert werden soll. Menschen haben Verlangen und Vampire noch stärker. Immer wieder werden auch der Drang der Instinkte und die Grenze zum Mensch sein thematisiert.


Fazit: Vampire Diaries distanziert sich deutlich von Twilight. Das wird jedoch erst nach längerem schauen deutlich. Mystery-Fans mit einem Hang zu einer dramatischen Love-Story ist die Serie klar zu empfehlen. Nicht nur eine ausgefeilte Hintergrundgeschichte mit vielen handelnden und interessanten Figuren, sondern auch tolle Schauspieler tragen die Serie. Wer Vampire mag und sie in einem modernen Gewand sehen möchte ist hier goldrichtig. Eine meiner derzeitigen Lieblingsserien!
 

Montag, 6. Januar 2014

Ein Rückblick auf 2013 - Distant Worlds Vienna

Ich freue mich über eure Kommentare :)






Wow. 2013 war wirklich ein geniales Jahr voller Highlights. Vor allem für Videospieler. Fantastische Titel wie The Last of Us, GTA V, Ni No Kuni oder Beyond: Two Souls sind nur die Spitze des qualitativ hochwertigen Eisbergs. Mit Playstation 4 und Xbox One wurde zudem die nächste Generation der interaktiven Unterhaltung eingeläutet. Mein persönliches Highlight war jedoch das Distant Worlds Konzert am 15. Juni. Ganz nebenbei mein Geburtstag!


Die Vorfreude stieg

Bereits Monate vorher hatte ich mir zwei Tickets gesichert. Und nicht nur irgendwelche. Als Final-Fantasy-Fan musste ich natürlich VIP-Tickets haben. Das schloss nicht nur einen Platz ganz vorne mit ein, sondern auch ein Meet & Greet mit Dirigent Arnie Roth und meinem persönlichen Helden Nobuo Uematsu. Doch der Reihe nach.

Im Wiener Konzerthaus angekommen versprühte bereits alles Final Fantasy Stimmung. Es gab Merchandise und sogar einen Cosplayer, den ich jedoch leider verpasst hatte. Im Saal selbst waren die Plätze bis auf den letzten gefüllt und alle waren großer Erwartungen. Der Altersschnitt variierte zudem sehr stark. Von Schülern bis Studenten, über Pensionisten war wirklich alles vertreten. Nach einiger Wartezeit ging das Spektakel um 19:30 Uhr pünktlich los. Arnie Roth betrat gemeinsam mit dem Ensemble die Bühne und begrüßte schlussendlich den Mann des Abends Nobuo Uematsu, welcher selbst jedoch im Publikum blieb. (Wie gerne hätte ich neben ihm gesessen)


Die Fantasie beginnt

Mr. Roth, der seine Arbeit wirklich gut und sympathisch machte, begannt das Konzert natürlich mit dem Prelude zu Final Fantasy, welches jeder Gamer, der zumindest einen Teil gespielt hat kennen sollte. Weiter ging es mit Highlights aus allen Teilen der Reihe. Persönliches Highlight waren Vamo’alla Flamenco aus Final Fantasy IX und das grandiose Maria & Draco aus Final Fantasy VI. Für Lacher im Publikum sorgte das Chocobo-Theme. Bei so viel Knuddel-Faktor konnte sich sogar Mr. Roth ein Grinsen nicht verkneifen. Und auch Mr. Uematsu kam an einigen Stellen auf die Bühne und sang etwa bei One Winged Angel im Chor mit, oder begleitete Mr. Roth auf dem Klavier. Ein Traum. Auch das Battle-Theme aus Final Fantasy XIII (obwohl nicht Uematsus-Werk), begeisterte die Menge.


Sympathie-Faktor 100%

Ein großes Lob geht eindeutig an die beiden Herren Roth und Uematsu. Beide waren glaubwürdig, Publikumsnah und vollkommen sympathisch. Ich erinnere mich etwa an den Moment in dem Uematsu auf die Bühne rannte und die Tür nicht auf bekam. (Ziehen statt drücken… das alte Problem) Oder an seinen Auftritt am Klavier, welcher er zusammen mit einer Chocobo- und einer Tomberry-Plüschfigur absolvierte. Man merkte auch über die gesamte Dauer des Konzertes hinweg, dass die beiden Herren großen Respekt voreinander haben. Und trotz der großen Leistungen von beiden Seiten sind sie wirklich bodenständig.


Das Highlight vom Highlight: Das Meet & Greet

Nach dem etwa 2 Stündigen Konzert wurden jene Personen mit einem VIP-Ticket in einen separaten Bereich mit Getränken und Speisen gebeten. Nach kurzer Wartezeit und mit neuem Outfit betraten Roth und Uematsu schlussendlich den Raum. Der Kleiderwechsel war aber auch bitter nötig. Denn Dirigent Roth gab volle Leidenschaft und sein schwarzer Anzug war bald in Schweiß gebadet. Die Schlange zu den beiden formierte sich und vor mir waren etwa 50 Leute. Es war also mit einiger Wartezeit zu rechnen. Nur gut, dass es an Gesprächsstoff mit anderen Final Fantasy-Jüngern nicht mangelte. Überall erblickte man Merchandise und Spiele, welche die Fans signieren ließen. Allem voran Final Fantasy VII oder VIII. Ich jedoch entschied mich wie nicht anders zu erwarten für Teil IX. Meinen Allzeit-Favoriten. Als ich schlussendlich vor ihm stand, konnte ich es zuerst nicht glauben. Es war der Mann, der damals bei Final Fantasy IX meine Begeisterung für Videospiele und im Besonderen für Videospielmusik geweckt hatte. Für mich eine Legende. Schnell signierte er die Disk von Final Fantasy IX und ein Foto mit beiden Herren war absolute Pflicht. Nach einem kurzen Gespräch mit Uematsu-Sama kann ich nur sagen, dass ich beeindruckt bin wie bodenständig, charmant und freundlich der gute Mann ist. Meiner Meinung nach hat er das geschafft, was nur wenige Musiker schaffen. Generation verzaubern und tief berühren. Danke Uematsu-Sama!


Ein Schnappschuss für's Leben - der große Uematsu-sama und Mr. Roth


Am nächsten Tag im Hotel - Uematsu zum Frühstück! Wer ihn nicht findet: der unscheinbare Herr links oben im orangen Shirt ;-)


Am nächsten Tag

Das Konzert war vorbei und bei einem ausgiebigen Frühstück im Hotel ließ ich den vergangenen Abend Revue passieren. Kommt mir da nicht um die Ecke erneut Uematsu entgegen? Vor dem Frühstücksbuffet begrüßte ich ihn erneut und bedanke mich noch einmal für einen atemberaubenden Abend. Seine schlichten Klamotten (Jogginghose und T-Shirt) bestätigten mir erneut, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Mein Fazit: Ein grandioses Erlebnis und eine inspirierende Persönlichkeit! Danke für alles!
 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Buddy (Kino)

Ich freue mich über eure Kommentare :)






Erneut begibt sich Michael Bully Herbig mit seinem neuen Film sowohl in den Regiestuhl, als auch vor die Kamera. Das führt ihn in für ihn unerforschte Genre-Gefilde. Diesmal sollte es die Fantasy-Romanze sein, die er sich vornimmt. Doch hat er dabei Erfolg und kann er an seine großen Erfolge anknüpfen?


Erbe des Hamburger Getränkeherstellers „Spurdelfactory“ und ewiger Junggeselle Eddie erlebt einen gewaltigen Schock, als plötzlich ein fremder Mann in seinem Schrank hockt. Dieser gibt sich als Buddy (Michael Bully Herbig) aus und begleitet ihn von dort an auf Schritt und Tritt. Das einzig merkwürdige: Niemand außer Eddie selbst sieht den Kerl. Eddie beginnt durch zu drehen und sucht sogar einen Psychiater auf, während sein Leben droht in die Brüche zu gehen. Immer wieder erscheint Buddy und erklärt bald, dass er ein Schutzengel sei. Ungläubig und vom Schicksal gebeutelt beginnt Eddie bald wirklich durch zu drehen. Erst nach einigen lebensverändernden Erlebnissen kommt er zur Einsicht. Buddy’s Geschichte muss wahr sein. Er versucht also sein Leben drastisch um zu krempeln und nebenbei die Liebe seines Lebens zu erobern.

Bully Fans sollte spätestens jetzt klar sein, dass sich der Film drastisch von Herbigs früheren Werken unterscheidet. Er will einen deutlich ernsteren Ton anschlagen, scheitert aber oftmals genau an diesem Punkt. Denn seine Vergangenheit kann Bully eindeutig nicht verleugnen und baut auch in Buddy einige typische „Bully-Moments“ ein. Das sind meiner Meinung nach dann auch die Höhepunkte. Denn emotional bleibt Buddy trotz der vielen Versuche über die meiste Zeit relativ flach. Erst gegen Ende hin entsteht etwas Romantik. Auch die Figuren haben so ihre Probleme. Allem voran Hauptcharakter Eddie. Mir persönlich ist es wahnsinnig schwer gefallen mich mit ihm zu identifizieren oder mit zu fühlen.

Dennoch hat auch Buddy seine guten Seiten. Vor allem das Ende hat mich wirklich positiv überrascht und war von mir so nicht vorhergesehen. Irgendwie wirkt Buddy wie ein Mischmasch aus klassischem Bully-Film und deutscher Liebes-Komödie. Meiner Meinung nach ist er sogar der „deutscheste“ Film denn Bully bis jetzt gemacht hat. Denn mit Buddy reiht er sich direkt zwischen Schwaiger und Schweighöfer. Nur dass ihm in diesem Genre eben die Erfahrung fehlt.


Fazit: Buddy ist wirklich kein schlechter Film und hat vor allem gegen Ende hin echte Höhepunkte. Zwischendurch wird hin und wieder durch Bully-typischen Humor aufgelockert. Hardcore-Herbig Fans die einen Nachfolger zu Schuh des Manitu, Traumschiff Surprise und Co erwartet haben werden leider enttäuscht. Wer jedoch unvoreingenommen in den Film geht wird recht gut unterhalten und Herbigs Auftritte entschädigen für den unsympathischen Hauptcharakter. Meiner Meinung nach sollte Bully jedoch eindeutig wieder zu seinen Wurzeln zurückkehren. Sein alter Stil passt definitiv besser zu ihm! Denn von der Genialität seines ersten Kinostreiches ist er weit entfernt.
 

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Hobbit 2 – Smaugs Einöde

Ich freue mich über eure Kommentare :)






Ein Jahr ist vergangen, seit Peter Jackson die Fans mit einer mehr als soliden Umsetzung des Kinderbuchklassikers „Der kleine Hobbit“ überraschte. Nun erscheint mit Smaugs Einöde der zweite Teil der Trilogie.

Bilbo, Gandalf und die Zwerge haben Bruchtal verlassen und während sie einerseits vor den Horden der Orcs auf der Flucht sind, nähern sie sich immer mehr ihrem eigentlichen Ziel. Dem einsamen Berg Erebor. Doch abseits des Abenteuers braut sich etwas Düsteres zusammen, das schon bald zu den Ereignissen der Herr der Ringe-Trilogie führen wird. Genau wie schon der Vorgänger lebt auch Teil zwei vor allem von einem. Die Faszination der fremden und fantastischen Welt Mittelerde von Tolkien. Die Story ist gut und die Action schnell. Sogar Legolas erhält seinen Auftritt und der düsterere Unterton gefällt Fantasy-Fans natürlich. Doch das alles wäre nichts ohne Tolkiens atemberaubender Welt in Kombination mit den brillanten Effekten von Jackson’s Team. Riesen Lob von mir an dieser Stelle. Kein anderer Film schaffte es dieses Jahr, mich so sehr in eine andere Welt zu ziehen. Und sogar nach dem über 160 Minuten wollte ich nicht, dass der Film einfach so zu Ende ist und ich erneut ein ganzes Jahr warten muss.

Zum Film selbst möchte ich an dieser Stelle auch gar nichts Weiteres verraten, da die Story selbst und ihre Dialoge in der Tat recht dünn sind. Das ist aufgrund der Vorlage jedoch völlig legitim und nachvollziehbar. Trotzdem hat es Jackson wieder einmal geschafft ein richtig stimmiges Gesamtbild zu hinterlassen und eine grandiose Welt zu erschaffen, in die man vollends eintauchen kann. Etwas, das mir bei „Die Tribute von Panem“ zum Beispiel etwas gefehlt hat.

Also. Wer den zweiten Teil, oder sogar den ersten Teil, oder etwa Jacksons Mittelerde Gesamtwerk bisher nicht gesehen hat, sollte nun die Chance ergreifen. Smaugs Einöde erhält wie schon ein toller Vorgänger meine volle Empfehlung. Ein wahres Fest für Fantasy Fans!

-euer Genesis
 

Montag, 16. Dezember 2013

Die Tribute von Panem 1 & 2

Ich freue mich über eure Kommentare :)







Harry Potter, Twilight und jetzt die Tribute von Panem. Alles Jugendbuchreihen, die sowohl Leser, als auch Filmfreunde gleichermaßen anziehen. Mal mehr - Mal weniger nachvollziehbar. Doch eins haben Sie alle gemeinsam. Sie verschaffen den Machern einen dicken Batzen Geld. Auch die Panem-Trilogie fällt in diese Kategorie. Im Moment läuft Teil zwei der Reihe im Kino. Doch was ist dran am Hype? Taugt der Film etwas? Oder ist doch alles nur übertrieben?


Das Land Panem blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Um den Frieden der Supermacht zu wahren, wurde vor vielen Generationen beschlossen das Land und ihre Bewohner in zwei Schichten zu teilen. Die Oberschicht, welche im Luxus schwelgt und die Unterschicht bestehend aus Arbeitern. Zudem wurden einzelne voneinander getrennte Distrikte errichtet um Aufstände oder Freidenker besser kontrollieren zu können. In Distrikt 12 lebt Katniss Everdeen zusammen mit ihrer Familie. Sie hat nicht das beste Leben, kommt jedoch ganz gut zurecht. Doch ein dunkler Schatten zieht über ihr Dasein, als wieder einmal der Tag der alljährlichen Hunger Spiele näher rückt. Ein Kampf um Leben und Tod. Eine Art moderner Gladiatorenkampf. Aus jedem Distrikt werden ein junger Mann und eine junge Frau per Zufallsprinzip ausgewählt und in die Schlacht gegen die anderen Tribute geschickt. In diesem Jahr sollte es Katniss‘ Schwester sein, die Distrikt 12 vertreten solle. Das kann sie jedoch nicht zulassen und bietet sich selbstlos selbst als freiwilliges Tribut an. Zusammen mit dem jungen Peeta muss sie also in die Arena steigen. Doch nur einer der 24 wird lebend zurückkommen.


Schon bei der Ausgangslage unterscheidet sich die Panem-Trilogie stark von Ihren geistigen Verwandten. Statt Fantasy und Magie beherrscht hier eine düstere Zukunftsdystopie die Atmosphäre und während andere Protagonisten übernatürliche Probleme Qualen, wirken Katniss‘ Sorgen sehr viel realer und greifbarer. Getrennt von ihrer Familie kommt sie in einer Trainingscamp und muss erst einmal ihr Können beweisen. Doch auch die anderen Teilnehmer schrecken vor nichts zurück. Immer wieder kommt auch ein Hauch Gesellschaftskritik zum Vorschein und man spürt die Kritik gegen den „Big Brother-Voyeurismus“. Personen die plötzlich im Mittelpunkt einer ganzen Bevölkerung stehen und zu Stars werden. Katniss hingegen hält nicht viel von all dem und lehnt sich immer wieder gegen das System auf und spätestens in der Arena wird sie langsam aber sicher zum Symbol einer neuen Revolution.


Die Tribute von Panem hat sicherlich seine Schwächen und vor allem die Welt an sich und ihre Geschichte hätte meiner Meinung nach noch sehr viel besser ausgearbeitet werden können. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Jugendbüchern und Filmen, wird hier an einen intelligenten Zuschauer appelliert der auch ohne an der Hand nehmen Zusammenhänge versteht und Gedanken weiter führt. Ja ich schiele zu dir Twilight. Während dort die Story klar und unkompliziert um die beiden Hauptfiguren gesponnen und ja darauf geachtet wird, dass man den Zuschauer nicht zu sehr belastet, begeistert die Tribute von Panem mit vielen Twists und einer schonungslosen und fast brutalen Geschichte. Spätestens nach dem Abspann des ersten Teils wird klar, dass Jugendbuch, bzw. Film eigentlich vollkommen fehl am Platz ist.


Deshalb bekommt die Filmreihe auch eine absolute Empfehlung von mir. Es ist schön zu sehen, dass nicht alle Filme für den Massenmarkt von einem dummen Zuschauer ausgehen, welcher lieber dicke Emotionen statt einer intelligenten Geschichte sehen will. Und auch der zweite Teil führt diese Denkweise fort und hält sogar einige noch überraschendere Twists bereit. Kritikpunkte gibt es wenige. Lediglich die verschwommene und etwas einfallslose Konzeption der Welt halten mich davon ab jetzt schon meinen Film des Jahres zu küren. Anschauen!